War gestern am Bielersee und hab den dicken Rehlig nachgestellt. Leider liess sich "noch" keines blicken. Ich denke aber, dass es sich nur noch um Tage handeln kann bis sie auftauchen und verschlingen was ins grosse Maul passt.
Auf dem Nachhauseweg hab ich mich noch mit den Herren Pi und Hasli an der Aare in Aarberg verabredet um einen gemütlichen Nachtansitz zu machen und mit etwas Glück vielleicht eine Trüsche überlisten zu können. Langer Rede kurzer Sinn: Nach einigen Fehlbissen und "vorsichtigem Nüschele und Süggele a de Würm" konnte ich einen relativ heftigen Biss auf einer meiner Ruten ausmachen. Um möglichst keinen Widerstand zu bieten hab ich die Rolle aufgemacht und den nächtlichen Schleicher die Würmer packen und verdrücken lassen. Kontinuierlich wurde Schnur von der Rolle genommen, allerdings in einem sehr verhaltenen Tempo.
Anhieb gesetzt und ich stand im Drill. Weltklasse! Natürlich macht man sich im Drill immer Gedanken was am anderen Ende der Schnur kämpft. Auch gestern wurden diese Gedanken ausgetauscht. Ich rechnete aufgrund des relativ ruhigen Drills eigentlich mit einer mittleren, schlaffen Barbe. Einer vermutete Wels. Das Wort Karpfen fiel ebenso und Aal schnappte ich auch noch irgendwo auf. Wer fängt den um diese Jahrezeit Aale?
Nun ja - es war zu unser aller Überraschung in der Tat ein Aal welcher sich mein Wurmbündel einverleibt hatte!
Normalerweise werden die aktiv wenn das Wasser einiges wärmer ist als derzeit. Erstaunlich war sein Umfang. Ein richtig dicker Brummer! Und ich war immer der Meinung, dass Aale während der kalten Jahreszeit irgendwo im Schlamm eingebuddelt verharren und kaum Aktivitäten zeigen...
Fotos hab ich kein geschossen. Vielleicht werd ich dies nachholen, denn der Aal tummelt sich noch im Haslitank. Die Grösse dürfte bei rund 60cm liegen.
Gruss und immer schön "PETRI HEIL"!
miKe


