Wie immer seit ca. 3 Jahren warte ich den Eröffnungstag ab und gehe erst ein paar Tage später ans Gewässer, so auch dieses Jahr geschehen.
Bewaffnung: Wachsmotten Larven angepriesen an einer feineren 4m Zapfenrute
Unterer Teil Breitenbach bis Brislach
Am 18.3. gings nach Breitenbach an die Lüssel, von der Laufenbrücke bis hinunter zur Kantonsgrenze SO/BL. Angeln ist dort nur Montags, Mittwochs und Samstags erlaubt. Da ich den Mittwoch gewählt habe, war ich auch alleine dort
Die Lüssel ist dort vorwiegend begradigt und hat mehrere hohe Wuhre, welche die Forellenwanderung vermutlich behindert, oder besser gesagt verhindert. Ausserhalb der Wuhre je nach Abflussmenge eher flach und schnell fliessend.
Begehbar ist sie optimal etwa in der Höhe vom Einkaufscenter Wydehof bis etwa zum alten Gelände der Firma Meier und Jäggi. Im Bereich dieses Geländes ist sie am Westufer stark verwachsen und am Ostufer wegen Schneeschäden der Bäume nur mühselig begehbar. Die Fischereigrenze / Kantonsgrenze SO / BL ist genau unterhalb der Umzäunung des Geländes. Das Schild der Fischereigrenze ist am Westufer angebracht, stark verwachsen und schlecht sichtbar, zusätzlich zeigt es immer noch ein Relikt der Fischereigrenze SO / BE, da das Laufental fürher ja zum Kt. Bern gehörte.
Link zu Google Maps
Anbei ein paar Bilder von meinem Handy:




Wer findet die wichtige Beschilderung?

Wer hier wohl wohnt?

Fazit von 2einhalb Stunden am Wasser, eine knapp Untermassige und eine massige mit 26cm welche mitdurfte. Beide Fische hatten ziemlich gut sichtbare Verletzungen am Rücken gegen die Schwanzflosse zu, anhand der Form und des Gewässers tippe ich mal auf einen Graureiher, da ich dort noch nie Gänsesäger, geschweige Kormorane gesehen habe.
Leider habe ich im Eifer des Gefechts vergessen die Bafo abzulichten, jedoch war sie ja ziemlich lädiert, daher auch nicht unbedingt ein schöner Anblick, da etwa die hälte der Zeichnung weg war. Aus diesem Grund habe ich mir gedacht ich mache für die Interessierten aus diesem Thema gleich eine Gewässer Beschreibung.
Update vom 6.10.2009
Mittlerer Teil Büsserach bis Erschwil flussaufwärts
Link zu Google Maps
Die Lüssel ist oberhalb von Büsserach (flussaufwärts) des öftern stark verwachsen und kommt eher wilder daher, als im unteren Abschnitt unterhalb von Breitenbach. Ein fischen mit einer 4m Rute dürfte hier nur noch am Hauptstrassenrand in Erschwil und im Bereich der "Schlossgumpi" ausgangs Büsserach nach der Fischzucht wirklich Spass machen, ansonsten ist sie hier eher mit einer kürzeren Rute so max. 3.60m zu befischen. Da ich jedoch den bevölkerten Teil eher meide und ich nicht gerne Fische mit einem Kescher eine ca. 3-4m hohe Stützmauer hochkrane, habe ich den Teil im Dorf Erschwil ganz ausgelassen. Den Teil im Bereich Büsserach flussabwärts bis zur Badi Breitenbach (Schonstrecke), ist mehr oder weniger in langezogene Kurven geschwungen, gut zugänglich und hie und da mit kleineren vielversprechenden Schwellen versehen, bis die Lüssel im Industriebereich wieder stark begradigt ist.
Immer wieder trifft man nach Erschwil flussaufwärts auf vielsversprechende Gumpen, wo die eine oder andere Fario ein schönes Plätzchen gefunden hat. Diese Gumpen sind aber leider auch dementsprechend schlecht zugänglich und mit einer längeren Rute schlecht, bis gar nicht befischbar. An ein Fischen mit einem Spinner und dem dazugehörenden Platzmangel ist an den meisten Stellen auch nicht zu denken, so beschränkte ich mein Fischen auf eine Zapfenrute, mit oder ohne Zapfen (Tipfischen/Fühlerle).
Der Fischbestand in der Lüssel scheint generell eher knapp massig zu sein, weshalb nur sehr wenige Farios mit nachhause durften und ich diesen Bereich auch kein zweitesmal in Angriff nahm, wobei mir mehrheitlich auch die Zeit fehlte.
Den obersten Bereich in Beinwil selbst, bis zur Kantonsgrenze SO / BL, welcher sicherlich nochmal solange wie der untere Teil von Erschwil bis Breitanbach ist, habe ich bis heute noch nicht befischt, da mittlerweile auch schon die Schonzeit wieder angebrochen ist. Ich werde aber im nächsten Jahr auch noch diesen Teil hier einfügen um die Beschreibung der Lüssel abzuschliessen.
Anbei ein paar Gewässerimpressionen ausgangs Erschwil flussaufwärts von meiner Handycam:





Sobald ich auch noch den Rest der Lüsselstrecke (Beinwil) abgegangen bin, werde ich diese Beschreibung mit weiteren Bildern erweitern.


