Bachforelle im Kt. Bern

Allgemeine Fragen und Antworten zum Fischen können hier eingestellt werden!
Benutzeravatar
helix
Beiträge: 1236
Registriert: Di 28. Sep 2010, 18:15
Meine Gewässer: Berner Oberland
Been thanked: 1 time
Switzerland

Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von helix »

Wer unzufrieden über seine für sich zu bescheidenen Fänge ist und diesbezüglich den Wasservögeln die Schuld in die Schuhe schiebt, hat definitiv eine sehr geringe Ahnung von Vorgängen in der Natur. Wen es dann sogar noch freut, illegal abgeschossene Gänsesäger und Kormorane auf dem Wasser treiben zu sehen und dies sogar noch öffentlich kund tut, sollte definitiv mehr als in nur einen Nachhilfekurs...

Moratorien sind m.A.n. immer schlecht und zeugen von Überforderung, ein aktiver Fischer kann doch sowas in der Regel nicht befürworten, dies kommt einem Absägen des eigenen Astes gleich.

helix
Bild
Gruess helix
Schweizer Angler

Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von Schweizer Angler »

zumal verschiedene prädatorenzählungen nicht dem entsprachen, was fischer sich davon erhofften :D . sicher nicht alles und nicht für jedes gewässer gültig, aber doch einiges wurde übertrieben (komisch dass wir trotz gänsesäger soviele äschen haben wie noch nie). und es gibt auch kormorane (fleischfischer?) in watstiefeln...
anders als rückstände aus der landwirtschaft ( z.b. in den letzten wochen wurde wieder bis an den gürberand bschüttet) oder chemie, sieht man halt vögel und kann ihnen ganz gut die schuld in die schuhe schieben. oft suchen wir vielleicht zu rasch sündenböcke (z.b. die jäger die schon über wölfe heulen bevor der rehbestand nur annähernd dezimiert wäre)...?


aprops haben imer mehr nachbarkantone fangbeschränkungen (kontingente) bei der bf, z.b. ne, so, ju. bern ist halt langsam und pennt gerne... sah man ja beim äschenmoratorium, man wusste seit ca. 1994 dass es mit der äsche so nicht weitergeht und der bestand leiden wird, aber man (fischer und inspektroat) pennte bis zum moratorium. das wäre gar nicht nötig gewesen, wenn fischer und inspektorat vorher reagiert/agiert hätte (nur haben gleich wieder einige vereine sturm geläutet, als man das schonmass von 32 auf 36 anheben wollte).

gruss

sa
Zuletzt geändert von Schweizer Angler am Mo 21. Mär 2011, 09:32, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
BrownTrout
Beiträge: 223
Registriert: So 20. Feb 2011, 14:35
Meine Gewässer: Lüssel,Bergseen,Birs,Elsass
Switzerland

Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von BrownTrout »

@ Helix

Ahnungslos bin ich auch nicht gerade aber wen du z.b an einem Weiher siehst wie diese Vögel in der Gemeinschaft Jagen und die Fische regelrecht in die enge treiben ( und ich habe es gesehen glaube mir) dan ist fertig mit friede freude eierkuchen! :? und spätestens wen du die toten grossen Laichtiere siehst und die Vögel so vollgefressen sind das sie startschwierikeiten haben weil sie so viel gefressen haben und es um dein eigenes Geld geht das sie da gefressen haben und du hilflos zuschauen musst weil sie ja nicht bejagbar sind dan würdest du vieleicht die Sache auch anders anschauen!!!!
Fischen ist das wohl schönste Hobby
Schweizer Angler

Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von Schweizer Angler »

wir sprechen aber hier von bachforellen im kt. be, und die befinden sich nicht in weihern, sondern in einen grösseren fluss oder in bächen. und in 80% von diesen hat es keine wasser ;-), äh fischfressenden vögel oder in nicht relevanter zahl für den fischbestand, also sind sie wohl kaum für einen ertragsrückgang verantwortlich und ihnen kann somit auch keine schuld "angehängt" werden.

damit will ich keinewegs deine negativen erfahrungen mit einem fischteich "vernütigen", aber um etwas differenzierung bitten. die sense und sanne werden zudem jedes jahr immer wie wärmer, der fischbestand leided nachweisbar darunter massiv (die saane zudem unter schwall/sunk), nicht unter sägern oder dergleichen.

gruss

sa
Zuletzt geändert von Schweizer Angler am Mo 21. Mär 2011, 09:40, insgesamt 3-mal geändert.
gonefishing

Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von gonefishing »

BrownTrout hat geschrieben:Jedenfalls freut es mich sehr und das will ich betonen das in diversen Gewässern der Schweiz ( spreche extra keine Namen an) immer mehr Gänseseger oder Kormorane den Rückenschwumm im Wasser machen und da hat die Flak wahrscheinlich nachgeholfen :twisted:
lacustribus hat geschrieben:der gesellschaftliche Druck gegen die Fischerei wird weiter zunehmen
Bei solchen Aussagen ist das anzunehmen und zu hoffen... :roll:
Benutzeravatar
Fischchopf
Beiträge: 171
Registriert: So 7. Sep 2008, 21:06
Meine Gewässer: Züri-/Obersee, Pfäffikersee
Wohnort: Hinwil
Has thanked: 2 times
Been thanked: 1 time
Switzerland

Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von Fischchopf »

Schweizer Angler hat geschrieben: keine wasserfressenden vögel
:?: :mrgreen: :?:
Gruess Bruno
Benutzeravatar
BrownTrout
Beiträge: 223
Registriert: So 20. Feb 2011, 14:35
Meine Gewässer: Lüssel,Bergseen,Birs,Elsass
Switzerland

Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von BrownTrout »

Ja mir ist das schon klar das der endlose Schwall-sunk betrieb, die Chemie, die Jauche, Fleischfischer, ahnungsloses Betreten eines Gewässers mitschuld sind!

für das NICHT distanzieren zur Bachforelle im KT. Bern möchte ich mich entschuldigen
Fischen ist das wohl schönste Hobby
astacus

Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von astacus »

browntrout, so viel mist auf einmal wie von dir habe ich wirklich lange nicht mehr gelesen. wenn du dich über gewilderte vögel freust, hast wirklich ein ernsthaftes problem :(

zum thema gebe ich einem teil meinen vorredner absolut recht:
ich wäre schon lange für die 2/20-regelung auch bei bachforellen, ebenso wie für eine schonmasserhöhung. ich kanns an den bernischen gewässern nicht beurteilen, aber bei uns im solothurnischen wären z.b. 30cm für die emme und 35cm für die aare allemal angebracht.
Benutzeravatar
BrownTrout
Beiträge: 223
Registriert: So 20. Feb 2011, 14:35
Meine Gewässer: Lüssel,Bergseen,Birs,Elsass
Switzerland

Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von BrownTrout »

@astacus

Es hat einfach zu viele Kormorane an gewissen stellen der Schweiz oder des Benachbarten Auslandes die halten nicht ander Grenze an! Klar braucht es von diesen Vögeln um das Gleichgewicht gewissermassen beizubehalten aber man muss doch was tun um es im Rahmen zu halten! Versteht ihr jetzt wie ich meine Aussage gemeint habe???

:!: Ich entschuldige mich bei allen für meine Drastische ausdrucksweise :!:
Fischen ist das wohl schönste Hobby
Würmlibader

Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von Würmlibader »

Asti nein, die 2/20 regelung finde ich schlecht.
wenn ich von mir aus an die emme fahre und dann nur 2 forellen nehmen darf, weisst du wie viel ich da drauflege?? :mrgreen: :mrgreen:

scherz beiseite:
solang man sich nicht auf den gesunden menschenverstand verlassen kann, brauchts wohl effektiv verbote und begrenzungen. allerdings finde ich bei bachforellen 2/20 doch ein bisschen gar krass - wie wärs mit 3/50 z.b? fischer, die 200-300 forellen im jahr abschlagen (und die gibt es!), wären auch so schon in die schranken gewiesen und die fische, die so nicht gefangen werden, sorgen auch schon wieder für mehr nachwuchs.

nicht, dass ich schon jemals 50 Bafo's in einem jahr gefangen hätte... (nichtmal wenn man die untermassigen mitrechnet).
davidoff
Beiträge: 242
Registriert: Di 21. Okt 2008, 17:31
Meine Gewässer: Aare, Dünnern, Frutt
Wohnort: Zwischen Olten+Aarau
Has thanked: 4 times
Been thanked: 6 times
Switzerland

Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von davidoff »

@BrownTrout

RECHT hast Du!!
EHC OLTEN
*1934*
Schweizer Angler

Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von Schweizer Angler »

auch kollege asti streite ja teils nicht ab, dass fischfressendes gefieder ein problem sein kann, aber wenn ich teils unsere kanalisierten gewässer in welchen ja auch kein altholz drinliegen darf (einer der besten und billigste fischunterstände) weil man darin hängen bleiben könnte, und bäume vom ufer weg müssen weil man besser fischen kann (in meinem vereinsee haben angler die seerosen ausgerissen, das würde beim grundangeln stören....), dann frage ich mich halt des öfteren schon auch, wieso der vogel wohl gerade hier frisst....auf dem präsentierteller.

gruss

sa
Schweizer Angler

Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von Schweizer Angler »

@würmlibader

das müsste man wohl wie helix richtig schreibt gewässerspezifisch anpassen, nicht in jedem gewässer ist der bestand gleich hoch/verteilt und der befischungsdruck gleich. eine sicher sofort wirksame massnahme wäre vielleicht dass in der nähe eines pkw-parkplatz im umkreis von 2 km kein fisch entommen werden darf :) da hat doch einer 2010 in der fildrich von einer brücke im dorf oey-d. aus dem autofenster heraus gefischt der d***l (

gruss

sa
Zuletzt geändert von Schweizer Angler am Mo 21. Mär 2011, 10:00, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
BrownTrout
Beiträge: 223
Registriert: So 20. Feb 2011, 14:35
Meine Gewässer: Lüssel,Bergseen,Birs,Elsass
Switzerland

Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von BrownTrout »

@SA

Da geb ich dir Recht an der Birs jedenfalls im BL wurde jeder einzelne Baum jedes Gebüsch was näher als 5m am Wasser ist einfach gerodet nur um dem hochwasser vorzubeugen :( und das wird an anderen stellen sicher auch im Kt Bern der fall sein und so ist natürlich der tisch für den Vogel erstmals gedeckt aber auch kann abfall und sonstiges nich mehr zurückgehalten werden und kommt ungehindert ins Wasser da ja alle sträucher und bäume fehlen
Fischen ist das wohl schönste Hobby
habakuk

Re: Bachforelle im Kt. Bern

Beitrag von habakuk »

BrownTrout hat geschrieben:@astacus

Es hat einfach zu viele Kormorane an gewissen stellen der Schweiz oder des Benachbarten Auslandes die halten nicht ander Grenze an! Klar braucht es von diesen Vögeln um das Gleichgewicht gewissermassen beizubehalten aber man muss doch was tun um es im Rahmen zu halten! Versteht ihr jetzt wie ich meine Aussage gemeint habe???

:!: Ich entschuldige mich bei allen für meine Drastische ausdrucksweise :!:
es gibt immer so viele vögel, wie es futter/fische hat. die natur ist in der beziehung besser organisiert als der mensch...
ich hoffe, dass nach dem äschenmoratorium einigen der ewigen vogelhassern ein licht aufgeht. der bestand hat sich prächtig erholt, dank der schomassnahme vor dem komischen vogel mensch.
Antworten

Zurück zu „Allgemeines zum Thema Fischen“