Hallo Fischergenossen!
Da ich zur Zeit Ferien habe, entschied ich mich heute Nachmittag dazu der Sitter, meinem Hausgewässer, einen Besuch abzustatten.
An der ersten Stelle herrschte viel Verkehr, Badende und 2 weitere Fischer genossen das wunderbare Wetter. Ich ging ein bisschen weiter um ungestört zu sein (und auch die anderen nicht zu stören) und machte meine Rute startklar. Bei der letzten Sitterpirsch hatte ich leider mehrere Köderverlurste zu beklagen und der Fischershop Wels hat ausgerechnet heute (Montag) zu. Mir blieben deshalb nur eine Hand voll Wobbler, ein paar Gummiköder, Bleiköpfe und ein grosser Spinner. Wie sich herausstellte, sollte ich dieses Mal hängerlos bleiben.
Ich montierte also einen 6cm langen Rapala Wobbler im ReFo-Dekor auf den ich bereits letztes Mal einige Bisse verzeichnen konnte und begann zu werfen.
Bereits nach kurzer Zeit konnte eine untermassige Forelle dem Köder nicht widerstehen. Zum Glück hatte sie den Köder nicht geschluckt und war in der Lage sich loszuschütteln.
Da sich an dieser Stelle nichts weiter tat, ging ich zurück zum Ausgangsort. Gerade als ich an einem der beiden Fischer vorbeiging, zog dieser eine untermassige Forelle aus dem Wasser, auf Wurm am Zapfen. Glücklicherweise konnte er sie unverletzt zurücksetzen. Ich ging ein paar wenige Meter weiter flussabwärts um den Kollegen nicht zu stören und begann zu werfen. An der Stelle liegen einige Felsbrocken mitten in der Strömung, ohne Zweifel ein guter Forellenstandort. So dauerte es nicht lange, bis sich eine wirklich wunderschön gezeichnete Forelle an meinem Köder vergriff. Nach kurzem Drill mass ich 27cm und war glücklich, die erste massige Forelle der Saison gefangen zu haben:
Da die Stelle so erfolgversprechend schien, warf ich noch einige Zeit weiter. Nach einigen Minuten gabs dann diese Überraschung:
Als die Flanke des Fisches zum ersten Mal aufblitzte, dachte ich zunächst, dass es sich um eine grosse Bachforelle handelte. Da der Fisch allerdings erstaunlich wenig Gegenwehr bot (er liess sich praktisch einfach ans Ufer ziehen), merkte ich schnell, dass sich da ein anderer Räuber meinen Wobbler geschnappt hatte. Die Messung des Alets ergab eine Länge von 53cm. Das ist bisher der längste Fisch, den ich je gefangen habe. In Anbetracht der Tatsache, dass ich erst seit dieser Saison spinnfische, ist das für mich ein richtiger Gigant.
Nach diesen beiden Fängen ging ich noch zu 2 weiteren Stellen wobei ich dem erfolgreichen Wobbler treu blieb. Bei der ersten Stelle biss nach wenigen Würfen eine Forelle, die ich auf ca 35, wenn nicht sogar 40cm geschätzt hätte, an der zweiten eine etwas kleinere aber doch massige Forelle. Beide konnten sich leider während des Drills losschütteln. Janu, man kann nicht alles haben.
So, zum Schluss noch eine Frage: Wer hat mir ein Alet-Rezept, bei dem man das Fleisch geniessen kann, ohne alle 10 Sekunden Gräten ausspucken zu müssen? ^^
Petri Heil
Seki
P.S.: Entschuldigt bitte die schlechte Bildqualität, ich verfüge zur Zeit nur über eine iPhone-Cam.
