Anfangs zwar viel Fischaktivität und auch in Ufernähe, aber grössentechnisch ausbaufähig ^^
In der Zeit zwischen Eröffnung und Mitte März war ich viel am Wasser, verschiedenste Strecken, Köder, Geschwindigkeiten, Lockrufe und Beschwörungsmethoden ausprobiert.
Die Fischkontakte kamen alle zufällig, kein Muster erkennbar.
So wie man die Seeforellen halt kennt, überall und doch nirgends.
Auf keinen Fall kann man am Thunersee vom Fisch der 1000 Würfe sprechen. 10'000 braucht man mindestens
Wenn man nicht durch pures Glück einen Fisch landen kann, ist die Fischerei extreeeeem Zeitintensiv.
Um erfolgreich Rückschlüsse auf das Beissverhalten, Fressplätze und Beisszeiten machen zu können, sollte man sicher 2-3 mal pro Woche, Morgens und Abends, am Wasser sein. Als Student, Schüler oder IV-Bezüger machbar, für die Berufstätigen eher weniger.
Die Schleppfischer machen gute Fänge, vermutlich ziehen die Silberfische ihre Bahnen fernab des Ufers.
Tragischerweise gibt es immernoch einige Profis, die ihre Fangfotos, mit gut erkennbarem Spot in die Foren / Facebookgruppen stellen, so dass die wenigen, fängigen Plätze innert kürzester Zeit, von Schleppfischern + Uferfischern massivst überfischt werden.
Auch wenn die Plätze bei den Seeforellen nicht so schnell kaputtbar, wie Stellen an Flüssen, oder Bächen sind, passt auf was ihr hochladet... Das Internet ist der weitaus grössere Feind als Kormoran und Fischreiher.
Ich hoffe dass sich die Bedingungen mit dem baldigen Schlupf der grossen Eintagesfliegen ändern und die Thunfische sich wieder in Ufernähe aufhalten.
Leider läuft es diese Saison auch bei den Bachforellen relativ bescheiden...
Komischerweise sind extrem wenige Insektenlarven im Flussbett zu finden. Wo letztes Jahr dutzende Ecdyonurus und schöne Perlas herumkrabbelten, sind heute nur wenige Köcherfliegenlarven Zuhause.
Allerdings scheint das die Fischer nicht zu stören, selten habe ich so viele Zäpfler + Spinnfischer an der Emme gesehen.
Grosse Blutflecken auf den Steinen der Schwelle wegzuwaschen, und Schnurreste / Hakenverpackungen / Bleischrot zu Entsorgen gehört nicht zu ihren Stärken.
Auch wenn das nicht unbedingt Thema des Threads ist: Verschont die Emme!! Die Fänge sind trügerisch, die meisten Fische stammen aus Seitengewässern, oder aus Besatz durch die Vereine.
Irgendwann ist auch die letzte Schwelle ausgeräumt. Wer 6 Fische pro Tag mitnimmt sollte sich ganz, ganz, ganz fest schämen
Den Gewässern scheint es mies zu gehen, ich nehme an, auch um die Aufstiegsgewässer der Seeforellen steht es nicht so gut. Immerhin die Hechte vermehren sich gerade wie wild.
Solange es noch Seefos gibt, werde weiterhin mein Glück versuchen, auch wenn die Forellen nicht gerade von selbst ins Netz schwimmen: Plötzlech räblets!
Für alle die nicht ganz so geduldig mit den Fischen sind, Morcheln oder Bärlauch Sammeln ist deutlich besser gegen den Hunger. ^^
