Liebe Freunde,
ich habe eine Schreck Aeschenrute geschenkt bekommen,nun habe ich alle Ringe weg geschnitten und will sie neu beringen.
Was für Kleber und was für Lack soll ich verwenden?
Für jede Hilfe bin ich Euch dankbar.
Grüsse Daniel
Lack für Rute und Ruten Ringe
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Reverend
- zuma
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Hallo Daniel
Vorab herzlichen Glückwunsch zur Schreck-Rute! Du hast damit ein Stück schweizer Rutenbauergeschichte in Händen. Ich gehe davon aus, dass es sich um eine Gespliesste handelt!?
Zur Restauration der Rute:
1. Kontrolliere auch den alten Lack gut auf Risse, Verletzungen usw. Falls der Lack beschädigt ist, sollte er vollständig (mit Ausnahme des Logos - falls noch vorhanden) entfernt werden. Dies kann mittels Ziehklinge oder Schleifpapier geschehen. Wenn mit dem Schleifpapier gearbeitet wird, solltest Du die Rute auf eine gerade Unterlage legen und die Flächen mittels Schleifklotz von Hand schleifen. Achte darauf nur den Lack zu entfernen.
Ist der Lack noch in Ordnung, genügt ein anschleifen mit feiner Stahlwolle.
2. Nun können die Ringe mittels Bindeseide angewunden werden. Verwende so dünnes Fadenmaterial wie möglich, da dies wesentlich schöner aussieht. Je nachdem, wie die Bindungen wirken sollen, benötigst Du einen Colorpreserver oder -blocker, damit die Farbe des Fadens erhalten bleibt. Diese Mittelchen wirken wie Farbfixative. Wenn Du transparente Bindungen machen möchtest, solltest Du weisse Seide (am besten Gossamer silk) verwenden, sowie auf den Colorpreserver verzichten. Duch das Lackieren werden die Ringbindungen durchsichtig.
3. Ich durfte bereits mehrere Schreck-Ruten restaurieren und habe festgestellt, dass sich der Lack, welcher von Fritz Schreck bei seinen Ruten verwendet wurde, mit heutigem Bootslack verträgt. (z.B. Knuchel Farben) Die beste Methode, die Rutenteile sauber lackieren zu können ist die Tauchlackierung. Hierzu kannst Du ein Rohr mit möglichst geringem Durchmesser (wegen der Lackmenge), aus der Sanitärbranche verwenden. Bootslack kann bis zu 10 % mittels Verdünner in seiner Konsistenz angepasst werden. Am besten machst Du eine Probelackierung auf einem Holzstäbchen um die richtige Konsistenz des Lackes zu überprüfen. Zum trocknen werden die Rutenteile senkrecht aufgehängt. Achte beim Lackieren auf eine Staubfreie Zone, sowie auf eine erhöhte Raumtemperatur (mind. 25 Grad C).
4. Was meinst Du mit Kleber? Falls Du damit Hülsenteile aufkleben möchtest, empfiehlt sich Epoxy, z.b. Uhu Endfest 300 oder ähnliches.
Wünsche gutes Gelingen!
Gruss
Kurt
Vorab herzlichen Glückwunsch zur Schreck-Rute! Du hast damit ein Stück schweizer Rutenbauergeschichte in Händen. Ich gehe davon aus, dass es sich um eine Gespliesste handelt!?
Zur Restauration der Rute:
1. Kontrolliere auch den alten Lack gut auf Risse, Verletzungen usw. Falls der Lack beschädigt ist, sollte er vollständig (mit Ausnahme des Logos - falls noch vorhanden) entfernt werden. Dies kann mittels Ziehklinge oder Schleifpapier geschehen. Wenn mit dem Schleifpapier gearbeitet wird, solltest Du die Rute auf eine gerade Unterlage legen und die Flächen mittels Schleifklotz von Hand schleifen. Achte darauf nur den Lack zu entfernen.
Ist der Lack noch in Ordnung, genügt ein anschleifen mit feiner Stahlwolle.
2. Nun können die Ringe mittels Bindeseide angewunden werden. Verwende so dünnes Fadenmaterial wie möglich, da dies wesentlich schöner aussieht. Je nachdem, wie die Bindungen wirken sollen, benötigst Du einen Colorpreserver oder -blocker, damit die Farbe des Fadens erhalten bleibt. Diese Mittelchen wirken wie Farbfixative. Wenn Du transparente Bindungen machen möchtest, solltest Du weisse Seide (am besten Gossamer silk) verwenden, sowie auf den Colorpreserver verzichten. Duch das Lackieren werden die Ringbindungen durchsichtig.
3. Ich durfte bereits mehrere Schreck-Ruten restaurieren und habe festgestellt, dass sich der Lack, welcher von Fritz Schreck bei seinen Ruten verwendet wurde, mit heutigem Bootslack verträgt. (z.B. Knuchel Farben) Die beste Methode, die Rutenteile sauber lackieren zu können ist die Tauchlackierung. Hierzu kannst Du ein Rohr mit möglichst geringem Durchmesser (wegen der Lackmenge), aus der Sanitärbranche verwenden. Bootslack kann bis zu 10 % mittels Verdünner in seiner Konsistenz angepasst werden. Am besten machst Du eine Probelackierung auf einem Holzstäbchen um die richtige Konsistenz des Lackes zu überprüfen. Zum trocknen werden die Rutenteile senkrecht aufgehängt. Achte beim Lackieren auf eine Staubfreie Zone, sowie auf eine erhöhte Raumtemperatur (mind. 25 Grad C).
4. Was meinst Du mit Kleber? Falls Du damit Hülsenteile aufkleben möchtest, empfiehlt sich Epoxy, z.b. Uhu Endfest 300 oder ähnliches.
Wünsche gutes Gelingen!
Gruss
Kurt
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weitwurf-daniel
Vielen Dank Zuma
Du es handelt sich um eine ca 30 jährige 3 teilige Aeschenrute von 3,60 metern.Aus Carbon denke ich
Den Lack habe ich sehr sorgfältig entfernt,die Masse der Ringposition natürlich notiert.
Was für Ringe würdest Du empfehlen,ich habe da an Fuji gedacht.
Du das mit dem Rörchen ist eine super Idee,aber habe ich richtig verstanden,zuerst die Rute lackieren und dann Beringen,gell.
Danke für deine Hilfe,
PS,eine Fliegenrute habe ich auch von Fritz Schreck,2,70 meter 2 teilig Carbon
Den Lack habe ich sehr sorgfältig entfernt,die Masse der Ringposition natürlich notiert.
Was für Ringe würdest Du empfehlen,ich habe da an Fuji gedacht.
Du das mit dem Rörchen ist eine super Idee,aber habe ich richtig verstanden,zuerst die Rute lackieren und dann Beringen,gell.
Danke für deine Hilfe,
PS,eine Fliegenrute habe ich auch von Fritz Schreck,2,70 meter 2 teilig Carbon
- zuma
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Was für Ringe würdest Du empfehlen,ich habe da an Fuji gedacht.
Du das mit dem Rörchen ist eine super Idee,aber habe ich richtig verstanden,zuerst die Rute lackieren und dann Beringen,gell.
Hallo Daniel
Mit Fuji machst Du sicher nicht viel verkehrt.
Nun muss ich aber zu meinen Aussagen einige Korrekturen anbringen, da ich angenommen habe, es handle sich um ein Gesplisste!
1. Vom Bootslack würde ich nun Abstand nehmen und einen PU-Lack (Parkettsiegel) verwenden.
2. Die Reihenfolge beim lackieren ist zuerst die Ringe anwickeln und dann mitsamt den Ringen lackieren. Der Vorteil dieser Methode ist, dass die Ringe an den Füssen sauber einlackiert sind und eine durchgehende, homogene Lackschicht entsteht. Wichtig ist bei dieser Methode, dass Du den überschüssigen Lack an den Ringen mit einem Wattestäbchen oder ähnlichem sofort nach dem lackieren entfernst, damit keine "Tropfnasen" entstehen.
Hoffe ich konnte Dir weiterhelfen.
Gruss
Kurt