Bei deinem Post kommt mir unweigerlich das hier in den Sinn, um nur eingangs doch noch etwas polemisch zu sein. Nimms mit Humor

Die meisten haben mit Made und Wurm ihre Fischerkarriere begonnen. Und diese Köder haben bei sachgemässem Einsatz durchaus ihre Berechtigung. Man denke nur an den guten alten Wurm bei angetrübtem Wasser.....
Ich bin auch nicht grundsätzlich und gänzlich gegen Naturköder, auch wenn ich heute nicht mehr damit fischen würde. Dabei gehts mir auch nicht um die armen zappeligen Maden und Würmer, sondern um eine, wie du sie nennst, nachhaltige Fischerei.
Findest du es nachhaltig, dass Wochenende für Wochenende dutzende Forellen verenden, weil Fischer Naturköder unsachgemäss einsetzen? Zu kleiner Angel, zu lange beim Anschlag warten etc.? Den Anfängern sei dies aufgrund ihres unwissens auch einmal verziehen. Aber spätestens beim beim 3. Fisch hört diese Unerfahrenheit auf. Die langjährigen Fischer, die auch heute noch schlucken lassen sind, sry für den Ausdruck, schlicht und einfach Arschlöcher! Und von denen gibts mehr als genug.
Das Problem sind nun nicht diejenigen, die mit Naturködern fair und nachhaltig fischen, sondern diejenigen die es eben nicht tun, und von denen gibts nicht wenige, wie ich bei meinen ausgedehnten Spaziergängen der Sense entlang immer wieder beobachten muss.
Zu negieren, dass auch Fischer (und nicht nur Kormorane, Gänsesäger etc.) ein Gewässer komplett zerstören können ist einfach daneben und sehr sehr kurzsichtig. (Siehe Eingangsbild
Zumindest auf fribourgen Boden bin ich überzeugt, dass die Fische sich natürlich vermehren könnten, wenn man ihnen denn die Chance dazu geben würde. Nur gibt es heute nur noch wenige Elterntiere, weil sie vorher entweder verendet, oder aber abgeschlagen wurden. Stichwort Nachhaltigkeit, hallo?
Ich bleibe dabei. An Gewässern wie der Sense sollten Naturköder gänzlich verboten werden. Sie schaden dem Gewässer deutlich und in einem Masse, das absolut nicht tollerierbar ist.
Ich fange deutlich lieber zwei-drei Fische weniger, kann dafür aber mit gutem Gewissen sagen, dass ich dem Fischbestand nicht (bewusst oder unbewusst sei mal dahin gestellt), schade!