Sollte man die Welse gross wachsen lassen?

Hier kommen die Votings / Abstimmungen rein!
Antworten

Sollte man die Welse gross wachsen lassen?

Ja
26
36%
Nein
14
19%
Je nach dem
16
22%
Weiss nicht
16
22%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 72

Forelle

Sollte man die Welse gross wachsen lassen?

Beitrag von Forelle »

Zuletzt geändert von Forelle am Fr 16. Nov 2007, 05:36, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Rolf
Fischerforum Administrator
Beiträge: 3696
Registriert: Mi 30. Aug 2006, 12:34
Meine Gewässer: See und Fluss
Wohnort: Mittelland
Has thanked: 318 times
Been thanked: 274 times
Switzerland

Beitrag von Rolf »

Hallo Barbenfischer, äh Forelle :)





zum Thema Nachtfischen im Kt. Bern haben wir hier einen Thread:



viewtopic.php?t=3430&highlight=nachtfischverbot



was deine Ansichten die Welse betreffend anbelangt, wäre das mal eine Grundlage für eine Diskussion :wink:



darum sollte die Frage heissen:



Sollte man die Welse gross wachsen lassen :?:





PS: habe den Thread verschoben und eine Umfrage daraus gemacht 8)
Gruss Rolf

Rettet die Würmer, fischt mit der Nymphe!
Reverend

Beitrag von Reverend »

Bei uns in Bayern haben Welse ein gesetzliches Schonmaß von 70cm.



Und damit sind sie ja eher noch klein...
fishcatcha85

Beitrag von fishcatcha85 »

ein gleichgrosser hecht frisst mehr als ein wels... und die welse sind bei uns nicht das ganze jahr aktiv wie hechte... bei temperaturen <10° sind die aktivitäten der welse sehr bescheiden



daher denke ich nicht, dass die welse eine bedrohung sind...
Benutzeravatar
Rolf
Fischerforum Administrator
Beiträge: 3696
Registriert: Mi 30. Aug 2006, 12:34
Meine Gewässer: See und Fluss
Wohnort: Mittelland
Has thanked: 318 times
Been thanked: 274 times
Switzerland

Beitrag von Rolf »

da ich kein Welsfischer bin, habe ich mal für "Weiss nicht" gestimmt.



meine Infos zum Thema Wels besagen, dass das richtige Fressmaschinen sind und einem Gewässer gehörig zusetzten können :idea:
Gruss Rolf

Rettet die Würmer, fischt mit der Nymphe!
Reverend

Beitrag von Reverend »

Die Welse gehören zu den vermehrungsfreudigsten - wenn die Bedingungen stimmen: sommerwarmes Gewässer, ausreichend Laichmöglichkeiten - und zu den schnellwüchsigsten Fischen.



Die dafür nötige Energie muss ja nun irgendwo herkommen.

Schon im ersten Lebensjahr leben sie räuberisch und verzehren Kleinfische.

Allerdings nicht ausschließlich. Als echte Allesfresser verschmähen sie auch Schlammröhrenwürmer, Krebse, Frösche und Kröten, im Wasser lebende Schlangen, Blutegel, Enten - und Schwanenküken und einigermaßen frisches, ins Wasser gefallenes Aas, sowie Karpfenboilies, Frolic und Hartmais nicht.



Große Waller allerdings machen dann eher gezielt Jagd auf alle kleineren Fische und auf Wasservögel, selbst auf Bisamratten und Kleinsäuger.

Und ab einer gewissen Größe werden ihnen ihrerseits keine Fressfeinde mehr gefährlich.



Auf Grund ihrer guten Selbstreproduktion ist in Bayern seit etlichen Jahren für den Besatz mit Welsen eine Genehmigung durch die mittlere Verwaltungsbehörde (Landratsamt) erforderlich.



Fazit: aus rein hegerischen Erwägungen braucht man die Welse nicht mehr zu schonen, als sie bereits durch das gesetzliche Schonmaß von 70cm geschont sind.

Zu den einfach zu fangenden oder einem hohen Befischungsdruck unterliegenden Fischarten gehören sie außerdem nicht.



Allerdings ist auch die Wallerhysterie nicht ganz nachzuvollziehen (Schädlinge am übrigen Fischbestand; etv.).

Gerade als Allesfresser erfüllen sie eine wichtige gewässerhygienische Funktion.
Stratos

Beitrag von Stratos »

Ich denke das müsste man Gewässerspezifisch abwägen. Es gibt sicher Gewässer wo der Wels hineinpasst. Dort sollte er auch Schonmass und -zeiten bekommen!



Wiederum sind sicher Gewässer vorhanden, wo ein abfischen ratsam wäre.



Eine pauschales Schonen für alle Gewässer find ich praxisfremd. Bei allen Fischarten!
pius

Beitrag von pius »

schonmas von 50cm ist lächerlich!

das ereicht ein jungwels bei optimalen bedingungen im ersten jahr.

bei nicht optimalen bedingungen, kan das natürlich viel länger dauern.



ein schonmas von 100cm wäre pasender.



rolf wen waller fressmaschienen sind, weshalb werden sie dan in gewässern wie murtensee aare bieler...... nicht ständig gefangen?
fishcatcha85

Beitrag von fishcatcha85 »

schonmas von 50cm ist lächerlich!

das ereicht ein jungwels bei optimalen bedingungen im ersten jahr


bist du dir da sicher? hab bis jetzt überall gelesen 20cm liegt in der norm und 30 cm bei optimalen bedingungen...
Benutzeravatar
Rolf
Fischerforum Administrator
Beiträge: 3696
Registriert: Mi 30. Aug 2006, 12:34
Meine Gewässer: See und Fluss
Wohnort: Mittelland
Has thanked: 318 times
Been thanked: 274 times
Switzerland

Beitrag von Rolf »

pius hat geschrieben:rolf wen waller fressmaschienen sind, weshalb werden sie dan in gewässern wie murtensee aare bieler...... nicht ständig gefangen?




nun, wie ich geschrieben habe, kommt mein Posting vom hören/sagen und selber weiss ich es nicht besser :roll:



aber ......................



ich/wir sind Dankbar um jeden Input, der mit gewissen Vorurteilen aufräumt :up:
Gruss Rolf

Rettet die Würmer, fischt mit der Nymphe!
Andal

Beitrag von Andal »

Tatsache ist, dass jede Art eine negative Auswirkung auf den Lebensraum hat, wenn sie plötzlich überproportional auftritt.



Und gerade durch die klimatischen Veränderungen bedingt, kann man sehr deutlich erkennen, wie sich vielerorts Bestandsverschiebungen abzeichnen. Im Klartext heisst das, dass Waller, Barben und Rapfen durch die steigenden Jahresdurchschnittstemperaturen eindeutig bevorzugt sind und daher die Bestände steigen, wenn man ausschließlich die Fliessgewässer betrachtet.



Endgültig und verlässlich kann nur ein wissenschaftliches Monitoring Aufschluss geben, in wie weit man regulierend eingreifen muss. Aus meinem eigenen Empfinden heraus sage ich, dass man Welse grundsätzlich entnehmen sollte, wenn sie in ehedem welsfreien Gewässern plötzlich in zunehmender Stückzahl vorkommen. Anglerisch ausrotten kann man sie ohnehin nicht.
Profish

Beitrag von Profish »

Ich stimme dem Pius absolut bei. 100 cm hat ein Wels schnell erreicht. In Spanien und Italien legt ein Wels in Schnitt 5 kg pro Jahr zu. In unseren Breiten vermutlich etwa so wie in England, um die 1.5- 2.5 Kg, was ja immer noch eindrücklich ist.

Das sich die Welse bei uns immer mehr verbreiten, kann man auch nicht dem Wels in die Schuhe schieben, das liegt alleine in unserer Verantwortung. Früher waren unsere Fliessgewässer noch so kalt, dass sich der Siluri gar nicht gross vermehren konnte. Meiner Meinung nach sollten wir mit Respekt mit den neu aufkommenden Fischarten umgehen, der Wels und Co leben ja nicht aus plötzlicher Gier in Gebieten, wo vor 30 Jahren noch die Äsche oder die Barbe das Leittier war, sondern weil durch die Globale Erwärmung sich die Fischregionen mächtig geändert haben. Noch zwei kleine Infos: Der Wels kommt erst mit etwa 13 Grad Celcius in Schwung und ablaichen tut er sogar erst bei 18-19 Grad. Solange also die Flüsse und Seen nicht zu warm werden, muss sich niemand um eine gewaltige Welsinvasion fürchten.
Chrigel

Beitrag von Chrigel »

Stratos hat geschrieben:Ich denke das müsste man Gewässerspezifisch abwägen. Es gibt sicher Gewässer wo der Wels hineinpasst. Dort sollte er auch Schonmass und -zeiten bekommen!



Wiederum sind sicher Gewässer vorhanden, wo ein abfischen ratsam wäre.



Eine pauschales Schonen für alle Gewässer find ich praxisfremd. Bei allen Fischarten!
Voilà :wink:
Profish

Beitrag von Profish »

Recht hast du, aber es gibt Tatsachen denen man sich stellen muss.



Unsere Gewässer werden nun mal nicht mehr kälter und die Zeit der Schweiz als Forellen- und Äschenhochburg geht zu Ende(langfristig ist Sturrheit keine Lösung).
T-Rig

Beitrag von T-Rig »

Profish hat geschrieben:Recht hast du, aber es gibt Tatsachen denen man sich stellen muss.



Unsere Gewässer werden nun mal nicht mehr kälter und die Zeit der Schweiz als Forellen- und Äschenhochburg geht zu Ende(langfristig ist Sturheit keine Lösung).


Stimmt genau. 8)
Antworten

Zurück zu „Votings / Abstimmungen“