Geheimnisse um die Seeforellen – Reizvolle Herausforderung

Hier ist der Platz, um Eure Fänge zu präsentieren.
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Sascha

Geheimnisse um die Seeforellen – Reizvolle Herausforderung

Beitrag von Sascha »

Geheimnisse um die Seeforellen – Reizvolle Herausforderung


Zwei Angeltage, 14 Seeforellen, die Geschichte dazu:

Um kaum einen anderen Fisch werden mehr Geheimnisse gemacht, als um die Seeforelle. Kaum einer gibt seine gemachten Erfahrungen preis. Vor knapp fünf Jahren, als wir uns intensiver mit diesem Fisch zu befassen begannen, machte dies den Einstieg natürlich schwierig. Viele Schneiderstunden waren die Folge. Ja, es waren bis heute hunderte dieser Stunden auf dem See. Manch ein anderer gibt wohl auf, uns hat es nur noch mehr angestachelt dem Geheimnis auf den Grund zu gehen. In der ersten Phase haben wir dies auf eigene Faust gemacht. Mehr oder weniger erfolglos. Es gab immer mal wieder eine Silberkönigin, doch von gezielt befischen kann keine Rede sein.
Vom Ufer aus und werfend stellte sich der Erfolg mit der Zeit dann doch ein. Der Lac de Joux hat es uns in diesem Zusammenhang dann doch angetan. Wir durften immer wieder wunderbare Forellen anleinen.

Schleppend war der Erfolg eher mässig. Wir investierten hunderte, wenn nicht tausende von Franken in des erpröbeln von Ködern, Schleppgeschwindigkeiten, Zügellängen, Schnurdicken, Haken, Karabiner und nicht zuletzt auch Schlepprouten. Doch immer noch blieb der Erfolg eher unterdurchschnittlich.

Vor zwei Jahren nahm mich dann Peter aka Papa Loup auf eine Schlepptour mit auf den Neuenburgersee. Wir durften damals mehrere Fische fangen, eine davon deutlich über 60cm. Dieser Moment, ich kann mich noch heute haargenau daran erinnern, hat mich erst recht angefixt. Ich war verfallen und sagte mir, jetzt erst recht! Zusammen mit meinem besten Freund schafften wir uns ein Boot auf dem Neuenburgersee an. Stundenlange Diskussionen folgten über Taktiken etc. Peter war uns in dieser Zeit eine riesengrosse Hilfe, er stand/steht uns mit Rat und Tat zur Seite und wir sind dankbar, dass er die Erfahrungen mit uns teilt. An dieser Stelle ein riesengrosses Dankeschön. Ich werde mich mit meinen Erfahrungen in meinem Spezialgebiet revanchieren. Irgendwann klappt auch das ;-)

Vergangenen Sommer kam dann eine weitere Person ins Spiel, die uns schlussendlich zum finalen Durchbruch verholfen hat. Jon hatte Mühe, die Zander gezielt und fokussiert zu fangen. Spontan lud ich Ihn ein, mit mir auf den Schiffenensee zu fahren. Ich habe Ihm meine Erfahrungen mit Wobbler und Gumifisch weitergegeben, er hat mich dafür in das Geheimnis der Löffelfischerei eingeführt. Eine Hand wäscht die andere, Fischer helfen Fischer. Die Kooperation scheint für beide aufzugehen, denn mittlerweile fängt nicht nur er regelmässig tolle Fische, sondern auch bei uns kam nun endlich der totale Durchbruch. Auch an Dich Jon, ein riesengrosses Dankeschön. Ich bin sicher, die Kooperation wird auch noch in Zukunft fruchtbare Erfolge liefern!

Nun kommen wir aber zur aktuellen Saison, in der wir bereits zwei Schlüsselerlebnisse hatten.

Lac de Joux

Zu Dritt fuhren wir am Wochenende des 21. Dezembers mit unserem Boot an den Lac de Joux zum Schleppfischen. Männerrunde, Kollegen, Flachmann, lustige und Gespräche und natürlich die Seeforellen waren das Ziel.
Unser Boot wurde frühmorgens zu Wasser gelassen und kurze Zeit später tanzten die Löffel und Spangen ihren verführerischen Tanz. Keine Stunde später riss es einen Zügel nach hinten und die erste Seeforelle der Saison lag im Trockenen: Es folgten drei weitere. Das Wochenende war nicht nur aus fischereilicher Sicht ein voller Erfolg, sondern auch das Zwischenmenschliche war grossartig. Danke Jungs, ihr seid super!

Bild

Eröffnung am Neuenburgersee vom 17.01.2015

Die Wetterbedingungen deuteten tagelang darauf hin, dass ein Rausfahren auf den unberechenbaren Neuenburgersee nicht möglich wird. Umso glücklicher waren wir, als der Wetterfrosch dann doch noch Entwarung gab. Das Wetter war zwar garstig, es regnete und windete in Strömen – stundenlang, ununterbrochen – doch das sind genau diese Bedingungen, die wir für die Seeforellenfischerei lieben.
So liessen wir gegen 07:45 unsere Zügel ins Wasser, eine Seite à 5 Löffel und Spangen waren draussen, die andere Seite wurde vorbereitet, als bereits der erste Zügel nach hinten schnellte, Seefo on! Auch bei Loup und Habakuk tat sich bereits nach kurzer Zeit etwas und sie meldeten den ersten Fisch.

Was danach folgte war unbeschreiblich. Wir hatten Doppeldrills, mehrfach, im Halbstundentakt wurden am Morgen die Köder attakiert mit einer unbeschreiblichen Vehemenz und Kraft.
Am Ende des Tages waren wir zwar total durchnässt und durchgefrohren, doch die Bilanz lässt sich sehen. 10 Fische durften wir an diesem denkwürdigen Tag fangen, einige stiegen aus. Die Durchschnittsgrösse liess zwar zu wünschen übrig doch trotzdem war dies für uns das Zeichen. Die jahrelange Arbeit, die investierte Zeit, das Geld und all die Mühen haben sich gelohnt. Wir sind angekommen im Kreis der erfolgreichen Seeforellenfischer und freuen uns auf weitere wunderbare Stunden auf dem See.

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Auf einige Bilder wurde aus "Bequemlichkeit* hier drin verzichtet. Alle Bilder etc. findet Ihr hier:

http://www.jig-zone.ch/geheimnisse-um-d ... rnstunden/


Petri Dank!
Zuletzt geändert von Sascha am So 18. Jan 2015, 11:32, insgesamt 1-mal geändert.
Beni

Re: Geheimnisse um die Seeforellen – Reizvolle Herausforderu

Beitrag von Beni »

Petri heil zu den Seefo`s 8) :v:
Wunderschöner Bericht... :v: :chef:
Petri-Gruess Beni
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Nobody
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Re: Geheimnisse um die Seeforellen – Reizvolle Herausforderu

Beitrag von Nobody »

Petri zu den Silberlingen.
Hab mir den Bericht durchgesehen, und auf einem Bild
ist mir ein weisser Seehund aufgefallen.
Die haben doch meistens eher andere Farben :?:
Meterhechte sind nicht gross. Forellen schon :wink:
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wels
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Re: Geheimnisse um die Seeforellen – Reizvolle Herausforderu

Beitrag von wels »

Danke für den coolen Bericht :up:

Und natürlich ein fettes Petri zu deinen Torpedos
Gruss Sascha


Wir haben das schönste Hobby der Welt!

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ElReyJey
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Re: Geheimnisse um die Seeforellen – Reizvolle Herausforderu

Beitrag von ElReyJey »

Petri zu den Seefos und Danke für den schönen Bericht!

Nun drängt sich natürlich die Frage auf: An was glaubt ihr liegt es, dass es jetzt plötzlich so gut klappt?

Ich mach jetzt mal eine etwas provokative Aussage (und mein die auch nicht zu 100% ernst): Seefo-Fischen ist eigentlich ganz einfach und hauptsächlich eine Ausdauerfrage.
Es gab auch bei mir zwei Schlüsselereignisse, weshalb ich das sage:
1. Letztes Saison waren wir an einem Tag bereits mehrere Stunden am Schleppen ohne einen einzigen Biss. Als wir dann eine Köderwechsel vornahmen und den Köder wieder rausliessen biss tatsächlich eine Seefo vielleicht 10 m hinter dem Boot. Danach gings richtig ab: Innerhalb von nicht mal 15 Minuten fingen wir 3 Seeforellen und hatten noch weitere Fehlbisse. Danach war aber wieder funkstille.
2. Dieses Jahr vom Ufer am Zürichsee: Ich hatte in 5 Tagen an denen ich am Wasser war 4 Seeforellen (3 davon mässig). Die einen hatte ich nach stundenlangem werfen, als ich alles andere als konzentriert den Wander einfach irgendwie führte.

Mein Fazit: Wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, ist die Köderwahl und Köderführung zweitrangig. Klar kann man immer was optimieren, aber Egli z.B. scheinen mir um einiges wählerischer und zickiger zu sein :)
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Dural
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Re: Geheimnisse um die Seeforellen – Reizvolle Herausforderu

Beitrag von Dural »

Ist das nicht bei jedem Fisch der gerade im Jagt Rausch ist so? Der Tag hat aber 24H und nicht 5-20Min. ;) Das schwierige ist ja passive Fische zu Fangen und da ist es extrem entscheidend dass der Köder überzeugen kann.
Lahnfischer

Re: Geheimnisse um die Seeforellen – Reizvolle Herausforderu

Beitrag von Lahnfischer »

Petri und Danke für den super Bericht.. :D
Rolandus

Re: Geheimnisse um die Seeforellen – Reizvolle Herausforderu

Beitrag von Rolandus »

Danke für den Super Bericht !
Das zeigt wieder mal, dass auch der Weg das Ziel (oder zumindest ein Ziel) sein kann.
Stellt Euch vor, die ganzen Bastelstunden, Einkauf von Material, Fragen über Fragen, warten pickeln etc. wären nicht.
Dann wäre vielleicht die Freude weniger gross im entscheidenden Moment.
Das ist wie ein Tennisspieler, der nach Jahren des Ackerns mal ein grosses Tournier endlich gewinnt !
Sascha

Re: Geheimnisse um die Seeforellen – Reizvolle Herausforderu

Beitrag von Sascha »

@nobody
Wir testen verschiedene Hunde. Die die du siehst sind weiss und im oberen Teil leuchtorange. Sieht man glaube ich vom weitem :)

@el
Ich gehe mit dir einig, dass der Spot mindestens die halbe Miete ist. Danach kommt aber der Köder und dessen Spiel zum Zug. Oder wie erklärst Du dir, dass an gewissen Tagen nur einzelne Löffel fangen und andere nicht? Farbe ist sicher ein Thema, mehr aber noch der Lauf des Köders, so zumindest unsere bescheidene Erfahrung. Genau da haben wir in den vergangen Wochen auch stark angesetzt. Löffel wurde leicht modifiziert, immer wieder ausgetestet und angepasst. Nun laufen sie bei unserer Geschwindigkeit für unser Auge optimal, den Seefos scheint es auch zu gefallen. Kann in 4 Wochen schon wieder anders sein. Darum bleibt es auch spannend :)
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Loup
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Re: Geheimnisse um die Seeforellen – Reizvolle Herausforderu

Beitrag von Loup »

@el
Ich denke es sind 2 Paar verschiedene Schuhe. Wenn man über eine kurze aktive Zeit der Seeforellen erfolgreich ist oder ob man während einer ganzen Saison (ca.4- 5 Monate)regelmässig Sefokontakte provozieren kann.
Gruss vom Murtensee
Loup
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Willi
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Re: Geheimnisse um die Seeforellen – Reizvolle Herausforderu

Beitrag von Willi »

Dickes Petri zu den schönen Seeforellen :up:
Gruss und petri
Willi

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