Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Hier kommen die Votings / Abstimmungen rein!
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Kunstköder sind .....

Zu teuer
227
80%
Der Preis ist OK
50
18%
Zu billig
6
2%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 283

Brachsmen

Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von Brachsmen »

Genau da möchte ich hin. Wenn wir immer das neuste kaufen fallen wir ja selber darauf rein (ich gelegentlich natürlich auch :oops: ).Warum soll meine Rute oder Rolle oder der KuKö auf einmal schlecht sein wenn es vorher gepasst hat. Bei mir sieht es sowieso aus wie in einer Kunstköder Abteilung. Und die sollen sich jetzt erst einmal beweisen. Aber schau mal :book: der neue ..... lechz .
MfG Brachsmen
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Dural
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Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von Dural »

Die Preise sind zu hoch, auch für die Schweiz!

Ich habe selber zwei Firmen die im Verkauf tätig sind und solche Preise wären in unserem Gebiet nie und nimmer Handelbar!

Ich habe nichts gegen faire Preise, ich finde die sind für käufer und verkäufer sogar ganz wichtig, den beide haben am ende was davon! Aber nur als Beispiel, wenn ich Händler in dem Gebiet wäre würde ich mir die angeblich hohen Preise bei den Grosshändler nie und nimmer gefallen lassen und nach alternativen umschauen und die gibt es immer... Ich vermute das die Händler (die meisten) das spiel einfach gerne mit machen weil sie halt selber auch davon Profitieren :wink:

Und das die CH ein kleiner Abnehmer ist lass ich auch nicht gelten, den die Schweizer sind in sachen Kaufkraft doch deutlich höher einzustuffen als andere EU Länder, ich kann mir kaum vorstellen das in der CH die Menge fehlt / nicht erreicht wird gerde mit unseren vielen Seeen und Flüsse/Bäche. Die Aussage ist so wie so ein Widerspruch in sich, den tiefere Preise bedeutet fast immer auch = höhere Menge :roll:
ich möchte ja nicht wissen wie viele tausende vielleicht sogar Milionen von Franken gerade wegen den hohen Preisen hier in die EU flissen und den Händler und Grosshändler hier fehlen...

stellt euch mal vor das alle Autos in der CH 80% mehr kosten als in der EU zb. DE, schon nur der gedanke ist krank!
Schweizer Angler

Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von Schweizer Angler »

@ dural
Ich habe selber zwei Firmen die im Verkauf tätig sind und solche Preise wären in unserem Gebiet nie und nimmer Handelbar
das bestimmt die käuferschaft, das absatzmarktgebiet und vorallem die branche mit den jeweiligen branchenstandarts. für andere branchen kanns sehr wohl klappen.


die ch hat gemessen am ausland sehr wenige fischer.
registrierte (also in vereinen und verbänden) sind es scheins total maximal 65`000, total (freiangler, famlienfischer, unregistrierte gelegenheitsfischer die von ca.10 bis einmal pro jahr fischen;) ca. 220`000. regelmässig neues getackle kaufen dürften nur die ersten 65`000.

wenn es soo viele kaufkräftige angler gäbe, währe der fachhandel hier auch massiver vertreten und wenige co-geschäfte wie noch ein paar ruten und rollen im aquarienfachhandel (und nur ein paar discounter bieten angegeräte an, wie z.b. coop bau & hobby, athleticum, aldi & lidl nur im sommer, askari hat die segel in der ch sogar gestrichen). ist er aber nicht, und ein meer haben wir auch nicht wo noch viel mehr angler fischen würden. und wäre der ch-markt für hersteller sooo wichtig, würden die hersteller direkt niederlassungen in der ch gründen, tun sie aber nicht, teils nicht mal im benachbarten ausland, es gibt z.b. einfach "shimano europe". die massenmärkte sind in nord und südamerika, für europa in uk, skaninavien, und dann gibts noch der asiatische raum. als grosshersteller wie shimano, orvis etc. interessiert mich die ch da als absatzmarkt nicht besonders. und wenn die händer in diesem absatzmarkt dann 3 ruten von da, 2 rollen von hier, und ein paar stiefel grösse 44 von da aus meinem katalog bestellen, sage ich ok, aber dann gibts nur 15% marge, dem der mir 500 ruten und 700 rollen und 300 paar stiefel abnimmt gebe ich 55-65%. Übrigens ein Grund, wieso sich auch in der Lebensmittelindustrie immer mehr Anbieter zu "Einkaufsgenossenschaften" zusammentun und eigene nationale Vertriebszentren aufbauen.

dann vermute ich dass der ch-fachhandel, der aus meiner sicht oft kleinste familienbetriebe sind, an nachwuchsproblemen leidet und somit auch automatisch "wenig mit der zeit geht" (viele haben keine webshops oder einige nicht mal das vollortiment darin, oder eine nicht mehr aktualisierte "göttibubmachtunserehomepageundnurwennerlustundkeineweiberimchopfhat-site"), wie soll der jüngere, surfende kunde angebote auschecken,vergleichen und allgemein schmöckern können? alteingesessene familienbetriebe nehmen halt dann den bequemen weg und bestellen via vertreter eines grossisten und sind von dem abhängig, wie "modern" dieser ist.

gruss

sa
smash

Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von smash »

es hat nicht zu wenig fischer, es hat zuviele lädeli , die dank den künstlich hochgehalten preisen überleben. das alles zu lasten der endverbraucher. folge: das sortiment im tiefpreissegment wird zunehmen und high-end artikel, die hier in der ch masslos überteuert sind, verschwinden nach und nach aus den regalen. für diese verkaufsstrategie wird die fischereiartikelbranche in der ch mittel bis langfristig büssen, da bin ich mir 100% sicher. denn wer einmal begonnen hat, seine artikel im ausland einzukaufen, der überlegt es sich gründlich für kleinmaterial ein lädeli zu besuchen, wenn das alles mit ein paar klicks zu bewerkstelligen ist.

ich bin gerne bereit 10 oder 20 % mehr zu bezahlen, aber bei 100% hört der spass auf.
Schweizer Angler

Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von Schweizer Angler »

@smash
:!:
Brachsmen

Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von Brachsmen »

Leute ich wusste gestern mit mir nichts anzufangen. Meine Frau meinte genervt ich soll in meinen Keller gehen und meine Köder zählen. Das habe ich dann auch wirklich gemacht. Also, ich kam auf 247 fertige Gummi Fische, 323 Wobbler und sage und schreibe 387 Löffel und Spinner. Habe dann aussortiert und es blieben noch 148 zu 105 zu 197 Exemplare übrig. Das muss man sich mal rein tun was das für Summen sind. Den Rest in eine Kiste gepackt und einem Kumpel mitgegeben der nach Deutschland gefahren ist. Soll sich mein Schwiegersohn mit rumärgern :mrgreen: . Ich wusste schon gar nicht mehr was ich mit ans Wasser nehmen sollte. Weiss ich jetzt auch nicht denn es ist immer noch genug. Ist noch einer von euch so bekloppt wie ich oder seit ihr vernünftiger. Das soll jetzt kein Vergleich werden von wegen wer hat den Längsten :oops: nee falsch wer hat die meisten. Aber ich habe die Schmerzgrenze wohl schon lange überschritten. Dieser Wobbler Kauf ist doch bestimmt eine anerkannte Suchtkrankheit, oder :roll: :mrgreen:
MfG Brachsmen
ÄDU

Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von ÄDU »

Eine ehemalige Freundin hat mir mal gesagt ich sei sehr tollerant was ihren Schuh und Kleider Tick anbelange, musste ihr dann gestehen das ich ein änliches Problem habe, :mrgreen: nur geht es bei mir halt um Fischereiartickel, schluss und endlich sind wir zum ergebnis gekommen das der Mensch halt Sammler und Jäger ist. :roll:
Brachsmen

Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von Brachsmen »

Es gibt doch noch andere Wesen. Ich bin nicht alleine. :mrgreen:
MfG Brachsmen
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Alet
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Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von Alet »

Ein bisschen Händlerverteidigung. Letztes Jahr war ich in der französischen Provinz in einem Laden. Von einem solchen Angebot können wir nur träumen. Dabei hat die ganze Region etwa gleich viel Einwohner wie Winterthur. Aber der Absatz in diesem Laden ist sicher grösser als im ganzen Kanton Zürich. Ganz billig war das Ganze in der CH nie. Jedoch erwarte ich gleich Preise wie in Deutschland. Alles andere ist Abzocke. Ein anderes Problem sind die Fischergewohnheiten. In einem kleinen Laden im Graubünden wollte ich einmal einen Spinner oder Wobbler kaufen und habe nichts gefunden. Der Verkäufer hat mir gesagt, dass die Einheimischen nur mit Wurm fischen! Ein vergleichbarer Fall ist mein Haushändler. Sein Twisterangebot ist beschränkt, da er kaum Twister verkauft. Da decke ich mich an der Aqua Fisch ein.
Brachsmen

Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von Brachsmen »

Und ich in meinem Lieblings Laden im Ruhrpott. Habe aber letzte Woche den örtlichen Händler unterstützt und zwei Ruten gekauft.
MfG Brachsmen
bienne0

Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von bienne0 »

@@@ all,
muss nun auch eine Lanze für die Händler ( selbst ja auch einer ) brechen.
Man schreibt und hört immer..die Händler fühlen sich ja wohl bei den Preisen welche Ihnen die Grossisten diktieren und bei denen sie auch noch gut wegkommen. Ihr hättet gerne Preise wie in Deutschland oder Frankreich..
Kollegen , hört auf zu träumen .Wenn ich im Laden selbstimportierte Artikel zu einem , für die Schweiz sehr günstigen Preis anschreibe heisst es sofort :'' was ist das für ein billig Schrott, bei dem Preis kann es ja nichts taugen. Pha, Chinaschrott und und und . Ohne das sich die Leutchen die Mühe machen zu fragen oder nachzusehen woher die Produkte eigentlich kommen. Ware von Kleinfirmen aus der USA, Querimporte aus Japan, Canada, USA, Europa und England werden von den Kunden nicht beachtet weil ein Grossteil jener die Produkte gar nicht kennt.
Auch preiswerte, sehr preiswerte gebraucht Ruten,Rollen und sonstiges bieten wir an, revidiert in sehr gutem Zustand, teilweise nur 1x probegefischt von mir mit normaler Garantieleistung...aber..wer braucht schon eine klasse Rute oder Rolle wenn sie schon jemand anderes gefischt, wenn auch nur einmal probiert, hat und es mann zu einem Preis bekommt welcher den Neupreis weit unterbietet.
Wieviele Ruten und Rollen habe ich selber schon für Fischer repariert, Service daran gemacht, welche von den Leuten weder bei mir gekauft noch wofür Sie bei mir bezahlen müssen.
ALSO BITTE , schmeist nicht alle in einen Topf und schon gar nicht jene, welche immer bemüht waren Preise zu brechen.
Zum Anderen könnt Ihr gerne einmal bei mir vorbeikommen ( nach Absprache ) und meine erhaltene Drohkorespondenz, welche ich seit 4 Jahren immer wieder erhalte zu lesen. Meinen Dealer in der USA haben sie mittlerweile abgeschossen weil er es mir ermöglichte US Produkte preiswert in die Schweiz zu importieren und den guten Preis auch an euch weitergegeben habe und weiter versuchen werde es zu ermöglichen.
Gruss und Petri
Dean :mrgreen:
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Dural
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Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von Dural »

hehe kenne ich auch, ist bei uns genau das selbe! die leute wollen immer Top Marken Ware und natrürlich das Top Modell der Serie... und das zum NoName billig Preis!


Wie gesagt, bin unteranderem auch im Import Geschäft tätigt aber solche Preisaufschläge wie man sie hier bei Fischerei Artikel zwischen zb. DE und der Schweiz sieht ist einfach nicht normal, ohne wenn und aber!
Da fehlt eindeutig der Wettbewerb...
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JJwizard
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Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von JJwizard »

Was Dean schreibt ist leider nur allzu wahr, doch auch was Schweizer Angler schreibt trifft mehrheitlich zu.

Meine Erfahrungen über die Jahre gesehen sind .....

1.
viele CH-Händler haben gar keine Ahnung was auf dem Tackle Markt weltweit überhaupt zu haben ist und wie das eigene Angebot einzuschätzen ist. So weiss er auch nicht was für den heimischen Markt interessant sein könnte. In meiner Branche würde man definitiv von einem Weiterbildungsmanko sprechen, welches existenzbedrohend ist.

2.
die wenigen finanzkräftigen CH-Tackle Freaks, die mit Ihrem Tackle stets up-to-date sein möchten, machen noch längst keinen CH-Markt.

3.
Es wird viel geschrieben doch sind wir mal realistisch, vielen junge oder junggebliebene, Fischer, gerade in den diversen Foren, verbringen mehr Zeit im Forum als am Wasser. Das Tackle Know-how dieser Leute ist teils echt beeindruckend, doch viele User haben mehr Know-How als Kohle im Sack. Auf eine solche Kundschaft, die permanten nach dem neuesten Schrei auf dem Markt verlangt, die aber überhaupt nicht loyal einkaufen sondern sowieso lieber online von zuhause aus bestellen wollen, kann kein Händler auf die Dauer sein Geschäft abstützen. Es ist die breite Masse von Fischern die einen Shop tragen oder nicht.Ich jedenfalls als Kunde habe mich stets geärgert, wenn ich in einen Laden ging und von 8 gesuchten Produkten bestenfalls 2 gefunden habe. Noch mehr habe ich mich dann über die folgende Aussage geärgert ... ,, im Moment nicht am Lager aber ich kann es bestellen" ...... doch das kann ich selber, schneller und billiger!! :(

Deshalb gehe ich kaum noch zu CH-Detailhändlern einkaufen, weil es in der Schweiz nur noch der Bernhard in Wichtrach und das Fischerhüsli in Biel schaffen mich als regelmässigen Kunden anzulocken und mich mit den im Shop vorhandenen Produkten zu überraschen, zu überzeugen und zu einem spontanen Kauf zu verleiten.

JJ
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Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von Dural »

ich kann mir nicht vorstellen das der CH markt zu klein sein soll, wenn man die Patent verkäufe in der ganzen CH pro Person anschaut (gibt es da eine verwertbare Zahl?) und die meisten min. im Durchschnitt sicher schon rund 500.- (?!?) für ihr Hobby augegeben haben kann der Markt gar nicht so klein sein :?
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JJwizard
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Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von JJwizard »

Dural hat geschrieben:ich kann mir nicht vorstellen das der CH markt zu klein sein soll, wenn man die Patent verkäufe in der ganzen CH pro Person anschaut (gibt es da eine verwertbare Zahl?) und die meisten min. im Durchschnitt sicher schon rund 500.- (?!?) für ihr Hobby augegeben haben kann der Markt gar nicht so klein sein :?
..... vergiss nicht, fast ein Fünftel dieser Patenkosten werden durch Fischverkäufe wieder rückfinanziert! :lol: (kl. Schörz am Rande).

Der CH-Markt IST klein! Ich denke dass ca. 40% aller Fischerlädeli vom Tackle Verkauf alleine nicht überleben könnte!Da müssen schon noch ein paar Nebengeschäfte etwas Geld in die Kassen spülen.Und es ist tatsächlich so, der Internet Handel nimmt ständig zu und dies macht dem einen oder anderen Detaillisten sicher schwer zu schaffen, da bin ich mir absolut sicher! :-|

JJ
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