Sascha hat geschrieben:Dass die Zander auch nachts rauben bestreite ich nicht und weiss ich ja auch,
...dann sind sie also doch nachtaktiv und meine Aussage ist demnach kein Fischerlatien, wodurch sich diesbezüglich der Kreis wieder geschlossen hat

Aber es ist ja wirklich Wurscht, die Sekundärdiskussion ist eh spannender...
In deinen Ausführungen Sascha, sprichst du etwas an, wovon nur selten gesprochen wird, ja es ist fast ein Tabu in der CH: Die geltenden Gesetze wären eigentlich sinnvoll und würden eine nachhaltige Fischerei unterstützen. Nur werden diese nicht immer eingehalten. Die Dunkelziffer hierbei dürfte vermutlich noch wesentlich höher sein. Dennoch glaubt man teilweise etwas naiv, dass lediglich mit strikten Reglementierungen und Gesetzen in sämtlichen denkbaren Bereichen alles in bester Ordnung sei. Es wird davon ausgegenagen, dass die geltenden Regeln brav befolgt werden. Die Behörden hinter dem Schreibtisch beruhigen so ev. auch ihr Gewissen.
Wie du richtig erwähntest, bräuchte es mehr und gezieltere Kontrollen, was u.a. wiederum einen grösseren finanziellen Aufwand bedeuten würde. Demnach wäre es einfacher und für zukünftige Entwicklungen wirkungsvoller, wenn wir Fischer untereinander besser kontrollieren würden. Du bist aber m.E. eine grosse und lobenswerte Ausnahme mit deinem Engagement. Du musst dir dabei aber bewusst sein, dass du dich damit sogar selbst in Schwierigkeiten bringen kannst, Rachakte, üble Nachreden etc. um nur einen Teil der möglichen Konsequenzen zu nennen. Ich rede dabei aus eigenen, sehr negativen Erfahrungen, die ich erleben musste! Heute halte ich mich diesbezüglich mehr zurück, denn im Nachhinein war es für mich persönlich sogar kontraproduktiv, mich um das unkorrekte Verhalten einiger Fischer zu kümmern.
Obwohl ich z.B. die neuen Schonmassnahmen für Äschen im Kt. Bern begrüsse (2 Stk./Tag, 20Stk./Jahr, Schonmass 36cm), bin ich sehr pessimistisch, dass diese von allen eingehalten werden. Ich kenne die Pappenheimer, und flächendeckend kontrollieren ist wie erwähnt unmöglich, das Gesetz zu umgehen ist absoult kein Problem, wenn man dies will. Das hat Sascha am Beispiel Schiffenensee eindrücklich und klipp und klar aufgezeigt.
Die ganze Problematik ist also nicht so einfach, es gibt diverse Dilemmas. Etwas Simpel gesagt, sind Gesetze und Einschränkungen nur da sinnvoll, wo sie auch wirklich eingehalten werden - alles andere ist für die Katz!