ich weiss nicht warum, aber irgendwie interessiert mich die Frage, wie schnell Fische über einen bestimmten Zeitraum wachsen.. zum Beispiel, innerhalb eines Jahres... Hat da jemand Ahnung? Zum Beispiel Egli..
Wachstum von Fischen
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Catch&Release
Wachstum von Fischen
Hallo zusammen,
ich weiss nicht warum, aber irgendwie interessiert mich die Frage, wie schnell Fische über einen bestimmten Zeitraum wachsen.. zum Beispiel, innerhalb eines Jahres... Hat da jemand Ahnung? Zum Beispiel Egli..
ich weiss nicht warum, aber irgendwie interessiert mich die Frage, wie schnell Fische über einen bestimmten Zeitraum wachsen.. zum Beispiel, innerhalb eines Jahres... Hat da jemand Ahnung? Zum Beispiel Egli..
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goggy
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Quaifischer
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fishcatcha85
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petrijünger79
auf die schnelle hab ich mal dies gefunden:
http://freenet-homepage.de/schwaebische ... chstum.htm
hab aber natürlich keine ahnung auf welche Grundlagen sich diese Angaben beziehen
http://freenet-homepage.de/schwaebische ... chstum.htm
hab aber natürlich keine ahnung auf welche Grundlagen sich diese Angaben beziehen
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astacus
das wachstum von fischen hängt sowohl von der art, wie auch vom lebensraum als auch von der bestandsdichte ab. wie erwähnt ist z.b. der hecht grundsätzlich eine schnellwüchsige art, als faustregel gilt 30 cm pro jahr (die geposteten 50cm pro jahr mögen aber einige gewässer sicher auch stimmen
). das fangmass (45 oder 50cm) hat er also in unseren gewässern normalerweise spätestens mit zwei jahren. im seinem ersten sommer ist er noch wenige cm lang und wächst bis zum frühlung auf 30 bis 40 cm heran.
beim egli ist es so, dass diese bei gutem nahrungsangebot durchaus mit einem jahr ein gewicht von 100g erreichen können und damit das fangmass (meist 15cm wo nicht aufeghoben) auch erreichen kann. allerdings wird das egli in vielen schweizer gewässern wohl schon zwei oder drei jahre brauchen, bis es das fangmass erreicht hat.
bei der bachforelle wird besonders deutlich, welchen einfluss der lebensraum hat. in nährstoffreichen flüssen des mittellandes wird die forelle spätestens mit drei jahren eine länge von 25cm+ erreicht haben, teilweise aber auch früher. in nährstofarmen bergbächen ist das wachstum aber deutlich geringer und auch ältere forellen sind immer noch sehr klein. hinzu kommt auch, dass bei klaten gewässertemperaturen die forellen weniger fressen, einen eingeschränkten stoffwechsel haben und somit im winter nahezu eine wachstumspause einlegen. bei anderen fischarten wird sich das wohl ähnlich verhalten, mir fehlt aber im moment dazu die kenntnis.
bei der bestandsdichte ist es grundsätzlich so, dass die fische grösser werden, wo es weniger artgenossen hat (das egli ist hier scheinbar eine ausnahme). das liegt einerseits an der nahrungskonkurrenz. wo mehr artgenossen sind, wird mehr um futter konkurrenziert und damit bleibt auch weniger futter vorhanden, wodurch weniger gewachsen werden kann. bei forellen wurde auch nachgewiesen, dass die ausscheidung von hormonen mit den fäkalien zusammen einen einfluss auf das wachstum der artgenossen hat. d.h. dass wenn in einem bach mehr forellen leben, sind mehr ausscheidungen vorhanden und diese bremsen das wachstum der fische.
beim egli ist es so, dass diese bei gutem nahrungsangebot durchaus mit einem jahr ein gewicht von 100g erreichen können und damit das fangmass (meist 15cm wo nicht aufeghoben) auch erreichen kann. allerdings wird das egli in vielen schweizer gewässern wohl schon zwei oder drei jahre brauchen, bis es das fangmass erreicht hat.
bei der bachforelle wird besonders deutlich, welchen einfluss der lebensraum hat. in nährstoffreichen flüssen des mittellandes wird die forelle spätestens mit drei jahren eine länge von 25cm+ erreicht haben, teilweise aber auch früher. in nährstofarmen bergbächen ist das wachstum aber deutlich geringer und auch ältere forellen sind immer noch sehr klein. hinzu kommt auch, dass bei klaten gewässertemperaturen die forellen weniger fressen, einen eingeschränkten stoffwechsel haben und somit im winter nahezu eine wachstumspause einlegen. bei anderen fischarten wird sich das wohl ähnlich verhalten, mir fehlt aber im moment dazu die kenntnis.
bei der bestandsdichte ist es grundsätzlich so, dass die fische grösser werden, wo es weniger artgenossen hat (das egli ist hier scheinbar eine ausnahme). das liegt einerseits an der nahrungskonkurrenz. wo mehr artgenossen sind, wird mehr um futter konkurrenziert und damit bleibt auch weniger futter vorhanden, wodurch weniger gewachsen werden kann. bei forellen wurde auch nachgewiesen, dass die ausscheidung von hormonen mit den fäkalien zusammen einen einfluss auf das wachstum der artgenossen hat. d.h. dass wenn in einem bach mehr forellen leben, sind mehr ausscheidungen vorhanden und diese bremsen das wachstum der fische.
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Schweizer Angler
@ astacus
sehr kompente info - bravo!
ein schlechtes beispiel für wachstum und besatz sind z.b. einige tessiner bergseen. die fischer wollten dort bachsaiblinge drin (nebst rbf und namaycush). gut, der bachsailbing hat sich von allen am besten angepasst, respektive vermehrt wie der deibel. aber - mehr bachsaiblinge, mehr konkurrenz für sich selbt und sogar für die rbf.
der bachsaibling hat das vorhandene futter am besten verwertet, aber sich quasi dann weil das futter nicht mehr wurde selbt angepasst, er hat das wachstum eingestellt. in den untersuchten seen wird er kaum noch grösser als 20cm, dies mit 4-6 jahren. und, die die ihn wollten, die fischer, wollen ihn nicht mehr entnehmen weil zu "klein". nun hat man ein ziemlliches puff im see, aussder dem namaycush und dem bachsaibliung kommt nichts mehr rechtes hoch, den saibling wollen die fischer nicht, der namaycuh lässt sich immer wie weniger fangen weil er sich in tiefen zurückgezogen hat wo fischer selten hinkommen.
gut gemeinter besatz mit bachsaiblingen, aber massiver negativer eingriff in die natur (obwohl es in den meisten dieser seen nie natürlicherweise fische hatte).
ich habe selber einen bergsee (privatbesitz). dort haben wir rbf drin gehabt, die kamen zwar rasch hoch und hatten teil schon mit 2 jahren um die 30 cm, aber jeden winter sind sie fast alle verreckt, zumindest in langen wintern. zuwenig futter im winter, zuwenig sauerstoff auch im kalten wasser wo sonst mehr gelöst ist.
besatz mit bachforellen, gieng ewig lang bis die gross waren, aber siehe da, die kamen gut zurecht. durchschnittliche grösse mit 6 jahren um die 38-45 cm. allerdings leben die dort maximal 6-8 jahre, dann sind sie sowieso greise.
das "leidige" am see - der einzige der ablaichen will ist der bachsaibling, von dem hats auch einige drin. fazit; es wird wohl langristig ein bachsaiblingssee, aber mit einem verbutteten (kleinwüchsigen) bestand.
der einzige feind des fisches ist ein adler und wir pächter. der adler (besser ein paar) ist übrigens willkommen, keiner käme auf die idee ihn zu verscheuchen oder gar zu wildern, auch wenn er schon vor unsreen augen schöne exemplare von rbf und bachforellen erwischt hat.
ha ja, leider nichts mit namaycush, der see ist zuwenig tief, mindestiefe sollte hier 20 meter sein.
gruss
schweizer angler
sehr kompente info - bravo!
ein schlechtes beispiel für wachstum und besatz sind z.b. einige tessiner bergseen. die fischer wollten dort bachsaiblinge drin (nebst rbf und namaycush). gut, der bachsailbing hat sich von allen am besten angepasst, respektive vermehrt wie der deibel. aber - mehr bachsaiblinge, mehr konkurrenz für sich selbt und sogar für die rbf.
der bachsaibling hat das vorhandene futter am besten verwertet, aber sich quasi dann weil das futter nicht mehr wurde selbt angepasst, er hat das wachstum eingestellt. in den untersuchten seen wird er kaum noch grösser als 20cm, dies mit 4-6 jahren. und, die die ihn wollten, die fischer, wollen ihn nicht mehr entnehmen weil zu "klein". nun hat man ein ziemlliches puff im see, aussder dem namaycush und dem bachsaibliung kommt nichts mehr rechtes hoch, den saibling wollen die fischer nicht, der namaycuh lässt sich immer wie weniger fangen weil er sich in tiefen zurückgezogen hat wo fischer selten hinkommen.
gut gemeinter besatz mit bachsaiblingen, aber massiver negativer eingriff in die natur (obwohl es in den meisten dieser seen nie natürlicherweise fische hatte).
ich habe selber einen bergsee (privatbesitz). dort haben wir rbf drin gehabt, die kamen zwar rasch hoch und hatten teil schon mit 2 jahren um die 30 cm, aber jeden winter sind sie fast alle verreckt, zumindest in langen wintern. zuwenig futter im winter, zuwenig sauerstoff auch im kalten wasser wo sonst mehr gelöst ist.
besatz mit bachforellen, gieng ewig lang bis die gross waren, aber siehe da, die kamen gut zurecht. durchschnittliche grösse mit 6 jahren um die 38-45 cm. allerdings leben die dort maximal 6-8 jahre, dann sind sie sowieso greise.
das "leidige" am see - der einzige der ablaichen will ist der bachsaibling, von dem hats auch einige drin. fazit; es wird wohl langristig ein bachsaiblingssee, aber mit einem verbutteten (kleinwüchsigen) bestand.
der einzige feind des fisches ist ein adler und wir pächter. der adler (besser ein paar) ist übrigens willkommen, keiner käme auf die idee ihn zu verscheuchen oder gar zu wildern, auch wenn er schon vor unsreen augen schöne exemplare von rbf und bachforellen erwischt hat.
ha ja, leider nichts mit namaycush, der see ist zuwenig tief, mindestiefe sollte hier 20 meter sein.
gruss
schweizer angler
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astacus
danke schweizer angler für das lob.
meines wissens ist es gerade in bergseen ja natürlich, dass dort zwergformen leben. zumindest in den bergseen, wo von natur aus fische vorkommen. grund dürfte neben dem mageren nahrungsangebot die bereits genannte verbuttung sein.
wenn ich mich nicht täusche, sind ja sogar die einheimischen felchen im brienzersee von natur aus sehr kleinwüchsig.
meines wissens ist es gerade in bergseen ja natürlich, dass dort zwergformen leben. zumindest in den bergseen, wo von natur aus fische vorkommen. grund dürfte neben dem mageren nahrungsangebot die bereits genannte verbuttung sein.
wenn ich mich nicht täusche, sind ja sogar die einheimischen felchen im brienzersee von natur aus sehr kleinwüchsig.