Anhieb beim Zupfen

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Helmut

Anhieb beim Zupfen

Beitrag von Helmut » Mo 11. Sep 2006, 19:52

Wie kräftig setzt Ihr beim Zupfen den Anhieb. Ich hab da schon einen größeren Unterschied zwischen unseren Schweizern und mir ausgemacht. Da ich eine sehr weiche Rute ( Stucki spezial) und mit der Laufrolle fische setze ich für´s Renkenfischen laut Uwe einen kräftigen Anhieb.

Wie wird das von Euch gehandhabt ?

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Butzli
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Beitrag von Butzli » Di 12. Sep 2006, 16:23

Servus Helmut



Bei Renken kann ich dir leider nicht helfen.



Aber meiner meinung nach, ist es abhängig von der härte der

Rute.

Jedenfalls geht es mir bei den Egli so.
Gruss Kusi Bild
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Rolf
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Beitrag von Rolf » Di 19. Sep 2006, 14:00

Ich konnte in einem Aquarim beobachten, dass die Felchen ihre Beute einsaugen, also nicht danach schnappen.



Ebenso schnell wie die Beute eingesaugt wird, wird sie auch wieder ausgespuckt, wenn an ihr etwas nicht stimmt.



Dies passiert, bevor die Beute die Kiemenreusen der Fische erreicht, von wo sie im Falle, wenn sie dem Fisch genehm ist, vom Wasser gefiltert und via Schlund gefressen wird.



An was sich die Fische orientieren weiss ich nicht, bin auch kein Fisch :roll:



Nun, das Einsaugen und Ausspucken passiert meist in der waagerechten und nicht von unten nach oben oder umgekehrt.



Wenn wir uns das so Vorstellen, braucht es ein von mir aus Minimales anheben der Rute bei der Bisserkennung und der Fisch spuckt sich unsere Nymphen, so zu sagen, selber von innen an die Lippe. Die weitere Reaktion von dem Fisch ist die Flucht und somit hakt er sich auch noch selber.



Ich bin auch ich der Meinung, das es von unserer Seite eher auf die Reaktion nach der Bisserkennung ankommt, als auf den Anschlag als solchen.



Im weiteren ist die Reaktion zu einem Anschlag meist automatisch und nie verkehrt.



Wenn der Fisch hängt, war die Reaktion richtig. Ich würde von einer einheitlichen Defination ob hart oder weich ab raten. Da die Geschichte jeder für sich selber Umsetzt, ist das was ihn zum Erfolg führt, für ihn auch Richtig :wink:
Gruss Rolf

Rettet die Würmer, fischt mit der Nymphe!

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Uwe
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Beitrag von Uwe » Di 19. Sep 2006, 22:04

@Helmut

kräftig ist vielleicht der falsche Ausdruck gewesen. Ich würde eher sagen lang.



Ich denke es kommt es kommt darauf an wie, man fischt. Mit dem gestreckten Arm, oder aus dem Handgelenk. Da ich am Bach das Fischen gelernt habe, musste ich die Schnur durch die Hand laufen lassen, damit ich gleich anschlagen kann. Damit wollte ich verhindern, dass eine untermassige Forelle den Köder ganz schluckt. Und dieser Anschlag kam aus dem Handgelenk.



So halte ich es auch beim Zupfen. Ich hebe eigentlich die Rute nur mit dem Unterarm und nicht mit dem ganzen Arm. Der Anhieb kommt dann beim kleinsten Zupfer nur aus dem Handgelenk, kurz und trocken. :wink:
Gruss Uwe
Eine Seeforelle zu fangen ist wie ein wunderschöner Sonnenuntergang. Man kann es nicht beschreiben, man muss es erlebt haben. Bild

Udo

Beitrag von Udo » Mi 20. Sep 2006, 09:32

Na ihr unterhaltet euch wieder über Sachen. Ich kann schon den biß nicht erkennen, was soll ich da über den anschlag berichten. :D

Reverend

Beitrag von Reverend » Mi 20. Sep 2006, 12:17

Als Fliegenfischer (der ja mit ganz ähnlichen Nymphen fischt) würde ich eher einen ganz sachten Anhieb setzen, der lediglich zügig die Schnur strafft.

Wie Rolf schon beschrieben hat:

Der Fisch merkt, sobald er die Nymphe im Maul hat, dass er "praatzlt" (= übers nicht vorhandene Ohr gehauen) wurde, und will den nicht essbaren Köder ausspucken. Er hakt sich sozusagen dabei selber in der vorderen Maulpartie. Das zügige Straffen der Schnur verhindert, dass der Fisch den Haken dann doch noch los wird.

Helmut

Beitrag von Helmut » Mi 20. Sep 2006, 12:21

Gerhard so wirst Du beim Zupfen Probleme bekommen besonders in größeren Tiefen. Ein Anhieb darf schon sein :wink:

wobbler

Beitrag von wobbler » Di 17. Okt 2006, 23:52

also ich setze den anhieb ... je nach befischter tiefe und verwendeter schnur recht hart......



wir haben den ganzen sommer in ca. 20 - 26 metern gefischt.....das gabs bisher um diese jahreszeit nie, aber ,,,, wo halt die fische sind,,, da muß ich angeln ! :P ..



versuch an land : nimm 20 meter schnur + 2m vorfach - = 22m. an einem ende du ! mit der rute... am anderen ende dein angelkumpel...

er hält das blei.. nicht den haken und selber schlägst du an... und.. bei monofiler schnur muss du heftig rucken um eine anständige wirkung zu bekommen...



zur zeit benutze ich die firelins xds in der dünnsten variante.. davon habe ich 30m. auf der laufrolle.. ( sonst zu teuer ) .. und am ende ca. 3- 4m. cortest supermatch 0,16 oder 0,18... -- da wir teilweise strömung haben - kann ich gar nicht dickere verwenden, da ich sonst noch mehr blei bräuchte..... also - so spüre ich ultrafeine bisse... ( auch nicht jeden tag ) :) ... habe aber direkten kontakt zur hegene und kann trotzdem mit dem puffer der monofilen , die oft, wichtigen, letzten meter mit dehnungreicher schnur drillen...... so isses :lol:

Christian K.

Beitrag von Christian K. » Mo 23. Okt 2006, 13:13

Bei einer relativen dehnung von ca 30% der monofilen Schnur muß man schon etwas rucken um den Haken ins Fischmaul zu treiben.



Viel braucht es bei dem weichen Maul der Renken nicht, nur eben den ruck das der Haken fassen kann.



Nur mit anheben der Rute ist zumindest bei uns nichts zu machen. Da darf es schon ein anhieb sein. Durch die weichen ruten und die fein eingestellte Bremse gibt es dabei auch keine probleme durch ausschlitzen oder ähnliches.



Abgesehen muß man auch direkt auf den Biß reagieren. Da bleibt keine zeit die Rute langsam zu heben.



Im prinzip wird es wohl relativ sein wie man den Fisch hakt, hauptsache es funktioniert ;)

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