Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Fragen und Antworten zum Thema: Der Fisch in seiner natürlichen Umgebung Verhalten, Habitat, Nahrung und Besatzmassnahmen/Bewirtschaftung.
berufsfischer

Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von berufsfischer »

Arts hat geschrieben: Frag mal provokativ:
Wenn die Felche nicht der "Brotfisch" wäre, wäre der Bestand, die Gefährdung, nicht vergleichbar mit Rotaugen, Brachsen, Weissfischen...
Tom
nein!
Arts hat geschrieben: ...Weissfischen... da gibt es kein Besatz. Da gibt es komischerweise keine Bestandsprobleme.
Tom
das ist nicht komisch, sondern tatsache.
cypriniden können sich in den hiesigen seen fast immer in genügendem ausmass selbstständig vermehren, da braucht es keine unterstützende bewirtschaftungsmassnahmen.
Arts hat geschrieben: Es geht immer nur um Artenvielfalt von Felchen, Forellen, usw, aber Weissfische, Hybriden, diese Vielfalt ist egal.... will ja keiner fangen... wieder der liebe Opportunismus.
Tom
stimmt gar nicht.
die vielfalt von weissfischen ist in einem gewässer ist alles andere als egal. nur ist sie in der regel in keiner weise gefärdet.
hybriden sind in der natur nicht von bedeutung. sie entstehen und verschwinden von selber, meist unbemerkt.
und im gegensatz zu uns angelfischer sind viele berufsfischer durchaus auch interessiert am fang von karpfenartigen fischen. sie tragen entscheidend zu seinem einkommen bei, und das je länger je mehr.
man muss diesbezüglich nur mal einen blick auf die statistiken der ch-seenfänge werfen. schaut man dort mal, was die berufsfischer im gegenzug zu den anglern an "weissfische" fangen sieht man ein klares bild. im gegenzug zu uns anglern befischen sie nämlich die bestände gesammtheitlicher, wärend wir im gegenzug sehr fixiert sind auf eben jene fischarten die man besetzt.
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helix
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Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von helix »

@berufsfischer

Deine meist einseitige, aus Angelfischersicht kaum nachvollziehbaren Bemerkungen (nicht nur in diesem Thread) deuten eigentlich nicht daraufhin, dass du selber ein "Angelfischer" bist. Habe Mühe, wenn sich jemand "Berufsfischer" nennt, jegliches Handeln dieser Berufsgattung als für die Natur höchst nachhaltig und unverzichtbar bezeichnet und dann noch behauptet, mit Berufsfischern nichts zu tun zu haben. Ich fände es aber auch nichts Schändliches, einmal klar und deutlich zu sagen, dass man eben Berufsfischer, Sohn oder Verwandter eines Berufsfischers ist, im Gegenteil!

Nach welchen Regeln handhabt ihr dann bei euch den Laichfischfang? Wann habt ihr genügend Muttertiere entnommen, um mit dem Laichfischfang aufzuhören? Wenn genügend (wieviel ist dann genügend?) befruchtete Eier vorhanden sind, oder wenn ihr in der Gefriertruhe keinen Platz mehr habt? Würde mich schon interessieren wie das in der Praxis und nicht gemäss den Vorschriften der zuständigen Behörde aussieht...

@all

Berufsfischer machen meistens nur da Laichfischfänge, wo primär sie profitieren können und dies bei Fischarten, welche ohnehin wenig gefährdet wären (Felchen, Hechte oder z.T. auch Saiblinge). Zumindest bei uns werden die für die Arterhaltung viel wichtigeren Laichfischfänge auf Äschen und Seeforellen primär von Hobbyfischern betrieben. Auch die Aufzucht erfolgt im Gegsatz zu früher nur noch zu einem kleinen Teil durch Berufsfischer.

Es stimmt wohl, dass die Felchenpopulationen wesentlich kleiner wären, wenn kein oder weniger Laichfischfang betrieben würde. Da müssten wohl in einigen Seen einige Berufsfischer über die Klinge springen. Die natürlichen Bestände würden sich meiner Meinung nach schon wieder einpendeln. Ich frage mich aber schon, ob es in der heutigen Zeit noch angebracht ist, gleich viele Berufsfischer wie früher auf unseren Seen zu haben.

Die Nachfrage nach Fisch als gesundes Lebensmittel ist hoch, nicht nur in der Schweiz. Auch findet ein Preisdruck auf das Produkt "Fisch" statt. Viele Personen sind nicht bereit, 30 oder 40 Franken pro Kilogramm Fisch zu bezahlen. deshalb versucht der Mensch, mittels mengenmässig übertriebenen Produktionen diesem Preisdumping entgegenzukommen. Lachs gilt beispielsweise mittlerweilen als "Schwein des 21. Jahrhunderts". Felchen aus der Schweiz werden ins Ausland exportiert oder z.B. dem Schweizer Militär (habe ich selber miterlebt und gesehen) und anderen Grossverbrauchern für viel zu tiefe Preise angeboten. Ich bin der Meinung, wer qualitativ hochwertige Produkte konsumieren will, soll auch bereit sein, einen anständigen Preis dafür zu bezahlen. So sollte es weniger (nicht keine!) Berufsfischer geben, die aber durch geringere Entnahmen zu Gunsten der Natur einen höheren Preis erzielen sollten. Massenprodukt sollte Schweizer Wildfisch definitiv nicht sein!
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Gruess helix
Trüsche

Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von Trüsche »

berufsfischer hat geschrieben:
wenn ich jedoch eure berichte in diesem jahr so ein wenig überfliege, habe ich den eindruck, dass ihr am ägerisee neben dem berufsfischer genügend wenn nicht ganz gut fische gefangen habt.
so wie ich die dortigen verhältnisse kenne, verträgt es ganz gut einen berufsfischer an diesem see. produktiv genug ist er allemal. :wink:

welche, und wie viele netze und reusen und über welche zeitspanne sie eingesetzt werden entscheiden meist die behörden.
und dass der fischer seine netze und reusen dann dort auslegt wo die fische ablaichen sollte einleuchten. im falle von laichhechten halt eben im schilfbereich. dazu haben sie auch das recht. soviel ich weiss, dürfen sie zur laichgewinnung ihre fanggeräte sogar ins schilf setzen wenn es angebracht ist.
es geht nicht darum, ob es einen Berufsfischer verträgt oder ob er im Recht/Unrecht ist, sondern dass er die Laichfische während einem sehr langen Zeitraum bei ihren Laichplätzen fängt, was ja logisch ist, denn dort ist es am einfachsten. Damit habe ich tatsächlich ein Problem. Er soll seine Muttertiere in der Laichzeit fangen und dann wie die Angler warten,bis die Schonzeiten vorbei sind. Das finde ich dem Fisch gegenüber fair!
Ja, wir fangen sehr gut, dies aber fast in jedem Gewässer :wink:
Gruess Jon
berufsfischer

Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von berufsfischer »

lieber helix
ich möchte nicht streiten mit dir, liegt mir echt fern.
da ich in der fischereipolitik verankert und tätig bin und daher oft mit leuten mit einer ähnlichen geisteshaltung wie dir begegne, weiss ich (nicht zuletzt auch aus unserer letzten "begegnung" hier im forum) aus erfahrung das es nichts bringen wird dich mit argumenten zu überzeugen.
ich werde deshalb auch in keiner weise jemals wieder auf deine posts eingehen und mich an dich wenden.
wenn du meine worte oder deren inhalt nicht verstehst oder verstehen willst ist das nur schade.
denn genau so bringen wir es nie auf einen gemeinsamen nenner.
zudem wirfst du ständig mit falschaussagen über die berufsfischer um dich, so dass man einfach nicht darum herum kommt, zu denken dass du sie aus neid und missgunst zu einem persönlichen feindbild erkoren hast. deine haltung finde ich viel radikaler als die meine.

helix hat geschrieben:@berufsfischer
Habe Mühe, wenn sich jemand "Berufsfischer" nennt, jegliches Handeln dieser Berufsgattung als für die Natur höchst nachhaltig und unverzichtbar bezeichnet und dann noch behauptet, mit Berufsfischern nichts zu tun zu haben. Ich fände es aber auch nichts Schändliches, einmal klar und deutlich zu sagen, dass man eben Berufsfischer, Sohn oder Verwandter eines Berufsfischers ist, im Gegenteil!
habe nie behaubtet, dass sie unverzichtbar sind!
das sie nachhaltig fischen, ist wissenschaftlich belegt, und nicht irgend eine behauptung von mir. da kannst du noch so oft dagegen reden...
bestimmt habe ich nie behauptet, mit berufsfischern nichts zu tun zu haben, ich sage nur, dass ich selber keiner bin. doch das ich etliche davon kenne und mit einigen befreundet bin habe ich nie verschwiegen oder verneint.
durch meine arbeit sowie meine tätigkeit in vereinen und verbänden habe ich oft mit ihnen zu tun.
zudem begleite ich beruflich wie privat seit jahren regelmässig einzelne bei ihrer tätigkeit, auch bei laichfischfängen.
deshalb weiss ich aus erster hand, dass die meisten deiner anschuldigungen und vorwürfe nicht der wahrheit entsprechen...
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Alet
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Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von Alet »

berufsfischer hat geschrieben:.... das sie nachhaltig fischen, ist wissenschaftlich belegt, und nicht irgend eine behauptung von mir. da kannst du noch so oft dagegen reden......
Nachhaltig bezweifle ich stark....
luciopersco

Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von luciopersco »

@Helix fein geschrieben bin zu 100% deiner Meinung !!!
albeli

Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von albeli »

@all

wobbler hat gefreagt, ob jemand erklären kann, woher trotz schonzeit die ch-felchenfilets in den fischtheken kommen.

so weit ich das beurteilen kann, ist die frage längst beantwortet.

sie stammen wohl aus legaler laichfischerei.

warum einige hier jetzt gleich wieder fleischfischerei schreien, verstehe ich nicht.

immerhin geschehen laichfischfänge auf staatliche anweisung und entstanden nicht durch willkür oder profitgeilheit seitens der berufsfischer.

zudem ist es wohl der zeitpunkt wo ein fehlverhalten seitens der berufsfischer am ehesten auffallen und geahndet werden würde, da ja alles strickt reglementiert und so gut wie sonst nie kontrolliert ist.

ich persönlich, sehe all diese umstände und massnahmen als zweckmässig und ökologisch tragbar, und nicht als unverhältnismässigen eingriff in die natur. die ist ohnehin geschichte in bezug auf unsere seen.

bei uns, im kt zürich, werden jedenfalls die laichfischfänge dann eingestellt, wenn genügend brutmaterial gewonnen werden konnte. nicht vorher und nicht nachher.

und im gegenzug zu uns anglern, gillt ab dann für berufsfischer, wie zuvor auch, ein generelles fischereiverbot.

wir dürfen jedoch während der ganzen schonzeit auf die nicht geschonten arten angeln. ein generelles fischverbot gibt es für uns nicht. zudem ist für uns angler die schonzeit für seeforellen um über einen monat kürzer als jene der berufsfischer ect.

damit möchte ich sagen, dass es für beruf und hobby nicht zwangsweise die selben regeln braucht. die chancengleichheit zieht hier nicht. und wenn, dann müssten wir hobbyfischer bereit sein wie die berufsfischer die fischerei von oktober oder november bis anfangs januar auch gänzlich einzustellen.

also hört doch lieber auf einander anzufeinden, bringt doch eh nichts. seit tolerant und zeigt gegenseitigen respekt und schaut doch nicht immer nur darauf, was die anderen machen oder dürfen.

schliesslich haben wir alle freude am fang, ich persönlich nicht nur am eigenen, ich gönn ihm jedem...
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helix
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Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von helix »

berufsfischer hat geschrieben:zudem wirfst du ständig mit falschaussagen über die berufsfischer um dich, so dass man einfach nicht darum herum kommt, zu denken dass du sie aus neid und missgunst zu einem persönlichen feindbild erkoren hast. deine haltung finde ich viel radikaler als die meine.
Dann nenne doch mal konkret diese ständigen Falschaussagen, ansonsten kann ich nicht sachlich und im Detail darauf eingehen.

Neid und Missgunst gegenüber Berufsfischern habe ich in keinster Weise. Ich könnte mir überhaupt nicht vorstellen, Fische lediglich als "Geldwert", als Ware anzusehen und von diesen Tieren leben zu müssen. Vielleicht würde ich dann sogar gleich handeln, schliesslich wäre der eigene Lebensstandard und die Lebensqualität unmittelbar abhängig vom erzielten Fang. Auf sowas neidisch zu sein, entspricht wirklich nicht meiner Haltung, das ist ein etwas gar billiger Vorwurf deinerseits.

Berufsfischer entsprechen sicher nicht meinem Feindbild (wer alles genau lesen würde, müsste sowas auch nicht behaupten). Ich bin da nicht so radikal wie einige andere Hobbyfischer. Grundsätzlich haben Berufsfischer in der CH durchaus ihre Berechtigung - du hast einige Gründe dafür bereits mehrmals richtig genannt.

Aber durch jahrelange Beobachtungen und Erfahrungen habe ich eben auch Missstände entdeckt und als engagierter Fischer liegt es mir nahe, diese auch aufzuzeigen. Schliesslich werden uns Hobbyfischern immer mehr Auflagen von diversen Seiten, nicht zuletzt auch vom Tierschutz, gemacht, während bei den Berufsfischern die pro Person und Patent (Berufsfischer müssen genau wie wir auch, Patentgebühren bezahlen) immens viel mehr Fische der Natur entnehmen, ständig Ausnahmen bewilligt werden. Das ist schlicht ein schlechter Witz und hat mit gesundem Menschenverstand nur wenig zu tun. Zum Beispiel werden einem Hobbyfischer, welcher einen Fisch unsachgemäss hältert, Bussen von mehreren tausend Franken verhängt, während bei jedem einzelnen Berufsfischer Tausende Fische stundenlang bis zur gänzlichen Erschöpfung leiden müssen, das ist ja hunderttausendfach schlimmer. Von Verhältnismässigkeit keine Spur. Aber eben, da schaut man lieber weg und kauft im Dezember die frischen Felchenfilets in der Migros und geniesst diese auch noch. Nur ja nichts hinterfragen und friedlich konsumieren, das ist unsere heutige Gesellschaft...
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Gruess helix
Würmlibader

Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von Würmlibader »

:roll: :roll: :roll: einfach wieder mal typisch kleinkarierter bockmist, was da abgeht...

verbannt die berufsfischer mal 3 jahre von euren seen - danach werdet ihr sie auf knien bebetteln, dass sie euch wieder felchen einsetzen, nur damit ihr eure paar 100 fränkli patentkosten herausschlagt.

nein, ich bin kein berufsfischer, nein ich bin auch mit keinem verwandt, verschwägert oder befreundet, aber hört doch gopferdamminomau endlich mit diesem scheiss futterneid auf - echt!
Arts

Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von Arts »

Hallo,

Albeli, da hast du ja recht was du sagst, aber trotzdem finde ich es gut das wir das hinterfragen, insofern die Regelungen für Berufsfischer zimmlich untrasparent sind.

Im Netzt, für Kt. Bern habe ich kein Reglement gefunden. Nach Anfrage vor 2 Monaten bei den zuständigen behörden nach Reglementen, Richtlinien Vorschriften, Kontingentierungen, Bemessungsrichtlinien usw, für die Berufsfischerei erhielt ich ein Mail, man würde sich mit mir in Verbindung setzen, seit dem ist auch schon wieder mehr als ein Monat verstrichen....

Es wird immer nur gesagt "Nachhaltigkeit seie garantiert" aber nie aufgrund welchen kriterien dies geschehen soll..

Eine Hauptfrage die sich mir immer noch stellt, gibt es kontingente oder heisst es fischt soviel ihr fängt? Da erwarte ich eine Antwort die mir sagt, Nein, oder Ja, soviel tonnen pro Fisch, festgelegt aufgrund empfehlungen von... usw... und nicht einfach "salop" Nachhaltigkeit ist gewährleistet. Nur eine reglementierte "Maschenweite" garantiert doch noch lange keine Nachhaltigkeit.

Kontigente gib es selbst in der EU für Meeresfischerei, obwohl dort die Kontigente ein Witz sind, und durch die Starken Fischereinationen bestimmt werden,

Das ist es was mich stört.. Es wird soviel veröffentlicht aber dort hält man sich bedeckt.

Gruss
Tom
Zuletzt geändert von Arts am So 12. Dez 2010, 20:16, insgesamt 1-mal geändert.
berufsfischer

Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von berufsfischer »

helix hat geschrieben: Dann nenne doch mal konkret diese ständigen Falschaussagen, ansonsten kann ich nicht sachlich und im Detail darauf eingehen.
helix es sind so viele, dass ich nie die zeit hätte auf alle sachlich und fachlich zu antworten. zudem lohnt es sich schlicht nicht.
denn so gut wie jede deiner aussagen über berufsfischer und ihre machenschaften entspricht nicht den tatsachen, sondern deiner realität. natürlich bist du damit leider nicht alleine. doch zum glück wird politik nicht am stammtisch gemacht...

doch als wink zitiere ich mal meinen letzten post. vieleicht entdeckst du ja beim zweiten mal die dinge die nicht so sind wie du es darstellst :wink:
übrigens bist du bis jetzt noch nie sachlich auf meine ausführungen eingegangen :wink:
berufsfischer hat geschrieben:
helix hat geschrieben:@berufsfischer
Habe Mühe, wenn sich jemand "Berufsfischer" nennt, jegliches Handeln dieser Berufsgattung als für die Natur höchst nachhaltig und unverzichtbar bezeichnet und dann noch behauptet, mit Berufsfischern nichts zu tun zu haben. Ich fände es aber auch nichts Schändliches, einmal klar und deutlich zu sagen, dass man eben Berufsfischer, Sohn oder Verwandter eines Berufsfischers ist, im Gegenteil!
habe nie behaubtet, dass sie unverzichtbar sind!
das sie nachhaltig fischen, ist wissenschaftlich belegt, und nicht irgend eine behauptung von mir. da kannst du noch so oft dagegen reden...
bestimmt habe ich nie behauptet, mit berufsfischern nichts zu tun zu haben, ich sage nur, dass ich selber keiner bin. doch das ich etliche davon kenne und mit einigen befreundet bin habe ich nie verschwiegen oder verneint.
durch meine arbeit sowie meine tätigkeit in vereinen und verbänden habe ich oft mit ihnen zu tun.
zudem begleite ich beruflich wie privat seit jahren regelmässig einzelne bei ihrer tätigkeit, auch bei laichfischfängen.
deshalb weiss ich aus erster hand, dass die meisten deiner anschuldigungen und vorwürfe nicht der wahrheit entsprechen...
hast du ungereimtheiten entdeckt?
zudem, wie du entnehmen kannst, habe ich langjährig durch die arbeit wissenschaftlich sowie auch aus privatem interesse damit zu tun.
ich möchte jetzt mal konkret von dir wissen woraus deine jahrelange erfahrung zurückgeht! ausgenommen "beobachtung"! denn sein ist nicht immer gleich schein...
von wegen beobachtung habe ich viele erlebnisse. eines ist folgendes. ich war mal mit einem berufsfischer auf dem see und am mittag am angeln. da sagte mir der angelkollege im boot neben mir, dass schon klar sei, dass wir nichts fangen. er habe gesehen wie der berufsfischer am morgen hier die netze gehoben habe. wohlverstanden jener berufsfischer den ich begleitet habe. er habe gesehen wie der berufsfischer gut zwei dutzend untermässige hechte im netz hatte, dazu unzählige eglis, in fast jeder masche einer. in wirklichkeit waren die gesehenen eglis schwalen, um 50 stk, die angeblichen hechte waren schöne eglis...
ich glaube nur noch was ich selber mehrmals überprüft habe. auf angebliche beobachtungen gebe ich gar nichts!
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U96
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Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von U96 »

Sportfischer und Berufsfischer werden wohl nie ein Herz und eine Seele sein, da würde man sich besser auf den kleinsten gemeinsamen Nenner besinnen, nähmlich für den Kampf gegen die Ausbreitung des Kormorans.
(Wohlverstanden nicht gegen den Kormoron per se, sondern gegen die Ausbreitung). Und da ist vornehmlich die Politik gefordert.
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Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von astacus »

U96 hat geschrieben:Sportfischer und Berufsfischer werden wohl nie ein Herz und eine Seele sein, da würde man sich besser auf den kleinsten gemeinsamen Nenner besinnen, nähmlich für den Kampf gegen die Ausbreitung des Kormorans.
(Wohlverstanden nicht gegen den Kormoron per se, sondern gegen die Ausbreitung). Und da ist vornehmlich die Politik gefordert.
so ein schwachsinn, ein guter teil der fischer stört sich überhaupt nicht am kormoran. ich behaupte nicht, dass ich in diesem punkt die mehrheitsmeinung der fischer vertrete, aber ich sehe in meinem direkten umfeld, dass die toleranz für den kormoran bei diversen fischern sehr hoch ist und überhaupt nicht von allen eine bekämpfung oder verstärkte bejagung dieses vogels verlangt wird.

der kleinste gemeinsame nenner ist das also überhaupt nicht.
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Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von thymallus »

Würmlibader hat geschrieben: nein, ich bin kein berufsfischer, nein ich bin auch mit keinem verwandt, verschwägert oder befreundet, aber hört doch gopferdamminomau endlich mit diesem scheiss futterneid auf - echt!
:thanks: du sprichst mir aus der seele.
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Re: Schonzeit, doch Wildfang CH in der Fischtheke

Beitrag von helix »

berufsfischer hat geschrieben:das sie nachhaltig fischen, ist wissenschaftlich belegt, und nicht irgend eine behauptung von mir.
In diesen Studien fehlen aber die "schwarzen Schafe", sie gehen vom "Musterberufsfischer" aus, aber genau um diese schwarzen Schafe geht es mir, und das ist weissgott nicht "kleinkariert", denn sie können die Natur regelrecht ausbeuten mit ihren Fangtechniken und betreiben Raubbau sondergleichens..
berufsfischer hat geschrieben:übrigens bist du bis jetzt noch nie sachlich auf meine ausführungen eingegangen
Dann nenne mir doch jetzt bitte eine Falschaussage, welche ich dir sachlich begründen kann.

Meine Annahme, dass du evtl. Berufsfischer sein könntest habe ich ja begründet. Auch in einem anderen Thread wurde meine Annahme untermauert (in einer zitierten PN an Arts sprachst du von den Berufsfischern und sagtest, "das ist bei uns gut geregelt"...). Aber so wie du nun schreibst stimmt meine Annahme diesbezüglich nicht. Das nehme ich zur Kenntnis und glaube dir selbstverständlich. Sorry für die Unterstellung.

Die Aussage deines Angelkollegen war wirklich dämlich, habe auch schon ähnliche, völlig falsche Anschuldigungen gegenüber Berufsfischern gehört, da versuche ich jeweils zu relativieren und aufzuklären. Es liegt nicht in meinem Interesse, die Berufsfischer allgemein schlecht hinzustellen. Es sind nur einige, welche sich nicht an Regeln (u.a. auch ethisch/moralische Grundsätze..) halten. Diese schaden dann aber dem Ganzen, das ist bei uns Angelfischern auch nicht anders.

Wenn du mich auf die selbe Ebene wie den von dir erwähnten Angelkollegen stellst und meine Beobachtungen für dich wertlos sind, kann ich das auch nicht ändern, obwohl ich stets bestrebt bin, meine Ausführungen möglichst verständlich und nachvollziehbar zu schildern.
thymallus hat geschrieben:Würmlibader hat geschrieben:
nein, ich bin kein berufsfischer, nein ich bin auch mit keinem verwandt, verschwägert oder befreundet, aber hört doch gopferdamminomau endlich mit diesem scheiss futterneid auf - echt!

du sprichst mir aus der seele.
Nehme eure Aussagen zur Kenntnis. Eventuell passen aber eure Posts sowohl punkto Umfang und Inhalt als auch punkto Wortwahl nicht so ganz zu diesem Thread, wenn ihr überhaupt alles exakt gelesen habt. Schade, durch solche Posts leidet die Qualität eines Forums..
U96 hat geschrieben:Sportfischer und Berufsfischer werden wohl nie ein Herz und eine Seele sein
Doch, doch, so schwarz-weiss siehts dann schon wieder nicht aus. Es gibt sehr wohl Berufsfischer, das muss auch einmal gesagt werden, die ihre Arbeit sehr verantwortungsvoll ausüben und auch einen respekt- und verständnisvollen Umgang mit uns Angelfischern und der Natur pflegen. Gegen diese Leute habe ich absolut nichts einzuwenden.
astacus hat geschrieben:so ein schwachsinn, ein guter teil der fischer stört sich überhaupt nicht am kormoran.
Richtig, genau diejenigen, welche mit dem Kormoran-Problem nicht direkt konfrontiert sind, scheren sich einen Mist darum und verharmlosen. Das ist beim Wolf, dem Luchs oder dem Bären das selbe. Auch bei der Berufsfischer-Problematik kann man schnell einmal sagen, das sei nur Futterneid, übertrieben etc., wenn man das Problem noch nie live an Ort und Stelle miterlebt hat und damit nicht direkt konfrontiert wird. Billig, billig...
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Gruess helix
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