Lernfähigkeit hat nicht unbedingt etwas mit Intelligenz zu tun.
Es geht bei Fischen eher um Konditionierung, d.h. Die Folge eines Verhaltens bewirkt geändertes Verhalten.
Das beobachten wir ja, denke ich, alle:
--- Fische an einem Gewässer mit starkem Befischungsdruck beißen vorsichtiger bzw. fliehen, sobald am Ufer etwas auftaucht, was so aussieht wie ein Fischer.
--- Forellen an C&R-Gewässern beißen auf bestimmte Fliegenmuster nicht mehr.
--- Kleinere Gewässer werden bei zu starkem Befischungsdruck "verblitzt" oder "verblinkert", d.h.: bestimmte Kunstköder sind nicht mehr fängig.
Die Konditionierung hat jedoch auch ihre Grenzen.
Bei Kunstködern mag die Erfahrung der Fische dazu führen, nicht mehr ausschließlich deren visuellen Reiz oder deren Druckwellen für den Anbissreiz ausreichen zu lassen.
Bei Naturködern kommen jedoch multiple Reize hinzu (Geruch, Geschmack, Optik...). Und wenn eine Häufung von Stimulanzen zusammenkommt und der Fisch zudem hungrig ist, beißt er auf den Köder - der ja seine natürliche Nahrung darstellt - auch mehrmals.
Sind Fische lernfähig?
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ChristianK.
Re: Sind Fische lernfähig?
Astacus, tiefgründiger findest Du aber Nummer 2 und 3 Deines Posts was genau das besagt was vorher schon geschrieben wurde? 
Instinkte! Futter-fressen-Überleben
Im Falle der Zuchtlachse erweckt man die Instinkte wieder, sie haben Hunger und müssen fressen.(beide Testgruppen)
Dazu kommt Futterneid der Gruppe mit den wilden, schon fangen sie wieder an zu jagen.
Lernen ist dabei ein dehnbarer Begriff. Ob man das erwecken von Instinkten(Jagdinstinkt) als lernen ansehen will ist die eine Sache, dass sich Fische etwas von anderen abschauen können weil sie dadurch satt werden ist sehr gut möglich!
Konditionierung ist ein Reiz-Reaktions-Muster, hat nur bedingt mit lernen zu tun.
Karpfen werden auf Boilies konditioniert, sie fressen sie Kiloweise, werden damit auch gefangen und fressen sie wieder.
Es sind Energiebomben die das Risiko gefangen zu werden wert sind. (Fische denken nicht daran das dies ihr Ende sein könnte)
Die Natur arbeitet mit einfachen Mitteln. Abwägen zwischen nutzen, Engerieaufwand und Gefahr!
Nummer 1 Deines Posts ist Interessant aber wohl unter den Spinnfischern schon bekannt aus eigener Erfahrung.
Warum wohl fangen die alten Bleckblinker immer noch ihre Hechte? Besonders an Gewässern die mit Hightech Ködern durchpflügt werden.
Die Hechte haben die Dinger vergessen und nehmen sie willig. Den neumodischen Kram haben sie zum teil schon kennen gelernt und reagieren mit Vorsicht darauf.
Im Gegenzug habe ich sehr viele Hechte in Gewässern mit Jerks usw. gefangen in denen nur mit Blinkern, Spinnern usw. gefischt wurde.
Wie auch Gerhard schreibt, Fische lernen Köder kennen und gewissen Muster(Design oder Laufverhalten) meiden.
Man Konditioniert also Fische auf gewisse Köder NICHT zu beissen, ebenso kann man sie darauf konditionieren auf gewisse Köder zu beissen.
Sie müssen aber wie so ziemlich alle Tiere etwas dazu lernen um sich der Umgebung anzupassen, den örtlichen Gegebenheiten und Futtervorkommen, den Feinden, Nahrungskonkurenten, Jahreszeiten und auch neuen Fisch/Tier Arten, wie sie immer wieder durch die Schifffahrt eingeschleppt werden.
So dauert es meist nicht sehr lange bis invasive Arten als Nahrung angesehen werden. Dies muss jedoch erst gelernt werden.
Die Schwarzmeergrundel tritt invasiv und in Massen auf, nachdem die Welle vorüber gezogen ist und sich ein mehr oder weniger stabiler Bestand gebildet hat, merken auch die heimischen Räuber das man sie fressen kann und nehmen sie ins Nahrungsrepertoire auf.
Ich denke bei Fischen mit beschränkter Mentaler Leistungsfähigkeit sind die Grenzen verschwommen zwischen Konditionierung, Lernen und Instinkten.
Dazu die von astacus angesprochene Physische Leisungsfähigkeit.
Das Fischhirn ist das einfachste unter den Wirbeltieren!
Lernen in beschränktem Masse wie es von der Natur vorgegeben wurde und die Fundamentalen Lebensinhalte eines Fisches beeinhaltet wie eben fressen oder flüchten.
Denken kann ein Fisch allerdings nicht!
Es gibt sowohl Individuelle Unterschiede innerhalb einer Art als auch unter den Arten.
So schneiden die Evolutionär neueren Arten wie Barsch und Zander besser ab als ältere.
(so auch die angesprochenen Schwarzbarsche)
Dann eben noch der frapante Unterschied zwischen Süsswasserfischen und Salzwasserfischen!
Instinkte! Futter-fressen-Überleben
Im Falle der Zuchtlachse erweckt man die Instinkte wieder, sie haben Hunger und müssen fressen.(beide Testgruppen)
Dazu kommt Futterneid der Gruppe mit den wilden, schon fangen sie wieder an zu jagen.
Lernen ist dabei ein dehnbarer Begriff. Ob man das erwecken von Instinkten(Jagdinstinkt) als lernen ansehen will ist die eine Sache, dass sich Fische etwas von anderen abschauen können weil sie dadurch satt werden ist sehr gut möglich!
Konditionierung ist ein Reiz-Reaktions-Muster, hat nur bedingt mit lernen zu tun.
Karpfen werden auf Boilies konditioniert, sie fressen sie Kiloweise, werden damit auch gefangen und fressen sie wieder.
Es sind Energiebomben die das Risiko gefangen zu werden wert sind. (Fische denken nicht daran das dies ihr Ende sein könnte)
Die Natur arbeitet mit einfachen Mitteln. Abwägen zwischen nutzen, Engerieaufwand und Gefahr!
Nummer 1 Deines Posts ist Interessant aber wohl unter den Spinnfischern schon bekannt aus eigener Erfahrung.
Warum wohl fangen die alten Bleckblinker immer noch ihre Hechte? Besonders an Gewässern die mit Hightech Ködern durchpflügt werden.
Die Hechte haben die Dinger vergessen und nehmen sie willig. Den neumodischen Kram haben sie zum teil schon kennen gelernt und reagieren mit Vorsicht darauf.
Im Gegenzug habe ich sehr viele Hechte in Gewässern mit Jerks usw. gefangen in denen nur mit Blinkern, Spinnern usw. gefischt wurde.
Wie auch Gerhard schreibt, Fische lernen Köder kennen und gewissen Muster(Design oder Laufverhalten) meiden.
Man Konditioniert also Fische auf gewisse Köder NICHT zu beissen, ebenso kann man sie darauf konditionieren auf gewisse Köder zu beissen.
Sie müssen aber wie so ziemlich alle Tiere etwas dazu lernen um sich der Umgebung anzupassen, den örtlichen Gegebenheiten und Futtervorkommen, den Feinden, Nahrungskonkurenten, Jahreszeiten und auch neuen Fisch/Tier Arten, wie sie immer wieder durch die Schifffahrt eingeschleppt werden.
So dauert es meist nicht sehr lange bis invasive Arten als Nahrung angesehen werden. Dies muss jedoch erst gelernt werden.
Die Schwarzmeergrundel tritt invasiv und in Massen auf, nachdem die Welle vorüber gezogen ist und sich ein mehr oder weniger stabiler Bestand gebildet hat, merken auch die heimischen Räuber das man sie fressen kann und nehmen sie ins Nahrungsrepertoire auf.
Ich denke bei Fischen mit beschränkter Mentaler Leistungsfähigkeit sind die Grenzen verschwommen zwischen Konditionierung, Lernen und Instinkten.
Dazu die von astacus angesprochene Physische Leisungsfähigkeit.
Das Fischhirn ist das einfachste unter den Wirbeltieren!
Lernen in beschränktem Masse wie es von der Natur vorgegeben wurde und die Fundamentalen Lebensinhalte eines Fisches beeinhaltet wie eben fressen oder flüchten.
Denken kann ein Fisch allerdings nicht!
Es gibt sowohl Individuelle Unterschiede innerhalb einer Art als auch unter den Arten.
So schneiden die Evolutionär neueren Arten wie Barsch und Zander besser ab als ältere.
(so auch die angesprochenen Schwarzbarsche)
Dann eben noch der frapante Unterschied zwischen Süsswasserfischen und Salzwasserfischen!
Re: Sind Fische lernfähig?
Gerade beim Egli fischen sind mir schon öfter Sachen aufgefallen, bei mir war es meistens so dass die Egli nach einer gewissen Zeit (manchmal nur Minuten) den fängigen Köder abgelehnt haben erst recht wenn man die Egli zurückgesetzt hat, oder beim Drill aus geschlitzt sind! Wer weis vielleicht ist das auch nur eine Einbildung oder hat andere Ursachen aber ich würde so ein verhalten schon als lernfähig beurteilen, aber es kommt offensichtlich auf die Fischart drauf an! den zb. Brachsen hatte ich an einem Tag schon 3x die gleich am Haken, diese Fische sind wirklich "dumm" 
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obelix
Re: Sind Fische lernfähig?
betr. egli...
bei hardbaits gebe ich dir recht, dural.....mit softbaits sieht's aber sehr oft ganz anders aus, egal ob die fische released werden oder nicht.
bei hardbaits gebe ich dir recht, dural.....mit softbaits sieht's aber sehr oft ganz anders aus, egal ob die fische released werden oder nicht.
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astacus
Re: Sind Fische lernfähig?
@obelix:
worauf führst du es zurück, dass soft- und hardbaits nicht gleich gemieden werden?
@ChristianK.:
dass fische grosse denker sind, habe ich auch nie gesagt. selbstverständlich sind viele neurologischen leistungen weniger gut ausgeprägt als bei höher entwickelten wirbeltieren. allerdings ist neurologisch und ethologisch klar definiert, was "lernen" ist, und es existieren an sich keine zweifel mehr, dass fische grundsätzlich lernen können.
worauf führst du es zurück, dass soft- und hardbaits nicht gleich gemieden werden?
@ChristianK.:
dass fische grosse denker sind, habe ich auch nie gesagt. selbstverständlich sind viele neurologischen leistungen weniger gut ausgeprägt als bei höher entwickelten wirbeltieren. allerdings ist neurologisch und ethologisch klar definiert, was "lernen" ist, und es existieren an sich keine zweifel mehr, dass fische grundsätzlich lernen können.
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obelix