Saiblinge und eine verlorene Forelle im Bündnerland
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rehlig4ever
Saiblinge und eine verlorene Forelle im Bündnerland
hey zäme...
Hier ist mein Fangbericht zum Äschen-/Forellenfischen im Graubünden (siehe auch "Auf Äschen im Bündnerland").
Und eins muss schon gesagt sein: Zwar habe ich keine Äschen gefangen, aber da ich in diesem Kapitel schon die Einleitung geschrieben habe, muss ich euch auch noch sagen wies schlussendlich rausgekommen ist...
Grialetschsee
Als ich ankam, ging ich gerade zur Polizei und holte mir das Wochenpatent für die See-&Flussfischerei im Kanton Graubünden.
Am darauffolgenden Tag machte meine Familie und ich die erste Wanderung zu den Grialetschseen. Zuerst liefen wir etwa 2h bergauf. Dort kamen wir an den Furkasee...
Sofort packte ich meine Teleskoprute mit dem Buldo und einer schwarz-weissen Parachute-Fliege aus. Schon nach wenigen Würfen verschwand meine Fliege unter Wasser. Ich schlug an --- Nichts! So ging es mehrmals weiter... Schliesslich gab ich mich geschlagen. Die Mäuler der Saiblinge waren einfach zu klein um meine Fliege zu kriegen...
Ich ass noch kurz etwas und dann gings weiter zu den Grialetschseen. Schon nach 10Min erreichten wir diese. Auch dort packte ich sofort mein "Werkzeug" aus und began zu fischen. Buldo ist draussen, ich warte eine Minute und schon verschwindet meine Fliege im Maul eines Saiblings.
Ich fing viele Saiblinge mit einer Grösse um 20cm. Die Landschaft war prächtig und ich werde immer wieder kommen. Vielleicht fragt ihr euch nun, wieso ich an so kleinen Fischen Freude habe...
Die Fische werden gar nicht grösser als etwa 25cm sterben in dieser Grösse.
Jöriseen
An einem anderen Tag machte ich eine Wanderung zu den Jöriseen.
Dies sind etwa 20 Seen, welche in der Nähe des Flüäla-Wiishorn zu finden sind. Es ist fantastisch, alle haben sie eine andere Farbe, da sie mit Gletschermilch angereichert sind. Der Aufstieg zur Winterlücke war ein Geröllfeld und man musste wirklich aufpassen wo man hintrat. Wir entschieden uns, dann nicht aufs Wiishorn zu steigen, da es eine sehr schmale Passage gibt, welche nur für Könner empfehlenswert ist.
Also gings von der Winterlücke bergab und da sah man auch schon die Seen. Welch ein Anblick!!! Der Abstieg zog sich allerdings in die Länge, da man über ein grosses Geröllfld gehen muss. Endlich auf der Ebene angekommen, auf welcher die grössten drei Seen liegen, entschloss ich mich, am grössten der Seen zu angeln. Am See erstaunte mich dann aber seine wirkliche Grösse. Auf der Landkarte hatte alles so klein ausgehen!!!
Ich packte also mein "Geschirr" aus und begann zu angeln. Auch hier brauchte ich den Buldo, mit welchem ich sehr weit auswerfen konnte.
Ich brauchte nicht lange um zu begreifen, dass an der Oberfläche nichts ging. Ich versuchte es mit dem Twister --> Nichts. Schliesslich traf ich einen Fliegenfischer. Auch er habe keinen Erfolg mit der Fliege gehabt, nur mit dem Löffel konnte er eine Forelle überlisten. Also begann es auch bei mir zu rattern. Weit auswerfen, tief absinken --> perfekt für den Löffel. So begann auch ich mit dem Blinkern.
Schon nach einer guten halben Stunde hatte ich einen Biss auf den rot-schwarzen Toby. Dass der Toby für seine "Nicht-Gut-Im-Mund-Greifen-Künste" bekannt ist, musste auch ich feststellen, als ich die sicher 40cm-Forelle beim Ufer hatte. Es machte "rätäg" und weg war die schöne Forelle. Deprimiert versuchte ich es noch eine halbe Stunde weiter aber ich vermochte keinen Biss mehr zu verzeichnen. Wieder unten im Tal angekommen, erfuhr ich von einem Wirt in einer SAC-Hütte und ehemaligen Fischer, dass es nur noch wenige Fische im See hat und eine Forelle von 40cm einen Ausnahme sei.
Als ich dies hörte war ich natürlich noch entäuschter als vorher.
Der Wirt sagte auch, dass beim Unwetter im Jahr 04 viele Fische getötet habe und dass seither in vielen Bächen und Seen keine Fische mehr ausgesetzt wurden. Schade eigentlich, denn das Fischen in dieser Umgebung ist wirklich herrlich!
Schlappinsee
Dieser See liegt im malerischen Dörfchen Schlappin. Auch er wurde beim grossen Unwetter verwüstet, aber schliesslich wurde eine kleine Staumauer gebaut.
Auf Schlappin kommt man zu Fuss oder mit dem Auto, die Strasse ist allerdings bewilligungspflichtig. Ich wagte es, das steile Stück mit dem Velo in Angriff zu nehmen. Die Höhenmeter wären eigentlich kein Problem, aber sie sind auf einer kurzen Strecke verteilt. Anfangs auf der Autostrasse, später auf dem Wanderweg fuhr ich den Berg hinauf. Bald musste ich aber absteigen, da dass Gelände nicht velotauglich ist. Viel besser ist es also, wenn man zu Fuss nach Schlappin wandert. Dort angekommen trank ich in einer Beiz kurz etwas um nachher frisch gestärkt mit Angeln zu beginnen.
Sofort platzierte ich mich auf der Staumauer, denn da war das Wasser am tiefsten und dort standen die Fische. Allerdings bekam ich es gleich mit einem deftigen Rückenwind zu spüren, welcher sich zwar positiv auf meine Wurfweite, aber eher negativ auf mein Wohlbefinden auswirkte. Brrrr!!! Nach einer Viertelstunde bekam ich meinen ersten Biss auf einen Twister. Ich sah wie mein Twister abwärts taumelte und eine Forelle auf ihn zuschoss. Allerdings liess sie sofort wieder vom Köder los, als als sie den Haken an der Sache bemerkte. So ging es noch 2-3 mal. Zwar konnte ich keinen Fisch landen, aber eine wunderschöne Fischerei erleben!!!
Schlusswort:
Die Fischerei im Prättigau ist herrlich und ich durfte viele tolle Stunden erleben, aber ich denke um gezielt etwas zu fangen, braucht man gute Ortskenntnisse.
Lg & PetriHeil
P.S. : --> das mit den Bildern einfügen habe ich noch nicht so ganz verstanden, aber ich werde noch einige nachschicken.
Hier ist mein Fangbericht zum Äschen-/Forellenfischen im Graubünden (siehe auch "Auf Äschen im Bündnerland").
Und eins muss schon gesagt sein: Zwar habe ich keine Äschen gefangen, aber da ich in diesem Kapitel schon die Einleitung geschrieben habe, muss ich euch auch noch sagen wies schlussendlich rausgekommen ist...
Grialetschsee
Als ich ankam, ging ich gerade zur Polizei und holte mir das Wochenpatent für die See-&Flussfischerei im Kanton Graubünden.
Am darauffolgenden Tag machte meine Familie und ich die erste Wanderung zu den Grialetschseen. Zuerst liefen wir etwa 2h bergauf. Dort kamen wir an den Furkasee...
Sofort packte ich meine Teleskoprute mit dem Buldo und einer schwarz-weissen Parachute-Fliege aus. Schon nach wenigen Würfen verschwand meine Fliege unter Wasser. Ich schlug an --- Nichts! So ging es mehrmals weiter... Schliesslich gab ich mich geschlagen. Die Mäuler der Saiblinge waren einfach zu klein um meine Fliege zu kriegen...
Ich ass noch kurz etwas und dann gings weiter zu den Grialetschseen. Schon nach 10Min erreichten wir diese. Auch dort packte ich sofort mein "Werkzeug" aus und began zu fischen. Buldo ist draussen, ich warte eine Minute und schon verschwindet meine Fliege im Maul eines Saiblings.
Ich fing viele Saiblinge mit einer Grösse um 20cm. Die Landschaft war prächtig und ich werde immer wieder kommen. Vielleicht fragt ihr euch nun, wieso ich an so kleinen Fischen Freude habe...
Die Fische werden gar nicht grösser als etwa 25cm sterben in dieser Grösse.
Jöriseen
An einem anderen Tag machte ich eine Wanderung zu den Jöriseen.
Dies sind etwa 20 Seen, welche in der Nähe des Flüäla-Wiishorn zu finden sind. Es ist fantastisch, alle haben sie eine andere Farbe, da sie mit Gletschermilch angereichert sind. Der Aufstieg zur Winterlücke war ein Geröllfeld und man musste wirklich aufpassen wo man hintrat. Wir entschieden uns, dann nicht aufs Wiishorn zu steigen, da es eine sehr schmale Passage gibt, welche nur für Könner empfehlenswert ist.
Also gings von der Winterlücke bergab und da sah man auch schon die Seen. Welch ein Anblick!!! Der Abstieg zog sich allerdings in die Länge, da man über ein grosses Geröllfld gehen muss. Endlich auf der Ebene angekommen, auf welcher die grössten drei Seen liegen, entschloss ich mich, am grössten der Seen zu angeln. Am See erstaunte mich dann aber seine wirkliche Grösse. Auf der Landkarte hatte alles so klein ausgehen!!!
Ich packte also mein "Geschirr" aus und begann zu angeln. Auch hier brauchte ich den Buldo, mit welchem ich sehr weit auswerfen konnte.
Ich brauchte nicht lange um zu begreifen, dass an der Oberfläche nichts ging. Ich versuchte es mit dem Twister --> Nichts. Schliesslich traf ich einen Fliegenfischer. Auch er habe keinen Erfolg mit der Fliege gehabt, nur mit dem Löffel konnte er eine Forelle überlisten. Also begann es auch bei mir zu rattern. Weit auswerfen, tief absinken --> perfekt für den Löffel. So begann auch ich mit dem Blinkern.
Schon nach einer guten halben Stunde hatte ich einen Biss auf den rot-schwarzen Toby. Dass der Toby für seine "Nicht-Gut-Im-Mund-Greifen-Künste" bekannt ist, musste auch ich feststellen, als ich die sicher 40cm-Forelle beim Ufer hatte. Es machte "rätäg" und weg war die schöne Forelle. Deprimiert versuchte ich es noch eine halbe Stunde weiter aber ich vermochte keinen Biss mehr zu verzeichnen. Wieder unten im Tal angekommen, erfuhr ich von einem Wirt in einer SAC-Hütte und ehemaligen Fischer, dass es nur noch wenige Fische im See hat und eine Forelle von 40cm einen Ausnahme sei.
Als ich dies hörte war ich natürlich noch entäuschter als vorher.
Der Wirt sagte auch, dass beim Unwetter im Jahr 04 viele Fische getötet habe und dass seither in vielen Bächen und Seen keine Fische mehr ausgesetzt wurden. Schade eigentlich, denn das Fischen in dieser Umgebung ist wirklich herrlich!
Schlappinsee
Dieser See liegt im malerischen Dörfchen Schlappin. Auch er wurde beim grossen Unwetter verwüstet, aber schliesslich wurde eine kleine Staumauer gebaut.
Auf Schlappin kommt man zu Fuss oder mit dem Auto, die Strasse ist allerdings bewilligungspflichtig. Ich wagte es, das steile Stück mit dem Velo in Angriff zu nehmen. Die Höhenmeter wären eigentlich kein Problem, aber sie sind auf einer kurzen Strecke verteilt. Anfangs auf der Autostrasse, später auf dem Wanderweg fuhr ich den Berg hinauf. Bald musste ich aber absteigen, da dass Gelände nicht velotauglich ist. Viel besser ist es also, wenn man zu Fuss nach Schlappin wandert. Dort angekommen trank ich in einer Beiz kurz etwas um nachher frisch gestärkt mit Angeln zu beginnen.
Sofort platzierte ich mich auf der Staumauer, denn da war das Wasser am tiefsten und dort standen die Fische. Allerdings bekam ich es gleich mit einem deftigen Rückenwind zu spüren, welcher sich zwar positiv auf meine Wurfweite, aber eher negativ auf mein Wohlbefinden auswirkte. Brrrr!!! Nach einer Viertelstunde bekam ich meinen ersten Biss auf einen Twister. Ich sah wie mein Twister abwärts taumelte und eine Forelle auf ihn zuschoss. Allerdings liess sie sofort wieder vom Köder los, als als sie den Haken an der Sache bemerkte. So ging es noch 2-3 mal. Zwar konnte ich keinen Fisch landen, aber eine wunderschöne Fischerei erleben!!!
Schlusswort:
Die Fischerei im Prättigau ist herrlich und ich durfte viele tolle Stunden erleben, aber ich denke um gezielt etwas zu fangen, braucht man gute Ortskenntnisse.
Lg & PetriHeil
P.S. : --> das mit den Bildern einfügen habe ich noch nicht so ganz verstanden, aber ich werde noch einige nachschicken.
- Lutra
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Hallo rehlig4ever
Danke für den schönen Bericht, da bekomme ich gleich wieder Lust auf die Berge
Im Tessin habe ich mit den Saiblingen die gleichen Erfahrungen gemacht, dort sind zum Teil Fische mit 20cm schon sehr gross
Einige Bergseen >2000müM. bilden nur kleinwüchsige Formen aus, es gibt sehrwarscheinlich nur sehr wenig Narung in diesen Gewässern.
Mir geht es wie Dir, auch wenn der grosse Fang ausbleibt, ich geniesse jede Minute in den Bergen und insbesondere am den Bergseen.
Gruss
Flavio
Danke für den schönen Bericht, da bekomme ich gleich wieder Lust auf die Berge
Im Tessin habe ich mit den Saiblingen die gleichen Erfahrungen gemacht, dort sind zum Teil Fische mit 20cm schon sehr gross
Einige Bergseen >2000müM. bilden nur kleinwüchsige Formen aus, es gibt sehrwarscheinlich nur sehr wenig Narung in diesen Gewässern.
Mir geht es wie Dir, auch wenn der grosse Fang ausbleibt, ich geniesse jede Minute in den Bergen und insbesondere am den Bergseen.
Gruss
Flavio
Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile
Alles ist ewig, nur die Formen ändern sich
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- Rolf
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- Meine Gewässer: See und Fluss
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Hallo rehlig4ever,
vielen Dank für diesen überaus interessanten Bericht, hal eine Menge Freude gemacht ihn zu lesen
wenn wir dir helfen können, einfach im Support-Forum nachfragen, machen wir gerne
vielen Dank für diesen überaus interessanten Bericht, hal eine Menge Freude gemacht ihn zu lesen
rehlig4ever hat geschrieben:P.S. : --> das mit den Bildern einfügen habe ich noch nicht so ganz verstanden, aber ich werde noch einige nachschicken.
wenn wir dir helfen können, einfach im Support-Forum nachfragen, machen wir gerne
Gruss Rolf
Rettet die Würmer, fischt mit der Nymphe!
Rettet die Würmer, fischt mit der Nymphe!
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Shad
- Uwe
- Fischerforum Ehrenmitglied
- Beiträge: 1420
- Registriert: Mi 13. Sep 2006, 19:10
- Meine Gewässer: Neuenburgersee /Bielersee - eigentlich überall
- Wohnort: Erlach
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- Kontaktdaten:

Hallo rehlig4ever,
merci für den schönen Bericht. Jetzt weiss ich dass es die Seen überhaupt gibt. Waren mir bis jetzt noch nicht bekannt
Bin ja mal auf die Bilder gespannt.
merci für den schönen Bericht. Jetzt weiss ich dass es die Seen überhaupt gibt. Waren mir bis jetzt noch nicht bekannt
Gruss Uwe
Eine Seeforelle zu fangen ist wie ein wunderschöner Sonnenuntergang. Man kann es nicht beschreiben, man muss es erlebt haben.
Eine Seeforelle zu fangen ist wie ein wunderschöner Sonnenuntergang. Man kann es nicht beschreiben, man muss es erlebt haben.
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rehlig4ever
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Erzgebirgler
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loele
Danke für den schönen Bericht + Bilder!!!
Die werde ich gleich mal meiner Frau zeigen.
Wetten, dass sie nach 10 Jahren wiedermal mit zum "Fischen" mitkommt!
Warum?
Eines unserer grossen Hobbies zusammen(!) sind die Berge!
Natürlich erfährt sie erst später (auf halber Höhe), dass es da zufälligerweise auch so ein - zwei Bergseen zum Fischen gibt.
Den Rest könnt ihr euch ja denken!
Danke nochmals und Petri!
Die werde ich gleich mal meiner Frau zeigen.
Wetten, dass sie nach 10 Jahren wiedermal mit zum "Fischen" mitkommt!
Warum?
Eines unserer grossen Hobbies zusammen(!) sind die Berge!
Natürlich erfährt sie erst später (auf halber Höhe), dass es da zufälligerweise auch so ein - zwei Bergseen zum Fischen gibt.
Den Rest könnt ihr euch ja denken!
Danke nochmals und Petri!










