lacustribus hat geschrieben:Dass ein Restaurant am See, die Fische des Sees als Spezialität anbietet, ist sicher normal.
Dass bei der heutigen Fischereiverordnung, wo der ganze Thunersee als Äschenschongebiet gilt, frische Äschenfilets aus dem Thunersee als "Tageshit" (so stand es auf der Tafel) angeboten werden, finde ich alles andere als normal. Wenn zudem die Äschenlieferanten Hobbyfischer sind, dann finde ich dies, sorry für den Kraftausdruck, zum Kotzen! Meines Wissens wurden übrigens alle dort angebotenen Fische (auch Hechte) von Hobbyfischern gefangen. Die Berufsfischer legen fairerweise schon seit längerem keine Netze mehr auf der Äschendünni, sie respektieren also die verstärkten Schonmassnahmen zu Gunsten der Fahnenträgerinnen. Umso peinlicher, wenn Leute aus den eigenen Reihen ihre Äschen an Restaurants verkaufen müssen! Meine Meinung.
Soo himmeltraurig ist es nun m.E. auch nicht in unserem Land. Sinnvolle Verbote und Gesetze sind leider nötig, insbesondere bei der Fischerei, wo wie gesagt, die Zeiten geändert haben und wir uns unsere Fischbestände und damit unser Hobby selbst zerstören würden, praktizierten wir die Anarchie. Dazu kommt mir immer wieder die viel zitierte Weisheit der Cree-Indianer in den Sinn (erst wenn der letzte Baum gerodet,...), welches m.A.n. für uns Menschen leider absolut zutrifft. Masslosigkeit, wie das Beispiel oben zeigt, ist weit verbreitet, auch unter uns Fischern.
Gruss helix