Seh ich genau so...Mvuvi hat geschrieben: Eines ist allerdings klar, Hauptschuldiger ist und bleibt der Mensch, denn all diese Probleme werden ausschliesslich und nur durch uns verursacht.
Es ist demzufolge schlicht billig und unredlich, hierfür einen "Sündenbock" zu benennen ( = fischfressende Vögel).
Allerdings auch sehr bequem... dann muss man ja nichts an seinem eigenen Verhalten ändern... nur ein paar Vögel abknallen und alles wird wieder gut.
Fischbestand ist bedenklich zurückgegangen!
- fishfnord
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Re: Fischbestand ist bedenklich zurückgegangen!
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Mvuvi
Re: Fischbestand ist bedenklich zurückgegangen!
Danke! Du siehst den Fnord...fishfnord hat geschrieben:Seh ich genau so...Mvuvi hat geschrieben: Eines ist allerdings klar, Hauptschuldiger ist und bleibt der Mensch, denn all diese Probleme werden ausschliesslich und nur durch uns verursacht.
Es ist demzufolge schlicht billig und unredlich, hierfür einen "Sündenbock" zu benennen ( = fischfressende Vögel).
Allerdings auch sehr bequem... dann muss man ja nichts an seinem eigenen Verhalten ändern... nur ein paar Vögel abknallen und alles wird wieder gut.
Gruss an Hagbard
- JJwizard
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Re: Fischbestand ist bedenklich zurückgegangen!
Ja simplifiziert das Problem nur weiter, was ja auch eine Form von Bequemlichkeit ist! Habe jedenfalls nirgends in diesem Thread gelesen, dass jemand hier die Alleinschuld den Vögeln zu schiebt und diese einfach abzuknallen will, was ja tatächlich auch keine wunderheilende Lösung des Problems (Problem wo wie ....!?) wäre. Nur tröstest das Augen verschliessen vor den tatsächlich auch durch Vögel verursachte Schäden die jenigen die Aufzuchtsbäche betreuen und Forellen/Lachse (im Lachsprojekt 2000) in den Seitenbächen des Rhein mit grossem Einsatz aufziehen nicht, wenn täglich mehrere Gänsesäger den ganzen Bach mit vortgestreckent Sömmerlingen plündern??
Also geben wir doch weiterhin einfach bequem dem tatsächlichen Verursacher Mensch, der für Klimawandel, Überbevölkerung und die Verunreinigung der Gewässer durch unheilsame chemische Verbindungen wie Östrogene (unklärbare Rückstände im Urin verursacht z.b. durch die Antibabypille etc.) zuständig ist die Schuld ....... und legen weiterhin die Hände in den eigenen Schoss, weil man ja eh nichts tun kann.
Hauptsache es bleibt bequem ......... und zwischenzeitlich stirbt dafür die Doubs- und Rheinforellen etc aus ....... und das entschuldigt man ebenfalls bequem mit der unaufhaltsamen Evolution und mit dem Preis des Vortschritts. Schlafen wir weiter ....... gut, alles hat seinen Preis!
JJ
Also geben wir doch weiterhin einfach bequem dem tatsächlichen Verursacher Mensch, der für Klimawandel, Überbevölkerung und die Verunreinigung der Gewässer durch unheilsame chemische Verbindungen wie Östrogene (unklärbare Rückstände im Urin verursacht z.b. durch die Antibabypille etc.) zuständig ist die Schuld ....... und legen weiterhin die Hände in den eigenen Schoss, weil man ja eh nichts tun kann.
Hauptsache es bleibt bequem ......... und zwischenzeitlich stirbt dafür die Doubs- und Rheinforellen etc aus ....... und das entschuldigt man ebenfalls bequem mit der unaufhaltsamen Evolution und mit dem Preis des Vortschritts. Schlafen wir weiter ....... gut, alles hat seinen Preis!
JJ
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Schweizer Angler
Re: Fischbestand ist bedenklich zurückgegangen!
sorry, aber wo ist im doubs der säger oder kormoran ein problem? oder ist er jetzt für die verpilzung und gewässerbelastung und auch für den schwallbetrieb auch noch verantwortlich?
ich kenne die aufzuchtbäche für das l2020 (2000 gibts ja nicht mehr) projekt nicht, wenn der gänsesäger den ganzen bach mit lachsömmerlingen leerfegt, wieso besetzt ihr dann weiter in solchen bächen? habt ihr genügen totholz-einträge in den bächen, verstecke für die fische (faschinen, unterspülte ufer) und genügend büsche am ufer? bei uns im kanton bern wo wir dies teils haben, ist meist kein säger und auch kein reiher.
vielleicht für euch interessant; http://www.rp.baden-wuerttemberg.de/ser ... ericht.pdf
wieso benutzt ihr eigentlich weiter vorgestreckte brut und nicht vibert-boxen mit eiern? die erfahrungen damit und mit dann besser ans gewässer angepasstenund massiv widerstandfähigen fischen sind scheinbar weitum erfolgreich?
ein kollege von mir hat gestern beruflich eine kantonale fischzuchtanstalt besucht - auf die frage was der besatz der bäche mit forellen bringen würde konnten die profis dort keine antwort geben........gibt mir schwer zu denken! null efolgskontrolle, aber giesskannenprinzip rein auf politische druck durch die fischer ja klar. hoffentlich macht mal jemand eine finanzkontrolle der auch was von controlling & fischen versteht
gruss
sa
ich kenne die aufzuchtbäche für das l2020 (2000 gibts ja nicht mehr) projekt nicht, wenn der gänsesäger den ganzen bach mit lachsömmerlingen leerfegt, wieso besetzt ihr dann weiter in solchen bächen? habt ihr genügen totholz-einträge in den bächen, verstecke für die fische (faschinen, unterspülte ufer) und genügend büsche am ufer? bei uns im kanton bern wo wir dies teils haben, ist meist kein säger und auch kein reiher.
vielleicht für euch interessant; http://www.rp.baden-wuerttemberg.de/ser ... ericht.pdf
wieso benutzt ihr eigentlich weiter vorgestreckte brut und nicht vibert-boxen mit eiern? die erfahrungen damit und mit dann besser ans gewässer angepasstenund massiv widerstandfähigen fischen sind scheinbar weitum erfolgreich?
ein kollege von mir hat gestern beruflich eine kantonale fischzuchtanstalt besucht - auf die frage was der besatz der bäche mit forellen bringen würde konnten die profis dort keine antwort geben........gibt mir schwer zu denken! null efolgskontrolle, aber giesskannenprinzip rein auf politische druck durch die fischer ja klar. hoffentlich macht mal jemand eine finanzkontrolle der auch was von controlling & fischen versteht
gruss
sa
Zuletzt geändert von Schweizer Angler am Do 28. Apr 2011, 18:05, insgesamt 2-mal geändert.
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astacus
Re: Fischbestand ist bedenklich zurückgegangen!
klar doch, jetzt schon der gänsesäger schuld, dass wir keine lachse in der schweiz haben
komme mir wirklich langsam vor wie in einem irrenhaus...
und wie gesagt, solange damit argumentiert wird, dass die vögel die aufzuchtbäche leer fressen: who cares?! sind doch eh alles künstlich erbütete fische, welche bei der auswilderung nachgewiesenermassen extrem geringe überlebenschancen haben. ablenkfütterung nennt man dies in der fachsprache
im ernst: aufzucht und fischbesatz stehen zurecht stark in der kritik und es tut sich dabei einiges in der schweiz. schon alleine die zweimalige elektrische abfischung pro jahr wird dem gewässer weitaus mehr schaden als alle vögel zusammen. und eben, dort wo die fische ausgewildert werden, bringen sie dem bestand ebenfalls praktisch nichts (x-fach gut untersucht und dabei fast immer genau das nachgewiesen).
ach ja, nur damit dies auch klar ist: unser verein betreut selbst aufzuchtbäche, ab diesem jahr zwar nur noch einen (vorher vier). ich bin seit jahren bei jeder abfischung dabei und tue dies auch gerne. allerdings ist meine meinung dort auch bekannt und wir sind immerhin auf dem besten weg dazu, das ganze bewirtschaftungskonzept zu überarbeiten (weniger salmoniden-besatz, der verbleibende besatz wird markiert und es findet eine erfolgskontrolle statt, etc.). und übrigens jagen in unseren aufzuchtbächen auch reiher und säger, an den befischten gewässern zusätzlich auch kormis.
komme mir wirklich langsam vor wie in einem irrenhaus...
und wie gesagt, solange damit argumentiert wird, dass die vögel die aufzuchtbäche leer fressen: who cares?! sind doch eh alles künstlich erbütete fische, welche bei der auswilderung nachgewiesenermassen extrem geringe überlebenschancen haben. ablenkfütterung nennt man dies in der fachsprache
im ernst: aufzucht und fischbesatz stehen zurecht stark in der kritik und es tut sich dabei einiges in der schweiz. schon alleine die zweimalige elektrische abfischung pro jahr wird dem gewässer weitaus mehr schaden als alle vögel zusammen. und eben, dort wo die fische ausgewildert werden, bringen sie dem bestand ebenfalls praktisch nichts (x-fach gut untersucht und dabei fast immer genau das nachgewiesen).
ach ja, nur damit dies auch klar ist: unser verein betreut selbst aufzuchtbäche, ab diesem jahr zwar nur noch einen (vorher vier). ich bin seit jahren bei jeder abfischung dabei und tue dies auch gerne. allerdings ist meine meinung dort auch bekannt und wir sind immerhin auf dem besten weg dazu, das ganze bewirtschaftungskonzept zu überarbeiten (weniger salmoniden-besatz, der verbleibende besatz wird markiert und es findet eine erfolgskontrolle statt, etc.). und übrigens jagen in unseren aufzuchtbächen auch reiher und säger, an den befischten gewässern zusätzlich auch kormis.
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Schweizer Angler
Re: Fischbestand ist bedenklich zurückgegangen!
hallo asti-ich wäre froh bei uns würde die erfolgskontrolle auch viel mehr einzug halten- sie findet selten im rahmen wie ihr sie tätigt statt, das bafu hat schon vor rund 10 jahren - leider nur ratend aber nicht fordernd- (mehr-)erfolgskontrollen "angeregt" .
gruss
sa
gruss
sa
- JJwizard
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Re: Fischbestand ist bedenklich zurückgegangen!
@SA: Ich weiss es ist mühsam immer alles zu lesen .......... doch wie mehrfach erwähnt und niedergeschrieben geht hier nicht nur um die Vögel sondern auch um andere explizit erwähnte Ursachen! Ich hoffe damit Deine Frage zu beantworten!Schweizer Angler hat geschrieben:sorry, aber wo ist im doubs der säger oder kormoran ein problem? oder ist er jetzt für die verpilzung und gewässerbelastung und auch für den schwallbetrieb auch noch verantwortlich?
@Actacus: Menschen in Irrenhäusern sind Menschen die nicht mehr mit Ihrer Realität klar kommen .....!astacus hat geschrieben:klar doch, jetzt schon der gänsesäger schuld, dass wir keine lachse in der schweiz habenkomme mir wirklich langsam vor wie in einem irrenhaus...
Spass bei Seite, ich kenne einen Aargauer Fischerverein der hat sich am Lachs2000 Projekt beteiligt und einen Bach mit Lachssetzlingen besetzt. Die Vögel haben 5 Stück von ein paar Hundert übrig gelassen. Da heisst aber nicht, dass die Vögel für das Aussterben des Lachses im Rhein verantwortlich zu machen ist. Ich will damit nur sagen, der Mensch tendiert zu lesen was er lesen möchte, weil er die Antwort schon im Kopf hat ....!
Nun lass ich es aber sein, diese Diskussionen enden immer auf die selbe Art und Weise!
JJ
Zuletzt geändert von JJwizard am Do 28. Apr 2011, 18:34, insgesamt 3-mal geändert.
Born to fish - forced to work!
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Mvuvi
Re: Fischbestand ist bedenklich zurückgegangen!
Lieber JJwizard
Wie kommst Du bloss zu der Einschätzung, dass ich das Problem "simplifiziere"? Ich habe doch klar und eindeutig festgehalten,
dass für den Fischrückgang ein ganzer Ursachenkomplex verantwortlich ist. Ausserdem bin sicher der Letzte, der
irgendetwas "dem Fortschritt" opfern will! Zudem ist für mich nicht plausibel, was der Fischrückgang mit "der unaufhaltsamen
Evolution"(?) zu tun hat und wo hier ein Zusammenhang mit diesem Thread besteht? Evolution hat nun mal wirklich nichts mit
"Fortschritt" zu tun...
WIR ALLE können und müssen sehr viel tun. Aber dazu gehört eben auch, die Dinge vernetzt zu betrachten und zB
Ursache und Wirkung/Problem auseinanderzuhalten. Ich kenne das von Dir erwähnte "Lachsprojekt 2000" nicht. Es geht doch
u.a. auch darum, die ökologischen Voraussetzungen dafür (wieder) zu erschaffen, dass sich die besagten Fischarten "wohl fühlen"
und nicht einfach sinnlos Gewässer zu besatzen, in denen eben dieses Voraussetzungen nicht erfüllt sind
(was ich Dir keinesfalls unterstellen möchte).
Nein, mein geschätzter Fischerkamerad, es darf eben nicht "bequem" bleiben! Wir müssen bei uns beginnen und nicht
bei anderen Spezies, die zufälligerweise auch Fisch essen. Jeder von uns kann SEHR VIEL tun! Hier nur einige Beispiele,
was jeder von uns zB tun kann (kunterbunt durcheinander gemischt):
- Wählt von links bis rechts Politiker ab, welche diesem wahnsinnigen Wachstumsparadigma verfallen sind
- Gründet Bürgerinitiativen, beginnt die Dinge von unten her zu verändern (zB gegen solche Drecksfirmen wie die BKW...)
- Kauft Lebensmittel die in der Region produziert werden (zB werden zZ Spargeln aus Peru in der Migros angeboten
)
- Reduziert das Autofahren oder verzichtet ganz darauf
- Werdet Riverwatcher (http://www.wwf.ch)
- Macht bei Renaturierungsprojekten mit
- Klärt Freunde, Kollegen usw. auf
- Macht umweltpolitische Verfehlungen od. Sünden von Unternehmen/Politikern publik, geht an die Öffentlichkeit,
stellt sie an den Pranger (nett zu sein bringt hier nichts...
)
- und... und....
Jeder von uns kann sich hier Aktionsfelder aussuchen, wo er seine spezifischen Stärken und sein Wissen einbringen kann.
Es gibt hunderte von Möglichkeiten...
Beste Grüsse
Mvuvi
Wie kommst Du bloss zu der Einschätzung, dass ich das Problem "simplifiziere"? Ich habe doch klar und eindeutig festgehalten,
dass für den Fischrückgang ein ganzer Ursachenkomplex verantwortlich ist. Ausserdem bin sicher der Letzte, der
irgendetwas "dem Fortschritt" opfern will! Zudem ist für mich nicht plausibel, was der Fischrückgang mit "der unaufhaltsamen
Evolution"(?) zu tun hat und wo hier ein Zusammenhang mit diesem Thread besteht? Evolution hat nun mal wirklich nichts mit
"Fortschritt" zu tun...
WIR ALLE können und müssen sehr viel tun. Aber dazu gehört eben auch, die Dinge vernetzt zu betrachten und zB
Ursache und Wirkung/Problem auseinanderzuhalten. Ich kenne das von Dir erwähnte "Lachsprojekt 2000" nicht. Es geht doch
u.a. auch darum, die ökologischen Voraussetzungen dafür (wieder) zu erschaffen, dass sich die besagten Fischarten "wohl fühlen"
und nicht einfach sinnlos Gewässer zu besatzen, in denen eben dieses Voraussetzungen nicht erfüllt sind
(was ich Dir keinesfalls unterstellen möchte).
Nein, mein geschätzter Fischerkamerad, es darf eben nicht "bequem" bleiben! Wir müssen bei uns beginnen und nicht
bei anderen Spezies, die zufälligerweise auch Fisch essen. Jeder von uns kann SEHR VIEL tun! Hier nur einige Beispiele,
was jeder von uns zB tun kann (kunterbunt durcheinander gemischt):
- Wählt von links bis rechts Politiker ab, welche diesem wahnsinnigen Wachstumsparadigma verfallen sind
- Gründet Bürgerinitiativen, beginnt die Dinge von unten her zu verändern (zB gegen solche Drecksfirmen wie die BKW...)
- Kauft Lebensmittel die in der Region produziert werden (zB werden zZ Spargeln aus Peru in der Migros angeboten
- Reduziert das Autofahren oder verzichtet ganz darauf
- Werdet Riverwatcher (http://www.wwf.ch)
- Macht bei Renaturierungsprojekten mit
- Klärt Freunde, Kollegen usw. auf
- Macht umweltpolitische Verfehlungen od. Sünden von Unternehmen/Politikern publik, geht an die Öffentlichkeit,
stellt sie an den Pranger (nett zu sein bringt hier nichts...
- und... und....
Jeder von uns kann sich hier Aktionsfelder aussuchen, wo er seine spezifischen Stärken und sein Wissen einbringen kann.
Es gibt hunderte von Möglichkeiten...
Beste Grüsse
Mvuvi
Zuletzt geändert von Mvuvi am Do 28. Apr 2011, 23:39, insgesamt 1-mal geändert.
-
Schweizer Angler
Re: Fischbestand ist bedenklich zurückgegangen!
alle die das projekt lachs 2020 nicht kennen;
http://www.iksr.org/uploads/media/Bericht_Nr._162-d.pdf
gruss
sa
http://www.iksr.org/uploads/media/Bericht_Nr._162-d.pdf
gruss
sa
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Schweizer Angler
Re: Fischbestand ist bedenklich zurückgegangen!
Macht bei Renaturierungsprojekten mit bin ich voll dafür (und mache auch mit, wenn auch in einem privaten projekt).
renaturierungen würden wohl fischereiverienen langfristig mehr bringen als reiner besatz, abfischen und anderswo wieder reinkippen. evtl würden es gerade jungangler mehr ansprechen, (nun kommts extra provokativ;) denn da sieht man ein unmittelbares resultat, mehr fische sehen (und fangen) sie ja von reinem besatz wohl nicht ausser im besatzkübel, dafür wohl dann langfristig schon, vorallem schönere und vitalere fische (beispiel; nicht nur 22.01 cm fische wo das schonmass 22 ist..) (extra provokativ ende) ah, einen hab ich noch, sinngemässes zizat österreichischer fischereiverband 2011...."die fischer hegen übertriebene erwartungen an den fischbestand vieler gewässer" (so etwas würde unser verband wohl nie wagen zu sagen) (!).
gruss
sa
renaturierungen würden wohl fischereiverienen langfristig mehr bringen als reiner besatz, abfischen und anderswo wieder reinkippen. evtl würden es gerade jungangler mehr ansprechen, (nun kommts extra provokativ;) denn da sieht man ein unmittelbares resultat, mehr fische sehen (und fangen) sie ja von reinem besatz wohl nicht ausser im besatzkübel, dafür wohl dann langfristig schon, vorallem schönere und vitalere fische (beispiel; nicht nur 22.01 cm fische wo das schonmass 22 ist..) (extra provokativ ende) ah, einen hab ich noch, sinngemässes zizat österreichischer fischereiverband 2011...."die fischer hegen übertriebene erwartungen an den fischbestand vieler gewässer" (so etwas würde unser verband wohl nie wagen zu sagen) (!).
gruss
sa
-
Rolandus
Re: Fischbestand ist bedenklich zurückgegangen!
Lieber Forellenteiche anstatt Bäche und Flüsse, die bewirtschaftet werden wie Forellenteiche.
Renaturierung mach ich auch gerne mit - wo in welchem Verein in Bern?
War mit meinen Kindern auch sonst schon aktiv, z.B. mit WWF am Heckenschutz, Frösche retten etc.
Macht auch Spass. Wäre auch für eine Abfallsäuberung-Action der Ufer zu haben.
Rolandus
Renaturierung mach ich auch gerne mit - wo in welchem Verein in Bern?
War mit meinen Kindern auch sonst schon aktiv, z.B. mit WWF am Heckenschutz, Frösche retten etc.
Macht auch Spass. Wäre auch für eine Abfallsäuberung-Action der Ufer zu haben.
Rolandus
- JJwizard
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Re: Fischbestand ist bedenklich zurückgegangen!
Sehr geschätzter Mvuvi,Mvuvi hat geschrieben:Lieber JJwizard,
Wie kommst Du bloss zu der Einschätzung, dass ich das Problem "simplifiziere"? Beste Grüsse
Mvuvi
Besten dank für Deine höchst interessanten Zeilen! Dir würde ich Simplifizierung eines Themas ganz am Schluss nachsagen wenn überhaupt! Deine Argumentationen sind wirklich umfassen und sehr zutreffend. Meine Aussage war eigentlich .... um es auf einen kurzen Nenner zu bringen ....
20% + 20% + 20% + 20% + 20% ergibt 100%, das bezweifeln wohl nur wenige. Meine Grundaussage ist, ja fischfressende Vögel können ein Problem für den Fischbestand einiger Gewässer darstellen, doch es gibt noch mindestens 80% andere Gründe für das Gewässerproblem.
Und jetzt komme ich wieder zu Deinen tollen Zeilen mit Vorschlägen, genau um das geht es nämlich, das grösste Problem ist die mangelnde Solidarisierung und das starke Auftreten als eine Einheit. So lange wir Fischer und andere Naturliebhaber uns gegenseitig die Argumente im Mund umdrehen und wir uns schon nicht untereinander verstehen, wie sollen das weniger involvierte Mitmenschen noch im Zusammenhang verstehen können. Und ja, wer ohne Schuld, der werfe den ersten Stein. Auch ich könnte manchmal mehr tun! Nur wenn alle ein wenig tun würden, könnte man sehr viel mehr erreichen als wenn sich nur einzelne mühen!
Tight-lines
JJ
Born to fish - forced to work!
-
Mvuvi
Re: Fischbestand ist bedenklich zurückgegangen!
@ JJwizard
Alles klar - besten Dank!
Ich bin mit Dir abs. einverstanden: "Finden von Gemeinsamkeiten anstelle des Trennenden"
und daraus dann konkrete Handlungen ableiten. Oft hilft auch ein bisschen mehr Humor über
"das Trennende" hinweg
Auch Dir ein kräftiges Petri!
Mvuvi
Alles klar - besten Dank!
Ich bin mit Dir abs. einverstanden: "Finden von Gemeinsamkeiten anstelle des Trennenden"
und daraus dann konkrete Handlungen ableiten. Oft hilft auch ein bisschen mehr Humor über
"das Trennende" hinweg
Auch Dir ein kräftiges Petri!
Mvuvi
-
Schweizer Angler
Re: Fischbestand ist bedenklich zurückgegangen!
jj, ich gebe dir recht. gemeinsam können angler eine starke lobby sein, nur ist es heute - nicht nur für angler sondern die politik spielt es immer wie mehr vor - schwierig einen gemeinsamen nenner zu finden. siehst du ja hier im forum täglich. allerdings führen gerade diskussionen eher zu einem gemeinsamem nenner, sprich kompromisse, als nur die eine oder andere seite aufs heftigste zu verteidigen (gleich fronten-verhärtung).
die sogenannte basis, also die leute an der front, egal auf welcher fronseite sie dabei stehen, sehen die dinge meist anders, und oft auch zu recht, als ihre "vorgesetzten". sieht du auch in berufsverbänden wo die mitglieder scharenweise davonlaufen, weil sie sich durch die präsidenten oder das "programm" nicht mehr vertreten fühlen. selbiges in politischen parteien, der fdp und cvp laufen die wähler weg und suchen ihre bestimmung in kleineren, schnell reagierenden und "unabhängigen" parteien (der svp wird wohl über mittel oder lang ebenso gehen).
die "globalisierung im kleinen ist vermutlich gescheitert", es gibt immer mehr junge urbane, die sogar ländlermusik hören (einige passen sie zeitgemäss mit grunge oder rave-einschlag an), vor jahrzehnten noch undenkbar.
auch die schweiz ist ein besonders land, ein bund von 26 einzelstaaten, jeder mit eigener verfassung, gesetzen (siehe fischereigesetze als nur 1 beispiel), und 26 mal x eigenen problemen. schon da ist ein nenner zu finden oft mehr als schwer.
aus meiner sicht ist auch der schweiz. fischereiverband davon betroffen, er vertritt aus meiner sicht nur noch eine (relativ kommune inkl. dem ph-mäg) "minderheit" der schweizer fischer.
rund 65-70% aller ch.-fischer sind nicht im verband, vorallem gerade junge aus der stadt und angrenden gemeinen (es leben dort aber die meisten menschen). aber diese gilt es ebenso bei anliegen zu vertreten, was scheinbar immer weniger der fall ist. der sfv setzt nach wie vor auf (aus meiner sicht zu-) traditionelle (ja wohl bei den erwähnten 70% nicht-mitglieder eher nicht mehr zeitgemässe oder aktuelle-) themen wie besatz mit fremden arten und mehr besatz allgemein, einem überheblichen, ja oft sogar "arroganten" auftreten gegenüber behörden und andersdenkenden (z.b. andere naturschutzverbände), einem für die basis intransparenten und (für mich-) manchmal an "mauscheleien" und "vetterliwirtschaft" erinnernden "politchlüngel"(da ist er aber nicht schlechter/besser wie die parlamentsvertreter der parteien). gut, politik funktioniert halt (immer noch) sehr oft nach solchen gegebenheiten.
wie wäre es z.b., analog der aktuellen atomausstiegsdiskussion in D mit deren "ethik-komission" z.b. eine "fischerei-komission" einzuberufen, wo grundsätzliche probleme mal mit allen (auch andersdenkenden) geführt würde um eine relativ gemeinsame stossrichtung zu finden? also eine "round table" mit anderen verbänden (auch dem tierschutz), behörden, vereinen, einfachen bürgern etc..? was in einer solchen diskussion dann von allen [/u (und nicht nur einzelnen) als prioritär ung gangbar/umsetzbar heraustellt, kann als "problem" angegangen und versucht mit kompromissen, wenn vielleicht auch nur teilweise, behoben zu werden (die alles oder nüt-taktik bring rein nichts mehr). bis jetzt ist der verband in meinen augen eher eine einzelkämpfer-lobby die sich langfristig selber abschafft.
idealrezepte gibt es wohl nicht, aber um vorwärts zu kommen braucht es von allen an fischen und fischerei mehr flexibilität und den willen andersdenkende einzubeziehen . das vermisse ich nach wie vor "hüben wie drüben". wie mvuvi richti sagt
gruss
sa
die sogenannte basis, also die leute an der front, egal auf welcher fronseite sie dabei stehen, sehen die dinge meist anders, und oft auch zu recht, als ihre "vorgesetzten". sieht du auch in berufsverbänden wo die mitglieder scharenweise davonlaufen, weil sie sich durch die präsidenten oder das "programm" nicht mehr vertreten fühlen. selbiges in politischen parteien, der fdp und cvp laufen die wähler weg und suchen ihre bestimmung in kleineren, schnell reagierenden und "unabhängigen" parteien (der svp wird wohl über mittel oder lang ebenso gehen).
die "globalisierung im kleinen ist vermutlich gescheitert", es gibt immer mehr junge urbane, die sogar ländlermusik hören (einige passen sie zeitgemäss mit grunge oder rave-einschlag an), vor jahrzehnten noch undenkbar.
auch die schweiz ist ein besonders land, ein bund von 26 einzelstaaten, jeder mit eigener verfassung, gesetzen (siehe fischereigesetze als nur 1 beispiel), und 26 mal x eigenen problemen. schon da ist ein nenner zu finden oft mehr als schwer.
aus meiner sicht ist auch der schweiz. fischereiverband davon betroffen, er vertritt aus meiner sicht nur noch eine (relativ kommune inkl. dem ph-mäg) "minderheit" der schweizer fischer.
rund 65-70% aller ch.-fischer sind nicht im verband, vorallem gerade junge aus der stadt und angrenden gemeinen (es leben dort aber die meisten menschen). aber diese gilt es ebenso bei anliegen zu vertreten, was scheinbar immer weniger der fall ist. der sfv setzt nach wie vor auf (aus meiner sicht zu-) traditionelle (ja wohl bei den erwähnten 70% nicht-mitglieder eher nicht mehr zeitgemässe oder aktuelle-) themen wie besatz mit fremden arten und mehr besatz allgemein, einem überheblichen, ja oft sogar "arroganten" auftreten gegenüber behörden und andersdenkenden (z.b. andere naturschutzverbände), einem für die basis intransparenten und (für mich-) manchmal an "mauscheleien" und "vetterliwirtschaft" erinnernden "politchlüngel"(da ist er aber nicht schlechter/besser wie die parlamentsvertreter der parteien). gut, politik funktioniert halt (immer noch) sehr oft nach solchen gegebenheiten.
wie wäre es z.b., analog der aktuellen atomausstiegsdiskussion in D mit deren "ethik-komission" z.b. eine "fischerei-komission" einzuberufen, wo grundsätzliche probleme mal mit allen (auch andersdenkenden) geführt würde um eine relativ gemeinsame stossrichtung zu finden? also eine "round table" mit anderen verbänden (auch dem tierschutz), behörden, vereinen, einfachen bürgern etc..? was in einer solchen diskussion dann von allen [/u (und nicht nur einzelnen) als prioritär ung gangbar/umsetzbar heraustellt, kann als "problem" angegangen und versucht mit kompromissen, wenn vielleicht auch nur teilweise, behoben zu werden (die alles oder nüt-taktik bring rein nichts mehr). bis jetzt ist der verband in meinen augen eher eine einzelkämpfer-lobby die sich langfristig selber abschafft.
idealrezepte gibt es wohl nicht, aber um vorwärts zu kommen braucht es von allen an fischen und fischerei mehr flexibilität und den willen andersdenkende einzubeziehen . das vermisse ich nach wie vor "hüben wie drüben". wie mvuvi richti sagt
, und dann päckliweise versuchen das eine oder andere anliegen zu fördern (päckli weil es nie einen gemeinsamen nenner für alle in jedem thema geben wird)."Finden von Gemeinsamkeiten anstelle des Trennenden"
gruss
sa