Seesaiblinge Thunersee

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rocknroll666

Seesaiblinge Thunersee

Beitrag von rocknroll666 »

Wow, ein wunderschöönes Tier ! Gratuliere.

Gibt es diese in der Grösse auch im Thunersee (regelmässig) ?
War selber immer nur bei knapp massigen und sehr schlanken Fängen dabei und habe auch nicht viel anderes gehört.

Gruss
Tom
gonefishing

Re: Seesaibling

Beitrag von gonefishing »

rocknroll666 hat geschrieben:Gibt es diese in der Grösse auch im Thunersee (regelmässig) ?
Nein, so um die 35cm werden regelmässig gefangen, aber über 40cm ist die Ausnahme.
rocknroll666

Re: Seesaibling

Beitrag von rocknroll666 »

gonefishing hat geschrieben:Nein, so um die 35cm werden regelmässig gefangen, aber über 40cm ist die Ausnahme.
Weiss man an was das liegt? Kann es bei Saiblingen so was wie ne Verbuttung bei den Eglis geben? Oder ist dies eifach mit dem nährstoffarmen See gegeben?
gonefishing

Re: Seesaibling

Beitrag von gonefishing »

Keine Ahnung, das habe ich mich auch schon gefragt. Verbuttung kann ich mir weniger vorstellen, da die Bestände ja nicht soo gross sind (dieses Jahr war bei mir am Thuner ganz schlecht).
Da die Saibel aber in den Berner Bergseen auch kaum grösser werden, und genauso aussehen, habe ich mich schon gefragt ob in den kantonalen Fischzuchten in Bern ein eher schwachwüchsiger Stamm gezogen wird. Aber, wie gesagt, keine Ahnung und immerhin schmecken sie hervorragend... ;-)

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Hab das mal vom anderen Thread abgetrennt...
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helix
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Re: Seesaibling

Beitrag von helix »

Hallo Tom

Früher, d.h. vor etwa 10, 15 Jahren und vorher, war es an der Tagesordnung, dass man Saiblinge über 40 cm fing. Ich hatte sogar zweimal ein 54cm langes Prachtsexemplar erwischt. Heute, wie Mattu schon richtig sagte, ist die obere Grenze etwa 35 cm, wobei die meisten deutlich kleiner sind. Grössere Exemplare werden nur noch extrem selten gefangen.

Der Grund liegt meiner Meinung nach ganz klar am grossen Befischungsdruck seitens der Berufsfischer. Exakt nämlich ab dem Zeitpunkt, wo man keine grösseren Saiblinge mehr fing, haben die Berufsfischer begonnen, den ganzen Winter hindurch ganze Böden, wo sich die Saiblinge aufhalten, mit Bodennetzen "abzusperren". Diese Art Fischerei ist sehr effektiv und lukrativ für die Netzfischer, denn wir haben im oberen See einen riesigen Boden, wo es überall etwa gleich tief ist, nämlich so zwischen 60 und 70 Meter. Hier ziehen die Saiblinge das ganze Jahr hindurch und fast ausnahmslos alle, die grösser als etwa 35cm sind, bleiben in den Netzen hängen. Wenn man einmal trotzdem noch einen so zwischen 30 und 35 cm erwischt, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass dieser "Netzspuren" aufweist.

Die Berufsfischer sagen dazu, dass die grossen Saiblinge eine Gefahr für den Bestand ihrer "Brotfische", die Felchen, darstellen, da diese massenhaft Felchenbrut und Jungfische fressen würden.

Trotz diesem bedenklich starken Eingriff in die Natur seitens Berufsfischer, ist der Saiblingsbestand im Thunersee sehr gut. Zum Glück laichen die Seesaiblinge schon mit etwa 20cm Grösse, diese können also trotzdem mehrer Male laichen, bevor sie mit allergrösster Wahrscheinlichkeit einmal im Netz landen werden. Da müssen sie im Winter übrigens bis zu 48 Stunden in den Maschen leiden, bevor sie, allerdings ohne Kiemenschnitt, erlöst werden :twisted: Wo bleibt hier der Tierschutz?? Aber das ist ein anderes Thema...
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Gruess helix
rocknroll666

Re: Seesaiblinge Thunersee

Beitrag von rocknroll666 »

gonefishing hat geschrieben:Die Berufsfischer sagen dazu, dass die grossen Saiblinge eine Gefahr für den Bestand ihrer "Brotfische", die Felchen, darstellen, da diese massenhaft Felchenbrut und Jungfische fressen würden.
Jaja...

So wie die grossen Kanadier eine Gefahr für die Schläuche sind... Einen Witz finde ich das...
helix hat geschrieben:Trotz diesem bedenklich starken Eingriff in die Natur seitens Berufsfischer, ist der Saiblingsbestand im Thunersee sehr gut. Zum Glück laichen die Seesaiblinge schon mit etwa 20cm Grösse, diese können also trotzdem mehrer Male laichen, bevor sie mit allergrösster Wahrscheinlichkeit einmal im Netz landen werden
Interessant, das heisst es findet ein extrem hoher Selektionsdruck statt (wer früher Laicht wird mehr nachkommen haben, wer kleiner bleibt kann häufiger laichen)
D.h. zu dem dass die grossen weggefangen werden die kleinen auch noch immer kleiner. Nähme mich wunder, wie sich das langfristig auf die Gesamtsituation auswirkt. In anderen Seen und bei anderen Fischen ist es ja das selbe, aber das im Thunersee mit den Saiblingen klingt recht krass für mich.

Und meine Hoffung auf einen "schönen" Fang kann ich wohl auch gleich wieder begraben.

Mercy für deinen Bericht, Helix! Sehr interessant. Fischst du denn selber immer noch auf dem Thuner auch auf die Saiblinge?

Grüsse
Tom
gonefishing

Re: Seesaiblinge Thunersee

Beitrag von gonefishing »

rocknroll666 hat geschrieben:
gonefishing hat geschrieben:Die Berufsfischer sagen dazu, dass die grossen Saiblinge eine Gefahr für den Bestand ihrer "Brotfische", die Felchen, darstellen, da diese massenhaft Felchenbrut und Jungfische fressen würden.
Hab' ich doch gar nicht geschrieben... :roll:

Interessant, bin erst seit 12.5 Jahren hier, die grossen Saibel im Thuner habe ich leider nicht mitbekommen.
Was mich aber wundert ist, dass in den Berner Bergseen auch keine oder kaum Saibel über 35cm gefangen werden.
Sicher, der Befischungsdruck ist gross, aber manche Kanadier und ReFos werden ja auch grösser.
berufsfischer

Re: Seesaiblinge Thunersee

Beitrag von berufsfischer »

matu du sagst es, langsam ist gut mit durcheinander...

glaubt ihr eigentlich alles was hier geschrieben wird?
nur weil helix schreibt: die berufsfischer sagen blablabla... muss dem noch lange nicht so sein!
meines wissens ist er ja auch kein berufsfischer. so möchte ich doch schon wissen wie er zu solchen behauptungen kommt.
denn dass der befischungsdruck durch die netzfischerei am tunersee verantwortlich dafür sein soll, dass es keine grossen seesaiblinge mehr hat, ist blödsinn. sowie auch, dass die berufsfischer erst seit etwa 20 jahren gezielt mit bodennetzen darauf fischen, das war schon früher so. und gefangen wurden sie von den profis schon immer dort, wo sie sich fangen liessen :)
dass alles was grösser als 35cm ist in den netzen hängen bleibt, ist mehr als nur deutlich übertrieben und zeugt von einer fehlanahme wie sie nur von leuten die der netzfischerei unkundig sind vertreten wird. dass in den netzen nicht mehr so viele grosse zappeln, hat jedoch wiederum mit dem sich veränderndem wachstum durchaus einen zusammenhang.
von einem bedenklich starken eingriff zu reden ist eher polemisch und nicht sachlich...
auch die gedankliche schlussfolgerung von rnr666 ist falsch. die netzfischerei beienflusst das wachstum einer fischart nicht. gerade bei den saiblingen beobachtet man an einigen mitteleuropäischen seen eine verlangsamung des wuchses. die ursachen sind jedoch auf umwelteinflüsse zurückzuführen. an gewissen seen sind die saiblinge auch natürlich verbuttet. dort gibt es teilweise riesige bestände wie z.b. am ammersee. diese fische leben in tiefen von 60 meter und mehr, ihr gesammtes leben. verständlich, dass ein "schwarzräuter" von 15cm schon ein kapitaler ist.
an manchen seen, auch in der ch, gibt es verschiedene formen innerhalb eines gewässers. dies nicht zuletzt, weil bis vor wenigen jahren noch laich unter den kantonalen brutanlagen ausgetauscht wurde.
auch an anderen seen in der ch macht sich der saibling nicht wie gewünscht. doch auch dort ist das nicht auf die netzfischerei zurückzuführen. es ist nun mal tatsache, dass wir auch unseren seen übe zugesetzt haben und es immer von neuem fertig bringen uns diesbezüglich zu wiederholen.
rocknroll666

Re: Seesaiblinge Thunersee

Beitrag von rocknroll666 »

@Berufsfischer

Mercy, auch deinen Beitrag finde ich sehr interessant !
berufsfischer hat geschrieben:die netzfischerei beienflusst das wachstum einer fischart nicht
Aber genau hier möchte ich gerne ansetzen; Es nimmt mich wunder, mit welchen Maschenweiten wird im Thunersee denn gefischt, bei diesen Bodennetzen?

Und ich beharre darauf, dass meine gedankliche Schlussfolgerung richtig ist: Wenn nach Grösse selektioniert wird, d.h. wenn schnell wachsende Fische weniger Nachkommen haben als langsam wachsende (sie werden ja in den Netzen früher gefangen -> weniger Nachkommen), dann werden über kurz oder lang auch mehr "langsam-wachs-Gene" weitergegeben. Ich behaupte nicht, dass dies der Grund ist für die Schläuche im Thunersee.
Arts

Re: Seesaiblinge Thunersee

Beitrag von Arts »

Hallo,

Ich kenne die Berufsfischerei nicht, tatsache ist aber, das allgemein im internationalen Vergleich, doch eher die Berufsfischerei für die Überfischung verantwortlich ist.... bei den Weltmeeren gibt es Kontingente welche aber durch die starken Fischereinationen festgelegt werden, Umweltbehörden, Wissenschaftliche empfehlungen haben kaum gehör...

Die einzelnen Hobbyfischer die auf Dorsch-Pilken sind wohl kaum verantwortlich das die Bestände zusammenbrechen....

Da hab ich jetzt mal ne Frage,

Gibt es eigentlich für schweizer Berufsfischer auch Fangzahlbeschränkungen, Fangkontingente? Was ich weis ist, das die Kantone lediglich dafür sorgen, dass eine nachhaltige Nutzung der Fischbestände gewährleistet wird und eine Überfischung verunmöglicht werden soll. Diese "verunmöglichung" besteht aber nur darin, dass die Anzahl der erlaubten Geräte Festleglegt wird, und, deren Einsatz, sowie die entsprechenden Maschenweiten pro Fischart.

Nicht aber eine Mengen, oder Entnahmebeschränkung in Tonnen.... oder sind die sooo hoch das im Prinzip gilt, fischt solange ihr fängt?

Wenn ich falsch liege dann bitte ich um Aufklärung....

Tom
Zuletzt geändert von Arts am Mo 8. Nov 2010, 20:17, insgesamt 6-mal geändert.
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helix
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Re: Seesaiblinge Thunersee

Beitrag von helix »

@Tom
Ja, fische noch ab und zu gezielt auf Saiblinge, dies ist nämlich meiner Meinung einer der besten und feinsten Speisefische :chef: .
Der Reiz ist aber nicht mehr so gross wie früher, weil die grossen Exemplare weitgehend fehlen. Regelmässig fange ich als Beifang beim Seefofischen oder beim "Felchelen" Saiblinge, aber eben, nur noch sehr selten einer über 35 cm.

Zu deiner These mit der Anpassung der Grösse, denke ich nicht, dass das so schnell geht. Das verändert sich wohl erst über viele Generationen.

@berufsfischer
Ha, berufsfischer, da hast du mir aber eine Klatsche verpasst, muss schon sagen... :roll:

Nein, bin ich kein Berufsfischer, zum Glück, aber sonst hätte ich ja das auch nicht geschrieben! War aber sowohl schon mit Berufsfischern auf dem Thunersee und habe auch sonst schon viel mit der Thematik zu tun gehabt. Wenn du schreibst, ich hätte keine Ahnung, ist das schon etwas übertrieben, aber mir solls egal sein...

Schlussendlich macht man am meisten Erfahrungen durch eigene, regelmässige und jahrelange Beobachtungen an einem Gewässer. Wenn genau nach dem Zeitpunkt, wo in der genannten Region die Netzfischerei intensiviert wurde, die grossen Saiblinge quasi von einem auf das andere Jahr verschwunden zu sein scheinen (die grossen Saiblinge sind nicht allmählich, sondern sehr apprupt zurückgegangen!), mindestens 50% aller Saiblinge in diesem Gebiet zwischen 30 und 35 cm (das sind die "Netzschlüpfer") Netzverletzungen aufweisen (das könnte ich durchaus beweisen, wenns sein muss...), den ganzen Winter von drei verschiedenen Berufsfischer (seit vorletztem Jahr sogar noch ein zusätzlicher "Gastberufsfischer" vom Brienzersee) im selben, genannten Gebiet tagtäglich kreuz und quer kilometerlange Bodennetze setzen und diese erst nach 48 Stunden heben, dann habe ich Grund dazu zu sagen, dass meiner Meinung nach, die Berufsfischer dafür verantwortlich sind....

Hör mir doch auf berufsfischer, das scheinheilige Getue einiger Berufsfischer geht mir schon lange auf den Geist!

Frage mich ernsthaft, ob es in der heutigen Zeit überhaupt noch angebracht ist (Tierschutz und so...), so viele Netzfischer zu haben. Die Bewirtschaftungsleute vom Kanton mit Hilfe einiger Hobbyfischer wären nämlich auch fähig, den wichtigen Laichfischfang zu unterstützen...
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Gruess helix
astacus

Re: Seesaiblinge Thunersee

Beitrag von astacus »

da ich weder die situation des seesaiblings im thunersee noch die dortige berufsfischerei näher kenne, möchte ich betonen, dass sich meine folgenden worte nicht direkt auf dieses beispiel beziehen und ich dort niemanden etwas unterstellen will.

über eine aussage bin ich jedoch gestolpert:
berufsfischer hat geschrieben:auch die gedankliche schlussfolgerung von rnr666 ist falsch. die netzfischerei beienflusst das wachstum einer fischart nicht.
so pauschal lässt sich dies definitiv nicht sagen. es ist hinreichend belegt, dass die entnahme von individuen aus einer population durch menschen sehr wohl einen evolutiven einfluss haben kann. untersucht wurde dies etwa bei dickhornschafen (ist so ähnlich wie ein mufflon) in nordamerika, wo durch die jahrzehnte lange (trophäen-)jagd auf starke böcke sowohl die durchschnittsgewichte wie auch die durchschnittlichen horngrössen markant geschrumpft sind. andere ursachen dafür konnten ausgeschlossen werden. vergleichbare beobachtungen liegen z.b. aus afrika bei den elefanten vor, wo in gewissen populationen heute kaum noch grosse stosszähne vorkommen.

die jagd wie auch die fischerei selektiert bei der entnahme nach gewissen kriterien (z.b. körperlänge bei fischen). sind diese merkmale erblich, was in der regel der fall ist, kann dadurch die evolution der population mitgeprägt werden.

was rocknroll666 gesagt hat, ist also schon grundsätzlich richtig: die netzfischerei im thunersee könnte also durchaus einen einfluss auf die individuengrösse haben. sind beispielsweise während jahrzehnten alle saiblinge über 30cm abgefischt worden, konnten sich natürlich kleinwüchsige exemplare im gegensatz zu den schnellwüchsigen evt. bereits mehrfach fortpflanzen bevor sie gefangen wurden. es hätte also eine selektion zugunsten der kleinwüchsigen stattgefunden, was eine erklärung wäre.

aber wie gesagt behaupte ich nicht, dass dies im thunersee der fall war. allerdings können diese prozesse eben durchaus auch bei fischen spielen und da spielt die berufsfischerei durchaus auch eine rolle. allerdings kann beispielsweise an kleineren fliessgewässern durchaus auch eine intensive angelfischerei in diesem sinne selektionierend wirken. das soll also kein vorwurf in die eine oder andere richtung sein, sondern lediglich ein hinweis, dass diese prozesse stattfinden.

und wens interessiert, der möge sich beispielsweise in folgende artikel einlesenen:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20473/1.html
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1 ... 2/abstract
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helix
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Re: Seesaiblinge Thunersee

Beitrag von helix »

@Tom
Im Moment müssen die Maschenweiten für die erwähnten Netze mindestens 35mm sein. Das kann aber jährlich angepasst werden.
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Gruess helix
Arts

Re: Seesaiblinge Thunersee

Beitrag von Arts »

Ja,

Aber nur Maschenweite, das bringt ja nichts. Am ende hat man im See nur noch was durch die Maschen passt....fertig..... was wiederum die 35cm erklärt..

In der internationalen Fischerei werden (zwar sinnlose, aber es werden) Entnhamelimiten pro Art in Tonnen festgelegt, in der Binnenfischrei nicht?

Weil, nur Maschenweiten (genauso wie sinnlose Entnahmelimiten) heisst, wie schon erwähnt: Fischt so lange ihr fängt!
Was im Prinzip auch in gewissen Gewässern und bei gewissen Fangzahlbeschränkungen in der Angelfischerei zutrifft...

Nur so zum sagen, ich habe in meiner ganzen Fischreikarriere noch NIE eine Vollpackung gefangen.... wie sinnvoll sind bei der Angelfischerei die definierten Fangzahlen? Um nicht nur die Berufsfischrei anzugreifen :)

(Bei den Äschen hat man das erste mal reagiert und "hoffentlich" sinnvolle Fangzahlen definiert, das wird sich zeigen....)

Tom
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Re: Seesaiblinge Thunersee

Beitrag von helix »

Arts hat geschrieben:Aber nur Maschenweite, das bringt ja nichts. Am ende hat man im See nur noch was durch die Maschen passt....fertig..... was wiederum die 35cm erklärt..
Hallo Arts, deine Aussage stimmt so nicht, weiss aber was du meinst und bin durchaus auch deiner Meinung, mache doch einen neuen Thread auf mit z.B. der etwas provokativen Frage, "brauchen wir in der heutigen Zeit noch Berufsfischer in der Schweiz?", du schweifst nämlich vom Thema ab...

Die 35mm Maschen haben nichts mit 35cm Fischen zu tun, das kann beim Saibling nur per Zufall gerade so zutreffen. Grössere Fische, z.B. Seeforellen oder Hechte bleiben zum Glück längst nicht alle in den Netzen hängen, dafür aber hochrückige Felchen, welche unter Umständen noch nicht einmal je abgelaicht haben un deutlich kleiner als 35cm sind.

@astacus
Auch wenn mir dein Vergleich mit den afrikanischen Elefanten etwas gar weit gesucht scheint, bin ich mit deinen und Toms Ausführungen punkto Evolution und Selektion einverstanden. Einen Einfluss haben die Berufsfischer sicher, es wäre dreist, das Gegenteil zu behaupten! Aber auch andere Faktoren bzw. Umwelteinflüsse bestimmen die für die Art optimale Grösse, da würde ich also auch nicht nur der Netzfischerei die Schuld in die Schuhe schieben.
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Gruess helix
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