Zander am Greifensee

Beschreibungen von Seen und Teichen.
Schweizer Angler

Re: Zander am Greifensee

Beitrag von Schweizer Angler »

in der tat war der fischbestand in der "flifi-strecke" nicht so schlecht. für mich aber auch um eggiwil.

ddie flifistrecke wurde aber scheins aufgehoben, nachdem das fischereinspektorat nach abfischungen festgestellt hat, dass es dort (wie in einigen anderen aufgehobenen schongebieten im kanton be) nicht mehr fische hatte als anderswo in der emme. in der emme haben die allgemeinen fischereiprobleme so oder so zugenommen, sinkender grundwasserspiegel, immer mehr austrocknende zuflüsse, kanalisiert mit wenig unterständen, wenig totholz, wasser-kleinkrafwerke, pkd-krankkheit, evtl. zu kleine schonmasse und zu hohe entnahmezahlen, gänsesäger. allein wegen den fliegenfischern hatte wohl nicht nur mehr /bessere fische. auch in der unmittelbar benachbarten ilfis wurde damals (vor rund 10 jahren) mehr gefangen als heute.

gruss

sa
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Loup
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Re: Zander am Greifensee

Beitrag von Loup »

Ich kann mir kaum vorstellen, dass vor 10 Jahren aus Ilfis und Emme mehr Fische entnommen worden sind. In den letzten Jahren wurde der Befischungsdruck in diesen 2 Gewässern einfach zu gross. Da hat es irgend einmal auch weniger Fische drin.
Ich habe früher einige Jahre an der Emme gewohnt. Heute habe ich fast ein schlechtes Gewissen, wenn ich da 2 - 3 Mal im Jahr angeln gehe.
Gruss vom Murtensee
Loup
astacus

Re: Zander am Greifensee

Beitrag von astacus »

@frenzen:

von (kleinen) bachforellengewässern und -beständen hat hier keiner gesprochen, zumindest ich nicht. ich habe nicht gesagt, dass die angelfischerei nie einen einfluss auf fischbestände haben kann, sondern dies explizit auf barschartige bezogen. fisch ist nicht gleich fisch und gewässer ist nicht gleich gewässer, weshalb man nicht alles miteinander vergleichen kann.
T-Rig

Re: Zander am Greifensee

Beitrag von T-Rig »

Asti, zander sind wohl kaum zu vergleichen mit egli.
astacus

Re: Zander am Greifensee

Beitrag von astacus »

gut, das stimmt auch wieder. nicht alles was für das egli gilt, kann automatisch auch für den zander gelten.
Frenzen

Re: Zander am Greifensee

Beitrag von Frenzen »

Hei Astacus

zuerst habe ich auch vom Schiffenensee gesprochen und nicht von der Emme. Glauben hier wirklich soviele Leute, dass wir Angler kaum Einfluss auf Fischbestände haben?

Weshalb geht dann überhaupt jemand nach Schweden zum Zander oder Hechtfischen. Es ist doch ganz offensichtlich, dass ohne allzu viele Fischer zumindest im Schnitt grössere Fische vorhanden sind.
Und wenn man nicht 5 Hechte pro Tag entnehmen dürfte, wie in vielen Schweizer Seen hätte es auch mehr.

Vielleicht ist die gesamte Biomasse dieselbe, aber sie setzt sich anders zusammen. Zu behaupten Fischer hätten keinen Einfluss auf Fischbestände ist Schwachsinn. Besonders weil sich Fischer ja auf gewisse Arten konzentrieren.

Gruss Franz
astacus

Re: Zander am Greifensee

Beitrag von astacus »

ich habe nie gesagt, dass wir fischer keinen einfluss auf den fischbestand haben. selbstverständlich können wir je nach fischart und gewässer sehr wohl einen einfluss haben. würde ich das bestreiten, müsste ich mich ja auch vehement für die aufhebung sämtlicher schonvorschriften einsetzen, denn diese dienen ja dem schutz der fischbestände vor überfischung. was ich aber nicht tue.

fakt ist aber auch, dass es längst nicht immer und überall, wo gefischt wird, auch einen messbaren einfluss auf den bestand gibt. die entnahmemenge durch fischer muss immer in relation zur gesamtentnahme und zum gesamtbestand gesehen werden. diese sehen in kleineren (fliess-)gewässern meistens ganz anders aus als in grossen seen. so gibt es eben die situation, dass sich manche fischbestände trotz starker entnahme durch die angelfischer wenig bis gar nicht beeinflussen lassen (z.b. egli in seen), andere aber trotz geringer entnahmezahlen schon (z.b. bachforelle in bächen). man kann sowas nicht einfach verallgemeinern.

schweden und seine fischbestände kenne ich übrigens recht gut und die unterschiede in den fischbeständen sind längst nicht immer nur eine folge der unterschiedlichen entnahmezahlen. es sind auch einige faktoren jenseits der angelfischerei für den jeweiligen fischbestand ausschlaggebend und diese faktoren sind zwischen den beiden ländern völlig unterschiedlich.

auch der aussage, dass ohne fischer stets grössere fische vorhanden sind, kann ich so nicht zustimmen. bleiben wir gerade beim beispiel schweden: hier sind beispielsweise die durchschnittsgrössen von hechten in vielen (extensiv befischten) gewässern weitaus geringer als in so manchem schweizer wasser. zu hohe (dichte) bestände können auch zu einer verbuttung und somit zwergwuchs führen. auf der anderen seite ist aber auch klar, dass umgekehrt durch die zu zahlreiche entnahme von grossen, alten laichfischen durch fischer eine falsche selektion zugunsten der kleineren individuen stattfinden kann und somit die fische auch schrumpfen lässt. das prinzip der fangfenster anstelle von einfachen mindestfangmassen würde ich in diesem zusammenhang durchaus begrüssen.

aber eben, auch hier gilt: die entnahme durch fischer ist nicht immer problematisch und der einfluss ist nicht immer gleicher natur, sondern kann variieren.
Frenzen

Re: Zander am Greifensee

Beitrag von Frenzen »

Hallo Astacus

ich weiss schon, dass es ein sehr komplexes Thema ist. Was mir einfach zuwider ist, wenn hier gesagt wird ( nicht unbedingt von Dir ), keine Bange Leute der Zanderbestand im Murtensee oder irgendwo sonst erholt sich dann schon wieder. Das ist ein ganz normales Auf und Ab, entnehmt was ihr könnt, es spielt sowieso keine Rolle.
Zu einem Teil mag das ja stimmen. Aber wenn ich sehe, wie intensiv und gierig dort gefischt wird und wie kleine Zander zum Teil entnommen werden, glaube ich eben schon, dass durch die Fischerei der Bestand wesentlich dezimiert wird.
Irgendwann wird dann der Bestand so klein, dass mangels Fängen auch der Befischungsdruck nachlässt und der Bestand kann sich wieder erholen. Bloss mit Management hat das nichts zu tun.
Der Hecht wird im Murtensee zwar auch sehr intensiv befischt, aber ohne tausende von fast oder bald massigen Satzhechten gäbe es auch beim Hecht viel stärkere Schwankungen im Bestand/Fang. Wobei dieser Hechtbesatz für mich auch nichts mit Nachhaltigkeit zu tun hat.

Ich fische erst seit 2 Jahren intensiv auf den 3 Juraseen, aber ich habe festgestellt, dass die Durchschnittsgrösse der gefangenen Hechte auf dem Neuenburgersee ca 20cm höher ist als auf dem Bieler- und Murtensee. Und auf dem Neuenburgersee sehe ich eben viel weniger Boote am Fischen als auf dem Bieler und speziell Murtensee. Wäre der Murtensee nicht so produktiv, er wäre schon lange leergefischt.
Ausserdem ist der Neuenburgersee immer sehr klar, was den Fang manchmal auch ein wenig erschwert.

Ich denke, dass in Schweden zum Teil die Grösse der Hechte zu wünschen übrig lässt, hat wohl auch mit dem pH Wert mancher Gewässer dort zu tun. Da kann einfach nicht soviel Futter aufkommen.

Gruss Franz
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bluefish
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Re: Zander am Greifensee

Beitrag von bluefish »

skandalös ist der Umstand und das gilt m.E. für sämtliche Gewässer der Schweiz, dass für Barsche und Zander grösstenteils keine Schonzeiten / Mindestmasse bestehen..Diesem Umstand sollte der faire Fischer Rechnung tragen, indem Barsche und Zander während ihrer Laichzeit bzw. der Zander beim "Nestbewachen" nicht befischt werden.....Weiter sollte m.E. kein Zander unter 45/50 cm entnommen werden, alles andere ist pure "Fleischgier" und hat mit Sportfischerei und der damit verbundenen Freude daran nichts zu tun.....Auch müssen auch nicht jeden Tag 50 Egli nach Hause mitgenommen werden, für was auch....10 "rechte" Egli ergeben allemal eine üppige Mahlzeit....

Wenn ich da höre, dass gewisse Fischer irgendwo in der Schweiz 20/30 Zanderlis nach Hause nehmen dann kommt mir das ganz grosse "Kotzen"....

in diesem Sinne: schöner Wochenstart
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Re: Zander am Greifensee

Beitrag von Alet »

@bluefish Leider haben wir eine abschlagpflicht :(
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Re: Zander am Greifensee

Beitrag von bluefish »

stimmt so nicht....aber das muss ich dir nicht erklären....

im Kt. Zürich gelten die Bundesvorschriften....die heissen:

Verboten ist das Fangen von Fischen mit der Absicht, diese wieder freizulassen (oder ähnlicher Wortlaut)...

somit heisst das nicht, dass alles abgeschlagen werden muss; ansonsten müsst' dies so geschrieben sein....Ich nehm' auch gern mal einen Fisch nach Hause, muss aber ja nicht alles nach Hause nehmen....und dann gibt's ja noch die Beifänge etc....

apropos...ihr wisst das sicher: irgendwo im neuen Tierschutzgesetz gibt es eine interessante Abhandlung darüber, wann und unter welchen Umständen ein Fisch zurückgesetzt werden kann (kein C & R).......wer weiss das, hab's mal auf dem I-Net gefunden.....
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Re: Zander am Greifensee

Beitrag von Alet »

@bluefish Ja klar, aber es war Absicht einen Egli / Zander zu fangen, somit muss jeder Fisch behalten werden und gilt nicht als Beifang. Ich warte nur noch auf meine erste Busse.....
astacus

Re: Zander am Greifensee

Beitrag von astacus »

bluefish hat geschrieben:skandalös ist der Umstand und das gilt m.E. für sämtliche Gewässer der Schweiz, dass für Barsche und Zander grösstenteils keine Schonzeiten / Mindestmasse bestehen..
ich finde das gut, und zwar weil schonvorschriften für diese arten nur unnötige gesetzliche einschränkungen wären. wir fischer beklagen uns doch am laufband lautstark darüber, dass wir immer und überall mit irgendwelchen vorschriften eingeschränkt werden. somit ist es nur konsequent, wenn man auch schonvorschriften auf das ökologisch notwendige minimun konzentriert.

und bei diesem beispiel ist es nun doch recht einfach. das egli ist in der schweiz nicht mal ansatzweise gefährdet und lässt sich erwiesenermassen durch die angelfischerei in seinem bestand praktisch nicht beeinflussen. diverse untersuchungen aus dem ausland wie aus der schweiz bestätigen dies zweifelsfrei. würde der bund nun schonvorschriften für egli erlassen, wäre dies also völlig unnötig. würde er es trotzdem tun, müsste er dies konsequenterweise auch für alle anderen (drch die angelfischerei) nicht gefährdeten fischarten tun. also gäbe es dann auch schonmasse für alet, rotfedern, elritzen, groppen, welse, etc.

wenn das gewünscht ist, ok. ich wünsche das aber nicht, sondern würde schonvorschriften auf die arten beschränken, die diese wirklich nötig haben - und dazu zählt das egli nicht. das ändert aber nichts daran, dass ich fische, die ich nicht verterten kann, auch wieder freilasse (dazu zählt z.b. ein 10cm, falls es nicht verletzt ist).

beim zander ist der fall auch einfach: er ist keine einheimische art, womit der bund ganz sicher auch keine schonvorschriften zu erlassen hat.
murmalifigger

Re: Zander am Greifensee

Beitrag von murmalifigger »

..Tatsächlich hat der Greifensee mitlerweilen einen sehr guten Bestand an Zander. Die Bedenken, dass man sie durch zu viele Fänge dezimieren würde, sind unnötig, da sich der Zander festgesetzt hat. Zuweilen sind auch sehr schöne Fische dieser Spezies gefangen worden. Jedoch ist es wohl Teil der Fischerarbeit, die fängigen Orte selber zu finden..zumal sich diese immer wieder ändern..

Greez
T-Rig

Re: Zander am Greifensee

Beitrag von T-Rig »

bluefish hat geschrieben:skandalös ist der Umstand und das gilt m.E. für sämtliche Gewässer der Schweiz, dass für Barsche und Zander grösstenteils keine Schonzeiten / Mindestmasse bestehen..
Zum glück haben im Tessin Zander und Egli noch Schonmass und Schonzeit!
Zander: 40cm
Egli: 18cm
Schonzeit: 01.04. bis 31.05.
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