Black Bass / Pro & Contra

Fragen und Antworten zum Thema: Der Fisch in seiner natürlichen Umgebung Verhalten, Habitat, Nahrung und Besatzmassnahmen/Bewirtschaftung.
Antworten

Black Bass in der Schweiz

Pro
25
54%
Contra
21
46%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 46

darkgrey

Black Bass / Pro & Contra

Beitrag von darkgrey »

Frage an alle!



sollte der Black Bass in der Schweiz heimisch werden?



Black Bass gibts in der Schweiz nur im Luganersee, oder?
Jänu

Beitrag von Jänu »

Mann ich will auch Bass-Fischen in meiner Region! :lol:
T-Rig

Beitrag von T-Rig »

darkgrey hat geschrieben:Gratulation!



Black Bass gibts in der Schweiz nur im Luganersee, oder?


Lago Maggiore, Lago di Origlio (sehr kleiner see), Lago di Muzzano (Schongebiet leider aber voll fische).
T-Rig

Beitrag von T-Rig »

Jänu hat geschrieben:Mann ich will auch Bass-Fischen in meiner Region! :lol:


Im bielersee schwimmen schon einige herum! Warte nur ein paar jahre oder komm ins tessin :lol: .
Jänu

Beitrag von Jänu »

Wie kamen die in den Bielersee? Hab bis jetzt noch keine gesehen, allgemein sind die wahrscheinlich auch nicht wirklich erwünscht in unseren Gewässern, oder wie seht ihr das? (Wäre evtl. ne Umfrage wert...)
T-Rig

Beitrag von T-Rig »

Jänu hat geschrieben:Wie kamen die in den Bielersee? Hab bis jetzt noch keine gesehen, allgemein sind die wahrscheinlich auch nicht wirklich erwünscht in unseren Gewässern, oder wie seht ihr das? (Wäre evtl. ne Umfrage wert...)


Keine Ahnung! Ich vermute das welche fischer sie von frankreich eingeschmuggelt haben und ausgesetzt?

Also von meiner seite wären sie schon erwünscht aber die meisten sind wohl dagegen. Wenn du mal ein paar von diesen bulldoggen gefangen hast dann bist du süchtig! Es gibt sie ja schon in spanien, portugal, italien, frankreich, österreich, kroatien, zypern, marokko. Es soll auch welche in polen und bayern geben?
Flo

Beitrag von Flo »

Petri Al!



Was die Schwarzbarsche angeht,

das es in Bayern gibt wird gemunkelt,

aber genaue Gewässer kennt keiner/will keiner sagen.



Im Elsaß kenne ich auch ein paar Gewässer,

aber die sind noch sehr jungfräulich und die Basse noch nicht über 35cm.



Aber ich denke das kommt immer mehr und mehr, und so ist es recht :lol:
albrecht

Beitrag von albrecht »

In Ö und D sind die meisten Bass wohl in privaten Gewässern, nachdem das zum Teil illegal ist hängt's auch keiner an die große Glocke.
salvenius

Beitrag von salvenius »

T-rig hat geschrieben:Also von meiner seite wären sie schon erwünscht aber die meisten sind wohl dagegen.


Yep, ich bin dagegen! Durch die Anwesenheit von Blackbasses kann es zu einer unerwünschten Veränderung der einheimischen Fauna kommen. Zu genüge hat man schon die Auswirkungen von Neozoen und Neophyten beobachten können. Das Resultat sieht dann meistens so aus, dass die Artenvielfalt in einem Ökosystem rapide abnehmen kann. So geschehen im Viktoriasee, als der Nilbarsch zu Beginn der 60er Jahre ausgesetzt wurde, sich anschliessend rasch vermehrte und eine Vielzahl von endemischen Buntbarsch-Arten ausrottete.

Ein weiteres Beispiel kann ich aus Spanien nennen: Dort wurde in der Mitte des 20.Jahrhunderts der Black-Bass eingeführt. Die ganze Geschichte begann damit, dass der eingeschleppte amerikanische Sumpfkrebs die Reisfelder zerstörte. Dann wurde der Sonnenbarsch ausgesetzt, damit er die Eier der Sumpfkrebse frisst. Der Sonnenbarsch vermehrte sich dann sehr schnell und hatte keine natürlichen Feinde. Um dem entgegenzuwirken, wurde der Black-Bass eingeführt, welcher letztendlich in vielen Flusssystemen autochtone Arten, wie z.B. die Laube oder kleinwüchsige Barben, zugrunde frass. Heute sieht es so aus, dass wieder Lauben ausgesetzt werden, um die ehemalige Biodiversität zu fördern.



Da frage ich mich dann schon, ob solche Zustände moralisch tragbar sind? In Spanien, Frankreich, Kroatien usw… ist es heute zu spät, um solche Fehlbewirtschaftungen rückgängig zu machen. Zudem wird heute den wirtschaftlichen Aspekten eine (aus meiner Sicht) zu grosse Bedeutung zugeschrieben – und das auf Kosten der Ökologie.



Dass sich dann die Sportfischer über solche Arten erfreuen ist klar. Auch ich bin schon nach Spanien gefahren, um auf Black-Bass zu fischen. Was ich damit sagen will ist, dass es in Ländern wie Spanien und Frankreich, oder auch im Lago di Lugano und in anderen Seen zu spät ist, um den Neozoen entgegenzuwirken. Dort sollen diese Arten befischt werden! Wenn irgendwie möglich, sollte man aber die Ausbreitung dieser Arten unbedingt in Grenzen halten! Wenn dann Fischer Black-Basses im Zeugs herumkutschieren und diese Fische aussetzen, ist es verantwortungslos gegenüber der Natur! Ich frage mich, warum in einem nahezu funktionierenden Ökosystem wie dem Bielersee der Black Bass auch noch Präsenz zeigen sollte? Reichen etwa der schöne Hechtbestand und die teilweise schönen Egli- und Zanderfänge nicht aus?



Ich appelliere an die Selbstverantwortung aller Fischer gegenüber der Natur. Die ökologischen Kreisläufe werden durch die Verbreitung von Neozoen und Neophyten massgebend gestört. Ich hoffe, dass ich mit meinem Statement einige von euch sensibilisieren konnte…



Petri Gruss und „gäng e chrummi Ruete“
Zuletzt geändert von salvenius am Di 22. Mai 2007, 15:12, insgesamt 1-mal geändert.
T-Rig

Beitrag von T-Rig »

Ich glaube in einigen jahren werden unsere gewässer so warm sein das es schwierig wird für einheimische fischarten zu überleben. Wir sollten uns darauf vorbereiten. Ich meine nicht das bass ausgesetzt werden sollen

aber der fischbestand wird zurück gehen.
Benutzeravatar
Rolf
Fischerforum Administrator
Beiträge: 3696
Registriert: Mi 30. Aug 2006, 12:34
Meine Gewässer: See und Fluss
Wohnort: Mittelland
Has thanked: 318 times
Been thanked: 274 times
Switzerland

Beitrag von Rolf »

Hallo Freunde,



auch ich bin dagegen, dass Arten wie der Black Bass bei uns eingesetzt werden :!:



wie der Salvenius geschrieben hat, ist schnell mal das "Heimische" Gleichgewicht durcheinander und ob das zu Besten der Natur ist, möchte ich stark bezweifeln :idea:



ich bin der Überzeugung, dass in unseren Gewässern genug "Heimische" Fischarten schwimmen

und die gilt es zu schützen :!:
Zuletzt geändert von Rolf am Di 22. Mai 2007, 15:03, insgesamt 1-mal geändert.
Gruss Rolf

Rettet die Würmer, fischt mit der Nymphe!
Jänu

Beitrag von Jänu »

Ihr habt schon recht, die heimischen Arten sollten geschützt werden!

Hat mich halt gereizt auch mal auf Bass zu fischen, wenn man die schönen Bilder der fetten Bass sieht.. :roll:
fishcatcha85

Beitrag von fishcatcha85 »

ich tippe auf PRO



denkt ihr er würde sich so rasch verbreiten wie in der alpen südseite?



klar wäre es schade wenn er die inheimische fauna stören würde... aber es giebt viele gewässer, wo sich verändert haben und z.t. heimische fische unter gehen... ich nenne z.b. mein revier... früher war dieses gebiet vom rhein angeblich eines der bekannteren äschengewässer... aber nun ist sie aus meiner sicht untergegangen... oder auch die nase...



ich denke menschliche einflüsse (kraftwerke, verbauungen usw.) bedrohen unsere heimische fischarten viel stärker als z.b. der BB...



das sind nur meine ansichten ;)



aber z.t. finde ich schade, dass bei uns im rhein keine regenbögler ausgesetzt werden... ich denke in meinem revier ist die bafo und co. überlastet...



cheers
Flo

Beitrag von Flo »

Also an den zwei BB-Gewässern wo ich bis jetzt war,

konnte ich eigentlich keinen Schaden feststellen.

Futterfische waren noch genug da,

auch die anderen Fischarten waren großteils vertretten

und Flora und Fauna voll in Takt!



Also ich hätte nichts dagegen! :wink:
Reverend

Beitrag von Reverend »

Als Nichtschweizer will ich mich an der Umfrage nicht beteiligen.

Allerdings wäre ich gegen einen Schwarzbarschbesatz in Deutschland.

Neophyten (nicht einheimische Arten, die eingebürgert werden) bringen immer ein zu großes ökologisches Ungleichgewicht in den autochthonen Fischbestand.
Antworten

Zurück zu „Fischbiologie“