Hallo Zusammen,
Es ist ja bekannt das der Wohlensee bei Bern als künstlicher Stausee der "BKW" nicht mehr ausgebaggert wird, er wird sich selbst überlassen, dies hat zur Folge dass er verlandet, und ein natürlicher Flussverlauf ensteht.
Die Verlandung schreitet fort, und wird je nach Anspruchsträger postiv oder negativ gewertet.
Der Wohlensee hat sich entwickelt (Wasserqualität), trägt aber auch noch Altlasten im Sediment (Schwermetalle). Er wirft neue Fragen auf, und zeigt das alte Probleme weiter bestehen (Autobahnabwasser). Anwohner stören oder erfreuen sich an der optischen Entwicklung.
Der Wohlensee zeigt das man auch ein künstlich erzeugtes Habitat (Fertigstellung im Jahr 1920, 250 Hektaren Kulturland wurden überflutet, 23 Häuser wurden abgebrochen, versenkt) nicht einfach seinem Schicksal überlassen kann.
Dem Verursacher BKW spielt's aus ökonomischen Gründen keine Rolle, die können ihren Strom nach wie vor produzieren....
Wie ist diese Haltung einzuschätzen? Gratis Re-naturierung? Auf kosten des Fischreichtums? Pro Vogelvielfalt? Der Wohlensee gilt ja als Paradies bei den Ornithologen...
Heisst der Wohlense im Jahr 2020 wieder Aare?
Im Bund vom Juli 2010 erschien folgender Artikel
Gruss
Thomas
Neues zum Wohlensee (BE)
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astacus
Re: Neues zum Wohlensee (BE)
ich finde es grundsätzlich gut, wenn keine ausbaggerungen mehr stattfinden und der see sich selbst überlassen wird. dass sich die BKW nicht daran stört, kann ich mir langfristig aber nicht vorstellen, denn wenn der see vollständig verlandet, kann beim kraftwerk schlussendlich auch kein strom mehr produziert werden. soll die stromproduktion aufrecht erhalten werden, müsste irgendwann zumindest der unterste teil vor der staumauer ausgebaggert werden, da sonst weder wasser in die turbinen gelangen kann noch ein geregelter abfluss möglich ist (das wasser würde einfach über die staumauer abfliessen).
aber vielleicht hat die BKW auch gar kein grosses interesse mehr, denn es wird ja fleissig für den neubau des AKW mühleberg lobbiert und ein paar kleinwasserkraftwerke als ökologisches feigenblatt sind ja auch bereits vorhanden...
für die vogelwelt sehe ich das nicht so dramatisch. einerseits sind verlandungszonen, wie sie nun fortlaufend entstehen und wachsen, wesentlich bedeutender für die meisten arten als reine seeflächen, die nach der ausbaggerung wieder mehr vorhanden wären. beliesse man der natur ihren lauf, würden langfristig dann zwar auch diese verlandungsflächen verschwinden. allerdings hätte man dafür wieder einen natürlich gewachsenen flusslauf, wovon ebenfalls diverse vogelarten (zwar andere, aber eben gerade auch solche, die heute auch selten sind) profitieren würden - ganz zu schweigen von den fischen. denn bedroht sind heute ja in erster linie fischarten der fliessgewässer und viel weniger der seen.
aber vielleicht hat die BKW auch gar kein grosses interesse mehr, denn es wird ja fleissig für den neubau des AKW mühleberg lobbiert und ein paar kleinwasserkraftwerke als ökologisches feigenblatt sind ja auch bereits vorhanden...
für die vogelwelt sehe ich das nicht so dramatisch. einerseits sind verlandungszonen, wie sie nun fortlaufend entstehen und wachsen, wesentlich bedeutender für die meisten arten als reine seeflächen, die nach der ausbaggerung wieder mehr vorhanden wären. beliesse man der natur ihren lauf, würden langfristig dann zwar auch diese verlandungsflächen verschwinden. allerdings hätte man dafür wieder einen natürlich gewachsenen flusslauf, wovon ebenfalls diverse vogelarten (zwar andere, aber eben gerade auch solche, die heute auch selten sind) profitieren würden - ganz zu schweigen von den fischen. denn bedroht sind heute ja in erster linie fischarten der fliessgewässer und viel weniger der seen.
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Arts
Re: Neues zum Wohlensee (BE)
Hallo,
Ich finde auch, Renaturierung auf natürliche Art ist positiv, für die Vogelwelt entwickelt es sich auch positiv, ist es ja schon heute...
Für den Fischreichtum
Hmm.. Es würde sich wohl ein gutes Feuchtbiotop entwickeln....
Thomas
Ich finde auch, Renaturierung auf natürliche Art ist positiv, für die Vogelwelt entwickelt es sich auch positiv, ist es ja schon heute...
Für den Fischreichtum
Guter Punkt, hab ich so noch nicht überlegt....astacus hat geschrieben:ganz zu schweigen von den fischen. denn bedroht sind heute ja in erster linie fischarten der fliessgewässer und viel weniger der seen
Hmm.. Es würde sich wohl ein gutes Feuchtbiotop entwickeln....
Thomas