Anfängerfrage zum Salmonidenfischen an Bergseen oder auch generell

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Chuggelfischli
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Anfängerfrage zum Salmonidenfischen an Bergseen oder auch generell

Beitrag von Chuggelfischli »

Hallo zusammen

Ich habe eine Anfängerfrage.
Ich recherchiere viel im Internet und auch in diesem Forum, mit welcher Technik ich am Besten zum Fangerfolg komme.
Empfohlen wurde hier im Forum zum Beispiel die / der Buldo - also eine Wasserkugel. Kein Ding, sofort verschiedene Arten gekauft.
Dann wurde mir aber oben am Oberalpsee empfohlen, ich solle doch mit schwimmendem Sbirolino und 1.5m Vorfach fischen. Kein Ding, sofort verschiedene Sbirolinos gekauft.
Dann bin ich über den Wägi-Zapfen gestolpert. Ideal zum Fischen an Bergseen - Kein Ding, auch das hab ich gekauft.
Im Fischerladen lagen Forelleneier rum. Sah cool aus, hab ich also auch mitgenommen.

Nun habe ich eine grosse Kiste mit diversem Material. Dazu kommen die normalen vorgebleiten Posen (welche in Lungern so erfolgreich sind).

Aber ganz ehrlich... Ich brauche mal euren Rat. Wann nehme ich denn was?
Was genau ist der Unterschied zwischen:
- Sbirolino Fischen an der Oberfläche mit sinkendem Köder wie Bienenmade --> Top Empfehlung Oberalpsee
- Normaler Laufzapfen an der Oberfläche mit sinkendem Köder wie Bienenmade --> Top Empfehlung Lungernsee
- Wägi-Zapfen an der Oberfläche mit sinkendem Köder wie Bienenmade --> Bisher noch keine Empfehlung dazu gekriegt, aber extra für Bergsee designed
- Forelleneier an der Oberfläche mit sinkendem Köder wie Bienenmage --> ok da war ich einfach neugierig
- und Was ist mit dieser Buldo-Geschichte? Warum ist Buldo besser als alles andere wenn es nicht aktiv geführt wird? --> Top Empfehlung Oberalpsee
(Zum Buldo, wir waren neulich zu dritt am Oberalpsee. 2 von uns sind dann später von Spinnfischen auf Pose umgestiegen. Normale Laufpose [Die Orange mit dem Gelben Stiel vom Lungernsee], der andere mit Buldo --> Ziemlich gross und gelb --> hab ich bisher noch nirgendswo zu kaufen gesehen. Jedenfalls hat er immerzu Bisse gehabt, wir mit der Pose haben uns eher knapp über Wasser gehalten mit den Bissen. Das Setup an sonsten war gleich. Tiefe 1-1.5m. Bienenmade. Gleiches Vorfach. Etwa gleiche Entfernung)

Kann mir jemand von euch Fortgeschrittenen bitte helfen, da durchzusteigen?
Ich möchte am Wochenende wieder an ein oder zwei Bergseen und es wäre mega, wenn ich verstehen würde, wann ich was nehme.

Wie gesagt ist das ganze Material vorhanden. Ich steige nur nicht ganz durch.

Ich danke euch jetzt schon für eure Inputs.

Liebe Grüsse
Steffi

PS:Hier die Bilder zu den beschrieben Materialien. Sorry für die unformatierten Bilder.

Wägi-Zapfen
Bild

Forellenei
Bild

Laufzapfen
Bild

Sagenumwobener Buldo
Bild

Sbirolino
Bild
FAX
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Re: Anfängerfrage zum Salmonidenfischen an Bergseen oder auch generell

Beitrag von FAX »

Der Buldo läuft gut wenn die Egli jagen. Nach der Wasserkugel ein etwa 1 Meter Vorfach knüpfen.
Als Köder ganz kleine Fischli.
Im Zürisee haben wir im Herbst viele, grosse Egli gefangen. Diese Zeit ist vorbei, es hat die grossen Eglschwärme einfach nicht mehr.
Je mehr Takle ich habe um so schwieriger wird es.

Gruss FAX
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Flümi
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Re: Anfängerfrage zum Salmonidenfischen an Bergseen oder auch generell

Beitrag von Flümi »

Hallo Steffi, ich würde es mal so sagen:

1.
Der Laufzapfen ist etwas anderes als das auf deinem Bild. Der sieht aus wie ein sinkender Sbirolino? Ein Laufzapfen ist ein normaler Zapfen, den man in der Mitte durch das Röhrchen ohne Fixierung oder aussen durch 1-2 Ösen einfädelt ohne Fixierung, damit der Zapfen auf der Schnur frei bewegen kann. Als Stopper verwendet man einen Schnurstopper aus einem Faden und zwischen diesem und dem Laufzapfen kommt noch eine ganz kleine Plastikperle. Der Stopper gibt die Tiefe der Montage vor und kann auch verschoben werden. Man kann verschiedene Zapfenformen als Laufzapfen verwenden, auch Buldos und Sbirolinos.

Wenn man die Schwimmer fix montiert, fischt man in 50cm bis 4m Tiefe, begrenzt durch Rutenlänge und Platz zum Werfen.

Mit einer Laufmontage kann man fischen in Tiefen von 1-70m oder so, begrenzt durch Wassertiefe und Schnur auf der Rolle.


2.
Fische schwimmen schnell und suchen Nahrung, kommen immer wieder ans Ufer zu den Elritzen, machen viele Ringe an der Oberfläche = sie sind aktiv. Wenn sie aktiv sind, kann man gut mit kleinen und mittleren Spinnködern (Spoons/Blinker 1-18g, Wobbler 5-9cm) fischen, wie auch mit Buldo/Zapfen in Tiefen von 50cm bis 1,5m. Durch das höhere Gewicht der grösseren Blinker ist keine langsame Führung möglich, drum grössere Blinker nur verwenden, wenn sie oben durch aktiv sind … sonst in der Tiefe suchen gehen.


Wenn sie nur langsam schwimmen und nichts verfolgen = sie sind passiv. Wenn sie passiv sind, ignorieren sie gerne grössere Köder, schnell geführte Köder, auffällige Montagen und dicke Vorfächer. Man fängt man sie fast nur noch mit Ultralight Spinnfischen (Wobbler 2-4cm, Spoons 1-3g, langsame Führung oder Zapfen/Buldo mit feinem Vorfach, nur 1 kleinen Wurm oder nur einzelne Bienenmade an feinem Vorfach.


Wenn man keine Fische und keine Aktivitäten sieht, sind sie in der Tiefe (je nach Wetterlage und zu grosser Hitze). Dann kommt man nur mit Grundmontsge wie Setzblei oder 2er Gambe, Drop Shot, sinkender Sbiro, Laufzapfen oder schweren Spinnködern hin. Man konzentriert sich also auf tiefere Stellen und fischt mit Naturködern im untersten Meter, direkt auf Grund oder hebt 1-2 Bienenmaden mit einem gelben Styroporkügelchen auf dem Haken 5-50cm an (begrenzt durch ein Schrotblei auf dem Vorfach oder der Vorfachlänge). Grundfischen nur über hartem Grund oder Sand … nicht im Kraut oder Totholz.

Und Spinnfischen über Grund ist nur zu empfehlen, wenn man die Grundstruktur und Tiefenverhältnisse kennt. Diese kennen zu lernen, kann man nur mit Echolot oder durch viel Lehrgeld und Abrissen von Spinnködern oder sonstigen Grundmontagen. :lol:



Sonst noch weitere Tipps:
viewtopic.php?t=17697

:wink:
Gruss, Stefan
Schlitzohr, Spassvogel, durchschnittlicher Allrounder und Märchentante Bild

Sensibilisierung für Umgang in (Fischer-) Foren
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Chuggelfischli
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Re: Anfängerfrage zum Salmonidenfischen an Bergseen oder auch generell

Beitrag von Chuggelfischli »

Hallo zusammen

FAX hat geschrieben: Mi 15. Jul 2026, 11:01 Der Buldo läuft gut wenn die Egli jagen. Nach der Wasserkugel ein etwa 1 Meter Vorfach knüpfen.
Als Köder ganz kleine Fischli.
Im Zürisee haben wir im Herbst viele, grosse Egli gefangen. Diese Zeit ist vorbei, es hat die grossen Eglschwärme einfach nicht mehr.
Je mehr Takle ich habe um so schwieriger wird es.

Gruss FAX

Danke FAX! Ich werde es sicher dann beim nächsten Mal probieren!
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Chuggelfischli
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Re: Anfängerfrage zum Salmonidenfischen an Bergseen oder auch generell

Beitrag von Chuggelfischli »

Flümi hat geschrieben: So 19. Jul 2026, 07:27 Hallo Steffi, ich würde es mal so sagen:

1.
Der Laufzapfen ist etwas anderes als das auf deinem Bild. Der sieht aus wie ein sinkender Sbirolino? Ein Laufzapfen ist ein normaler Zapfen, den man in der Mitte durch das Röhrchen ohne Fixierung oder aussen durch 1-2 Ösen einfädelt ohne Fixierung, damit der Zapfen auf der Schnur frei bewegen kann. Als Stopper verwendet man einen Schnurstopper aus einem Faden und zwischen diesem und dem Laufzapfen kommt noch eine ganz kleine Plastikperle. Der Stopper gibt die Tiefe der Montage vor und kann auch verschoben werden. Man kann verschiedene Zapfenformen als Laufzapfen verwenden, auch Buldos und Sbirolinos.

Wenn man die Schwimmer fix montiert, fischt man in 50cm bis 4m Tiefe, begrenzt durch Rutenlänge und Platz zum Werfen.

Mit einer Laufmontage kann man fischen in Tiefen von 1-70m oder so, begrenzt durch Wassertiefe und Schnur auf der Rolle.


2.
Fische schwimmen schnell und suchen Nahrung, kommen immer wieder ans Ufer zu den Elritzen, machen viele Ringe an der Oberfläche = sie sind aktiv. Wenn sie aktiv sind, kann man gut mit kleinen und mittleren Spinnködern (Spoons/Blinker 1-18g, Wobbler 5-9cm) fischen, wie auch mit Buldo/Zapfen in Tiefen von 50cm bis 1,5m. Durch das höhere Gewicht der grösseren Blinker ist keine langsame Führung möglich, drum grössere Blinker nur verwenden, wenn sie oben durch aktiv sind … sonst in der Tiefe suchen gehen.


Wenn sie nur langsam schwimmen und nichts verfolgen = sie sind passiv. Wenn sie passiv sind, ignorieren sie gerne grössere Köder, schnell geführte Köder, auffällige Montagen und dicke Vorfächer. Man fängt man sie fast nur noch mit Ultralight Spinnfischen (Wobbler 2-4cm, Spoons 1-3g, langsame Führung oder Zapfen/Buldo mit feinem Vorfach, nur 1 kleinen Wurm oder nur einzelne Bienenmade an feinem Vorfach.


Wenn man keine Fische und keine Aktivitäten sieht, sind sie in der Tiefe (je nach Wetterlage und zu grosser Hitze). Dann kommt man nur mit Grundmontsge wie Setzblei oder 2er Gambe, Drop Shot, sinkender Sbiro, Laufzapfen oder schweren Spinnködern hin. Man konzentriert sich also auf tiefere Stellen und fischt mit Naturködern im untersten Meter, direkt auf Grund oder hebt 1-2 Bienenmaden mit einem gelben Styroporkügelchen auf dem Haken 5-50cm an (begrenzt durch ein Schrotblei auf dem Vorfach oder der Vorfachlänge). Grundfischen nur über hartem Grund oder Sand … nicht im Kraut oder Totholz.

Und Spinnfischen über Grund ist nur zu empfehlen, wenn man die Grundstruktur und Tiefenverhältnisse kennt. Diese kennen zu lernen, kann man nur mit Echolot oder durch viel Lehrgeld und Abrissen von Spinnködern oder sonstigen Grundmontagen. :lol:



Sonst noch weitere Tipps:
viewtopic.php?t=17697

:wink:
Danke Flümi für die ausführliche Antwort!
Schau, er wird aber als Zapfen aufgeführt und verhält sich auch so. Cool ist halt, dass er vorgebleit ist, und ich das Drama mit dem verheddernden Bleien unter dem Zapfen nicht habe: https://www.hebeisen.ch/fischen/zubehoe ... quEALw_wcB
Ich montiere es immer als Laufzapfen mit Stopper

Zum Thema Spinnfischen auf Forellen:
Das mache ich sehr gern. Aktuell bisher hauptsächlich mit Spoons. Wobbler hab ich da noch nie probiert.

Wenn sie passiv sind:
Ich habe gestern am Oberalpsee gefischt. Spoon ging garnichts. Dann mit Bienenmade in verschiedenen Tiefen. Half auch nicht sehr, ich konnte nur 3 Forellen überreden.
Was aber aufgefallen ist:
Ich hab rein aus Neugier mal nen Wurm drangehängt. Heisst ja immer, unbedingt Bienenmade.
Beim Wurm hatte ich wirklich andauernd Bisse. Wurm ist wohl ne Geheimwaffe. Wer weiss. Immerzu tauchte die Pose kurz unter.
Aber: Der Wurm wurde nicht geschluckt, sondern nur angeknabbert.
Und auch nur, wenn der Wurm eher Lose rumbaumeln konnte (längere Enden frei schwebend im Wasser). Sobald ich den Wurm auf den Haken gefaltet habe, damit er eben nicht an seinen Enden weggelutscht wird, kamen auch keine Bisse mehr.
Da muss ich noch lernen, wie man den Wurm mit Forellen benutzt.

Anhieb schnell setzen konnte ich bei den Kurztauchaktionen leider auch nicht (Falls nur der Anhieb gefehlt hätte). Ich hab auf der Ansitzrute ne Mono drauf, die sinkt. Wenn ich nen Anhieb setze, passiert garnichts, ausser dass ich gegen den Widerstand des Wassers ankämpfe und erst durch Kurbeln baue ich dann genug Spannung auf, um den Anhieb zu setzen. Aber das dauert so lang, da ist die Pose schon lang fertig mit tauchen :D


Zur Grundmontage:
Da hab ich echt Kapazität! ;D Da kann ich noch viel Lernen und viel üben.
Bei der Grundmontage, egal ob Sbiro oder Blei, nehme ich auftreibende Köder wie Libra Lures oder?

Danke für die Tipps!

Gruss Steffi
Bad Ass Fisherman
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Re: Anfängerfrage zum Salmonidenfischen an Bergseen oder auch generell

Beitrag von Bad Ass Fisherman »

Bitte bei Zitaten so Kurz halten wie möglich.
Mfg BAF
:lol: Laut einer Studie sind Menschen mit weniger Freunden glücklicher und zufriedener...

War es schlecht, dann erst Recht!!
davidoff
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Re: Anfängerfrage zum Salmonidenfischen an Bergseen oder auch generell

Beitrag von davidoff »

@chugeli...
Ich hab auf der Ansitzrute ne Mono drauf, die sinkt.

Schnur einfetten dann sinkt die Mono nicht.

LG und Petri Heil
EHC OLTEN
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