Regenbogenforelle

Hier kommen die Votings / Abstimmungen rein!
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Soll der Besatz von Regenbogenforellen gestattet werden

Ja, sie soll eingesetzt werden dürfen
53
37%
Ja, aber nur in Gewässer, wo nur noch wenige Bachforellen vorhanden sind
55
38%
Nein, ich finde fremde Arten gehören nicht in die Schweiz
37
26%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 145

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Dural
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Re: Regenbogenforelle

Beitrag von Dural »

Manchmal Frage ich mich was die Fischer für ein Wunder mit dem Refo Besatz erwarten. Die Refo erwartet in unseren Gewässer genau die selben Probleme wie es derzeit die Bafo erlebt, sollte sie wie von vielen vermutet (beweise?) besser damit zurecht kommen, ist das noch lange keine Lösung für die genannten Probleme. :roll:
astacus

Re: Regenbogenforelle

Beitrag von astacus »

Leere Gewässer wirds auch ohne Besatz mit Regenbögelern nicht geben, dafür haben wir genug einheimische Arten, welche mit den veränderten Bedingungen gut zurecht kommen. Der Siegeszug von Arten wie dem Wels zeigt das doch eindrücklich. Und ist ein Gewässer mal wirklich so lebensfeindlich, dass Fische gar keine Chance haben, ist dort ein auch die Regenbogenforelle chancenlos. Überall sonst bietet uns die Natur doch auch sonst mehr als genug.
AndreasM

Re: Regenbogenforelle

Beitrag von AndreasM »

ist der Wels nicht in einem Grossteil Mittel/West->Europas bzw vorallem dort wo er Sportfischertechnisch eine riesige bedeutung hat (Ebro/Po) eigentlich eine nicht heimische Art und wurde dort auch spezifisch erst ausgesetzt?
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Schilfhocker
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Re: Regenbogenforelle

Beitrag von Schilfhocker »

Als Neophyt gilt eine Art- wenn sie nach dem Jahr 1492 eingeschleppt wurde. (Entdeckung Amerika)
Ich sehe kein Problem Regenbogenforellen in den Unterläufen der grossen Flüsse einzusetzen. Entweder werden sie gefangen- oder sie sterben.
Eine Forelle ist eben auf dem Teller schon mehr Wert als ein Rotauge.
astacus

Re: Regenbogenforelle

Beitrag von astacus »

@AndreasM:

Doch, bei Ebro und Po stimmt das. Die Schweizer Vorkommen im Raum Seeland-Aare gelten aber als autochthone Reliktvorkommen.


@Schilfhocker:

Der Begriff Neophyt bezeichnet nur eingeschleppte Pflanzen. Du meinst Neobiota (=alle eingeschleppten Lebewesen).
ChristianK.

Re: Regenbogenforelle

Beitrag von ChristianK. »

Der Wels wurde im Po auch eingesetzt, um den verschwundenen Stör zu ersetzen.

Den Wels samt seinem Lebensraum mit Forellen und ihrem Lebensraum zu vergleichen ist genau das richtige Argument, denn die Gewässer haben wir so abgeändert, das es nun dem Wels besser zusagt als anderen Fischarten, genauso wie BF und RBF...

Ich frage mich nur, wieso man sich nach über 100 Jahren plötzlich so vehement gegen die RBF sträubt und sie verteufelt?!
Im Gegenzug aber ein Nationalgericht aus Neophyten vergöttert! 8)
Wenn man so scharf darauf ist das Jahr 1492 als Scheidepunkt zu wählen, dann auch richtig und nicht halb gegart wie es hier gerade Diskutiert wird! 1492? OK! Dann aber auch alle Pflanzen und Tiere entfernen die es vor 1492 hier nicht gab! Eben auch Erdäpfel, Mais, Truthahn und vieles mehr.
Man könnte sagen, sie wachsen/leben kontrolliert, nichts anderes als bei der RBF :wink:

Unser Welt ist im wandel, das ist Fakt. Nun können wir dem alten hinterher rennen, oder uns anpassen, so wie es auch die Evolution vorgesehen hat.
MIR persönlich wäre es lieber das in den Flüssen und Bächen Bachforellen und Seeforellen schwimmen, aber da dies nicht immer möglich ist, stehe ich der RBF offen gegenüber. ICH bevorzuge natürliche Gewässer die durch unser Land mäandern, nur leider ist das kaum mehr der Fall. Rückbauungen sind teuer und wie man sieht, werden sie trotz Verpflichtung der Kantone kaum durchgeführt.
Wieso kritisiert keiner die Bergseen in denen jede Menge fremde Arten rum schwimmen, bzw. in denen es früher nie Fische gab, bis der Mensch sie rauf schleppte? Diese stören dort oben wohl mehr als die RBF im Fluss, weil sie nicht nur vom aussterben bedrohte Amphibien und ihrer Brut nachstellen, sondern auch geschützte Insekten arten fressen.
Also wenn man ein ansich sehr gutes Gesetz durchsetzen will, dann aber auch richtig und mit allen Konsequenzen und nicht nur auf ein paar wenige Arten konzentriert.
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Dural
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Re: Regenbogenforelle

Beitrag von Dural »

ChristianK. hat geschrieben:....... besser zusagt als anderen Fischarten, genauso wie BF und RBF...
Beweis dafür?
Wer kann bestätigen das die ReFo zb. in der Aare besser zurecht kommt als die BaFo? Wer kann versichern das bei einem grossen und regelmässigen ReFo Besatz nicht andere Arten darunter leiden werden?
Kann die ReFo den BaFo Bestand schädigen oder sogar vertreiben?

Die Menschen denken einfach immer nur für das hier und jetzt und denken nicht an die Zukunft. Ich bin klar dagegen weil es keinen vernünftigen Sinn ergibt eine Fremde Art Auszusetzen. Und Nein, Eventuell ein Fisch mehr ab und zu auf dem Teller ist sicher kein Vernünftiger Grund!
Beni

Re: Regenbogenforelle

Beitrag von Beni »

@Dural
Die Regenbogenforelle KANN! sich besser den Bedingungen anpassen. Sie kann auch bei einem Hitzesommer bei Wassertemperatueren von 20 - 25 Grad im Wasser überleben. Bei den Bafos` kommt es da öfter zu Fischsterben. :v:
Werde noch einen Link mit BEWEISEN senden.


Grüsse

Beni
Beni

Re: Regenbogenforelle

Beitrag von Beni »

Eingereichter Text

Der Bundesrat wird beauftragt, den Besatz mit juvenilen Regenbogenforellen aus Wildstämmen in Gewässern zuzulassen, in denen die Bachforelle verschwunden ist beziehungsweise der Fortbestand von Bachforellenpopulationen wegen ungenügender Wasserqualität und/oder fehlendem Lebensraum nicht gewährleistet ist.

Begründung

Während die Angelfischer Mitte der Siebzigerjahre in der Schweiz jährlich rund 1,6 Millionen Bachforellen fingen, sind es heute noch etwa 400 000 Stück. Hauptursachen für den Rückgang um 75 Prozent sind der schlechte Zustand der Lebensräume, eine durch den Klimawandel verursachte Erhöhung der Wassertemperatur, die Infektionskrankheit PKD, chemische Belastungen durch Mikroverunreinigungen und die fischfressenden Vögel.

Mit der revidierten Gewässerschutzgesetzgebung ist zwar die Grundlage geschaffen worden, in den nächsten Jahrzehnten die Lebensräume für die Fische zu verbessern, und auch mit den Anstrengungen zur Verringerung der Mikroverunreinigungen werden negative Einflüsse auf die Fischfauna verringert.

Erwiesenermassen sind Regenbogenforellen widerstandsfähiger und weniger anspruchsvoll als Bachforellen und werden in verschiedenen Ländern erfolgreich eingesetzt, wo die Bachforellen verschwunden sind.

Seit 1994 ist gemäss der Verordnung zum Bundesgesetz über die Fischerei (VBGF) vom 24. November 1993 der Einsatz von Regenbogenforellen (Oncorhynchus mykiss) ausserhalb von Fischzucht- und Fischhälterungsanlagen nur in Bergseen und alpinen Stauseen ohne freie Fischwanderung in den Ober- und Unterlauf und in stehende Gewässer, die speziell für fischereiliche Zwecke angelegt wurden, zugelassen.

Zumindest vorübergehend sollte der Einsatz von Regenbogenforellen in Gewässern ermöglicht werden, in denen die Bachforelle verschwunden ist beziehungsweise der Fortbestand von Bachforellenpopulationen wegen ungenügender Wasserqualität und/oder fehlendem Lebensraum in absehbarer Zeit nicht gewährleistet sein wird.





Dieser Text stammt aus einem Antrag eines Nationalratsmitglieds
Beni

Re: Regenbogenforelle

Beitrag von Beni »

Hier noch die Stellungnahme des Bundesrates:;
Stellungnahme des Bundesrates vom 12.02.2014

Die Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss) ist ein amerikanischer Salmonide, der erstmals 1887 in die Schweiz eingeführt und künstlich eingesetzt wurde. Er diente einzig dem Nutzungszweck der Fischerei. Die Regenbogenforelle ist keine einheimische Art. Seit Inkrafttreten des Bundesgesetzes über die Fischerei (BGF; SR 923.0) im Jahre 1991 darf sie ohne Bewilligung des Bundes nur noch in hydrologisch abgeschlossenen Systemen eingesetzt werden, um negative Konsequenzen für die einheimische Fauna zu verhindern. In allen anderen Gewässern ist der Einsatz von landesfremden Arten zwar grundsätzlich möglich, bedarf aber gemäss Artikel 6 Absatz 1 BGF einer Bewilligung des Bundes. Diese Bewilligung kann erteilt werden, wenn der Gesuchsteller nachweist, dass die einheimische Tier- und Pflanzenwelt nicht gefährdet wird und keine unerwünschte Veränderung der Fauna erfolgt.

Die Forderung der Motion, juvenile Regenbogenforellen in "Gewässern zuzulassen, in denen die Bachforelle verschwunden ist beziehungsweise der Fortbestand von Bachforellenpopulationen wegen ungenügender Wasserqualität und/oder fehlendem Lebensraum nicht gewährleistet ist", ist aus mehreren Gründen nicht angebracht:

Zum einen wird das Freisetzen der Regenbogenforelle zu einer weiteren Bedrohung und Verdrängung der einheimischen Bachforelle führen. Die eingesetzten Regenbogenforellen verhalten sich erfahrungsgemäss nicht stationär, sondern wandern flussab- bzw. flussaufwärts und besiedeln Gewässerabschnitte mit Bachforellenbeständen (bzw. Bestände anderer einheimischer Arten). Die Zulassung der Regenbogenforelle widerspricht demnach dem BGF, welches explizit die Erhaltung und Förderung der natürlichen Artenvielfalt und der Bestände der einheimischen Fische verlangt.

Zum anderen verlangt das revidierte Gewässerschutzgesetz die Vernetzung der Gewässer, weil zahlreiche Fischarten z. B. für die Laichwanderung auf durchgängige Lebensräume angewiesen sind. Es ist also ausgeschlossen, die Verbreitung der Regenbogenforelle mit künstlichen Barrieren auf bestimmte Gewässerstrecken begrenzen zu können. Die Regenbogenforelle wird sich demnach stark ausbreiten können.

Drittens hat die Regenbogenforelle Ansprüche an den Lebensraum und die Gewässerqualität, die sich nicht grundlegend von denjenigen der Bachforelle unterscheiden. Daher würde ein Besatz mit juvenilen Regenbogenforellen in Gewässern, in welchen die Bachforellenpopulation wegen ungenügender Wasserqualität bzw. fehlendem Lebensraum nicht präsent ist, keineswegs den erwünschten Ertrag an fangfähigen Regenbogenforellen garantieren.

Die Verbesserung der Fischbestände soll gemäss der Fischerei- und Gewässerschutzgesetzgebung primär durch Gewässer-Revitalisierungen und die Sanierung der negativen Auswirkungen der Wasserkraft erreicht werden und nicht durch Einsätze von gebietsfremden Arten, die nicht nachhaltig sind. Die Förderung von einheimischen Fischarten und ihrer Lebensräume ist auch ein zentrales Ziel der bundesrätlichen Strategie Biodiversität Schweiz.
Beni

Re: Regenbogenforelle

Beitrag von Beni »

Beni hat geschrieben:Hier noch die Stellungnahme des Bundesrates:;
Stellungnahme des Bundesrates vom 12.02.2014

Die Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss) ist ein amerikanischer Salmonide, der erstmals 1887 in die Schweiz eingeführt und künstlich eingesetzt wurde. Er diente einzig dem Nutzungszweck der Fischerei. Die Regenbogenforelle ist keine einheimische Art. Seit Inkrafttreten des Bundesgesetzes über die Fischerei (BGF; SR 923.0) im Jahre 1991 darf sie ohne Bewilligung des Bundes nur noch in hydrologisch abgeschlossenen Systemen eingesetzt werden, um negative Konsequenzen für die einheimische Fauna zu verhindern. In allen anderen Gewässern ist der Einsatz von landesfremden Arten zwar grundsätzlich möglich, bedarf aber gemäss Artikel 6 Absatz 1 BGF einer Bewilligung des Bundes. Diese Bewilligung kann erteilt werden, wenn der Gesuchsteller nachweist, dass die einheimische Tier- und Pflanzenwelt nicht gefährdet wird und keine unerwünschte Veränderung der Fauna darstellt/bedeutet

Hier geht ganz klar hervor, dass Regenbogenforellen mit entsprechender Genehmigung eingesetzt werden dürfen.
astacus

Re: Regenbogenforelle

Beitrag von astacus »

Beni hat geschrieben:Die Regenbogenforelle KANN! sich besser den Bedingungen anpassen. Sie kann auch bei einem Hitzesommer bei Wassertemperatueren von 20 - 25 Grad im Wasser überleben. Bei den Bafos` kommt es da öfter zu Fischsterben. :v:
Werde noch einen Link mit BEWEISEN senden.
Darauf bin ich allerdings sehr gespannt!

Beni hat geschrieben:Hier geht ganz klar hervor, dass Regenbogenforellen mit entsprechender Genehmigung eingesetzt werden dürfen.
Hat jemand hier etwas anderes behauptet?
Beni

Re: Regenbogenforelle

Beitrag von Beni »

astacus hat geschrieben:
Beni hat geschrieben:Die Regenbogenforelle KANN! sich besser den Bedingungen anpassen. Sie kann auch bei einem Hitzesommer bei Wassertemperatueren von 20 - 25 Grad im Wasser überleben. Bei den Bafos` kommt es da öfter zu Fischsterben. :v:
Werde noch einen Link mit BEWEISEN senden.
Darauf bin ich allerdings sehr gespannt!

Beni hat geschrieben:Hier geht ganz klar hervor, dass Regenbogenforellen mit entsprechender Genehmigung eingesetzt werden dürfen.
Hat jemand hier etwas anderes behauptet?
Erstes Zitat Antwort;

Ich verweeise dich auf den ersten Bericht, den ich hier veröffentlich habe, unter BEGRÜNDUNG
astacus

Re: Regenbogenforelle

Beitrag von astacus »

Welchen Bericht??? Den Vorstoss von Lukas Reimann etwa? Der ist ja nicht mal Fischer, geschweige denn Biologe, Ökologe oder sonst irgendwie fachkundig. Das ist einfach nur ein Nationalrat, der einen Vorstoss eingereicht hat, weil er darum gebeten wurde. Ein Beweis ist was ganz anderes... :roll:
Beni

Re: Regenbogenforelle

Beitrag von Beni »

astacus hat geschrieben:Welchen Bericht??? Den Vorstoss von Lukas Reimann etwa? Der ist ja nicht mal Fischer, geschweige denn Biologe, Ökologe oder sonst irgendwie fachkundig. Das ist einfach nur ein Nationalrat, der einen Vorstoss eingereicht hat, weil er darum gebeten wurde. Ein Beweis ist was ganz anderes... :roll:

HHHHMMMMMM, Lukas Reimann hätte ich ganz sicher nicht erwähnt :lol: :lol:



Ach übrigens,....ist doch gut, dass sich im Parlament was tut in Sachen Fischerei, oder etwa nicht??? :?: :!: :?: :wink:
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