Fischereiverbot / Birs - Baselland

Fragen und Antworten zum Thema: Der Fisch in seiner natürlichen Umgebung Verhalten, Habitat, Nahrung und Besatzmassnahmen/Bewirtschaftung.
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bachfario

Fischereiverbot / Birs - Baselland

Beitrag von bachfario »

:cry: Fischereiverbot



in der Birs ab Grenze zum Kanton Jura bis zum Wasserfall in Laufen





Aufgrund der PCB-Untersuchungen an Fischen aus der Birs, deren neuste Ergebnisse letzte Woche vorlagen, hat die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion für den oberen Streckenabschnitt der Birs – von der Grenze zum Kanton Jura bis zum Wasserfall in Laufen – ein totales Fischereiverbot verhängt. Das Verbot gilt ab sofort und vorläufig bis zum 30. Juni 2008. Bis spästestens zu diesem Datum sollten weitere Untersuchungsergebnisse vorliegen.



In den übrigen Birsabschnitten – also ab Wasserfall Laufen bis zur Mündung in den Rhein – dürfen Fische von der Grösse des Fangmindestmasses bis zu einer Körperlänge von 35 cm gefangen werden. Da es sich bei Fischen dieser Grössenordnung eher um jüngere Tiere handelt, ist aufgrund der bisherigen Untersuchungserkenntnisse davon auszugehen, dass im Fischfleisch noch keine übermässigen PCB-Mengen akkumuliert wurden. Die Fische sind jedoch nur für den Eigenverzehr zugelassen und dürfen von den Fischerinnen und Fischern nicht an Dritte weitergegeben werden.



Auf die Forderung des Fischereiverbandes Baselland, für den Birsabschnitt oberhalb des Wasserfalls in Laufen nur ein sogenanntes Entnahmeverbot zu verhängen (die Fische müssten dabei nach dem Fang wieder in den Fluss zurückgesetzt werden), konnte die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion aus tierschützerischen Überlegungen nicht eingehen.



Die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion hat zudem die Abteilung Veterinär-, Jagd- und Fischereiwesen angewiesen, die Fischuntersuchungen an der Birs umgehend auf die verschiedenen Altersklassen sowie auf die Fischarten Äsche und Barbe (Birsunterlauf) auszuweiten – mit dem Ziel, ein mögliches Fangfenster am Oberlauf der Birs zu eruieren und ein genaues Fangfenster für den Birsunterlauf zu definieren. Mit dem betroffenen Fischereiverein und den betroffenen Gemeinden soll in der Frage des Ertragsausfalls eine einvernehmliche Lösung gesucht werden.







Liestal, 15. April 2008



VOLKSWIRTSCHAFTS- UND GESUNDHEITSDIREKTION

Informationsdienst



Weitere Auskünfte:

Dr. Ignaz Bloch, Kantonstierarzt Basel-Landschaft, Telefon 061 925 59 23
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Basler-Felchen-Pimper
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Beitrag von Basler-Felchen-Pimper »

Super, und ich wollte mir nächste Woche eine Tageskarte holen... :cry:
Gruss Marco
Högli

Beitrag von Högli »

Tja, das musste ja kommen. :(



Schade um das so interessante Gewässer und die schönen Fische! Aber auch um die Fischervereine und ihre Mitglieder.

Erst PKD und jetzt auch noch PCB und wie lange geht es bis die Ursache gefunden, geschweige denn beseitigt ist? Wohl Jahrzehnte!



Hoffen wir, dass nicht zu viele Schweizer Gewässer in Zukunft einem ähnlichen Schicksal erliegen!



Grüessli, Markus

der jetzt wohl ein neues Revier suchen muss......
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Martin
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Beitrag von Martin »

Wieso habe ich das kommen sehen, dass es trotzdem noch zu einem Verbot kommt. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass unterhalb der Juragrenze keine Fische mit PCB belastet sind und siehe da, ein paar Wochen später kommt doch das Verbot.

Die Fischer und die Fische der FIPAL können einem nur leid tun, da jetzt sicherlich die hälfte, wenn nicht mehr, ihres Abschnitts lahmgelegt wurde.

Kopf hoch Jungs wir hoffen glaub alle, das es wieder gut kommt.
Gruss Martin

Es ist mir egal wie dein Vater heisst, solange ich hier angle geht niemand übers Wasser
astacus

Beitrag von astacus »

Högli hat geschrieben:Erst PKD und jetzt auch noch PCB und wie lange geht es bis die Ursache gefunden, geschweige denn beseitigt ist? Wohl Jahrzehnte!


die ursachen für PKD und PCB sind bekannt. der erreger der PKD ist ein mikroskopisch kleines nesseltierchen, das natürlicherweise vorkommt. die ausbreitung der PKD ist durch starken fischbesatz (tierverkehr) verursacht und wird auch durch die zunehmends erhöhten wassertemperaturen begünstigt.



auch beim PCB ist bekannt, woher es stammt. im vorliegenden fall ist vielleicht nicht exakt bekannt, aus welcher quelle/deponie es stammt, aber grundsätzlich lässt sich dies eigentlich gut abklären. das grössere problem ist hier die beseitigung der PCB-quelle, da dies mit hohen finanziellen kosten verbunden ist. häufig existieren die firmen, welche die deponien betrieben haben nicht mehr, womit die öffentliche hand aufkommen muss. und leider geniesst der erhalt der gewässer mit dessen fischbestand nicht überall in der politik einen hohen stellenwert, weshalb die sanierung häufig sehr lange dauert.
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Rolf
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Re: Fischereiverbot / Birs - Baselland

Beitrag von Rolf »

bachfario hat geschrieben: Das Verbot gilt ab sofort und vorläufig bis zum 30. Juni 2008. Bis spästestens zu diesem Datum sollten weitere Untersuchungsergebnisse vorliegen.




und zu hoffen ist, dass nicht noch übleres zu Tage kommt :evil: :cry:
Gruss Rolf

Rettet die Würmer, fischt mit der Nymphe!
fe

FIPAL

Beitrag von fe »

Hallo Birsfischer!



Hatte lange Jahre das Bernerpatent, dann die FIPAL-Karte! Ich kenne die Birs gut und bedaure das Fischereiverbot im oberen Teil!



Da ich im Abschnitt Angenstein-Aesch angle, verfolge ich die Entwicklung des Verbots genau: wird sich die Schlinge zuziehen? Werden wir und die restlichen Abschnitte der Birs auch noch vom Verbot betroffen sein? We will see...



Ein nachdenklicher fe
occfischer

Scheisse

Beitrag von occfischer »

So ein betroffener Birs Fischer schreib seinen Wut ins Forum.

Den ich denke das man die Fischer über die Gefahren informiern könnte und dann ist es jedem selbst überlassen ob und wieviel er von diesen Fischen essen will. Den viele fischer der Birs, und der Sanne in FR essen schon jahrzehnt von diesen Fisch und die vergiftung ist ja nicht erst seit gestern. Und ob es schädlich ist bleib da hin gestellt. Die Ziggaretten die sicher schädlicher sind werden ja auch nicht verboten oder ist da zuviel geld für den Staat zuverdienen?
fe

Birs

Beitrag von fe »

Vielleicht ist dein Vergleich mit den Zigaretten nicht einmal so schlecht...



Ein noch nachdenklicher fe
Schweizer Angler

Beitrag von Schweizer Angler »

ich habs selber nicht im radio gehört, mein schwiegervater hat gemunkelt dass irgendwann am sonntag im radio was gekommen sei dass in der schweiz beängstigend viele pcb rückstände in fischen gefunden worden seien und dass weitere schliessungen in diskussion sind (?). ich jedenfalls rechne damit....



gruss



schweizer angler
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Martin
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Beitrag von Martin »

Es geht weiter, Baselstadt übernimmt ebenfalls die Regelung der 35cm Forellen





Basel BS: Eingeschränkte Birsfischerei gilt auch in Basel-Stadt



Die Fische in der Birs enthalten zu hohe Mengen an giftigem PCB. Die Baselbieter Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion hat gestern deshalb ein vorläufig bis 30. Juni 2008 geltendes Fischereiverbot in der Birs verfügt.



Oberhalb Laufen ist die Fischerei ganz verboten; von Laufen abwärts bis zur Rheinmündung dürfen nur noch Fische geangelt werden, die nicht größer als 35 cm sind. Da Barbe, Äsche, Forelle und Co. sich aber um Kantonsgrenzen foutieren und munter vom einen Birsufer zum anderen wechseln, hat der baselstädtische Fischereiaufseher nun nachgezogen und die Baselbieter Regelung übernommen.



Das heißt, auch am linksseitigen Birsufer auf baselstädtischem Boden von der Kantonsgrenze beim Schänzli bis zur Rheinmündung dürfen nur Fische bis zu einer Länge von 35 cm gefangen werden.





Quellennachweis: http://www.polizeibericht.ch/ger_detail ... Stadt.html
Gruss Martin

Es ist mir egal wie dein Vater heisst, solange ich hier angle geht niemand übers Wasser
goggy

Beitrag von goggy »

Martin hat geschrieben:Es geht weiter, Baselstadt übernimmt ebenfalls die Regelung der 35cm Forellen:



http://www.polizeibericht.ch/ger_detail ... Stadt.html




das war klar, wäre völliger blödsinn wenn man die einte uferseite normal fischen darf und an der anderer mit einschränkungen. aber bei den heutigen behörden hätte es mich nicht verwundert
bachfario

Beitrag von bachfario »

:lol:
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