ich kenne keinen kanal, der wirklich leer ist. selbst naturfremde gewässer beherbergen in der regel einen fischbestand, der sich aber halt mehr aus generalisten anstatt aus spezialisten zusammensetzt. vielleicht könnten wir fischer ja lernen, mehr die generalisten zu nutzen anstatt immer nur dem edelfisch "forelle" nachzurennen.ChristianK. hat geschrieben:Wieso sollte man Deiner Meinung nach Kanäle und begradigte Fliessgewässer nicht mit ReBos besetzen und sie somit Fischereilich und somit auch Wirtschaftlich zu nutzen?
Wenn es nach Dir geht wären sie leer. Was bringt dies der Umwelt und dem Menschen? Rein gar nichts.
Wieso also nicht besetzen und man nutzt Resourcen die für heimische Arten nicht nutzbar sind?!
ChristianK. hat geschrieben:Es ist ziemlich weit hergeholt den ReBo Besatz als Wildfütterung zu bezeichnen![]()
Beispiel, ein Kanal mit altem Baumbestand am Rande wäre der ideale Lebensraum des Eisvogels, aus mangel an Futter jedoch gibt es ihn dort nur sehr selten oder gar nicht.
Nun schnappt er sich ein paar kleine ReBos und kann dort existieren.
Das der Eisvogel eine hohe Sterblichkeitsrate(Winter und Futtermagel) hat und sowieso nur in einer Populationsgrösse von 300-400 Paaren auf die ganze Schweiz verteilt vorkommt, wäre es da nicht ein zugewinn ihn zu stützen und öfter zu sehen?!
ich stufe die situation des eisvogels in der schweiz nicht als schlecht ein, er ist gemäss dem lebensraumpotential recht gut verbreitet. limitierender faktor sind zurzeit eher geeignete brutmöglichkeiten denn fischnahrung. bei den fischen sind überdies die bekannten kleinfische (elritzen, junge cypriniden) weitaus wichtiger als salmoniden. rbf-besatz hilft dem eisvogel in keiner art und weise.
das ist absolut nicht irrelevant. denn:ChristianK. hat geschrieben:Ob es nun fair ist oder nicht, ob es vom Verpächter oder dem Kanton fair ist einen gewissen Betrag für die Pacht zu verlangen ist irrelevant, es ist so, sie können es verlangen da es gezahlt wird.
- erstens befindet sich der kanton in einer anderen lage als ein normales unternehmen und hat eine höhere soziale verantwortung,
- zweitens wird nicht das gewässer verpachtet, sondern das nutzungsrecht am fischbestand, weshalb sich der pachtzins am vorhandenen fischbestand orienteren muss,
- drittens die steigerung ein ganz anderes thema ist, was nicht wirklich was mit dem besatz zu tun hat. werden fische besetzt, würde der pachtpreis eher noch mehr steigen und das fischen damit noch unsozialer.
zum beispiel des ruhrverbandes:
wurde da jemals hinterfragt und untersucht, was der einfluss des besatzes auf die aktuell gute situation ist? ist der gute fischbestand wirklich folge des besatzes oder dient der besatz bestenfalls als futter für den natürlichen fischbestand?
man hat schon oft - auch in der schweiz - wunder gemeint, was man mit dem besatz alles für den fischbestand tue. man untersuchte es (z.b. mittels markierungen) und stellte fast immer fest, dass das gute eigentlich der natur entwachsen ist und der eigene besatz wirkungslos verpufft ist. der grossteil der besatzstudien hat nämlich genau dies immer wieder gezeigt, in allen arten von gewässern.
nur weil ich mich gegen den menschlichen kontrollzwang, der meint, alles und jeden in der natur regulieren und zu seinen gunsten verbessern zu müssen, entgegen setze, heisst das noch nicht, dass ich glaube die natur sehe aus wie vor 5000 jahren.ChristianK. hat geschrieben:Es ist romantisch naiv zu glauben das es in der dichtbesiedelten und verbauten Schweiz eine Natur gäbe wie vor 5000 Jahren, dass gibt es nicht, und wenn es einmal so sein sollte, gibt es keine Menschen mehr
lies dir dieses zitat von dir nochmals in ruhe durch, achte auf den widerspruch und du wirst vielleicht verstehen, was ich meine.ChristianK. hat geschrieben:Alle Land und Wasser und die meisten Luft Prädatoren regeln sich über Nahrungsangebot, Lebensraum und Konkurrenz.
Eine Ausnahme macht der Kormoran, er regelt sein Vorkommen mit dem Futterangebot und fliegt weiter wenn es nichts mehr gibt ...











