Marmorrücken und knallrote Bäuche......
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Schweizer Angler
Marmorrücken und knallrote Bäuche......
Marmorrückenund knallrote Bäuche......
hatten die bachsaiblinge die ein angelfreund und ich gestern entdeckten. die fische stehen kurz vor der laichzeit.
wir fischten den ganzen nachmittag in einem berggebiet auf rund 1680m ü.M. es war eine strecke wo man kaum einen fischer sieht, und wenn doch, dann fliegenfischer wie wir, denn in den superkleinen löchern und in den vielen rieselstrecken und einer durchschnittlichen gewässertiefe von maximal 20 cm verzweifeln viele wurmfischer und spinnfischer haben wenig oder gar keine läufe, wo man den spinner durchziehen kann.
wir entnahmen 1 bachforelle und danach stellten wir auf die teasingfliege um (fliege ohne haken) und führten unsere wettbewerb um wer mehr steigende fische auf seine fliege verzeichnen konnte. meist stiegen eh nur noch untermassige bachforellen, eine grössere konnten wir in einem mini-pool entdecken und sie zugleich uns - husch schnell weg war sie.
dann sind wir weiter ins quellgebiet des baches, wo ich manchmal schöne eierschwämme entdecke. gefischt habe ich dort noch nie, und andere vermutlich auch nicht, diese strecke ist absolut nur noch mit fliege zu befischen, so flach das wasser. mit unseren bach-fliegenruten von nur 1.4 m länge (spezialanfertigungen).
wir hangeltenuns durch eine schlucht, die beidseits von steilen hängen umgeben war, die schlucht stellenweise kaum breiter als 1.5m. dort hatte es wunderschöne mini-pools, einer am andern, aber jeder kaum länger als 2 meter und kaum tiefer als 30cm, und das wasser schnapsklar. da die fische noch nicht abgelaicht haben, sind wir durchgewatet, also wenig schaden für die fische und vor uns ist ja vermutlich auch noch nie jemand durch (und nach uns hoffentlich, wenn überhaupt, auch nur sehr begrenzt).
mit rollwürfen platzierten wir die teasing-fliegen, und siehe da, fische fische fische.
im klaren wasser sah man sie wunderbar, und es waren nur bachsaiblinge, keine einzige bachforelle. und die tiere waren für schweizer und die dortigen habitatsverhältnisse recht gross, zwischen 20 und 28cm, die männchen mit knallroten bäuchen, und die weiss umrandeten flossensäume blitzen einem richtig entgegen.
selbstmörderisch wie bachsaiblinge sind, nahmen sie unsere teasingfliegen mehrmals, da sie ja nie gehakt wurden, brauchten sie lange um auf den schwindel hereinzufallen. gemächlich schwammen sie den fliegen bis direkt vor unsere füsse hinterher. sonderlich menschenscheu waren sie auch wenig, zumindest solange man sich nicht bewegte.
nein, es war kein drillerlebnis, aber ein naturerlebnis pur. l
läufe von kaum einem halben meter breite mit wunderschönen fischen. die bachsaiblinge scheinen dort über jahrzehnte eine eigene population aufgebaut zu haben, denn im gebiet/bach wo wir fischten, ist seit mehr als 15 jahren kein einziger bachsaibling mehr gefangen, respektive in einer fangstatistik eingetragen worden. vermutlich weiss weder die entsprechende fischereiverwaltung noch fischer, dass es dort wieder, oder immer noch bachsaiblinge hat.
wir haben uns jedenfalls sehr gefreut, standortfremder fisch hin oder her. wenn er sich so gut anklimatisieren konnte, dann ist er für uns schon fast heimisch.
interessant war auch die habitats-unterteilung. im unteren, bereits beschriebenen teil waren nur bachforellen, dann kommt eine von der natur geschaffene grenze im gewässer, und oben hat es nur noch die erwähnten bachsaiblinge. also nix von futterkonkurrenz etc.
der teil wo die bachsaiblinge sind, kenne ich auch im winter von einer skitour. diese stelle ist im gegensatz zu anderen im jahr mindestens 6 monate in unwegsamer, von hohem schnee gesäumter landschaft. der bachlauf selbst, vorallem der schattige teil, liegt meist über 4 monate unter eis. unter dem eis plätschert der bach aber ruhig weiter, er friert kaum bis auf den boden, desshalb halten sich die fische und sauerstoff/nahrung ist da. apropos nahrung. unter fast jedem faustgrossen stein hatte es steinfliegenlarven und allerkleinste schnecken.
fotos und koordinaten der stelle?
nein, stelle ich nicht ein, ich möchte nicht dass die stelle bekannt wird und eventuell gar ausgefischt, die population der saiblinge scheint mir dafür zu anfällig und zu klein, denn man darf dürfte diese dort ohne schonmass in jeder grösse entnehmen, weil der fisch eben als standortfremd geächtet ist. leider habe ich mal eine "ausrottungsaktion" von bachsaiblingen erlebt, und diesen dort wünsche ich zurzeit alles andere, aber dies nicht.
gruss, ein wieder mal von der echten natur begeisterter sa
hatten die bachsaiblinge die ein angelfreund und ich gestern entdeckten. die fische stehen kurz vor der laichzeit.
wir fischten den ganzen nachmittag in einem berggebiet auf rund 1680m ü.M. es war eine strecke wo man kaum einen fischer sieht, und wenn doch, dann fliegenfischer wie wir, denn in den superkleinen löchern und in den vielen rieselstrecken und einer durchschnittlichen gewässertiefe von maximal 20 cm verzweifeln viele wurmfischer und spinnfischer haben wenig oder gar keine läufe, wo man den spinner durchziehen kann.
wir entnahmen 1 bachforelle und danach stellten wir auf die teasingfliege um (fliege ohne haken) und führten unsere wettbewerb um wer mehr steigende fische auf seine fliege verzeichnen konnte. meist stiegen eh nur noch untermassige bachforellen, eine grössere konnten wir in einem mini-pool entdecken und sie zugleich uns - husch schnell weg war sie.
dann sind wir weiter ins quellgebiet des baches, wo ich manchmal schöne eierschwämme entdecke. gefischt habe ich dort noch nie, und andere vermutlich auch nicht, diese strecke ist absolut nur noch mit fliege zu befischen, so flach das wasser. mit unseren bach-fliegenruten von nur 1.4 m länge (spezialanfertigungen).
wir hangeltenuns durch eine schlucht, die beidseits von steilen hängen umgeben war, die schlucht stellenweise kaum breiter als 1.5m. dort hatte es wunderschöne mini-pools, einer am andern, aber jeder kaum länger als 2 meter und kaum tiefer als 30cm, und das wasser schnapsklar. da die fische noch nicht abgelaicht haben, sind wir durchgewatet, also wenig schaden für die fische und vor uns ist ja vermutlich auch noch nie jemand durch (und nach uns hoffentlich, wenn überhaupt, auch nur sehr begrenzt).
mit rollwürfen platzierten wir die teasing-fliegen, und siehe da, fische fische fische.
im klaren wasser sah man sie wunderbar, und es waren nur bachsaiblinge, keine einzige bachforelle. und die tiere waren für schweizer und die dortigen habitatsverhältnisse recht gross, zwischen 20 und 28cm, die männchen mit knallroten bäuchen, und die weiss umrandeten flossensäume blitzen einem richtig entgegen.
selbstmörderisch wie bachsaiblinge sind, nahmen sie unsere teasingfliegen mehrmals, da sie ja nie gehakt wurden, brauchten sie lange um auf den schwindel hereinzufallen. gemächlich schwammen sie den fliegen bis direkt vor unsere füsse hinterher. sonderlich menschenscheu waren sie auch wenig, zumindest solange man sich nicht bewegte.
nein, es war kein drillerlebnis, aber ein naturerlebnis pur. l
läufe von kaum einem halben meter breite mit wunderschönen fischen. die bachsaiblinge scheinen dort über jahrzehnte eine eigene population aufgebaut zu haben, denn im gebiet/bach wo wir fischten, ist seit mehr als 15 jahren kein einziger bachsaibling mehr gefangen, respektive in einer fangstatistik eingetragen worden. vermutlich weiss weder die entsprechende fischereiverwaltung noch fischer, dass es dort wieder, oder immer noch bachsaiblinge hat.
wir haben uns jedenfalls sehr gefreut, standortfremder fisch hin oder her. wenn er sich so gut anklimatisieren konnte, dann ist er für uns schon fast heimisch.
interessant war auch die habitats-unterteilung. im unteren, bereits beschriebenen teil waren nur bachforellen, dann kommt eine von der natur geschaffene grenze im gewässer, und oben hat es nur noch die erwähnten bachsaiblinge. also nix von futterkonkurrenz etc.
der teil wo die bachsaiblinge sind, kenne ich auch im winter von einer skitour. diese stelle ist im gegensatz zu anderen im jahr mindestens 6 monate in unwegsamer, von hohem schnee gesäumter landschaft. der bachlauf selbst, vorallem der schattige teil, liegt meist über 4 monate unter eis. unter dem eis plätschert der bach aber ruhig weiter, er friert kaum bis auf den boden, desshalb halten sich die fische und sauerstoff/nahrung ist da. apropos nahrung. unter fast jedem faustgrossen stein hatte es steinfliegenlarven und allerkleinste schnecken.
fotos und koordinaten der stelle?
nein, stelle ich nicht ein, ich möchte nicht dass die stelle bekannt wird und eventuell gar ausgefischt, die population der saiblinge scheint mir dafür zu anfällig und zu klein, denn man darf dürfte diese dort ohne schonmass in jeder grösse entnehmen, weil der fisch eben als standortfremd geächtet ist. leider habe ich mal eine "ausrottungsaktion" von bachsaiblingen erlebt, und diesen dort wünsche ich zurzeit alles andere, aber dies nicht.
gruss, ein wieder mal von der echten natur begeisterter sa
Zuletzt geändert von Schweizer Angler am Do 18. Sep 2008, 07:26, insgesamt 3-mal geändert.
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bienne0
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siu
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goggy
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GsusFreaK
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Salmonidenjunkie
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goggy
Re: Marmorrücken und knallrote Bäuche......
er hat keine fische zurückgesetzt sonder...Salmonidenjunkie hat geschrieben:Ehm mal eine Frage : Du setzt dich ja sehr für das Tierschutzgesetz ( C&R Verbot ein)?! und weist viele Fischer auf das hin... aber hast die Fische zurückgesetzt!? (Tolle Aktion) aber wiedersprichst du dir da nicht selbst?
oder hab ich da was übersehenSchweizer Angler hat geschrieben: wir entnahmen 1 bachforelle und danach stellten wir auf die teasingfliege um (fliege ohne haken)
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Chrigel
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alpfish
Re: Marmorrücken und knallrote Bäuche......
Bachsaiblinge und andere Fische sind z.B. in abgeschlossenen Bergseen legal, wenn der Abfluss sicherstellt, dass sich die Fische nicht in den natürlichen Gewässern ausbreiten können.Schweizer Angler hat geschrieben:
, dann kommt eine von der natur geschaffene grenze im gewässer, und oben hat es nur noch die erwähnten bachsaiblinge. also nix von futterkonkurrenz etc.
http://www.admin.ch/ch/d/as/2006/3951.pdf
Beim Bachsaibling steht unter Anhang 2
(Art. 7 und 8 ) für Fische, für welche die Bewilligungspflicht für das Einsetzen
innerhalb des erlaubten Einsatzbereichs entfällt::
Fischzucht- und Fischhälterungsanlagen;
für Bachforellen ungeeignete
Gewässer, in denen Bachsaiblinge
bereits vorkommen und nicht zu
unerwünschten Auswirkungen auf die
Tier- und Pflanzenwelt führen
Gemäss dieser Formulierung wäre hier sogar ein Besatz legal? - aber offensichtlich unnötig und nicht angebracht.
Aus meiner Sicht sind hochgelegenen Gebirgsbäche ähnlich wie Bergseen:
ursprünglich gab es da keine Fische, weil sie nicht hochkommen konnten. Aber nach einem einmaligen Besatz finden sie ein Habitat mit allem was sie brauchen.
--- auch unsere Schafe, Kühe und Ziegen gibt es von Natur aus nicht in den Alpen.
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fishersam
Genialer Bericht Schweizer Angler!
Vielen Dank für deine Verschwiegenheit!! Gerade für diese kleinen und sensiblen Gewässer, sowie sensible Fischbestände kann ein Forum oder das weite Internet eine Gefahr darstellen, wenn plötzlich vielen Leuten solche Geheimplätzchen zu Ohren kommen!
Sehr lehrreicher Bericht! Weiter so!
Vielen Dank für deine Verschwiegenheit!! Gerade für diese kleinen und sensiblen Gewässer, sowie sensible Fischbestände kann ein Forum oder das weite Internet eine Gefahr darstellen, wenn plötzlich vielen Leuten solche Geheimplätzchen zu Ohren kommen!
Sehr lehrreicher Bericht! Weiter so!
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Mountain Angler
Teasing Fischerei finde ich lobenswert. Vorallem die Fische in kleine und kleinst Gewässer werden geschont und man kann aber trotzdem seinem Instinkt nachgehen. Ich kann nicht verstehen, dass man Fische mit 24 cm entnehmen muss(siehe GR)
würde dich gerne mit Namen ansprechen(schreiben)........
Gruss
René
würde dich gerne mit Namen ansprechen(schreiben)........
Gruss
René
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Salmonidenjunkie
Meinstdu mich? oder was bedeutet (GR)Mountain Angler hat geschrieben:Teasing Fischerei finde ich lobenswert. Vorallem die Fische in kleine und kleinst Gewässer werden geschont und man kann aber trotzdem seinem Instinkt nachgehen. Ich kann nicht verstehen, dass man Fische mit 24 cm entnehmen muss(siehe GR)
würde dich gerne mit Namen ansprechen(schreiben)........
Gruss
René
