Nachtangeln im Kanton Bern

Hier kommen die Votings / Abstimmungen rein!
Antworten

Sollte im Kanton Bern das Nachtangelverbot aufgehoben werden?

JA
70
56%
NEIN
25
20%
Ja, aber nur für Uferfischer
16
13%
Ja, aber nur für Uferfischer während der Sommerzeit
12
10%
Ja, aber nur während der Sommerzeit
3
2%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 126

Bachfischer

Beitrag von Bachfischer »

Stratos hat geschrieben:@Bachfischer

Trüschen fressen im Dunkeln. Bei genügender Tiefe (sprich vom Boot aus), werden Sie natürlich auch tagsüber bei uns gefangen. Ab einer gewissen Tiefe ist es nämlich immer Dunkel.....




Im Brienzersee ist die Trüschenfischerei so gut wie nur vom Boot aus möglich, jedenfalls vor dem Lütschinendelta. Wie es in Brienz aussieht, weiss ich nicht. Dort habe ich noch nie auf Trüschen gefischt.
Gebo

Beitrag von Gebo »

Ausserdem ist es Sch........, dass sich Trüschen nur nachts fangen lassen.



Trüschen lassen sich auch bei Tage fangen. Das stimmt.



Nacht fischen am See wäre aber für einige trotzdem toll.



Petri Heil

Gebo
Bachfischer

Beitrag von Bachfischer »

Gebo hat geschrieben:
Nacht fischen am See wäre aber für einige trotzdem toll.

Gebo


Da bin ich ganz deiner Meinung.
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Wohlenseeindianer
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Aufheben!

Beitrag von Wohlenseeindianer »

Von mir aus sollte man das Nachtangelverbot aufheben. Es sind ja wirklich nicht viele, die in der Nacht angeln und die stören die Natur sicher nicht, da man in der Nacht automatisch ruhiger wird und nicht herumschreit. Es macht mich jedes mal halb wahnsinnig, wenn ich meinen Krempel zusammenpacken muss, obwohl die Aalglöcklein noch am Bimbeln sind :wallb:
Der letzte Wurf ist leider meist derjenige, der zu viel ist und landet oft im Baum :-(
this

Beitrag von this »

Hab nein gestimmt. Ich moeget mich unwissend schimpfen, aber ich hab am Meer gesehen wie man die Fische mit Licht anlockt und dann gleich haufenweise feumert. Ich glaube allerdings nicht, dass die Leute hier im Forum so was machen wuerden. Aber es gibt halt immer Subjekte welche so was ausnuetzen wuerden. Diesen will ich die Cance gar nicht erst geben.



Und nun haut in die Tasten! Happy bashing :wink:
Börni

Beitrag von Börni »

Also den Nachtangelfisch Nr.1 in der Schweiz, den Aal, verscheuchst du mit Licht! Wie's z.B. bei der Trüsche ist, weiss ich nicht. Aber ich glaube nicht, dass wegen dem Nachtangeln jetzt die ganze Aalpopulation schrumpfen würde.



Aber das nähme mich auch noch Wunder: lockt Licht die Trüschen an oder verscheucht sie das eher?
Mario

Beitrag von Mario »

Börni hat geschrieben:


Aber das nähme mich auch noch Wunder: lockt Licht die Trüschen an oder verscheucht sie das eher?


Da die Trüsche hauptsächlich nahe am Grund lebt würde meiner Meinung Licht, z.b. von einer Taschenlampe nichts bringen. Wenn mit Licht,dann mit einer oder mehrere Leuchtperlen nahe am Köder.



In Flüssen wo ich auf Trüschen angle brauchts absolute Dunkelheit eher der erste Biss kommt. Sogar der Mondschein hatte negative Auswirkungen auf die Beisslust gehabt :wink:
Fredy

Beitrag von Fredy »

Früher, vor dem Krieg in Jugoslavien, verbrachte ich meine Ferien 15 Jahre nacheinander in der Gegend von Porec. Dort lernte ich einen netten Deutschen Herrn kennen. Er war gelernter Fischzüchter, hatte aber eine Schweinezucht in Lomgo De. Das Fischen ist aber sein Hobby geblieben und so trafen wir uns zufälligerweise jedes Jahr wieder in Porec. Er kam immer mit seinem Bootsmotor und nahm dort ein Boot zur Miete.



Wir waren so praktisch den ganzen Tag auf dem Meer und fischten nach allen möglichen Fischen. Unser Zielfisch war meistens der Hornhecht. Wir haben aber auch Petermännchen (Viperquaise) gefangen. Diese sind sehr gut zum Essen, man muss aber vorsichtig sein wegen dem Giftstachel. (Viperngift). Einmal da haben wir sogar einen grossen Drachenkopf gefangen. Den haben wir aber wegen seiner Giftigkeit wieder schwimmen lassen.



Das war die Vorgeschichte. Jetzt komme ich zum Nachtfischen.

So fuhren wir jeden Abend vor der Dämmerung mit dem Boot in eine Bucht die etwa 1 km lang war und nicht sehr tief. Dort legten wir fünf selbstgemachte Aal-Leinen aus. Das ging folgendermassen: An einer etwa 15 meter langen Schnur befestigten wir beidseitig einen etwa 2 kg schweren Stein. An diese Schur kam alle ca. 1 1/2 Meter ein Hacken. Am letzten Stein wurde wieder eine Schnur gebunden und am ende ein leere Sonnencremeflasche als schwimmende Boie. Die Haken beköderten wir mit Tintenfischfleisch, das wir auf dem Fischmarkt kauften.



So war es dann automatisch unser Job, am frühen Morgen in die Bucht zu tuckern und die Aalleinen zu kontrollieren. Wir hatten jeden Morgen 2 - 3 Aale an jeder Leine. Diese nahmen wir direkt auf dem Schiff aus und enthäuteten sie auch. Mein deutscher Kollege hatte im Hotel einen Tiefkühlschrank der auf der Heimfahrt auch im Auto in Betrieb war. In diesen kamen dann all die Fische die wir gefangen hatten. Zu Hause in seiner Heimat hat er alles geräuchert. Einmal war ich bei Ihm in Lemgo zu Besuch und dann konnte ich einige dieser Fische probieren. ......und ich sage euch: "mmmmmmmmmm!!"



Ich überlege schon lange ob ich das Aallleinenprinzip auch hier einmal praktizieren sollte. Muss mich noch erkundigen ob man das hier darf. Ja vielleicht mach ich's einmal.
fishersam

Beitrag von fishersam »

@Börni

Kann mich Mario nur anschliessen! Nach meiner Erfahrung wirkt Licht auf Trüschen meistens sehr abschreckend, jedoch nie anlockend. Ganz schwaches Licht z.B. von einer Leuchtperle am Haken, kann die Fängigkeit vielleicht erhöhen. Aber ich habe oft beobachtet, dass sich Trüschen bei Licht sofort verkriechen und dann ist das Fressen auch vorbei!
Pesche

Beitrag von Pesche »

Seit ich ne neue Petzl-Stirnlampe habe, gebrauche ich oft den Rotlicht-Filter. Irgendwo hab ich mal gelesen, dass das nicht so abschreckend sein soll...



Aber meine "Testphase" hat erst begonnen... in ein paar Monaten kann ich sicher mehr darüber berichten
Wintzi-Mc

Beitrag von Wintzi-Mc »

Chrigel hat geschrieben:Ich denke für manche Fischarten muss mann in der Nacht auf sie pirschen. Bei Edelfischgewässern wäre ich dagegen, da der Fischereidruck dann zu hoch wäre und diese Fischen auch sehr gut am morgen früh und am Abend zu fangen sind.


Da bin ich der gleichen Meinung :!:
Zuletzt geändert von Wintzi-Mc am So 29. Jun 2008, 23:01, insgesamt 1-mal geändert.
Real-Carphunter

Beitrag von Real-Carphunter »

Ich finde eine gesetzlich erlaubte Nachtfischerei nicht sinnvoll, da sonnst meine Privatsphäre nicht mehr gewährt ist. :lol:



Spass bei Seite. :wink: Ob eine erlaubte Nachtfischerei Sinn macht, bezweifle ich persönlich.

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass es nicht jedermanns Sache ist. Die Ausrüstung, das richtige Verhalten, das Einrichten am Angelplatz, setzt schon eine grosse Kenntnis voraus.



Fischer die sich nicht mit Stockdunkel-Fischerei auskennen, fabrizieren zwangsläufig Lärm und Unruhe am Wasser.Da das richtige Verhalten bei Nacht am Wasser nicht mit der Tag, Abend oder Morgenfischerei verglichen werden kann. Die einzigen ,die man in der Nachts am Wasser bis jetzt angetroffen hat sind die Karpfenangler.



Das Nachtangeln bei Karpfenfischern ist entstanden, da die am Tage gefangenen Karpfen ihren Fang (gefangen zu werden) mit Licht ,hell also Tag, in Verbindung gebracht haben.Also gingen gerissene Exemplare nur noch nachts auf Futtersuche.So hat sich der Karpfenangler aufs Nachtfischen umgestellt.



Im Bezug auf Trüschen ist zu sagen, dass sie sicher nicht nur nachts gefangen werden. Tagsüber in 60-90 Metern Tiefe sind sie ebenfalls,da es in diesen Tiefen dunkel ist, sehr Aktiv.



Aale sind in der Dämmerung ebenso zu fangen. (Nicht nur Nachts)



Greez Roger
vakuumshopch

Beitrag von vakuumshopch »

Dazu kann ich nur sagen, dass wir früher (ca. 15 Jahren) als wir noch jung waren :), meist nur Nachts gefischt haben. Dabei wurden wir von der Polizei :captain: mehrfach kontrolliert. Zum Glück haben die aber nie gewusst, dass es eigetnlich nicht erlaubt ist. :twisted:

Wir waren meist bei Dämmerung am Wasser und blieben bis in die frühen Morgenstunden. Mit Proviant und Schlaffsack ausgestattet war das immer ein Erlebnis.

Da wir eigentlich immer mehrere waren, konnten wir auch einmal ein Nickerchen machen. Einer musste einfach immer die Angeln im Auge behalten. Meist waren wir aber die ganze Nacht wach.



Gefangen wurde alles was auch am Tag an den Haken ging. Vom Rotauge bis zum kapitalen Karpfen unsere Fangerfolge waren eigentlich immer besser als am Tage. Auch der eine oder andere Aal ging uns an den Haken.



Also ich kann nur empfehlen es einmal auszuprobieren. Es macht richtig Spass. Hauptsache ist doch, der Fisch weiss nicht das ich das nicht darf. Ich denke es gibt schlimmeres als bei Nacht zu angeln. Meine Eltern waren immer froh wenn Sie wussten wo ich bin und ich mich dafür nicht irgendwo im Ausgang rumgetrieben habe und danach besoffen nach Hause kam. Bin ich aber sowieso nie. :P
gonefishing

Beitrag von gonefishing »

Wollte gerade eine Umfrage zur Nachtfischerei erstellen, und habe gesehen dass es schon eine gibt, habe ich wohl verpasst...

Gerade bei solchem Wetter fände ich es toll wenn man nachts durchfischen dürfte. Gestern bin ich um 3.00Uhr auf und war um 4.00Uhr am See, Hechte und Egli bissen sehr gut, aber ab 7.00Uhr ging nix mehr. Zusammen gepackt und abends um 20.00Uhr wieder an's Wasser, gegen Mitternacht nach Hause, um 3.00Uhr ging der Wecker wieder, das hat natürlich nicht geklappt... :roll:
Da wäre es schon gut wenn man durchfischen dürfte.

Ich verstehe auch Argumente die gegen die Nachtfischerei sprechen. Fische und die Gewässer allgemein habe z.B. auch ihre Ruhephasen verdient. Aber gerade in den Sommermonaten wenn an allen Ecken Grillparties stattfinden fallen so ein paar Fischer nicht in's Gewicht.

Nachts lässt sich schwerer kontrollieren, der schonende Umgang mit Fischen fällt vielen schwer und die Gefahr geschluckter Köder ist grösser. Aber Schwarzfischer lassen sich mit einem Verbot nicht abhalten und mangelnde Ausbildung / Fachkenntnis ist auch tagsüber ein Problem.

Ich persönlich wäre für eine Aufhebung des Nachtangelverbots an den angesprochenen Gewässern mit 'gemischten Fischbestand'. Könnte mir aber eine zeitliche Beschränkung auf Sommer/Frühherbst (nach den Brutzeiten der meisten Vögel) vorstellen, z.B. 16.6.-15.10.
Auch wären grössere Schongebiete für die Nachtfischerei denkbar, um ein unkontrolliertes Getrampel durch sensible Gebiete zu verhindern.

Mit der Trüschenfischerei habe ich es nicht so, und im Winter wird es mir um 20.00Uhr eh zu kalt. Aber sicher wäre an entsprechenden Gewässern eine Verlängerung der erlaubten Zeit bis 22 oder 24Uhr denkbar.
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Wohlenseeindianer
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Beitrag von Wohlenseeindianer »

Hoi Mattu
Bin ich nicht up to date oder warst du ein bisschen zu früh am Wasser? Fischen ist im Kt. Bern erst ab 5:00 erlaubt... :wink:

Du warst sicher am Thunersee. Dort habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass man so früh wie möglich ans Wasser muss, bevor der ganze Rummel losgeht. Sonst fängt man eh nichts.
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