Was passiert mit den Bergseen?
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gonefishing
Was passiert mit den Bergseen?
Ich muss gestehen, bis vor kurzem war ich auch ein grosser Fan von den Bergseen im Berner Oberland. Grossartige Kulisse und feine Saiblinge fast garantiert. Doch bisher war ich immer nur im Herbst, und es hat noch gewissen Einsatz gefordert Fische zu fangen. Der heisse April dieses Jahr hat mich bewogen Ausflüge zu Oeschinen- und Engstlensee zu machen, und bei beiden wurde wohl kurz vorher besetzt.
Das ging doch ein bischen einfach, naja, ich muss ja nicht hingehen. Aber ich mache mir trotzdem Gedanken. Diese Bergseen waren mal fast geschlossene Ökosysteme mit autochtonen Beständen an Schwarzreutern (kleinwüchsige Seesaiblinge) und einigen Kleinfischarten. Diese Ökosysteme sind wohl unwiderbringlich zerstört, und ziemlich sicher nur für die Angelfischerei. Es wird viel diskutiert über die Zerstörung von Ökosystemen und das Verschwinden lokaler Arten, aktuellstes Beispiel die Doubs-Forelle. Wahrscheinlich hatte jeder unserer Bergseen bis vor wenigen Jahrzehnten eine einzigartige Saiblingsform beheimatet.
Heute werden die Bergseen in einer Form bewirtschaftet wie man es keinem Baggersee zumuten würde.
Ist das noch zeitgemäss oder sollte sich hier die Fischer ganz schnell bei der eigenen Nase packen und versuchen zu retten was noch zu retten ist?
Gruss, Mattu
Das ging doch ein bischen einfach, naja, ich muss ja nicht hingehen. Aber ich mache mir trotzdem Gedanken. Diese Bergseen waren mal fast geschlossene Ökosysteme mit autochtonen Beständen an Schwarzreutern (kleinwüchsige Seesaiblinge) und einigen Kleinfischarten. Diese Ökosysteme sind wohl unwiderbringlich zerstört, und ziemlich sicher nur für die Angelfischerei. Es wird viel diskutiert über die Zerstörung von Ökosystemen und das Verschwinden lokaler Arten, aktuellstes Beispiel die Doubs-Forelle. Wahrscheinlich hatte jeder unserer Bergseen bis vor wenigen Jahrzehnten eine einzigartige Saiblingsform beheimatet.
Heute werden die Bergseen in einer Form bewirtschaftet wie man es keinem Baggersee zumuten würde.
Ist das noch zeitgemäss oder sollte sich hier die Fischer ganz schnell bei der eigenen Nase packen und versuchen zu retten was noch zu retten ist?
Gruss, Mattu
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gonefishing
Vielleicht noch zur Präzisierung, mir geht es hier um die Haltung von uns Angelfischern zu einzelnen Fischarten bzw. -formen, und den Ökosystemen als Lebensgrundlage für diese.
Gross ist das Geschrei wenn grosswüchsige lokale Formen wie die Doubs- oder die Marmorata-Forelle verschwinden, und Wasserkraftwerke werden verteufelt. Aber wenn eine kleinwüchsige Saiblingsart aus einem Bergsee verschwindet, die dort über tausende Jahre gelebt hat, und stattdessen grosse Namaycush und Regenbögler gefangen werden können, dann ist das was anderes... ???
Gross ist das Geschrei wenn grosswüchsige lokale Formen wie die Doubs- oder die Marmorata-Forelle verschwinden, und Wasserkraftwerke werden verteufelt. Aber wenn eine kleinwüchsige Saiblingsart aus einem Bergsee verschwindet, die dort über tausende Jahre gelebt hat, und stattdessen grosse Namaycush und Regenbögler gefangen werden können, dann ist das was anderes... ???
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gonefishing
Und nochmal ein Nachtrag... Ich will hier keinem an den Karren fahren der an einen Bergsee zum fischen geht, oder hier einen Fang veröffentlicht. Ich gehe selber gerne an einen Bergsee und habe hier auch einen Fangbericht veröffentlicht.
Jeder hier geht gerne fischen und freut sich über jeden Fang.
Ökologische Zusammenhänge und Auswirkungen sind schwer nachvollziehbar und verständlich, und jeder geht natürlich lieber dort fischen wo die Fangaussichten gut sind, und wenn dann das Ambiente noch stimmt.
Mir sind die Überlegungen auch erst durch das Forum hier gekommen. Ich denke man muss sehr vorsichtig mit Kritik sein, wenn man auf der selben Ebene angreifbar ist, und sehr subjektiv urteilt.
Von daher ist dies kein Angriff auf 'Bergseefischer', sondern eine Anregung unser Handeln objektiver von aussen, und auch von ökologischer Seite zu sehen.
Jeder hier geht gerne fischen und freut sich über jeden Fang.
Ökologische Zusammenhänge und Auswirkungen sind schwer nachvollziehbar und verständlich, und jeder geht natürlich lieber dort fischen wo die Fangaussichten gut sind, und wenn dann das Ambiente noch stimmt.
Mir sind die Überlegungen auch erst durch das Forum hier gekommen. Ich denke man muss sehr vorsichtig mit Kritik sein, wenn man auf der selben Ebene angreifbar ist, und sehr subjektiv urteilt.
Von daher ist dies kein Angriff auf 'Bergseefischer', sondern eine Anregung unser Handeln objektiver von aussen, und auch von ökologischer Seite zu sehen.
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bienne0
Hey goenfishing. Guter Gedanke den du dir da machst und ich kann mich deiner Betrachtungsweise anschliessen. Mit deiner hinterfragenden Meinung und Äusserung wirst du sicherlich auch Kritik ernten, ich glaube aber nur von jenen welche wirklich nur darauf aus sind zu fangen. Jene welche umbedingt 'nen Fisch mitnehmen müssen da es sonst für Sie kein guter Fischertag war. Es gibt eben Leute die fangen müssen auch wenn dies heisst, das dem Wasser nicht heimische Arten von Fischen zugesetzt werden.
Aber es sind ja nicht alle so, Gott sei Dank.
Merci für deine Gedankengänge welche uns selbst immer wieder zum nachdenken über uns selbst aufrufen.
Gruss Earl-Dean
Aber es sind ja nicht alle so, Gott sei Dank.
Merci für deine Gedankengänge welche uns selbst immer wieder zum nachdenken über uns selbst aufrufen.
Gruss Earl-Dean
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Schweizer Angler
sali gonefishing
zuerst muss man mal präzisieren was man unter bergsee versteht (aus schweizer sicht).
engstlen, oeschinensee etc. sind hochgebirgs-bergseen, thuner und brienzeresee gelten nämlilch ökologisch auch als bergseen, aber sind solche unter 800 m über meer.
saiblinge (genauer seesaiblinge, salvelinus alpinus) gab es in unseren hochgebirgsbergseen höchsten vor der zeit des menschen, vor der letzten eiszeit, dann war die gegen des thuner und brienzersee wesentlich grösser und die freie fischwanderung war fast überall möglich.
hochgebirgsseen im kanton bern, und auch in fast allen anderen kantonen ausser ein paar ganz wenigen in graubünden, hatten nie einen natürlichen fischbestand, und die ganz wenigen ausnahmen höchstens bachforellen.
die topographie der hochgebirgs-bergseen mit den vielen schluchten und wasserfällen verunmöglicht eine fischwanderung aufwärts, zudem ist die bachforelle weniger ein bergseefisch, und wenn natürlichereise dorthing gelant meist nur auf dem durchzug weiter in oberen zuflüsse des sees. bergseen mit ihren mehr als harten lebensumständen bieten der bachforelle wenig nahrung und das meist kalte wasser behagt dem saibling viel mehr, dieser kann auch das natürliche futterangebot viel breiter verwerten, z.B. zooplankton, was eine bf wieder weniger kann.
die berner bergseen beherbergten, vermutlich nur mit ausnahme des räterichsboden- und mattenalpsees, ninie fische, und schon gar nicht saiblinge.
Um 1886 erfolgte der erste besatz mit fischen (kanadischer saibling, namaycush)) in einem bergsee, und zwar mit saiblingen aus den usa, in derseleben zeit erfolgten ebensolche besätze in deutschland und österreich, und zwar vorwiegend saiblinge wie der namaycush und bachsaibling.n später kahm auch die regenbogenforelle, diese jedoch für die komerzielle speisefischzucht. und noch später ist dann der seesaibling und auch vereinzelt die bachforelle hinzugekommen.
die meisten unserer bergseen sind heute kpnstlich angelegt oder topographisch massiv durch menschenhand verändert, auch der engstlen, arnen und öschinsee sind in hand von kraftwerksbetreibern und sind speicher und pumpseen. dine fischwanderung ist hier nicht möglich, desshalb ist auch der besatz mit rbf erlaubt.
desweiteren ist der schwarzreuter bei uns unbekannt und gilt als saiblingart die vorwiegend in bayern und österreich beheimatet ist und war, und dort in bergseeseen die ökologisch mit unserem thuner und brienzersee vergleichbar sind, also keine hochgebirgsseen (bei uns eben alle ab 800 m über meer).
richtig ist und selbst von fichereibiologen und verwaltungen erkannt ist dass der besatz unserrer hochgebirgseen nicht nur freude bereitet und das ökosystem nachhalting beeinflusst. insbesondere jenes der amphibien, denn gerade saiblingsarten amerikanischer herkunft sind grosse räuber und können hier massiv schaden, resp. veränderungen anrichten.
gleichzeitig kann man aber sagen und fragen, wenn diese seen ja grösstenteils als speicher und pumpseen eh künstlicher art sind, spielt das eine untergeordnete rolle, den es sit ja alles dort von menschenhand verändert worden. logischweise sieht das ein freund der amphibien und ein fischer die hier öfter aufeinanderprallen nicht gleich.
dann kommt mit dem menschen zugleich der wirtschaftlkiche aspekt, solche bergseen sind touristenziele nummer 1, und ein fischer richtet genausoviel "schaden" an der hochalpinen umwelt an wie ein wanderer der mit dem pw anfährt und womöglich noch die umwelt mit blumenpflücken und abfall (pet-flaschen etc.) belastet (aber auch fischer sind dort oben oft grosse abfallsünder, man zähle mal die zig leeren wurmdosen um die ufer und hiner den gebüschen am öschinensee). die talbevölkerung profitiert also wirtschaftlich (nicht ökologisch) vom fischer der an solche seen kommt (bootsverleih, restaurants). auch ich bin übrignes einer der von solchem alpinen tourismus profitiert, aber diesen zumindest auch selbstkritisch betrachtet und zuweilen oder immer mehr auf den öffentlichen verkehr statt den pw setzt.
für fischer die nicht immer freund solcher "forellenpuffs" sind und auf natürliche gewässer und einen natürlichen besatz setzen, hat das ganze aber auch einen positiven effekt. all die fischer die immer noch einen vollen korb wünschen, ziehen vermehr von den flüssen weg an solche bergseen. der fischereidruck hat im tiefland also abgenommen, ja allgemein ist die seenfischerei im aufwind, alle anderen angelarten (inkl. fliegenfischen) stagnieren oder sind rückläufig. viele fischereiverwaltungen sehen den "abzug" der "fleischfischer" an die bergseen gar nicht so ungerne, denn dies bringt geld in die patentkasse und "schont" die gewässer des tieflandes, welche oft ja noch sinnlos mit vioelen fischen besetzt werden die nie ein fangmindestmass erreichen, dies kostet millionen mit fragwürdigem resultat.
du siehst und hast es richtig erkannt, fischen an bergseen hat durchaus zwei oder gar mehr gesichter.
für meine person finde ich den besatz mit seen wie engstlen- , arnen und öschinensee in ordnung, und hier kannst du nichts mehr rückgängig machen ohne auch die kraftwerksbetreiber in die pflicht zu nehmen (nämlich die speicherseen aufgeben und zurückbauen, sich selbst zu überlassen und als naturschutzgebitzet von jeglicher einflussnahme, auch durch fischer auszuschliessen).
dass wir fischer selbst hier nicht konsequent denken ist bekannt, denn entsteht ein neuer speichersee eines kraftwerksbetreibers und der see ist für fischbesatz geeignet, vergehen keine jahre bis fische drin schwimmen.
auch der derzeitige trend speicherseen als wasserreservoir für schneekanonen zu bauen, unterliegt dem. oft kommen sofort fischer welche den see als fisch-bergsee nutzen möchten und sich plötzlich al wahre freunde der kraftwerke entpuppen, wogegen sie am abend vorher am stammtisch noch gewettert haben. die überlegung der konsequenzen des anlegens solcher seen, mit all dem tourismus, der belastung durch chemie durch zusätze die in den schnee eingebracht werden, die verschwendung von wasser das zumal oft illegal aus den talbächen gepumpt und entnommen wird, also das restwasser noch mehr zurückgehen lässt.
viele fischer, besonders ältere generationen denken beileibe nicht vernetzt und erkenne oft die ökologischen zusammenhänge wenig oder gar nicht sondern sehen zuerst das fangziel (ertrag nennen wir schweizer dies), desshalb oft die zwiespältigkeit ihrer vorhaben und ihres handelns.
zugleich ist dies aber ein gesellschaftliches problem, welches durch alle schichten geht und sich nur langsam, auch durch die laufende diskussion betreffend umwelt und klimaänderung, erst in jahrzehnten, wenn überhaupt, ändern wird.
Gruss
schweizer angler
zuerst muss man mal präzisieren was man unter bergsee versteht (aus schweizer sicht).
engstlen, oeschinensee etc. sind hochgebirgs-bergseen, thuner und brienzeresee gelten nämlilch ökologisch auch als bergseen, aber sind solche unter 800 m über meer.
saiblinge (genauer seesaiblinge, salvelinus alpinus) gab es in unseren hochgebirgsbergseen höchsten vor der zeit des menschen, vor der letzten eiszeit, dann war die gegen des thuner und brienzersee wesentlich grösser und die freie fischwanderung war fast überall möglich.
hochgebirgsseen im kanton bern, und auch in fast allen anderen kantonen ausser ein paar ganz wenigen in graubünden, hatten nie einen natürlichen fischbestand, und die ganz wenigen ausnahmen höchstens bachforellen.
die topographie der hochgebirgs-bergseen mit den vielen schluchten und wasserfällen verunmöglicht eine fischwanderung aufwärts, zudem ist die bachforelle weniger ein bergseefisch, und wenn natürlichereise dorthing gelant meist nur auf dem durchzug weiter in oberen zuflüsse des sees. bergseen mit ihren mehr als harten lebensumständen bieten der bachforelle wenig nahrung und das meist kalte wasser behagt dem saibling viel mehr, dieser kann auch das natürliche futterangebot viel breiter verwerten, z.B. zooplankton, was eine bf wieder weniger kann.
die berner bergseen beherbergten, vermutlich nur mit ausnahme des räterichsboden- und mattenalpsees, ninie fische, und schon gar nicht saiblinge.
Um 1886 erfolgte der erste besatz mit fischen (kanadischer saibling, namaycush)) in einem bergsee, und zwar mit saiblingen aus den usa, in derseleben zeit erfolgten ebensolche besätze in deutschland und österreich, und zwar vorwiegend saiblinge wie der namaycush und bachsaibling.n später kahm auch die regenbogenforelle, diese jedoch für die komerzielle speisefischzucht. und noch später ist dann der seesaibling und auch vereinzelt die bachforelle hinzugekommen.
die meisten unserer bergseen sind heute kpnstlich angelegt oder topographisch massiv durch menschenhand verändert, auch der engstlen, arnen und öschinsee sind in hand von kraftwerksbetreibern und sind speicher und pumpseen. dine fischwanderung ist hier nicht möglich, desshalb ist auch der besatz mit rbf erlaubt.
desweiteren ist der schwarzreuter bei uns unbekannt und gilt als saiblingart die vorwiegend in bayern und österreich beheimatet ist und war, und dort in bergseeseen die ökologisch mit unserem thuner und brienzersee vergleichbar sind, also keine hochgebirgsseen (bei uns eben alle ab 800 m über meer).
richtig ist und selbst von fichereibiologen und verwaltungen erkannt ist dass der besatz unserrer hochgebirgseen nicht nur freude bereitet und das ökosystem nachhalting beeinflusst. insbesondere jenes der amphibien, denn gerade saiblingsarten amerikanischer herkunft sind grosse räuber und können hier massiv schaden, resp. veränderungen anrichten.
gleichzeitig kann man aber sagen und fragen, wenn diese seen ja grösstenteils als speicher und pumpseen eh künstlicher art sind, spielt das eine untergeordnete rolle, den es sit ja alles dort von menschenhand verändert worden. logischweise sieht das ein freund der amphibien und ein fischer die hier öfter aufeinanderprallen nicht gleich.
dann kommt mit dem menschen zugleich der wirtschaftlkiche aspekt, solche bergseen sind touristenziele nummer 1, und ein fischer richtet genausoviel "schaden" an der hochalpinen umwelt an wie ein wanderer der mit dem pw anfährt und womöglich noch die umwelt mit blumenpflücken und abfall (pet-flaschen etc.) belastet (aber auch fischer sind dort oben oft grosse abfallsünder, man zähle mal die zig leeren wurmdosen um die ufer und hiner den gebüschen am öschinensee). die talbevölkerung profitiert also wirtschaftlich (nicht ökologisch) vom fischer der an solche seen kommt (bootsverleih, restaurants). auch ich bin übrignes einer der von solchem alpinen tourismus profitiert, aber diesen zumindest auch selbstkritisch betrachtet und zuweilen oder immer mehr auf den öffentlichen verkehr statt den pw setzt.
für fischer die nicht immer freund solcher "forellenpuffs" sind und auf natürliche gewässer und einen natürlichen besatz setzen, hat das ganze aber auch einen positiven effekt. all die fischer die immer noch einen vollen korb wünschen, ziehen vermehr von den flüssen weg an solche bergseen. der fischereidruck hat im tiefland also abgenommen, ja allgemein ist die seenfischerei im aufwind, alle anderen angelarten (inkl. fliegenfischen) stagnieren oder sind rückläufig. viele fischereiverwaltungen sehen den "abzug" der "fleischfischer" an die bergseen gar nicht so ungerne, denn dies bringt geld in die patentkasse und "schont" die gewässer des tieflandes, welche oft ja noch sinnlos mit vioelen fischen besetzt werden die nie ein fangmindestmass erreichen, dies kostet millionen mit fragwürdigem resultat.
du siehst und hast es richtig erkannt, fischen an bergseen hat durchaus zwei oder gar mehr gesichter.
für meine person finde ich den besatz mit seen wie engstlen- , arnen und öschinensee in ordnung, und hier kannst du nichts mehr rückgängig machen ohne auch die kraftwerksbetreiber in die pflicht zu nehmen (nämlich die speicherseen aufgeben und zurückbauen, sich selbst zu überlassen und als naturschutzgebitzet von jeglicher einflussnahme, auch durch fischer auszuschliessen).
dass wir fischer selbst hier nicht konsequent denken ist bekannt, denn entsteht ein neuer speichersee eines kraftwerksbetreibers und der see ist für fischbesatz geeignet, vergehen keine jahre bis fische drin schwimmen.
auch der derzeitige trend speicherseen als wasserreservoir für schneekanonen zu bauen, unterliegt dem. oft kommen sofort fischer welche den see als fisch-bergsee nutzen möchten und sich plötzlich al wahre freunde der kraftwerke entpuppen, wogegen sie am abend vorher am stammtisch noch gewettert haben. die überlegung der konsequenzen des anlegens solcher seen, mit all dem tourismus, der belastung durch chemie durch zusätze die in den schnee eingebracht werden, die verschwendung von wasser das zumal oft illegal aus den talbächen gepumpt und entnommen wird, also das restwasser noch mehr zurückgehen lässt.
viele fischer, besonders ältere generationen denken beileibe nicht vernetzt und erkenne oft die ökologischen zusammenhänge wenig oder gar nicht sondern sehen zuerst das fangziel (ertrag nennen wir schweizer dies), desshalb oft die zwiespältigkeit ihrer vorhaben und ihres handelns.
zugleich ist dies aber ein gesellschaftliches problem, welches durch alle schichten geht und sich nur langsam, auch durch die laufende diskussion betreffend umwelt und klimaänderung, erst in jahrzehnten, wenn überhaupt, ändern wird.
Gruss
schweizer angler
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gonefishing
Danke für die Ausführungen, Schweizer Angler. Es war mir nicht bewusst, dass es ursprünglich in den Berg- bzw. Hochgebirgsseen gar keine Fische gab. Ich komme ursprünglich aus dem bayrischen Raum, und dort gab es irgendwie fast in jeden noch so abgeschlossenen Bergsee natürliche Fischpopulationen. Und gerade durch die Abgeschlossenheit haben sich häufig genetisch einzigartige Formen entwickelt.
Aber wie du schon geschrieben hast, es geht nicht um Fische, sondern um ganze Ökosysteme. Und es ist sehr inkonsequent unter dem Deckmantel der Ökologie andere zu kritisieren die ein Gewässer und damit ein Ökosystem für ihre Zwecke (Stromproduktion) verändern, und an anderem Ort genauso zu handeln.
Das mit der Beeinträchtigung durch Kraftwerksbetriebe (Speicherseen) ist bei einigen Seen richtig, aber trotzdem handelt es sich häufig um natürliche Gewässer. So ist z.B. der Oeschinensee soviel ich weiss durch einen Bergsturz und nicht durch Menschenhand entstanden. Daneben gibt es aber denke ich auch Seen die weniger durch Dritte beeinträchtigt sind, z.B. die Stockenenseen.
Auch die positiven Aspekte und den Druck des Tourismus verstehe ich, und profitiere hier an den Fliessgewässern des Mittellandes davon. Ich werde sogar in wenigen Wochen mit meinem Göttibueb den Oeschi besuchen, und bin von daher froh dass es Gewässer mit hohen Fangchancen gibt.
An vielen dieser Seen sind die Veränderungen auch irreversibel, und es würde nicht viel bringen mit dem Besatz aufzuhören. Aber es gibt hoffentlich auch noch einige unbeeinträchtigte Hochgebirgsseen, und man muss sich gut überlegen wie man bei heutigen Wissensstand mit diesen umgeht. Nur weil ein Gewässer 'geschlossen' ist, also keine Möglichkeit für Zu- und Abwanderung besteht, darf dies kein Freibrief für Fischbesatz sein. Denn auch oder gerade geschlossene Gewässersysteme können ökologisch sehr wertvoll sein, und bei dem was wir als Fischer tun müssen wir weit über unsere 'Nutzfische' hinausschauen. Denn sonst dürfen wir andere für ihre Gewässerveränderungen nicht kritisieren, bzw. diese werden sich darauf berufen dass 'die Fischer' es andernorts ja auch nicht anders machen.
Gruss, Mattu
Aber wie du schon geschrieben hast, es geht nicht um Fische, sondern um ganze Ökosysteme. Und es ist sehr inkonsequent unter dem Deckmantel der Ökologie andere zu kritisieren die ein Gewässer und damit ein Ökosystem für ihre Zwecke (Stromproduktion) verändern, und an anderem Ort genauso zu handeln.
Das mit der Beeinträchtigung durch Kraftwerksbetriebe (Speicherseen) ist bei einigen Seen richtig, aber trotzdem handelt es sich häufig um natürliche Gewässer. So ist z.B. der Oeschinensee soviel ich weiss durch einen Bergsturz und nicht durch Menschenhand entstanden. Daneben gibt es aber denke ich auch Seen die weniger durch Dritte beeinträchtigt sind, z.B. die Stockenenseen.
Auch die positiven Aspekte und den Druck des Tourismus verstehe ich, und profitiere hier an den Fliessgewässern des Mittellandes davon. Ich werde sogar in wenigen Wochen mit meinem Göttibueb den Oeschi besuchen, und bin von daher froh dass es Gewässer mit hohen Fangchancen gibt.
An vielen dieser Seen sind die Veränderungen auch irreversibel, und es würde nicht viel bringen mit dem Besatz aufzuhören. Aber es gibt hoffentlich auch noch einige unbeeinträchtigte Hochgebirgsseen, und man muss sich gut überlegen wie man bei heutigen Wissensstand mit diesen umgeht. Nur weil ein Gewässer 'geschlossen' ist, also keine Möglichkeit für Zu- und Abwanderung besteht, darf dies kein Freibrief für Fischbesatz sein. Denn auch oder gerade geschlossene Gewässersysteme können ökologisch sehr wertvoll sein, und bei dem was wir als Fischer tun müssen wir weit über unsere 'Nutzfische' hinausschauen. Denn sonst dürfen wir andere für ihre Gewässerveränderungen nicht kritisieren, bzw. diese werden sich darauf berufen dass 'die Fischer' es andernorts ja auch nicht anders machen.
Gruss, Mattu
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Schweizer Angler
ist richtg mit dem öschisee, viele der bergseen (BE) sind natürlichen ursprungs, auch der gelmersee z.b.
nur hatten sie nie die fläche und tiefe wie jetzt, denn sie sind ja aufgestaut und desshalb auch grösser geworden als ursprünglich. sieht man immer wieder an historischem kartenmaterial (heisst von ca. 1870).
die stockenseen sind übrigens auch im besitz von kraftwerken (skw/bkw) und es wird gepumpt, nur nicht so extrem wie in den grimselseen.
historische karten gibts hier online zur ansicht;
http://www.zumbo.ch/maps/beo/index.html
beste grüsse
schweizer angler
nur hatten sie nie die fläche und tiefe wie jetzt, denn sie sind ja aufgestaut und desshalb auch grösser geworden als ursprünglich. sieht man immer wieder an historischem kartenmaterial (heisst von ca. 1870).
die stockenseen sind übrigens auch im besitz von kraftwerken (skw/bkw) und es wird gepumpt, nur nicht so extrem wie in den grimselseen.
historische karten gibts hier online zur ansicht;
http://www.zumbo.ch/maps/beo/index.html
beste grüsse
schweizer angler
- Noggi
- Beiträge: 268
- Registriert: Mi 25. Okt 2006, 11:30
Ich habe es lezte Woche selbst erfahren, und es hat mir gereicht.
Ich war im Urnerland fischen, und wir haben einen Bergsee namens Bergsee (http://www.fischerei-uri.ch/i4Def.aspx? ... &tabid=230 , Region "Urner Oberland" anklicken und dann auf "Bergsee").
Die kleinwüchsigen Bachsablinge die wir gefangen haben waren in ihrer schönheit einzigartig, Kapitale Exemplare waren um die 20cm gross! Es war wunderschön sie mit der Trockenfliege zu fangen.
Jetzt die Frage, was soll da für einen Buldofischer oder Spinnfischer einzigartig sein, jedesmal ein so kleines "Mistfiech" am Hacken zu haben? Der Richtige Fischer will doch grosse FIsche, die etwas hergeben und die Bratpfannen zuhause füllen?!
Wir fischten gemütlich weiter, jeder Wurf ein Biss...! Plötzlich entdechte ich ein wirklich schönen Fisch im Wasser (30cm), angeworfen und er nahm die Trockenfliege...Nach kurzem, nicht sehr intensiven Drill sah ich das Ergebnis:
Eine Ausgesezte Regenbogenvorelle, dünn wie ein Gartenschlauch und der Kopf überdimensional gross, die Schwanzflosse geformt wie ein Teelöffel und verstümmelte oder verfressene Brust- und Bauchflossen.
Wer sich über solche Fische noch freuen kann, kann ich nicht verstehen. Ich finde es schade solche wunderschönen Bergseen mit solchen Fischruinen zu besetzten! Für die Fische ist es nicht schön und für die Fischer ebenfalls nicht! Die Fische werden in der Zucht auf viel zu engem raum gehalten und fressen sich daher die FLossen ab, ich habe in dänemark auch schon erlebt wie sich solchen Regenbögler von Hand fangen lassen, oder dauernd im Kreis schwimmen
, wirklich traurig, und appetitlich ist es auch nicht.
Ich finde an diesen Themen müssen wir Fischer arbeiten, so dass es wieder ist wie vor 50 Jahren(oder mehr). Leider habe ich diese Zeit nicht erleben dürfen.......
Ich war im Urnerland fischen, und wir haben einen Bergsee namens Bergsee (http://www.fischerei-uri.ch/i4Def.aspx? ... &tabid=230 , Region "Urner Oberland" anklicken und dann auf "Bergsee").
Die kleinwüchsigen Bachsablinge die wir gefangen haben waren in ihrer schönheit einzigartig, Kapitale Exemplare waren um die 20cm gross! Es war wunderschön sie mit der Trockenfliege zu fangen.
Jetzt die Frage, was soll da für einen Buldofischer oder Spinnfischer einzigartig sein, jedesmal ein so kleines "Mistfiech" am Hacken zu haben? Der Richtige Fischer will doch grosse FIsche, die etwas hergeben und die Bratpfannen zuhause füllen?!
Wir fischten gemütlich weiter, jeder Wurf ein Biss...! Plötzlich entdechte ich ein wirklich schönen Fisch im Wasser (30cm), angeworfen und er nahm die Trockenfliege...Nach kurzem, nicht sehr intensiven Drill sah ich das Ergebnis:
Eine Ausgesezte Regenbogenvorelle, dünn wie ein Gartenschlauch und der Kopf überdimensional gross, die Schwanzflosse geformt wie ein Teelöffel und verstümmelte oder verfressene Brust- und Bauchflossen.
Wer sich über solche Fische noch freuen kann, kann ich nicht verstehen. Ich finde es schade solche wunderschönen Bergseen mit solchen Fischruinen zu besetzten! Für die Fische ist es nicht schön und für die Fischer ebenfalls nicht! Die Fische werden in der Zucht auf viel zu engem raum gehalten und fressen sich daher die FLossen ab, ich habe in dänemark auch schon erlebt wie sich solchen Regenbögler von Hand fangen lassen, oder dauernd im Kreis schwimmen
Ich finde an diesen Themen müssen wir Fischer arbeiten, so dass es wieder ist wie vor 50 Jahren(oder mehr). Leider habe ich diese Zeit nicht erleben dürfen.......
- Bassmaster
- Fischerforum Ehrenmitglied
- Beiträge: 681
- Registriert: Mi 30. Aug 2006, 13:47
- Meine Gewässer: Murtensee, Reuss
- Wohnort: Basel
- Been thanked: 1 time

Noggi hat geschrieben:
Jetzt die Frage, was soll da für einen Buldofischer oder Spinnfischer einzigartig sein, jedesmal ein so kleines "Mistfiech" am Hacken zu haben? Der Richtige Fischer will doch grosse FIsche, die etwas hergeben und die Bratpfannen zuhause füllen?!
Ich bin ja auch nicht wirklich der typische Kochtopfangler, aber die meist von Fliegenfischer gemachten Aussagen gehen mir langsam aber sicher auf den SACK
Werde beim Papst nachfragen ob er euch nicht alle Heilig sprechen kann
Gruss Pädu
Merke: Der schlechteste Angeltag ist immer noch besser als der beste Arbeitstag!
Merke: Der schlechteste Angeltag ist immer noch besser als der beste Arbeitstag!
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gonefishing
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Stefan
Seid nett zu einander
Ich verstehe beide Seiten. Fliegenfischer haben oft andere Ansichten als "andere" Fischer (nicht falsch verstehen!). Es geht um gegenseitige Akzeptanz, nicht jeder kann oder will mit der Fliege fischen und geht auch gern mal an einen Bergsee. Auch der Buldo hat seine Berechtigung finde ich, ob ich ihn selber verwende sei dahingestellt.
Möglicherweise falscher Besatz, wie am Beispiel der Regenbogenforelle von Noggi erzählt bringt weder Fisch noch Fischer etwas.
Mit der Aussage Der Richtige Fischer will doch grosse Fische, die etwas hergeben und die Bratpfannen zu Hause füllen?! von Noggi habe ich auch Mühe. Ich war die letzten 2 Wochenenden am Arnensee und habe ausser einigen Egli und Rotaugen nichts gefangen. Ich akzeptiere das und gehe trotzdem bald wieder.
Ich verstehe beide Seiten. Fliegenfischer haben oft andere Ansichten als "andere" Fischer (nicht falsch verstehen!). Es geht um gegenseitige Akzeptanz, nicht jeder kann oder will mit der Fliege fischen und geht auch gern mal an einen Bergsee. Auch der Buldo hat seine Berechtigung finde ich, ob ich ihn selber verwende sei dahingestellt.
Möglicherweise falscher Besatz, wie am Beispiel der Regenbogenforelle von Noggi erzählt bringt weder Fisch noch Fischer etwas.
Mit der Aussage Der Richtige Fischer will doch grosse Fische, die etwas hergeben und die Bratpfannen zu Hause füllen?! von Noggi habe ich auch Mühe. Ich war die letzten 2 Wochenenden am Arnensee und habe ausser einigen Egli und Rotaugen nichts gefangen. Ich akzeptiere das und gehe trotzdem bald wieder.
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T-Rig
Bassmaster hat geschrieben:Noggi hat geschrieben:
Jetzt die Frage, was soll da für einen Buldofischer oder Spinnfischer einzigartig sein, jedesmal ein so kleines "Mistfiech" am Hacken zu haben? Der Richtige Fischer will doch grosse FIsche, die etwas hergeben und die Bratpfannen zuhause füllen?!
Ich bin ja auch nicht wirklich der typische Kochtopfangler, aber die meist von Fliegenfischer gemachten Aussagen gehen mir langsam aber sicher auf den SACK![]()
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Werde beim Papst nachfragen ob er euch nicht alle Heilig sprechen kann
Wenn du es nicht gesagt hättest, dann hätte ich es getan! Weiss auch nicht warum fliegenfischer meinen sie sind besser als alle anderen fischer!
Ich selber war fliegenfischer aber man fängt zu viele untermassige fische! Was soll daran schön sein?
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pius
hi
das unsere bergseeen zu forellenpufs gemacht weden find ich nicht schlimm.
genau an solchen orten können auch anfänger mal ervolg haben,
und dort auch den richtigen umgang mit gerät und fisch erlernen.
stelt euch mal vor die ganzen anfänger würden bei euch am wasser üben!
keine ahnung welche fischart, wie die behandelt werden.......
es hat auch eine gute seite.
das unsere bergseeen zu forellenpufs gemacht weden find ich nicht schlimm.
genau an solchen orten können auch anfänger mal ervolg haben,
und dort auch den richtigen umgang mit gerät und fisch erlernen.
stelt euch mal vor die ganzen anfänger würden bei euch am wasser üben!
keine ahnung welche fischart, wie die behandelt werden.......
es hat auch eine gute seite.
- Noggi
- Beiträge: 268
- Registriert: Mi 25. Okt 2006, 11:30
Noggi hat geschrieben:
Eine Ausgesezte Regenbogenvorelle, dünn wie ein Gartenschlauch und der Kopf überdimensional gross, die Schwanzflosse geformt wie ein Teelöffel und verstümmelte oder verfressene Brust- und Bauchflossen.
Wer sich über solche Fische noch freuen kann, kann ich nicht verstehen. Ich finde es schade solche wunderschönen Bergseen mit solchen Fischruinen zu besetzten! Für die Fische ist es nicht schön und für die Fischer ebenfalls nicht! Die Fische werden in der Zucht auf viel zu engem raum gehalten und fressen sich daher die FLossen ab, ich habe in dänemark auch schon erlebt wie sich solchen Regenbögler von Hand fangen lassen, oder dauernd im Kreis schwimmen, wirklich traurig, und appetitlich ist es auch nicht.
Ich finde an diesen Themen müssen wir Fischer arbeiten, so dass es wieder ist wie vor 50 Jahren(oder mehr). Leider habe ich diese Zeit nicht erleben dürfen.......
Bitte versteht mich nicht falsch...
Ich möchte hier in diesem Post vorallem den 2 Teil meiner Aussage hervorheben...
Und vorallem Habe ich nicht im Sinn Buldo oder Spinnfischer zu beleidigen, denn ich tue es auch noch