Warum auf den großen Seen und speziell Gambenfischen

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Udo

Warum auf den großen Seen und speziell Gambenfischen

Beitrag von Udo » Fr 3. Nov 2006, 15:57

Mich würde mal interessieren warum ihr auf den Alpseen und da speziell mit der Hegene fischt.

Wie seid ihr dazu gekommen, und warum seid ihr dabei geblieben. Ist es weil ihr da halt wohnt, und da halt so gefischt wird? Was zeichnet diesen besonderen Reiz bei euch aus.



Ich war erst viermal an so einem See, jedesmal auf Einladung zu einem Treffen. Das erste mal März am Schliersee letzten Jahres, hatte gerade ein paar Tage davor meinen Schein bekommen. Total schlechte Witterung, gefangen hab ich nichts, die Leut waren aber Spitze. Landschaftlich war es schön, anglerisch habe ich noch nicht viel mitbekommen.



Das zweite mal war ich am Walchensee anfang dieses Jahres. Wettermäßig wieder hammerhart landschaftlich wieder sehr schön und natürlich die Leut. Gefangen habe ich nichts, am Walchensee haben wir vom Ufer gefischt.



Dann das dritte mal Einladung an den Bielersee, da zum erstenmal den tollen Eindruck vom Bootsfischen. Es war beeindruckend die Weite die Freiheit das Panorama. Gefangen habe ich auch mit der Stopselrute und dann nach viel Geduld die Uwe hatte auch Fisch an der Zupfrute. Natürlich waren da auch wieder die tollen Leut, aber es hat mich auch gepackt. Da war der Reiz.



Das vierte mal dann vor kurzem am Starnberger See. Wieder die tollen Leut, aber gefangen hab ich auch.

Es war nicht wegen der Seeforelle, oder den kampfstarken Renken. Es waren nicht die Saiblinge, die wahnsinnig spass machten.

Es war das Panorama, die Schönheit, die Größe, die Einsamkeit, die Sehnsucht, die Wehmut und die Sinnlichkeit. Alpseefischen ist für mich die innere Schönheit der Gedanken. Trotz wundgesessenenm Hinterteil wird es mich immer wieder dahin ziehen, dahin wo die Renkenschwärme ziehen.



Dazu fällt mir ein Schriftsteller ein über den geschrieben wird:



Bei Ota Pavel (1930 bis 1973), dem sensiblen tschechischen Erzähler, liest man als Antwort auf die Frage, was denn das Schönste in seinem Leben sei: "Als ich einmal darüber nachdachte ...., dachte ich nicht an die Liebe, nicht an nächtliche Flüge über Ozeane und auch nicht daran, wie ich Eishockey im Prager Sparta-Klub gespielt hatte. Ich ging wieder zu den Fischen an Bäche, Teiche und Talsperren und erkannte, daß das was ich dort erlebte, das Schönste auf der Welt war."



Und an anderer Stelle bekennt Ota Pavel: "Bedeutsam ist, daß vieles aus meinem Leben schwand, die Fische aber darin blieben. Sie verbanden mich mit der Natur und lehrten mich Geduld ...."



Nun denn bevor ich abschweife höre ich auf, bin gespannt was ihr zu erzählen wisst.

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Uwe
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Beitrag von Uwe » Fr 3. Nov 2006, 16:13

Wow Udo, Du hast ja eine richtige poetische Ader in Dir drin.



Warum ich immer mehr mit der Felchenrute fische, ist tatsächlich die Ruhe.

Wie Du ja erfahren dürftest muss man sich dabei richtig konzentrieren und kann dabei vom Altag abschalten. Ausserdem macht so ein Felchen an dem feinen Gerät ganz schön Musik.
Gruss Uwe
Eine Seeforelle zu fangen ist wie ein wunderschöner Sonnenuntergang. Man kann es nicht beschreiben, man muss es erlebt haben. Bild

tom

Beitrag von tom » Fr 3. Nov 2006, 16:34

Ich gebe jetzt meinen Poetischen Senf auch noch dazu :D :



Was gibt es schöneres als an einem kühlen Maimorgen, wenn der Tau noch auf den Wiesen liegt, am stillen See von der Sonne gewärmt zu werden, zu sehen wie ein neuer Tag erwacht und dazu genüsslich einen Kafee und ein Sandwich geniessen. Wenn die Fische auch noch mitspielen: PERFEKT

Solche Momente sind es, die mich fesseln und motivieren noch mehr an die schönen Alpenseen zu fahren.



Und ich merke das ich aufhören sollte solche Gschichten zu schreiben, das macht mich nur nervös. Kanns kaum erwarten wieder am Thunersee zu stehen..... :| :cry:

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Rolf
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Beitrag von Rolf » Fr 3. Nov 2006, 16:42

tom hat geschrieben:Und ich merke das ich aufhören sollte solche Gschichten zu schreiben, das macht mich nur nervös. :


und ich sollte schon gar nicht Anfangen zu schreiben :roll: bei mir nennt sich dann die Krankheit "Felchenfieber" 8)



Diagnose: Unheilbar :!: :lol:





Der Geruch des Wassers, das schaukeln bei leichtem Wind, die Erwartung auf den Biss, die Hoffnung auf eine "Grosse", der Drill und die Freude am Moment, der mir diese Eindrücke vermittelt, dass alles sind Gründe warum ich diesem "Fieber" verfallen bin :up:
Gruss Rolf

Rettet die Würmer, fischt mit der Nymphe!

Helmut

Beitrag von Helmut » Fr 3. Nov 2006, 22:33

Schließe mich Rolf an, ist halt eine Krankheit das Felchenfieber :!:

Aber eine schöne :lol:

hansi_f

Beitrag von hansi_f » Sa 4. Nov 2006, 13:44

Renkenfieber



bei uns bricht die Krankheit aber leida erst immer im April aus



Gruß



Hansi

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walterone
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Beitrag von walterone » Fr 31. Aug 2007, 19:55

virus seeforelle, felchenfieber barschwahn je nach jahreszeit.

Bild
ein petri vom neuenburgersee

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