Grosser Hecht?

Fragen und Antworten zum Thema: Der Fisch in seiner natürlichen Umgebung Verhalten, Habitat, Nahrung und Besatzmassnahmen/Bewirtschaftung.
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gonefishing
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Grosser Hecht?

Beitrag von gonefishing » Mo 27. Aug 2007, 10:43

Gestern konnte ich eine Tragödie beobachten, hinter der wahrscheinlich ein grosser Hecht steckt...

Ich war auf der Mole am Thunersee, und ein Haubentaucher war mit seinem fast ausgewachsenen Jungen unterwegs. Sie tauchten immer gemeinsam ab, das Junge kam aber immer früher wieder hoch.

Das passierte genau so, und das Junge schaute nach seinem Elternteil. Es tauchte nochmal, wohl um unter der Mole durchzutauchen, um zu sehen ob Mami oder Papi dort ist.

Kurz darauf tauchte der Erwachsene mit einem Fisch im Schnabel auf und rief das Junge. Keine Antwort, es war auch auf der anderen Seite der Mole nicht aufgetaucht...

Der erwachsene Haubentaucher tauchte sogleich unter der Mole durch und suchte das Junge im Hafen, ohne Erfolg...

Da sozusagen auszuschliessen ist, dass dort ein abgerissenes Fischernetz oder so etwas herumhängt, kommt eigentlich nur ein grosser Hecht in Frage.

Der Haubentaucher war allerdings von der Grösse her ausgewachsen, er trug nur noch sein Jugendkleid. Ob ein grosser Hecht so einen Brocken packt?

Ich habe zweimal genau an dieser Stelle einen Hecht beobachtet, der hatte allerdings nur 70-80cm. Dem traue ich so etwas nicht zu.

Aber es ist gut möglich dass ein grosser Hecht aus dem Freiwasser auf der Suche nach den Felchen war, und als er genauso wenig Erfolg hatte wie ich...

Hat schonmal jemand einen derart grossen Wasservogel mit einem so spitzen Schnabel im Magen eines Hechtes gefunden, oder so etwas gehört oder gelesen?

Gruss, Mattu

T-Rig

Beitrag von T-Rig » Mo 27. Aug 2007, 11:06

Guck hier:



http://www.practicalfishkeeping.co.uk/p ... ?news=1117



Hoffentlich wird jetzt Pius nicht mit enten und haubentauchern anfangen zu fischen!! :lol: :lol: :lol: :lol:

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Martin
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Beitrag von Martin » Mo 27. Aug 2007, 12:08

:lol:

Ist sicher möglich, aber genau kann das natürlich niemand sagen.
Gruss Martin

Es ist mir egal wie dein Vater heisst, solange ich hier angle geht niemand übers Wasser

Pädu

Beitrag von Pädu » Mo 27. Aug 2007, 15:51

@ gonefishing



als ich mit rafa auf der mole war, kamen wir mit einem aderen fischer ins gespräch. da kam auch eine haubentauchermutter mit 2 kleinen.der fischer sagte ,vor zwei wochen seien es noch vier gewesen. da war sehr wahrscheinlich auch ein hecht dahinter.

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gonefishing
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Beitrag von gonefishing » Mo 27. Aug 2007, 16:53

Pädu hat geschrieben:als ich mit rafa auf der mole war, kamen wir mit einem aderen fischer ins gespräch. da kam auch eine haubentauchermutter mit 2 kleinen.der fischer sagte ,vor zwei wochen seien es noch vier gewesen. da war sehr wahrscheinlich auch ein hecht dahinter.


Potz Donner, da hat sich wohl einer spezialisiert...

Den sollte man unter Schutz stellen bzw. weiterzüchten und auf Kormorane und Gänsesäger abrichten... :lol:



Wobei wenn ein Junges verschwindet kann das viele Gründe haben (Krankheit, Unfall mit Boot, vom Hagel erschlagen, im Fischernetz hängengeblieben, vom Fuchs geholt...). Aber wenn eines vor meinen Augen nicht mehr auftaucht ist das schon verdächtig.



@T-Rig: Gibt's einen 50cm-Haubentaucher-Wobbler? :roll:

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fisher91
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Beitrag von fisher91 » Mo 27. Aug 2007, 17:34

gonefishing hat geschrieben: vom Hagel erschlagen


Ist ja voll die Härte.
Lieber es Vogelchischtli zemenagle, alse es Nagelchischtli zemevogle.

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Martin
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Beitrag von Martin » Mo 27. Aug 2007, 17:35

Natur eben, kann ja uns auch passieren.
Gruss Martin

Es ist mir egal wie dein Vater heisst, solange ich hier angle geht niemand übers Wasser

Jannick93

Beitrag von Jannick93 » Mo 27. Aug 2007, 17:53

So ist die Natur! Kann man nicht's machen!



Es könnte schon ein grosser Hecht gewesen sein, meine ich.

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Beitrag von GsusFreaK » Mo 27. Aug 2007, 17:54

Also ich weiss nicht, aber ich könnte mir sehr gut vorstellen dass sich dort ein Hecht vergnügt hat.



Sie nehmen ja gerne grosse Brocken (pius lässt grüssen), und wieso muss der Brocken immer Schuppen haben?



In einem anderen Forum habe ich auch schon von Wasserratten in den Bäuchen der Hechte gelesen...





*edith* hm, oder gar ein Wels? keine Ahnung, aber wurde ja auch schon mal einer gefangen....
Gruss Flo

T-Rig

Beitrag von T-Rig » Mo 27. Aug 2007, 19:32

@gonefishing, haubentaucher wobbler nicht aber dafür diese:



http://www.tackletour.com/reviewise2007 ... gepg3.html

fariofreak

Beitrag von fariofreak » Mo 27. Aug 2007, 19:39

Ich habe auch schon beobachtet, wie ein Hecht ein kleines entchen von der Wasseroberfläche gepflückt hat...

Seither angle ich dort immer mit grossen Poppern, erfolgslos :?

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Beitrag von äschfischer » Mo 27. Aug 2007, 19:40

@gonefishing hechte von 70-80cm nehmen schon riesige köder.habe dieses jahr am bielersee mehrere hechte von 60-70cm mit köderfischen über 30cm gefangen. :wink:
Gruss Chrigu

"Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werden die Menschen feststellen, dass man Geld nicht essen kann."

Bärschli

Entenfresser

Beitrag von Bärschli » Mo 27. Aug 2007, 19:47

Hoi zäme



Hatte vor Jahren mal einen 51er Hecht gefangen. Er hatte eine extreme Wölbung im Bauch. Ich tippte auf ein Geschwür. Beim Ausnehmen fand ich allerdings eine Jungente. Trotz vollem Bauch hatte er sich noch an einem 20cm-Wobbler vergriffen. Und vor zwei Jahren hat ein Kollege am Pfäffikersee gesehen, wie ein Blesshuhn von einem grossen Hecht von der Oberfläche gepflückt wurde. Es gab einen grossen Schwal und weg war der Flieger. Unglaublich, was Hechte so alles verdrücken. Habe auch schon in einem Weiher einen toten Alet gefunden, der an einem zu grossen Krebs erstickt war.



Grues Dani

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fisher91
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Re: Entenfresser

Beitrag von fisher91 » Mo 27. Aug 2007, 19:55

Bärschli hat geschrieben:


Unglaublich, was Hechte so alles verdrücken. Habe auch schon in einem Weiher einen toten Alet gefunden, der an einem zu grossen Krebs erstickt war.


Oder an einem Sonnenbarsch, der im Hals stecken blieb :wink:
Lieber es Vogelchischtli zemenagle, alse es Nagelchischtli zemevogle.

Jannick93

Beitrag von Jannick93 » Mo 27. Aug 2007, 20:04

So ich habe die Lösung:



Hechte sind gefräßige Räuber und neigen zu Kannibalismus;

über 90 Prozent der Junghechte werden durch die eigenen Artgenossen gefressen.

Ein Hecht kann Artgenossen fressen,

die bis zu 70 Prozent seiner eigenen Körpergröße messen.

Der Hecht ist bei seiner Beute in der Regel nicht allzu wählerisch

und frisst nicht bloß alle möglichen anderen Fische bis hin zum Aal, sondern auch Frösche, Molche, Mäuse, Ratten und junge Enten, gelegentlich sogar Krebse.

In nahrungsarmen Gewässern frisst er sogar Würmer und große Blutegel. Quelle www.wikipedia.de

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