Ich angle oft in Schluchten und geniesse die Ruhe und die abwechslungsreiche Fischerei dort welche oft mit unterhaltsamen Klettereien und Waten verbunden ist. Den Forellen gefällt das natürlich weniger. An Stellen wo ich am selben Tag schon mal durch bin, beisst kaum mehr was. Das selbe wenn ich frische Fussabdrücke von einem anderen Fischer finde.
Wie lange bleiben die Bachforellen in Deckung und beissen nicht mehr? Was sind eure Erfahrungen?
Ängstliche Forellen
- fabe
- Beiträge: 66
- Registriert: So 5. Mai 2013, 19:10
- Meine Gewässer: Bäche und Seen Kanton Schwyz, Yukon

-
gonefishing
Re: Ängstliche Forellen
Lustig, ich hatte gestern ganz ähnliche Gedanken. Einen Bach hoch gewandert, immer wieder frische Fussspuren gesehen und die Forellen wollten einfach nicht.
Da hilft nur eins, ein schönes Plätzchen suchen...

...Feuerholz sammeln und Bier kalt stellen...

...und den Tag geniessen

Wenn man dann 2 Stunden später weiter geht...

...und merkt dass die Fische immer noch nicht wollen kann man trotzdem zufrieden sagen dass es ein perfekter Tag war
Ganz im Ernst, ich glaube das kann man nicht pauschal sagen. Anfangs der Saison sind die Forellen hungriger und unvorsichtiger und werden nach einer Störung auch schneller wieder fressen. Jetzt sind die Bäche schon ziemlich ausgefischt und die verbliebenen Fische eher vorsichtig. Hinzu kommt dass an den kleineren Bächen die letzten Wochen perfekte Bedingungen mit sehr gutem Nahrungsangebot herrschten. Die Fische sind gut im Futter und fressen nicht mehr den ganzen Tag.
Ich hatte gestern einige Fehlbisse. Noch vor ein paar Wochen habe ich den Fisch nach ein paar Minuten noch einmal angeworfen und nicht selten hat er die Fliege noch einmal genommen. Gestern hat das nicht ein mal geklappt.
Mein Fazit gestern: Da war zwar einer vor mir unterwegs, aber andernfalls wäre es wohl auch nicht viel besser gelaufen. Und ein traumhafter Tag war es auch ohne grösseren Fisch.
Da hilft nur eins, ein schönes Plätzchen suchen...

...Feuerholz sammeln und Bier kalt stellen...

...und den Tag geniessen

Wenn man dann 2 Stunden später weiter geht...

...und merkt dass die Fische immer noch nicht wollen kann man trotzdem zufrieden sagen dass es ein perfekter Tag war
Ganz im Ernst, ich glaube das kann man nicht pauschal sagen. Anfangs der Saison sind die Forellen hungriger und unvorsichtiger und werden nach einer Störung auch schneller wieder fressen. Jetzt sind die Bäche schon ziemlich ausgefischt und die verbliebenen Fische eher vorsichtig. Hinzu kommt dass an den kleineren Bächen die letzten Wochen perfekte Bedingungen mit sehr gutem Nahrungsangebot herrschten. Die Fische sind gut im Futter und fressen nicht mehr den ganzen Tag.
Ich hatte gestern einige Fehlbisse. Noch vor ein paar Wochen habe ich den Fisch nach ein paar Minuten noch einmal angeworfen und nicht selten hat er die Fliege noch einmal genommen. Gestern hat das nicht ein mal geklappt.
Mein Fazit gestern: Da war zwar einer vor mir unterwegs, aber andernfalls wäre es wohl auch nicht viel besser gelaufen. Und ein traumhafter Tag war es auch ohne grösseren Fisch.
-
Peter
Re: Ängstliche Forellen
Genau dieselbe Erfahrung die ich heute gemacht habe, mit den ähnlichen Gedanken.
Ich war seit langem wieder mal an meinem "Stamm-Bach". Das Schmelzwasser ist zwar noch nicht vollständig durch, aber der Wasserstand hat sich allgemein etwas normalisiert und eine leichte Trübung ist in dem Bah wohl immer (ich kenne ihn nicht andres.)
Drei Fehlbisse, eine zu kleine, die sich selber wieder abgehakt hat und das war's dann schon. Ebenfalls habe ich die Fehlbisse nochmals angeworfen und keine Reaktion mehr gehabt, was ich in diesem Bach früher schon ganz anders erlebte.
Aber es war einfach "huereschön"!
Ach ja, vor mir war kaum schon jemand durch heute, ich war um 6:00 Uhr früh da
FG
Peter
Ich war seit langem wieder mal an meinem "Stamm-Bach". Das Schmelzwasser ist zwar noch nicht vollständig durch, aber der Wasserstand hat sich allgemein etwas normalisiert und eine leichte Trübung ist in dem Bah wohl immer (ich kenne ihn nicht andres.)
Drei Fehlbisse, eine zu kleine, die sich selber wieder abgehakt hat und das war's dann schon. Ebenfalls habe ich die Fehlbisse nochmals angeworfen und keine Reaktion mehr gehabt, was ich in diesem Bach früher schon ganz anders erlebte.
Aber es war einfach "huereschön"!
Ach ja, vor mir war kaum schon jemand durch heute, ich war um 6:00 Uhr früh da
FG
Peter
- fabe
- Beiträge: 66
- Registriert: So 5. Mai 2013, 19:10
- Meine Gewässer: Bäche und Seen Kanton Schwyz, Yukon

Re: Ängstliche Forellen
Ja da habt ihr recht! War heute nochmals in der Schlucht. Und am Montag bei Dauerregen war bestimmt niemand vor mir da. Habe zwar unzählige Forellen gesehen, doch die Bisse kamen wenn überhaupt nur sehr zögerlich. Hatte selten Bisse, wovon viele Fehlbisse. Immerhin konnte ich eine Forelle landen und mitnehmen. Aber ich muss gestehen, ich bin rückfällig geworden. Habe nach diversen Fehlbissen auf die Goldkopfnymphe einen Wurm an die Fliegenrute gebunden...
Werde es morgen an einem anderen Bach nochmals probieren.
Mattu Du hast recht, schön war es trotzdem! Auch wenns aus Kübeln gegossen hat und ich meine Watstiefel mehrmals auskippen musste
Cervelat schmeckt eh mindestens so gut wie Forelle - aber dein Bier ?! da gibts schon bessere...
Werde es morgen an einem anderen Bach nochmals probieren.
Mattu Du hast recht, schön war es trotzdem! Auch wenns aus Kübeln gegossen hat und ich meine Watstiefel mehrmals auskippen musste
Cervelat schmeckt eh mindestens so gut wie Forelle - aber dein Bier ?! da gibts schon bessere...
-
ghiozzo
Re: Ängstliche Forellen
ja diese blauen Neobeeroen, die sind im Fall invasiv, die sollte man auf keinen Fall freisetzen! Wir Fischer müssen die einheimische Biordiversität schützen!
-
gonefishing
Re: Ängstliche Forellen
Naja, Glasflaschen kommen mir bei einer Bergbach-Klettertour nicht in die Tüte bzw. in den Rucksack. Und bei 12.90Fr für ein Sixpack Feldschlösschen Premium, 9.60Fr Rugenbräu und 6.60Fr für Löwenbräu fällt mir die Entscheidung leicht...
Apropos schweizerische Bierodiversität: Rugenbräu seit 1890 im Besitz der Familie Hofweber, dereinst vom Post-Fischer aus Rosenheim geholt um den Postkutschern gutes Bier zu brauen. Christian Stoiber, Braumeister im Tramdepot, bei dem Namen erübrigen sich Fragen zur Herkunft. Burgdorfer Bier, Braumeister aus Mannheim... Die Liste liese sich wahrscheinlich endlos fortsetzen
Und lieber ein ausländisches Bier im Rucksack als einen einheimischen Wurm an der Fliegenrute, DAS ist Kultursabotage...
Apropos schweizerische Bierodiversität: Rugenbräu seit 1890 im Besitz der Familie Hofweber, dereinst vom Post-Fischer aus Rosenheim geholt um den Postkutschern gutes Bier zu brauen. Christian Stoiber, Braumeister im Tramdepot, bei dem Namen erübrigen sich Fragen zur Herkunft. Burgdorfer Bier, Braumeister aus Mannheim... Die Liste liese sich wahrscheinlich endlos fortsetzen
Und lieber ein ausländisches Bier im Rucksack als einen einheimischen Wurm an der Fliegenrute, DAS ist Kultursabotage...