Fliegenfischen

Die Geräteecke für den Fliegenfischer.
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r3doX

Fliegenfischen

Beitrag von r3doX »

So, ich hab da mal eine Frage an die Fliegenfischspezis...

Habe vor ca. nem halben Jahr einem älteren Herrn einige Fischerutensilien abgekauft. Leider kann er nicht mehr fischen, darum hab ich seine Sachen übernommen. Hatte doch noch einige gute Dinge dabei.

Unter Anderem eine Fliegenrute mit Rolle, sowie einigen Vorfächern und ca. 60 Fliegen.

Eigentlich habe ich mich noch nie mit dem Thema Fliegenfischen auseinandergesetzt, trotzdem würde ich es gerne einmal probieren. Ich weiss, die Technik muss gekonnt sein :)

Mal kurz zu der Rute. Es ist eine Shakespeare FLY MASTER Nr. 1604
Länge 2.70m/9ft AFTMA 8.
Die Rolle, eine MARTIN Reel Co Inc Mohawk.N.Y. USA
Model No. 67A

Mal abgesehen davon, dass die Rute schon eine etwas ältere ist, kann man noch damit Fischen, wie gesagt, Rute ist noch tip top in Ordnung, Rolle nehm ich mal ausseinander, bisschen Putzen und so, Neue Schnur drauff.

Vielen Dank für Eure Meinungen und Antworten.

Gruess, r3doX
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zuma
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Beitrag von zuma »

Hallo R3doX
Was möchtest Du nun gerne wissen?
Die Rute dürfte für unsere Verhältnisse in der Schweiz ein wenig sehr stramm sein. Dicke Hechte und schwere Karpfen könnte ich mir damit noch vorstellen....
Gruss Kurt

(Bambus-&Trockenfliegenpurist)
Schweizer Angler

Beitrag von Schweizer Angler »

sali

es handelt sich hier um eine klassisch traditionelle glasfaserrute (fiberglas) aus den 60`/angang 70`er Jahren des letzen jahrhunderts. ebenso die rolle.

damals fischte man mit "schwererem" gerät als heute, demensprechend auch die hohe schnurklasse 8. man warf auch viel traditioneller als heute und kannte wenig trickwürfe.

heute angelt man eher leichter (schnurklasse 5, trend an bächen eher gegen 3) und auch mirt kürzeren längen (zumindest in den bächen der alpenländer).

das gerät ist brauchbar, aber wie kurt schreibt eher für eine schwere fischerei auf forellen (nicht hecht mit glasfaser wie die scakespeare), heute wie bereits gesagt eher ausser mode und auch nicht nötig.

gruss

sa
r3doX

Beitrag von r3doX »

Vielen Dank ihr Beide.

Ja, eigentlich habe ich die konkrete Frage vergessen zu stellen. Wurde mir erst jetzt klar, als ich nochmals gelesen habe ;)

Die Frage die ich stellen wollte war: Kann man damit überhaupt noch fischen?
Wie ihr bereits geschrieben habt, ja... aber wie ich gelesen habe, ist es ja nicht mehr das neuste Gerät. Der ältere Herr, der mir diese Rute gegeben hat, ging damit auf Forellenjagd. Ich weiss ja noch nicht, ob ich wirklich mit dem Fliegenfischen beginnen will. Ich möchte es eher einmal ausprobieren.

Ist es mit dieser Rute möglich auf Forelle? (also vor 30 Jahren gings ja auch, dann müsste es heute auch klappen). Was für eine Schnur müsste ich verwenden? Was für Vorfächer wären Ideal?

Ich denke da an etwas preiswertes. nicht gerade das teuerste, aber doch brauchbar.

Liebe Gruess, r3doX
Schweizer Angler

Beitrag von Schweizer Angler »

natürlich kannst du damit fischen. für heutige verhätnisse und angeltechniken ist es allerdings ein bisschen überkalibriert.
damit das fliegenfischen zu erlernen geht, aber auch hier, ein bisschen eine grosse waffe wenn es ein "luftgewehr" auch täte.
mit einer leichteren (schnurklasse und rute selbst), eher zeitgemässeren rute leernst du wohl leichter. allerdings sind heutige fischer, besonders die fliegenfischer, gewichtsfetischisten, die kriegen tränen bei jedem gramm mehr welches auf der rute steht. wenn du ihnen allerdings ein unbeschriftetes 10 gramm blei in die hand drückst und fragst wie schwer ist das, dann hörst du von 1 gramm bis 100 alles. die werbung suggeriert halt heute immer leichtere ruten gleich immer weitere würfe, was physikalisch überhaupt nicht stimmt.

vergleich dein gerät mit autos; für die forellenfischerei reicht ein vw golf, du hast aber einen landrover, der ist eher für grössere fische.

ich würde folgendermassen verfahren - eine einsteigerrute (set) kaufen, kostet um die chf 250 im fachhandel und damit lernen, dass gerät vom alten herrn später, wenn du im flifi einigermassen sattelfest bist einsetzen, du weiss dann auch besser damit umzugehen. oder es dann halt zu verkaufen, allerdings ist es nicht besonders wertvolles gerät.

die investitionskosten um mit dem gerät vom alten herrn überhauüt mal beginnen zu können das fliegenfischen zu erschnuppern sind natürlich billger, die gefahr dass dir fliegenfischen aber nicht gefällt weil das gerät eben überproportioniert ist, ist aber gross.
als scnur bräuchtest du eine klasse 8 WF, solche schnüre gibts im fachhandel um die CHF 59.00, vorfächer um die CHF 6.50, brauchbare (qualitäts-)fliegen die nicht nach 2 würfen auseinanderfallen (eben nicht die billigfliegen aus afrika oder china) um die CHF 3.50 pro stk. die fliegen vom alten herrn dürfen weder rostig sein (dann bricht die spüitze bei ersten berühren eines hindernisses gleich ab), noch widerhaken haben.

gruss

sa
Psy

Beitrag von Psy »

Schweizer Angler hat geschrieben: ich würde folgendermassen verfahren - eine einsteigerrute (set) kaufen, kostet um die chf 250 im fachhandel und damit lernen, dass gerät vom alten herrn später, wenn du im flifi einigermassen sattelfest bist einsetzen, du weiss dann auch besser damit umzugehen. oder es dann halt zu verkaufen, allerdings ist es nicht besonders wertvolles gerät.

spar die 250 franken für schlechtes gerät. investier das besser in einen kurs. oft bekommst du leihgerät problemlos vom veranstalter für einen kleinen aufpreis.

das macht mehr sinn als 250.- für schlechte ware ausem fenster zu werfen, weil falls dich das ff packt reicht dir das mit sicherheit nicht mehr.
nach einem kurs kannst du auch einigermassen beurteilen ob es deine fischerei ist oder nicht.
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