Reisebericht Schwedisch Lappland

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astacus

Reisebericht Schwedisch Lappland

Beitrag von astacus »

so, liebes forum, ich bin wieder zurück aus den ferien und stelle als erstes gleich einen reich bebilderten reisebericht ein. da es hier im forum nun schon der dritte bericht einer schwedenreise in den letzten tagen ist, hoffe ich, euch nicht zu langweilen. und lasst euch bitte auch nicht zu sehr von der länge abschrecken, schliesslich hats ja viele bilder...

Schwedisch Lappland 2008

fischen ist ein naturerlebnis erster klasse, es ist für mich jedoch nicht die einzige art, wie ich die natur gerne erlebe. somit war dieser ferienaufenthalt auch nicht in erster linie ein fischerurlaub, sondern eine reise, um den hohen norden von seiner rauhen, aber schönsten seite kennen zu lernen. generell verzichte ich darauf, reine fischerferien zu machen, da mich dies häufig nicht zu befriedigen vermag. ich nehme jedoch fast immer eine kleine auswahl meines angel-sortiments mit, so dass ich doch stets überall etwas zum fischen komme. auf dieser reise waren das oberste ziel die rapadalen im sarek nationalpark. auch wenn dieser teild er reise nichts mit fischen zu tun hatte, möchte ich euch das dennoch nicht vorenthalten.

von der schweiz aus gings als erster mit dem zug über hamburg, kopenhaben, malmö, stockholm und einige weitere schwedische städte nach gällivare in schwedisch lappland. gällivare liegt rund 70km nördlich des polarkreises und gilt als das zentrum von schwedisch lappland. von dort ging es mit dem bus noch rund 150km weiter ins landesinnere zum sarek nationalpark. sarek gilt als die letzte wildnis europas und bildet mit den angrenzenden nationalparks padjelanta und stora sjöfallet den grössten schutzgebietskomplex europas (ca. 5'000km2). das herz des sarek bildet das tal des rapaälven, die so genannten rapadalen. die wanderung durch dieses tal ist die anspruchvollste tour des parks und gilt für viele trekker als spektakulärste, aber auch mühsamste tour überhaupt. trotzdem, oder gerade deswegen, reizte auch mich diese tour.

der sarek nationalpark ist grösstenteils eine wegelose wildnis ohne jegliche einrichtungen. nur an der grenze des park gibt es einige markierte wege und einrichtungen wie schutzhütten, toiletten und telefone. handys funktionnieren im park nicht. am anfang des parks, noch auf markierten wegen unterwegs, ging es durch diese schöne landschaft mit einem wilden fluss (noch nicht der rapaälv) entlang:

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aufgrund der lage nördlich des polarkreises wird es im sommer (juni/juli) niemals ganz dunkel. folgende aufnahme entstand kurz nach mitternacht:

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auf markierten wegen mit brücken geht man jedoch wirklich nur am ersten tag. danach findet man teilweise noch trampelpfade, auf denen man gehen kann, oder man sucht sich gleich seinen eigenen weg. auch mit brücken ist schluss, womit sämtliche flüsse durchwatet werden müssen:

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nach ein paar tagen dauerregen sind viele flüsse im park gar nicht mehr zu überqueren. das wetter meinte es jedoch dieses mal gut, womit alle gewässer unfallfrei durchquert werden konnten.

den lauf des rapaälven erreicht man normalerweise nach frühestens zwei tagesmärschen. zumindest wenn man tagesetappen von etwa 15-20km rechnet. da man ja sämtliche materialien mit sich trägt, wird der rucksack zwischen 20 und 25kg wiegen. wiegt der rucksack weniger als 20kg, hat man in der regel etwas vergessen. aufgrund des hohen tragegewichts sind 15-20km sehr lange etappen.

der oberlauf des rapaälven, kurz nach der überquerung des passes:

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da wie erwähnt das gesamte gebiet ein nationalpark ist, herrscht selbstverständlich überall ein striktes jagd- und fischereiverbot. in diesem und anderen flüssen des parks wurde somit seit mindestens 100 jahren nicht mehr gefischt. der fischbestand dürfte dem entsprechend intakt sein, zumal die gewässer im park auch sonst nicht beeinträchtigt sind (etwa chemisch oder baulich). nur am unterlauf der flüsse, weit ausserhalb des nationalparks, gibt es teilweise kraftwerke, welche die fischwanderung blockieren. so ist etwa ein aufstieg von lachsen bis in den nationalpark nicht möglich (ob lachse vor dem kraftwerksbau bis in den nationalpark aufgestiegen sind, ist mir nicht bekannt).

draussen ist man meist völlig auf sich alleine gestellt. andere wanderer gibt es nur relativ selten, und wenn, dann v.a. auf dem ersten teil der tour. bis in die rapadalen gehen nur die wenigsten. man ist somit auch selbst für die übernachtung verantwortlich, sprich, es wird gezeltet:

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die tierwelt des parks ist vielfältig und für den norden überraschend üppig. allerdings bekommt man längst nicht alle diese tiere zu sehen und noch weniger vor die linse zum fotografieren. manche sind aber trotzdem ganz gut zu sehen. wenn es nächtens etwa vor dem zelt grunzt, hat man wieder mal rentiere zu besuch:

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eindrücklich ist die v.a. dann, wenn eine riesige herde sich um das ganze zelt verteilt und man praktisch von rentieren umgeben ist. hier ein bild, wo man die doch ansehnliche herdengrösse erkennt (das bild zeigt aber auch nur einen bruchteil der gesamtherde!):

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hin und wieder fand man auch rentiergeweihe, wo ich natürlich nicht wiederstehen konnte:

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auf nächtlichen fotopirschgängen bekommt man tiere zu sehen, die man tagsüber kaum beobachten kann, so wie hier etwa eine schneeeule(?):

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auch andere vögel lassen sich beobachten. beträchtlich ist etwa das vorkommen der raufusshühner, deren bestände bi uns in der schweiz ja praktisch überall stark geschrumpft und vielerorts ausgestorben sind. gesehen habe ich im park etwa das moorschneehuhn (nordisches pendant zu unseren alpenschneehuhn) und das auerhuhn. ein akzeptables foto gabs aber von einem birkhuhn:

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an grossraubtieren kommen im park bären, luchse und vielfrasse vor. von diesen tieren wurde aber leider nichts bemerkt. dafür zeigten sich hin und wieder elche:

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entgegen der meinung vieler menschen (auch hier im forum!) sind diese tiere aber alles andere als aggressiv. es sind äussert friedfertige genossen, welche nur in sehr seltenen ausnahmefällen menschen angreifen. ausserhalb der nationalparks werden sie gejagt, weshalb sie dort den menschen sowieso grossräumig aus dem weg gehen. in den parks sind sie weniger scheu, greifen jedoch auch nicht an, da sie ja keinen grund dazu haben. so konnte man sich diesem elchbullen etwa ohne weiteres annähern:

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er zeigte keinerlei gefährliches verhalten, liess sich aber auch nicht gross stören. machte man hastige bewegungen, erschrack er teilweise etwas und machte sich eher zur flucht denn zum angriff bereit. etwas scheuher sind die damen des elchbullen, diese hielten etwas mehr distanz und flohen früher:

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das eindrückliche an den rapadalen sind jedoch ihre wildheit und ihre unverfälschtheit. dies wird umso deutlicher, je weiter flussabwärts man wandert. der fluss und seine mäander werden breiter, die wälder grösser, die berge höher:

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einem bad in diesem traumgewässer konnte ich natürlich nicht wiederstehen...

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die krönenden abschluss einer wanderung durch die rapadalen ist aber der aufstieg zum skierfe, dem untersten berg des tals. dort mündet der fluss in den see und die landschaft geht ins flachland über:

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und so sieht es aus, wenn man vom so flussaufwärts in die berge blickt (rechts im bild der skierfe):

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nach dieser tour entschied ich mich, an einem fliessgewässer angeln zu gehen. ich habe zwar schon in der schweiz und später auch noch unterwegs in schweden viele infos über gewässer in lappland gesucht und auch gefunden, mich bis dahin jedoch nicht entscheiden können. nach langem hin und her entschied ich mich für den linaälven, einem fluss mittlerer grösse.

der linaälven fliesst nördlich von gällivare vorbei und ist der nächste nennenswerte fluss südlich des kaitum (siehe bericht von gmischol hier). nördlich des kaitum liegt noch der kalix, ebenfalls bekannt für äschen. am kalix fand zur zeit, wo ich am linaälven unterwegs war, übrigens gerade die schwedenmeisterschaft im äschenfischen statt.

da ich nicht gerne in hotels oder sonstigen unterkünften bin und gerne auch alleine fische, war für mich klar, nicht in ein fischercamp o.ä. zu gehen. ich meine das nicht abwertend gegenüber fischern, die dies tun, nur ist dies eben nichts für mich, da ich generell niemals organisiert reise.

ich entschied mich dazu, mich mit einem taxi möglichst weit hinaus aus der stadt fahren zu lassen und dann selbstständig dem fluss entlang zur stadt zurück zu gehen.

hier mal ein paar impressionen des linaälven:

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bei diesem abschnitt handelt es sich um den oberlauf des flusses. am unterlauf ist er, gespiesen durch mehrere zuflüsse, wesentlich grösser.

ich besorgte mir in gällivare also das patent für den linaälven. der fluss ist in mehrere zonen aufgeteilt, weshalb es nicht ein einziges patent gibt, sondern mehrere. ich entschied mic für das gebiet der "Malmberget Koskullskulle Jakt & Fiskevardsförening", was sowas die besitzende gesellschaft ist. für eine karte des gebiets bezahlt man 50kronen am tag (etwa 8.- franken) und ist zur ausübung von jagd und fischerei im ganzen gebiet berechtigt. das gebiet umfasst nicht nur den linaälven, sondern noch mehrere dutzend kleinere fliessgewässer und seen (sowohl egli/hechtseen als auch seen mit forellen und saiblingen) sowie mehrere hundert quadratkilometer jagdwälder! allerdings primär für niederwild (hasen, vögel, etc.) und nicht etwa bär oder elch (bräuchte andere patente).

die bestände von forellen und äschen gelten im gesamten linaälven als gut. bei den einheimischen fischern ist er v.a. für das forellenfischen bekannt. im vergleich zu manchen anderen gewässern in schwedisch lappland wurde der bachsaibling hier glücklicherweise nicht eingeführt.

ich liess mich also mit einem taxi rund 20km luftlinie aus der stadt raus fahren, um von dort aus in mehreren tagen zurück zur stadt zu gelangen. ich wurde also bei einer stelle abgesetzt, wo der fluss in der nähe der strasse verläuft und schlug mich bis zum fluss durch dickicht. problematisch ist, dass das ufer von gewässern in ganz schweden häufig extrem sumpfig ist. ich wusste das zwar von früheren schwedenreisen, unangenehm war dies aber trotzdem.

am fluss angekommen, begann ich natürlich erst mal zu fischen, bevor ich wanderte. schliesslich waren auch schon jungfische zu sehen:

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als köder verwendete ich v.a. spinner (mepps), löffel und wobbler. ziemlich bald hatte ich meinen ersten fisch gehakt, zu meiner überraschung ein kleiner 41er hecht! dass diese fische wie die egli in schweden omnipräsent sind, wusste ich, doch überraschte es mich trotzdem, in einem bekannten forellenfluss sofort einen hecht zu haken.

da ich gerade zur mittagszeit mit dem fischen begonnen habe, ging die nächste zeit (für schwedische verhältnisse) nicht viel. einen hechtnachläufer hatte ich noch, sowie zwei untermassige forellen auf einen 3er mepps.

da ich bis am abend, als ich hungrig wurde, noch keine massige forelle oder äsche erbeuten konnte (fangmass ist für beide 35cm), entschied ich mich, schnell einen hecht zu holen. und schnell gings wirklich:
eine ruhige stelle ohne strömung am fluss gesucht, wobbler einmal durchgezogen und schon der biss. ich war allerdings selbst auch überrascht, dass es wirklich so schnell ging und versiebte den anschlag. wobbler noch einmal rausgeworfen und der hecht attackiert schon wieder, doch wieder nicht gehakt. so entschied ich, meinen topp-hecht-köder zu verwenden, den gufi im hecht-look. ich habe den gufi nicht mal ausgeworfen, sondern nur mit der rute bis knapp unter die wasseroberfläche gelassen und die rute etwas nach links und recht bewegt. ein paar sekunden später hat der hecht schon zugeschnappt und zwar richtig:

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gebratener hecht, serviert auf der tackle-box :wink: :

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später am abend, nachdem das zelt aufgestellt und der hecht verspeist wurde, gings wieder zum fischen. jetzt gabs auch mehr bisse als am nachmittag. es gingen noch einige untermassige dran, eine massige konnte ich auch landen (und releasen) und eine grössere (ca. 50cm) verlor ich im drill.

nebenbei ist am linaälven, wie mittlerweile an vielen schweizer gewässern auch wieder, unser haariger kollege am wasser zuhause:

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der nächste tag begann so, wie der erste abend endete, nämlich ausschliesslich mit forellen. ich wanderte mitsamt gepäck am rücken und rute in der hand durch die sümpfe flussaufwärts weiter. bis am mittag gabs viele forellen, allerdings v.a. untermassige.

dann geschah etwas merkwürdiges:
als top-forellen-köder hatte es sich mittlerweile der mepps ergeben, so fischte ich mit diesem. an einer etwas tieferen stelle mit mittlerer strömung oberhalb einer stromschnelle hatte ich einen biss. der köder wurde nicht so agressiv genommen, doch der fisch kämpfte heftiger als die farios zuvor. zum vorschein kam schliesslich eine schöne äsche. sie hatte den mepps gänzlich und extrem tief im maul, weshalb ich sie gleich gemessen habe. sie mass 37cm, also habe ich sie gleich abgeschlagen und verspiesen:

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das merkwürdige war nicht, dass sie den mepps genommen hat. dass äschen dies in schweden hin und wieder tun, wusste ich, auch wenn ich dieses verhalten aus der schweiz nicht kannte. merkwürdig war, dass von diesem moment an, für eineinhalb tage nur noch äschen bissen! ohne dass sich der fluss irgendwie verändert hätte oder ich etwas anderes machte, wechselte es von einem moment zum anderen von forelle zu äsche.

nun ja, ich möchte mich darüber ja keineswegs beschweren. denn schliesslichen bissen die fische wie verrückt. auch kleine äschen unter 20cm attackierten ohne hemmungen alle meine mepps bis grösse 4. damit habe ich nicht gerechnet, denn ich hatte keinen grösseren dabei. somit wurde dann aber auch nichts, dass ich wie erhofft forelle essen konnte :cry:

an besonders äschenverdächtigen stellen habe ich ein paar mal vor dem auswerfen die kamera bereit gelegt. herausgekommen sind diese bilder:

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eine schöne massige äsche hakte sich nach der landung über dem feuchten moos gleich selber ab. so konnte ich, obwohl ich lebende fische an land eigentlich nicht fotografiere, doch einen schnappschuss machen:

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mit dem handy habe ich noch ein paar bilder von forellen und äschen beim releasen gemacht. allerdings habe ich im moment ein problem damit, die bilder auf meinen pc zu laden, es kommt immer eine fehlermeldung. wenn das problem behoben ist, stelle ich also vielleicht noch ein paar fischbilder mehr ein.

übernachtet wurde auch hier natürlich im zelt am flussufer:

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(nein, auf dem zweiten bild brennt nicht das zelt, sondern ein kontrolliertes feuer hinter dem zelt :wink: )

und hier noch zwei paar weitere bilder des linaälven:

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schlussendlich war ich nach fünf tagen zurück in gällivare. gegessen habe ich einen hecht, zwei äschen und eine forelle. die gefangenen fische habe ich nicht gezählt, zusammen waren es aber mehrere dutzend.

mein fazit:
bei der forellenfischerei habe ich mehr erwartet (v.a. mehr massige fische, hatte bis zuletzt nur drei massige, aber bestimmt 20 untermassige), dafür wurde die äschen und hechtfischerei bei weitem übertroffen!


hier möchte ich noch zu zwei themen einige bemerkungen hinterlassen:
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was ich bisher nicht erähnt habe, ist, besonders für fischer, das mühsamste an lappland:

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wunderschöne, aber auch extrem nervige tiere. aber das gehört nun mal dazu. ein guter insektenschutz ist unabdingbar, unser anti-brumm hilft rein gar nichts. trotz bestem mittel, welches auch von einheimsichen empfohlen wurde, sehen die beine nach der flussdurchquerung schnell mal so aus:

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und nach den paar tagen fischen habe ich alleine am rechten daumen 25 stiche gezählt. und das obwohl regelmässig mit anti-mücken-mittel eingerieben wurde. aber die hände sind beim fischen eben exponiert und können nicht versteckt werden.

und im zelt (glücklicherweise im aussenzelt) sieht es morgens dann schon mal so aus:

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neben den mücken, welche zwar nervig, aber nicht gefährlich sind, muss ich hier noch auf etwas anderes hinweisen. solche touren, weder durch die rapadalen, noch sich einfach irgendwo in der wildnis an einem fluss zum fischen aussetzen zu lassen, sei unerfahrenen personen angeraten. gerade in flacheren gegenden, wo berge zur orientierung fehlen, ist eine orientung im gelände auch mit karte und kompass teilweise sehr schwierig. ganz abgesehen davon, dass viele leute sowieso nicht mit karte und kompass umgehen können. die gefahr, sich in den endlosen, monoten wäldern nordschwedens zu verlaufen, ist reell.

wie dargestellt müssen immer wieder flüsse durchwatet werden. nach intensiven regenfällen, diese sind in schweden durchaus häufig, oder bei schmelzwasser ist dies ein ding der unmöglichkeit. man muss also darauf vorbereitet sein, plötzlich irgendwo anzustehen. hilfe zu rufen ist dann vielfach unmöglich, da das handy längst nicht überall funktinniert, auch wenn in den letzten jahren das antennennetz auch in lappland stark ausgebaut wurde. also ist es auch bei unfällen häufig nicht möglich, hilfe zu rufen.

des weiteren ist es extrem mühsam, in diesen gebieten natürlichen, unverbauten gewässern entlang zu gehen. häufig sind die gewässer von grösseren sumpfgebieten umgeben, wo ein durchkommen schwierig bis unmöglich ist. manchmal müssen sumpfgebiete grossräumig während mehrere stunden umgangen werden. oder man steckt mehr als knietief im sumpf, wenn man durchwatet. als schuhwerk empfehle ich wanderstiefel (nicht normale gummistiefe!), welche bis unter die knie gehen. diese halten zwar auch nicht in jedem fall trocken, sind aber deutlich besser als gewöhnliche trekking-/wanderschuhe.

zudem ist die ufervegetation manchmal extrem dicht. man kommt also nicht mit den gewohnten 4km/h vorwärts, sondern vielfach mit weniger als 1km/h. das muss unbedingt in die zeitplanung mit einbezogen werden!

wer eine solche (fischer-)tour unternimmt, dem muss einerseits die fischerei also schon sehr wichtig sein (das ist hier im forum wohl bei allen der fall). andererseits muss er aber auch unbedingt viel outdoor erfahrung haben und bei bester kondition sein. wetterbeständigkeit, kartenlesen, umgang mit kompass, guter orientierungssinn, topp ausrüstung sind pflicht. zudem muss man auch die einsamkeit ertragen können, schliesslich ist man häufig kilometerweit der einzige mensch.
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tom66
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Beitrag von tom66 »

Danke astacus für den schönen Bericht. Wunderbare Gegend.

Gruess

Tom66
siu

Beitrag von siu »

danke für den bericht und die schönen fotos!
abenteuer pur... petri zu den fischen! :up:
petrijünger79

Beitrag von petrijünger79 »

Einfach traumhaft

vielen Dank für die Top Bilder und den Hammer Bericht....

Ich will auch mal...
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Bassmaster
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Beitrag von Bassmaster »

WOW einfach super, Petri und danke für deinen Bericht und die super Fotos :up:
Gruss Pädu

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Basler-Felchen-Pimper
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Beitrag von Basler-Felchen-Pimper »

Hammer Bericht und noch eindrücklichere Bilder!!! :shock: :shock: :lol: :lol:

Danke vielmals Astacus!!
Gruss Marco
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Wohlenseeindianer
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Beitrag von Wohlenseeindianer »

Wunderschöner Bericht! Merci viu mau!!!
Lüku

Beitrag von Lüku »

Toller Bericht & super Bilder :up:
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gmischol
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Beitrag von gmischol »

Danke für den ausführlichen und schönen Bericht mit guten Bildern.

Welche Kamera hast Du da mitgeschleppt?


Gruss

Gaudenz
Jeder Mann braucht etwas Verrücktheit oder er wagt es nie, das Seil zu durchtrennen und frei zu sein. Alexis Sorbas
astacus

Beitrag von astacus »

danke für all eure super rückmeldungen!
gmischol hat geschrieben:Welche Kamera hast Du da mitgeschleppt?
ich habe die Canon EOS 350D mitgenommen, also eine digitale spiegelreflexkamera. ein paar schnappschüsse habe ich auch noch mit der handycam gemacht, habe aber wie gesagt im moment ein problem damit, diese auf den pc zu übertragen.
fishersam

Beitrag von fishersam »

Ein weiterer brillianter Bericht! Danke! Die wunderschöne Gegend mit all ihren Facetten kommt wunderbar zu Geltung! :)
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