Bravo Kanton Aargau! -Fischereireviere werden ausgeschrieben
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Nicolas
Bravo Kanton Aargau! -Fischereireviere werden ausgeschrieben
Geschätzte Fischerkameraden
Der Kanton Aargau war in der Fischerei schon immer fortschrittlich, auch in Bezug auf die Pachtfähigkeit der Fischervereine.
Die IG DNF gratuliert zu den angestrengten Änderungen und unterstütz diese vollumfänglich.
Im Aargau sollen Fischereireviere zur Pacht ausgeschrieben werden
…den Zuschlag sollen Pächter erhalten, die eine nachhaltige und ökologische Fischerei am besten gewährleisten. Die Pächter sollen auch die Jungfischerei fördern, mit der Region verbunden sein und eine wirksame Aufsicht gewährleisten.
Weitere Infos findet ihr hier:
http://www.bluewin.ch/de/index.php/1926 ... egio/nord/
Beste Grüsse
Nicolas
Der Kanton Aargau war in der Fischerei schon immer fortschrittlich, auch in Bezug auf die Pachtfähigkeit der Fischervereine.
Die IG DNF gratuliert zu den angestrengten Änderungen und unterstütz diese vollumfänglich.
Im Aargau sollen Fischereireviere zur Pacht ausgeschrieben werden
…den Zuschlag sollen Pächter erhalten, die eine nachhaltige und ökologische Fischerei am besten gewährleisten. Die Pächter sollen auch die Jungfischerei fördern, mit der Region verbunden sein und eine wirksame Aufsicht gewährleisten.
Weitere Infos findet ihr hier:
http://www.bluewin.ch/de/index.php/1926 ... egio/nord/
Beste Grüsse
Nicolas
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Arts
Re: Bravo Kanton Aargau! -Fischereireviere werden ausgeschri
Hoy,
Finde es gut das man klare Kriterien definiert, und nicht nur das "Portemonai" entschedend ist...
Ich weis nicht wie es in andern Kantonen ist, eventuell könnten hier eingeweihte von ihren Erfahrungen bezüglich "Kriterien" posten..
Was sich mir in Frage stellt: Ich empfinde das Patentsystem als die Zukunft. Wie wäre es den für den Kanton das Patentsystem einzuführen? Denn auch dieses ist doch mit entsprechenden "Kriterien" eine Option... Und es ist demokratisch....
Egal wie die Kriterien für Pachtgewässer sind, so ist dieses System doch durch seine Art diskriminierend.... Nur unter wenn und aber bekommt man Lizenzen, Tages oder Saison karten.... Wartelisten, Vitamin B....
Ich bevorzuge das Patentsystem. Mit realistischen Bestimungen... Will sagen: Patentsystem mit ensprechend nachhaltigen Schonbestimmungen.. Ist doch gleichwertig. Und bietet gleiche Möglichkeiten für alle....
Wer nun sagt das Pachtsystem seie nachhaltiger, der sagt doch indirekt auch dass das Patensystem nicht nchhaltig ist
Beim Pachtsystem im Verein is man bereit zurückzustecken, im Patentsystem nicht.
Tom.
Finde es gut das man klare Kriterien definiert, und nicht nur das "Portemonai" entschedend ist...
Ich weis nicht wie es in andern Kantonen ist, eventuell könnten hier eingeweihte von ihren Erfahrungen bezüglich "Kriterien" posten..
Was sich mir in Frage stellt: Ich empfinde das Patentsystem als die Zukunft. Wie wäre es den für den Kanton das Patentsystem einzuführen? Denn auch dieses ist doch mit entsprechenden "Kriterien" eine Option... Und es ist demokratisch....
Egal wie die Kriterien für Pachtgewässer sind, so ist dieses System doch durch seine Art diskriminierend.... Nur unter wenn und aber bekommt man Lizenzen, Tages oder Saison karten.... Wartelisten, Vitamin B....
Ich bevorzuge das Patentsystem. Mit realistischen Bestimungen... Will sagen: Patentsystem mit ensprechend nachhaltigen Schonbestimmungen.. Ist doch gleichwertig. Und bietet gleiche Möglichkeiten für alle....
Wer nun sagt das Pachtsystem seie nachhaltiger, der sagt doch indirekt auch dass das Patensystem nicht nchhaltig ist
Beim Pachtsystem im Verein is man bereit zurückzustecken, im Patentsystem nicht.
Tom.
- Garrick
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Re: Bravo Kanton Aargau! -Fischereireviere werden ausgeschri
Hallo
das Pachten nicht von den Finanzen abhängen sind ist ein Fortschritt!
Doch finde ich es in jedem Fall ein miserablen Witz wenn Gewässer verpachtet werden. Egal was vom neuen Pächter geleistet wird.
Die Gewässer sollen der allgemeinen Bevölkerung gehören! Nicht einzelnen Interessensgruppen.
Daher gibts nur eine Möglichkeit die nachhaltig ist: das Patentsystem in dem jeder die Möglichkeit hat zu angeln. Gewässer sind meiner Ansicht nach ein Allgemeingut.
Bei uns in Graubünden funktioniert das Patentsystem unter der Obhut eines fachkundigen Fischereibiologen mit Unterstützung der Vereine ohne Extremisten.
Gruss Garrick
das Pachten nicht von den Finanzen abhängen sind ist ein Fortschritt!
Doch finde ich es in jedem Fall ein miserablen Witz wenn Gewässer verpachtet werden. Egal was vom neuen Pächter geleistet wird.
Die Gewässer sollen der allgemeinen Bevölkerung gehören! Nicht einzelnen Interessensgruppen.
Daher gibts nur eine Möglichkeit die nachhaltig ist: das Patentsystem in dem jeder die Möglichkeit hat zu angeln. Gewässer sind meiner Ansicht nach ein Allgemeingut.
Bei uns in Graubünden funktioniert das Patentsystem unter der Obhut eines fachkundigen Fischereibiologen mit Unterstützung der Vereine ohne Extremisten.
Gruss Garrick
- Spiti
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Re: Bravo Kanton Aargau! -Fischereireviere werden ausgeschri
wäre wirklich schön, wenn man in den Aargauer Seitenbächen, welche heute Privatgewässer von Priviligierten Minderheiten sind endlich auch als Normalsterblicher mit Patent angeln dürfte.und nicht nur in der gestauten,verkrauteten Aare und dem Hallwilersee.
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Arts
Re: Bravo Kanton Aargau! -Fischereireviere werden ausgeschri
Hallo,
Wie ich ja gesagt habe bin ich auch ein Freund des Patentsystems. Die Vereine und Pächter sollten sich lieber für Nachhaltige Schonbestimmungen, ihre Kriterien in öffentlichen -Patentgewässer- einsetzen und umsetzen, anstelle -überspirtzt gesagt- ein "totalitäres Pachtsystem" aufrecht zu erhalten
Sagen wir mal ein halbes Bravo. Oder doch nur ein politischer Schachzug zum erhalt des Pachtsystems
Ich glaube das es eine Frage der Zeit ist bis das Pachtsystem ausstirbt.
Tom
Wie ich ja gesagt habe bin ich auch ein Freund des Patentsystems. Die Vereine und Pächter sollten sich lieber für Nachhaltige Schonbestimmungen, ihre Kriterien in öffentlichen -Patentgewässer- einsetzen und umsetzen, anstelle -überspirtzt gesagt- ein "totalitäres Pachtsystem" aufrecht zu erhalten
Sagen wir mal ein halbes Bravo. Oder doch nur ein politischer Schachzug zum erhalt des Pachtsystems
Ich glaube das es eine Frage der Zeit ist bis das Pachtsystem ausstirbt.
Tom
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Prinzip
Re: Bravo Kanton Aargau! -Fischereireviere werden ausgeschri
Graubünden ist super, man löst an einer Stelle ein patent und angelt wo Und wann man lust hat - sofern es auf der übrigens super detaillierten Karte aufgelistet ist! So stelle ich mir richtiges angeln vor. Es geht um ruhe, freiheit und spontanität. Gibt doch nichts besseres als an einem fluss entlang zu fahren und wenn einem die lust packt anzuhalten um zu angeln. Wenn man da aber für jede strecke wieder an eine andere ausgabestelle fahren muss die dann auch nur an bestimmten tagen zu bestimmten zeiten geöffnet ist, ist das stressig einschränked und auf gut deutsch k*cke!
Forellenpuffs hats genug, das man dort ein einzelnes patent lösen muss ok, aber wilde gewässer gehören allen. Schon genug schade das man die ufer der grossen Seen den reichen verkauft die sich dort häuserhinstellen und alles privatisieren. Die bündner zeigen wie es sein soll! Bravo!
Forellenpuffs hats genug, das man dort ein einzelnes patent lösen muss ok, aber wilde gewässer gehören allen. Schon genug schade das man die ufer der grossen Seen den reichen verkauft die sich dort häuserhinstellen und alles privatisieren. Die bündner zeigen wie es sein soll! Bravo!
- Garrick
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Re: Bravo Kanton Aargau! -Fischereireviere werden ausgeschri
Hallo Prinzip
ja läuft wirklich gut hier in Graubünden wenn man bedenkt wie die Gewässer unter der Stromproduktion und teils Nährtiermangel leiden.
Ebenso wichtig finde ich dass neben der zentralen Bewirtschaftung von "Studierten" auch der Verband und die Vereine einen wichtigen Anteil haben
die Anliegen der breiten Fischeröffentlichkeit zu vertreten. Ohne breit abgestützten Verband kein Kampf gegen Gewässersünder!
Nichts Schlimmeres als wenn Private oder Interessensgruppen das Sagen haben.
Bei uns in GR finde ich aber dass das Patent zu günstig ist. Zumindest für die Einheimischen.
Inbesondere bei diesen Preisen sollte eine Mitarbeit in den Vereinen bei der Bewirtschaftung und Gewässerschutz/Ausbildung/Weiterbildung Pflicht sein.
ja läuft wirklich gut hier in Graubünden wenn man bedenkt wie die Gewässer unter der Stromproduktion und teils Nährtiermangel leiden.
Ebenso wichtig finde ich dass neben der zentralen Bewirtschaftung von "Studierten" auch der Verband und die Vereine einen wichtigen Anteil haben
die Anliegen der breiten Fischeröffentlichkeit zu vertreten. Ohne breit abgestützten Verband kein Kampf gegen Gewässersünder!
Nichts Schlimmeres als wenn Private oder Interessensgruppen das Sagen haben.
Bei uns in GR finde ich aber dass das Patent zu günstig ist. Zumindest für die Einheimischen.
Inbesondere bei diesen Preisen sollte eine Mitarbeit in den Vereinen bei der Bewirtschaftung und Gewässerschutz/Ausbildung/Weiterbildung Pflicht sein.
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big trout
Re: Bravo Kanton Aargau! -Fischereireviere werden ausgeschri
hallo Zusammen
Ich finde, dass hier die Realität ein bisschen verzerrt wird: Obwohl im Kanton Aargau das Pachtsystem vorherrscht, sind die Gewässer für die Bevölkerung zugänglich. Im Hallwylersee kann jedermann ein Patent lösen. An den meisten Flussabschnitten Aarau, Reuss, Limmat, Rhein (so viel ich weiss) kann jedermann ein Patent lösen. Einige Vereine stellen zwar einen Vereinsbeitritt als Bedingung zum Lösen eines Patents (Reuss-Mellingen, Reuss-Oberfreiamt), jedoch ist dies niemandem vorenthalten (so viel ich weiss).
Es macht Sinn dass die kleinen Bächen nicht einer grossen Masse zugänglich sind; die teilweise hervorragenden Bestände würden innert einem Jahr unter dem enormen Befischungsdruck verschwinden. Man sollte fördern, dass Pächter bereit sind, viel Geld zu bezahlen und die Bestände hegen und Pflegen.
Ich finde, dass hier die Realität ein bisschen verzerrt wird: Obwohl im Kanton Aargau das Pachtsystem vorherrscht, sind die Gewässer für die Bevölkerung zugänglich. Im Hallwylersee kann jedermann ein Patent lösen. An den meisten Flussabschnitten Aarau, Reuss, Limmat, Rhein (so viel ich weiss) kann jedermann ein Patent lösen. Einige Vereine stellen zwar einen Vereinsbeitritt als Bedingung zum Lösen eines Patents (Reuss-Mellingen, Reuss-Oberfreiamt), jedoch ist dies niemandem vorenthalten (so viel ich weiss).
Es macht Sinn dass die kleinen Bächen nicht einer grossen Masse zugänglich sind; die teilweise hervorragenden Bestände würden innert einem Jahr unter dem enormen Befischungsdruck verschwinden. Man sollte fördern, dass Pächter bereit sind, viel Geld zu bezahlen und die Bestände hegen und Pflegen.
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aspidelaps
Re: Bravo Kanton Aargau! -Fischereireviere werden ausgeschri
[youtube][/youtube]Garrick hat geschrieben:Hallo Prinzip
ja läuft wirklich gut hier in Graubünden wenn man bedenkt wie die Gewässer unter der Stromproduktion und teils Nährtiermangel leiden.
Ebenso wichtig finde ich dass neben der zentralen Bewirtschaftung von "Studierten" auch der Verband und die Vereine einen wichtigen Anteil haben
die Anliegen der breiten Fischeröffentlichkeit zu vertreten. Ohne breit abgestützten Verband kein Kampf gegen Gewässersünder!
Nichts Schlimmeres als wenn Private oder Interessensgruppen das Sagen haben.
Bei uns in GR finde ich aber dass das Patent zu günstig ist. Zumindest für die Einheimischen.
Inbesondere bei diesen Preisen sollte eine Mitarbeit in den Vereinen bei der Bewirtschaftung und Gewässerschutz/Ausbildung/Weiterbildung Pflicht sein.
ich als ehemaliger aargauer finde das eine gute sache!
da ich immer wieder unten bin, werd ich sicher mal das rütchen mitnehmen in zukunft.
@garrick
patent kann von mir aus hoch gehen!
aber verein als pflicht zum patent, nein danke.
und da ich mir langsam sicher bin das wir zwei uns kennen, muss ich das glaub nicht weiter begründen....
- zuma
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Re: Bravo Kanton Aargau! -Fischereireviere werden ausgeschri
Hallo Kollegen
Ich bin nicht mit allem einverstanden, was hier geschrieben wurde. Bei gewissen Gewässern bin ich ein klarer Befürworter der Pachtsysteme!
Gerade kleinere Gewässer dürfen nie im Patentsystem bewirtschaftet werden. Der dabei angerichtete Schaden wäre viel zu gross! Auch wenn man versuchen möchte, entsprechende, begleitende Schonmassnahmen einzuführen, wird dies bei kleineren Gewässern nie funktionieren. Im Interesse unserer Fischbestände in Kleingewässern plädiere ich deshalb klar für das Pachtsystem - soziale Gedanken versus Uebernutzung der Fischbestände!
Ich bin nicht mit allem einverstanden, was hier geschrieben wurde. Bei gewissen Gewässern bin ich ein klarer Befürworter der Pachtsysteme!
Gerade kleinere Gewässer dürfen nie im Patentsystem bewirtschaftet werden. Der dabei angerichtete Schaden wäre viel zu gross! Auch wenn man versuchen möchte, entsprechende, begleitende Schonmassnahmen einzuführen, wird dies bei kleineren Gewässern nie funktionieren. Im Interesse unserer Fischbestände in Kleingewässern plädiere ich deshalb klar für das Pachtsystem - soziale Gedanken versus Uebernutzung der Fischbestände!
Gruss Kurt
(Bambus-&Trockenfliegenpurist)
(Bambus-&Trockenfliegenpurist)
Re: Bravo Kanton Aargau! -Fischereireviere werden ausgeschri
Pacht Systeme gehen gar nicht, es gibt nichts dooferes als einem Patent hinter her zu rennen!
bei einem kleineren Gewässer sehe ich da auch keine probleme, der Kanton kann ja einfach die vorschriften Gewässer spezifisch jederzeit anpassen...
im ÖV gibt es ja auch ein GA, wie so kann man das nicht auch in der Fischerei einführen, ein Jahres Patent für fast jedes Gewässer in der Schweiz, stellt euch mal vor wie genial das wäre! dafür wäre ich auch bereit 1000-2000.- im Jahr zu zahlen, dies würde in meinem fall sogar höhere Patent einnahmen für die Kantone/Bund bedeuten
bei einem kleineren Gewässer sehe ich da auch keine probleme, der Kanton kann ja einfach die vorschriften Gewässer spezifisch jederzeit anpassen...
im ÖV gibt es ja auch ein GA, wie so kann man das nicht auch in der Fischerei einführen, ein Jahres Patent für fast jedes Gewässer in der Schweiz, stellt euch mal vor wie genial das wäre! dafür wäre ich auch bereit 1000-2000.- im Jahr zu zahlen, dies würde in meinem fall sogar höhere Patent einnahmen für die Kantone/Bund bedeuten
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big trout
Re: Bravo Kanton Aargau! -Fischereireviere werden ausgeschri
ich denke für die Bergkantone ist das Patentsystem eine gute Möglichkeit. Dort gibt es genügend Flüsse und Bäche, diese können dem Befischungsdruck standhalten.
Ich denke im Mittelland, wo der Befischungsdruck auf die Bäche grösser wäre, würde der Bestand schaden nehmen.
Ausserdem gibt es von mir aus gesehen genügend Bergseen wo jedermann Patente lösen kann und man seine (Mass)-Forellen fangen kann.
Ausserdem dem versuchen die Bergkantone mit den überhöhten Patentpreisen für Ausserkantonale (teilweise doppelt so hoch!), das Patentsystem (berechtigerweise) zu umgehen, und so verständlicherweise ihre Bestände zu schützen.
Ausserdem sind die meisten Reviere genügend gross, und man kann gar nicht alles befischen.
Ich denke im Mittelland, wo der Befischungsdruck auf die Bäche grösser wäre, würde der Bestand schaden nehmen.
Ausserdem gibt es von mir aus gesehen genügend Bergseen wo jedermann Patente lösen kann und man seine (Mass)-Forellen fangen kann.
Ausserdem dem versuchen die Bergkantone mit den überhöhten Patentpreisen für Ausserkantonale (teilweise doppelt so hoch!), das Patentsystem (berechtigerweise) zu umgehen, und so verständlicherweise ihre Bestände zu schützen.
Ausserdem sind die meisten Reviere genügend gross, und man kann gar nicht alles befischen.
- zuma
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Re: Bravo Kanton Aargau! -Fischereireviere werden ausgeschri
Sorry - aber nur damit Du möglichst bequem zu Deinem Patent kommst, möchtest Du die restlichen Fischbestände, welche sich noch in kleineren Pachtgewässern befinden gefährden? Das verstehe ich persönlich nicht unter einer nachhaltigen, natürlichen Nutzung unserer Fischbestände!Dural hat geschrieben:Pacht Systeme gehen gar nicht, es gibt nichts dooferes als einem Patent hinter her zu rennen!
Ich kenne alle Systeme und kann deshalb anhand vom Beispiel dreier ganz ähnlicher Gewässer die Unterschiede aufzeigen:
1. Gewässer Patentsystem (Bergbach)
Das Gewässer befindet sich auf einer Höhe von 600 bis 1600 m. Das Gewässer kann mit dem bernischen Kantonspatent am Montag, Mittwoch und Samstag befischt werden - die Entnahmemenge ist auf 6 Forellen begrenzt und ab Schonmass 24 cm erlaubt. Der Fischbestand ist an der Anzahl Individuen gerechnet sehr gut! Auf 300 elektrisch gefangene Forellen, kommt 1 Massforelle - alle anderen haben max. 23,8 cm! Naturverlaichung ist demnach also gefährdet und es müssen Brütlinge nachbesetzt werden. Die Fischereisaison beginnt mit dem 16. März und es wird ab diesem Datum recht intensiv gefischt. Ab Mai klagen die Fischer, dass es keine Massforellen in dem Gewässer habe.......
2. Gewässer Pachtsystem Verein (Bergbach)
Das Gewässer befindet sich ebenfalls auf einer Höhe von 600 - 1900 m. Das Gewässer kann nur mit einem Patent des lokalen Fischereivereins befischt werden mit 130 aktiven Mitgliedern, und zwar maximal 2 mal pro Woche - die Entnahmemenge ist auf 4 Forellen begrenzt und ab Schonmass 24 cm erlaubt. Der Fischbestand ist ähnlich dem des Gewässer 1, jedoch kommen auf 300 elektrisch gefangene Forellen doch immerhin 20, welche massig sind. Naturverlaichung findet gut statt und das Gewässer kann sich selbst regulieren. Einzig in Kombination mit Naturereignissen und grossen Fischverlusten ist die Abschöpfung des Menschen ebenfalls zu hoch.
3. Gewässer Pachtsystem Privat (Bergbach)
Das Gewässer befindet sich auf einer Höhe von 800 bis 2000 m. Es ist das am wenigsten produktivste dieser drei Gewässer, gemessen am Insektenvorkommen. Es gibt 8 Jahreskarten-Inhaber, welche so oft wie sie wollen fischen gehen können. Die Entnahmemenge ist auf 2 Forellen pro Tag begrenzt, ab einem Schonmass von 26 cm. Von 30 bis 35 cm gilt ein sog. Zwischenschonmass und diese Fische sind ebenfalls geschont.
Der Fischbestand ist phänomenal! Nicht nur die Anzahl Individuen, sondern v.a. die Zusammensetzung des Fischbestandes garantiert eine problemlose Naturverlaichung ohne Zutun des Menschen! Alle Fischer möchten dort fischen gehen - ohne sich Gedanken zu machen, dass die Verhältnisse eben nur deshalb so sind, weil sie hier nicht fischen dürfen! Gäbe man diesen Bach nur eine Saison frei, sähe der Fischbestand im Herbst genau gleich aus wie an Gewässer 1.
Die Gewässer liegen übrigens keine 5 km Luftlinie auseinander und sind deshalb absolut vergleichbar.
Ich frage mich manchmal schon, ob wir Menschen in der Lage sind, etwas zu schonen bevor es fünf nach zwölf ist!
Erst wenn die letzte natürliche Bachforelle in die Pfanne gewandert ist werden wir vielleicht erwachen - ich hoffe früher, bin mir aber nicht sicher!
Gruss Kurt
(Bambus-&Trockenfliegenpurist)
(Bambus-&Trockenfliegenpurist)
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Izaak Walton
Re: Bravo Kanton Aargau! -Fischereireviere werden ausgeschri
Kurt, deine beobachtungen sprechen natürlich für sich
deinem post gibt es wohl kaum etwas hinzuzufügen ...
deinem post gibt es wohl kaum etwas hinzuzufügen ...
insbesondere schön wenn man da einer von 8 auserwählten sein darf ...zuma hat geschrieben:Es gibt 8 Jahreskarten-Inhaber, welche so oft wie sie wollen fischen gehen können
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Schweizer Angler
Re: Bravo Kanton Aargau! -Fischereireviere werden ausgeschri
Bei uns im kt. Be gibt es meiner ansicht nach genügen „für alle offene gewässer“, und trotzdem oder auch sonst haben wir auch noch zahlreiche pachtgewässer und ich finde den mix gut.
Zudem gibt es rechtlich keine möglichkeit private pachten in staatliche umzuwandeln, denn private fischereirechte (heisst nicht und ist nicht dasselbe wie kantonale fischereirechte die an private verpachtet sind) sind meist verbürgt und felsenfest (oft sogar mit grundbucheintrag). Solche rechte kann der kanton nur übernehmen oder freigeben, wenn sich keine erben oder andere berechtigte für eine privates recht finden, und das ist extrem selten der fall.
Ich bin skeptisch dass eine allgemeine öffnung aller gewässer der schweiz dem fischbestand etwas bringen würde, ich glaube eher nein.
Wir hatten dies schon mal vor 220 jahren (unter der besetzung durch napeolens truppen), mit dem resultat, dass die gewässer innert rund 2 jahren ausgefischt waren.
Wenn pachtgewässer zu öffnen sind, so aus meiner sicht nur unter strengen auflagen – einschränkung vom befischungsdruck (auch begehungsdruck, denn viele fischer können ein bachufer/bachbett auch vertrampeln) vermindern (sowie tiefe entnahmezahlen und hohe mindestmasse) den potentiellen schaden für einen fischbestand. Gerade diese strengen auflagen haben durch private pächter betreute gewässer teils schon heute, mit dem resultat, dass sie oft besser sind als öffentliche gewässer – das ist besser für fisch und fischer, in einem land wo die gewässer schon eh durch hohe besiedelungsdichte und gewässerkorrekturen leiden.
Auch erfahrungen aus dem ausland (deutschland, frankreich, austria und sogar in kanada) zeigen, dass wenig befischte gewässer eben besser sind. Und hohe preise für pacht oder tageskarten, halten die fleischfischerschaft (jedenfalls meist) fern, und jeder pächter der selber fleischfischt oder so fischen lässt, schneidet sich unmittelbar und direkt ins eigene fleisch. Zahlt man für etwas mehr, trägt man dann halt auch mehr sorge dazu, ist eigentlich nicht anders als in anderen lebenssituationen.
Wo ich aber dafür bin (und was im kt,. be relativ gut geregelt ist, und die versteigerung ist im kt. ne nicht öffentlich), ist dass nicht nur der mammon bei einer verpachtung zählt, sondern auch das fischereiliche wissen (z.b. über pro & contra besatz, gewässer- und fisch-/habitatsbiologie, nebst fischereipraxis und sana). Und dass eine pachtperionde nicht durch (potentielle-)tricks auf jahrzehnte immer an dieselben geht, sondern auch andere interessenten die möglichkeit haben einmal zum zug zu kommen. Gruss sa
Zudem gibt es rechtlich keine möglichkeit private pachten in staatliche umzuwandeln, denn private fischereirechte (heisst nicht und ist nicht dasselbe wie kantonale fischereirechte die an private verpachtet sind) sind meist verbürgt und felsenfest (oft sogar mit grundbucheintrag). Solche rechte kann der kanton nur übernehmen oder freigeben, wenn sich keine erben oder andere berechtigte für eine privates recht finden, und das ist extrem selten der fall.
Ich bin skeptisch dass eine allgemeine öffnung aller gewässer der schweiz dem fischbestand etwas bringen würde, ich glaube eher nein.
Wir hatten dies schon mal vor 220 jahren (unter der besetzung durch napeolens truppen), mit dem resultat, dass die gewässer innert rund 2 jahren ausgefischt waren.
Wenn pachtgewässer zu öffnen sind, so aus meiner sicht nur unter strengen auflagen – einschränkung vom befischungsdruck (auch begehungsdruck, denn viele fischer können ein bachufer/bachbett auch vertrampeln) vermindern (sowie tiefe entnahmezahlen und hohe mindestmasse) den potentiellen schaden für einen fischbestand. Gerade diese strengen auflagen haben durch private pächter betreute gewässer teils schon heute, mit dem resultat, dass sie oft besser sind als öffentliche gewässer – das ist besser für fisch und fischer, in einem land wo die gewässer schon eh durch hohe besiedelungsdichte und gewässerkorrekturen leiden.
Auch erfahrungen aus dem ausland (deutschland, frankreich, austria und sogar in kanada) zeigen, dass wenig befischte gewässer eben besser sind. Und hohe preise für pacht oder tageskarten, halten die fleischfischerschaft (jedenfalls meist) fern, und jeder pächter der selber fleischfischt oder so fischen lässt, schneidet sich unmittelbar und direkt ins eigene fleisch. Zahlt man für etwas mehr, trägt man dann halt auch mehr sorge dazu, ist eigentlich nicht anders als in anderen lebenssituationen.
Wo ich aber dafür bin (und was im kt,. be relativ gut geregelt ist, und die versteigerung ist im kt. ne nicht öffentlich), ist dass nicht nur der mammon bei einer verpachtung zählt, sondern auch das fischereiliche wissen (z.b. über pro & contra besatz, gewässer- und fisch-/habitatsbiologie, nebst fischereipraxis und sana). Und dass eine pachtperionde nicht durch (potentielle-)tricks auf jahrzehnte immer an dieselben geht, sondern auch andere interessenten die möglichkeit haben einmal zum zug zu kommen. Gruss sa