Fliegenfischen mal anders

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flyfischer

Fliegenfischen mal anders

Beitrag von flyfischer »

Fliegenfischen mal anders



Ich will euch eine Art des Fliegenfischens zeigen beider man sehr weit werfen kann,was an den Bergseen ein Vorteil ist, das werfen nicht so schwer ist und man nicht einmal eine Fliegenrute braucht.



Man braucht:



-eine lange Rute. Etwa 4-5 Meter lang. Je grösser die Rute desto einfacher ist es.

-Rolle mit genügend Schnurr darauf.

-Monofiler Silch 0.20mm

-Vorfach 0.18mm (Insgesamt etwa 3Meter)

-1 Trockenfliege

-1 ''Tiroler Hölzl''

-1 Karabiner



Montage:



Man knüpft an eine monofile Hauptschnur von 0.20mm ein 0.18 mm monofiles Vorfach, das etwa 2.5m lang ist. Zu unterst an das Vorfach knüpft man einen Karabiner und hängt ein sog. ''Tiroler Hölzl'' ein. Etwa 2m weiter oben knüpft man wie bei einer Hegene eine Trockenfliege an das Vorfach.

Das sollte dan etwa so aussehen:



Bild



Das ganze funkioniert so:





Man wirft die Montage aus und stoppt sie, indem man mit der Rolle einkurbelt, bevor das Blei im Wasser ist. Das geht nicht immer so genau, meistens kommt die Fliege trotzdem ins Wasser. Das macht nichts. Danach zieht man die Montage so schnell ein, dass die Fliege immer knapp über dem Wasser ''schwebt''.

Die Fische attackieren die Fliege indemm sie aus dem Waser springen. Ich habe auch schon erlebt das die Fische meine Fliege attackierten obwohl diese etwa einen Meter über dem Wasser ''schwebte''.



Die Fliege:

Am Anfang nahm ich meistens irgendeine Trockenfliege, welche die gleiche Farbe und Grösse hatte wie die Fliegen die ich auf dem See sah. Jedoch sind mir zum Teil die grossen Forellen ''abgheit'', das heisst sie hatten sich vom Angel gelöst.

:idea: Mir kam dann die Idee sog. Dreiangel-Fliegen zu binden. Ich habe mir also ein paar Trockenfliegen auf einem Dreiangel, auch Drilling genannt, gebunden und sie ausprobiert. Die grossen forellen hielten nun viel besser am Angel und mir sind nur noch wenige ''abgheit''.



PS: Vielleicht fällt mir noch was ein das ich vergessen habe. in diesem Fall würde ich es später noch hinzufügen.
Reverend

Beitrag von Reverend »

Tja, das gute alte "Hölzln" - tödlich auf Forellen, ob mit einem oder mehreren Springern.

Gerade darum an vielen Gewässern - zumindest hier in Deutschland - verboten.
flyfischer

Beitrag von flyfischer »

Bei uns in der CH zum glück nicht oder zumindest im Kanton Graubünden ist es erlaubt.
fishcatcha85

Beitrag von fishcatcha85 »

tolle technik ;)



ich nehme an die 2 meter müssen auch etwas an der tiefe angepasst sein?



mal gucken... will es mal probieren..



in meinem revier ist das tiroler hölzl auch verboten.. weiss aber nicht ob es mit einem springer doch erlaubt ist... mal nachshlagen...................
fishersam

Beitrag von fishersam »

Interessante Methode! Mal was anderes...:-)
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Fliege
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Registriert: Di 7. Okt 2008, 20:44
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Re: Fliegenfischen mal anders

Beitrag von Fliege »

Guten Abend flyfischer und weitere Kollegen

Ginge das auch so wie auf meiner Skizze?

Bild

Habe das vor 35 Jahren bei meinem Vater so gesehen, aber selber nie in der Praxis bis jetzt getestet. Vorteil gegenüber dem Hölzle, dass es keine Hänger geben kann, weil ja praktisch nichts unter Wasser ist. Im steinigen, breiten Bergbach vielleicht eine Möglichkeit. Hat das jemand schon versucht? Werde es demächst probieren und hätte natürlich gerne vielleicht schon vorher eure Meinungen dazu. Kann mir vorstellen, dass es auch dort funktiniert, wo es über den Steinen vielleicht nur 10 - 30cm Wasser hat und die Wasserkugel da locker drüberschwimmt, das Hölzl verklemmt. Würde es weit nach oben werfen und auch mich zutreiben lassen.
Bin gespannt, was die Profis dazu sagen.

Gruss von werner
gonefishing

Re: Fliegenfischen mal anders

Beitrag von gonefishing »

Bin zwar kein Profi was das Fliegenfischen angeht, aber mit dieser Montage (mit nur einer Fliege) habe ich schon gefangen. Das ist zwar schon über 20 Jahre her, funktioniert aber sicher noch. Ich hatte damals (in Bayern) das Problem dass eines der schönsten Vereinsstrecken Fliegenstrecke und ich Jungfischer ohne Geld und ohne Fliegenrute war.
Hatte die Fliege zunächst hinter der Wasserkugel, was aber fast nur Fehlbisse brachte, und bin daher auf deine Montage gekommen. Klappte sowohl mit Trockenfliege als auch mit Nassfliege/Nymphe und Wollfaden als Bissanzeiger.
Ich habe allerdings nur minimal schräg flussauf geworfen und die Montage bei offenem Schnurfangbügel mit Hand an der Spule kontrolliert abtreiben lassen. Bei Biss die Schnur mit der Hand fixiert, anschlagen und erst danach den Bügel geschlossen.
Flussauf fischen hat weniger geklappt, da die Wasserkugel immer die Fliege überholt hat, aber flussabwärts ging prima. Am besten ging es aus einer Innenkurve heraus die Montage sozusagen gerade flussab an fast gespannter Schnur treiben zu lassen.
GsusFreaK

Re: Fliegenfischen mal anders

Beitrag von GsusFreaK »

Wie muss man das verstehen, die Fliege schwimmt schon auf der Oberfläche oder Tatsächlich in der Luft?
gonefishing

Re: Fliegenfischen mal anders

Beitrag von gonefishing »

Schon an bzw. unter der Oberfläche, so straff das die Fliege abhebt kann man die Montage eh kaum führen.

Das ganze funzt auch prima mit Naturködern (Käfer, Höigumper...) wo erlaubt.
fe

Re: Fliegenfischen mal anders

Beitrag von fe »

Jungs!

Ja, effektiv uns fängig...

...deshalb an den meisten Orten verboten - auch in GR!!! Ich wurde vor Jahren kontrolliert und verwarnt in Samedan wegen Zapfenfischen mit Nymphe. Fliegenfischen heisst oft in den Vorschriften, dass der Köder eine Fliege ist und die Leine nicht beschwert sein darf. Dabei spielt es keine Rolle, was für eine Rute verwendet wird. Somit scheiden auch Wasserkugel und dergl. aus :cry:

Aber vielleicht wurde dieser Paragraph ja in der Zwischenzeit angepasst. Oder Inhaber von SaNa-Ausweisen mit dem Anfangsbuchstaben F im Nachnamen sind nur davon betroffen. Oder so...

fe
gonefishing

Re: Fliegenfischen mal anders

Beitrag von gonefishing »

fe hat geschrieben:Jungs!
Ja, effektiv uns fängig...
...deshalb an den meisten Orten verboten - auch in GR!!! Ich wurde vor Jahren kontrolliert und verwarnt in Samedan wegen Zapfenfischen mit Nymphe. Fliegenfischen heisst oft in den Vorschriften, dass der Köder eine Fliege ist und die Leine nicht beschwert sein darf. Dabei spielt es keine Rolle, was für eine Rute verwendet wird. Somit scheiden auch Wasserkugel und dergl. aus :cry:
Wie gesagt, ich habe es vor über 20 Jahren an einer Fliegenstrecke in Bayern praktiziert, dort war damals nur eine künstliche Fliege vorgeschrieben und das Tiroler Hölzl verboten. Im Kanton Bern sollte es auch erlaubt sein.
Ich denke mit der Wasserkugel und Fliege ist es schwerer einen Fisch an den Haken zu bekommen als mit der Fliegenrute und Fliege. Die Wasserkugel bietet zu wenig Widerstand um die Fische selbst zu haken, behindert aber den Anschlag. Ausserdem furcht sie bei nicht ganz exakter Führung grauenhaft und Fische können wegen des heftigen Einschlags nicht direkt angeworfen werden... ;-)
fariofreak

Re: Fliegenfischen mal anders

Beitrag von fariofreak »

sieht nicht schlecht aus. Werde ich nächstes Jahr sicher testen, ob das auch im Bach funzt 8)
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Fliege
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Registriert: Di 7. Okt 2008, 20:44
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Re: Fliegenfischen mal anders

Beitrag von Fliege »

Danke für eure Erfahrungsberichte.
Die Skizze ist natürlich schematisch, das heisst je nach Springerlänge- und Abständen ist die Fliege in der Luft, am, oder leicht unter Wasser, auch je nachdem wie gespannt man die Schnur hat.
Dass das keine super Alternative zum Fliegenfischen mit Fliegenrute- und Schnur ist, ist schon klar. Aber wenn man in der Früh am Grund gefischt hat und dann plötzlich gegen Mittag/Nachmittag sieht man die Fische an der Oberfläche und trägt nicht gerade die ganze Fliegenausrüstung mit Rute usw herum, dachte ich an diese "Notlösung". Es gibt eben Strecken, da ist man den ganzen Tag unterwege, weit weg von Fahrwegen, teilweise schwer zugängigem Gelände mit Bewuchs und dann um jedes Ausrüstungsteil froh, das man NICHT mitschleppen muss. Und dann hat es oft nur ganz wenige Stellen, wo man mit der Fliegenrute wegen der Ufervegetation überhaupt "arbeiten" kann. In Graubünden herrscht zudem Watverbot.
Übrigens: Das Gewicht unter dem Köder in Form von Wasserkugeln, oder anderen Auftriebskörpern ist nur von unterhalb St. Moritz bis vor Zernez im Inn nicht erlaubt, um den Äschenbestand zu schonen, wenn ich die Fischereiregeln richtig gelesen habe.

Schönen Abend von werner
alpfish

Re: Fliegenfischen mal anders

Beitrag von alpfish »

Fliege hat geschrieben:und trägt nicht gerade die ganze Fliegenausrüstung mit Rute usw herum, dachte ich an diese "Notlösung
Ich nehme für solche Fälle eine Teleskopfliegenrute mit. Die braucht nicht viel Platz und ist rasch bereit.
(oft ist es aber in dem Sinne umgekehrt, dass ich nebst der Fliegenrute eine kleine Tele-Spinnrute mitnehme falls mit der Fliege nicht's läuft)
Jean-Paul

Re: Fliegenfischen mal anders

Beitrag von Jean-Paul »

Hallo zusammen,

Also m.E. hat das mit Fliegenfischen nichts mehr zu tun, obwohl der eigentliche Köder schon eine Fliege, z.B. Trockenfliege, ist. Puristen wie Herr Halford würden sich im Grabe umdrehen. Und ich glaube auch nicht, dass man damit an sogenannten "fly only" Strecken durchkommt.

Für mich bedeutet Fliegenfischen das Fischen mit Fliegenrute, Fliegenschnur, Vorfach und entsprechenden Fliegen, ohne zusätzliche Gewichte wie Wasserkugeln oder Hölzl. Beim Fliegenfischen wird ein (mehr oder weniger) gewichtsloser Köder - die Fliege - durch die Schnur welche ein bestimmtes Eigengewicht hat - z.B. bei AFTMA Schnurklasse 6 ganz genau 10.4 Gramm auf den ersten 9.14 Metern - mit Hilfe der Rute welche geladen und entladen wird auf eine gewisse Distanz gebracht. Ganz im Gegenteil zu anderen Techniken, wo ein mehr oder weniger schwerer Köder - Blinker, Wobbler, Wasserkugel mit Haken und Wurm usw. - durch die Luft an einer (mehr oder weniger) gewichtslosen Schnur (Monofil) katapultiert wird.

Ich bestreite jedoch nicht, dass die vorgestellte Methode fängig ist und durchaus in gewissen Situationen seine Berechtigung hat. Ich würde es halt nicht "Fliegenfischen" nennen.

Schöne Grüsse,


Jean-Paul
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