Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Hier kommen die Votings / Abstimmungen rein!
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Kunstköder sind .....

Zu teuer
227
80%
Der Preis ist OK
50
18%
Zu billig
6
2%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 283

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JJwizard
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Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von JJwizard »

smash, schön nennst Du die Dinge beim Namen ..... doch ich habe weniger diese traurige Pharse im speziellen gemeint, als die Tatsache das generell viel gemotzt (Beweggründe unterschiedlich) und angeprangert wird aber sehr oft nichts dagegen gegetan wird. Würde man weniger motzen und dafür mehr tun gegen was einem stört, könnte man vielleicht tatsächlich etwas ändern, doch solange man nur die Hände in den Schoss legt und motzt, wird sich überhaupt nichts ändern.

JJ
Zuletzt geändert von JJwizard am Mo 28. Feb 2011, 11:47, insgesamt 1-mal geändert.
Born to fish - forced to work!
T-Rig

Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von T-Rig »

JJwizard hat geschrieben:Würde man weniger motzen und dafür mehr tun was einem stört, könnte man vielleicht tatsächlich etwas ändern, doch solange man nur die Hände in den Schoss legt und motzt, wird sich überhaupt nichts ändern.
Dann sag mir doch mal bitte was genau du tust um etwas zu ändern?
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JJwizard
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Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von JJwizard »

Tackle Junkies Forum geballt hier im FF.... doch gerne gebe ich Dir ein Beispiel geschätzter T-Rig ........

z.B. habe ich den sich dieses Jahr zum fünfzehnten Mal jährenden Dietliker Fischerflohmi erfunden, gegründet, organisiert und durchgeführt. Der Dietliker Fischereiartikel-Flohmi war der erste reine Fischerflohmarkt der Schweiz. Diese Idee motivierte dann auch andere Organisatoren und daraus entstanden dann in der Folge die Flohmi's in Güttingen, Zug, Basel (in der neuen Form als Flohmi) und Landquart.

Es ist wohl unbestritten, dass diese Flohmi's tausenden von Fischern schon zu einem Schnäppchen und mehr verholfen haben. Und die Beliebtheit dieser Flohmi's ist ungebrochen, Jungfischer, Jugendliche aber auch ältere Fischer schätzen die überaus günstigen Angebote am Flohmi!

Tight-lines
JJ
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BrownTrout
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Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von BrownTrout »

@JJwizard

Respekt JJ :up: Diese Flohmärkte sind besonders für Leute mit einem kleinen Geldbeutel immer ein Besuch wert! habe mir im Januar am Fischerflomi in Kaiseraugst eine Top Spinnrute für mein Hausgewässerli (Bach) besorgt zwar das vor-vor model aber Neu und ungebraucht zu einem Spotpreis :D Noch 2 Tage bis ich sie ausprobieren kann dan ist Fario Eröffnung
Fischen ist das wohl schönste Hobby
Schweizer Angler

Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von Schweizer Angler »

was ich halt nicht begreiffe, ist wieso sich fachhändler die mit einem grossisten-monopol oder dem druck von lieferanten nicht einverstanden sind, sich nicht bei der weko (wettbewerbskomission, http://www.weko.admin.ch) melden und kopien ihrer unterlagen (beweismittel) mit ihrer klage mitsenden (die klage ist gratis!). es wird nicht von einem tag auf den anderen was geschehen, eine untersuchung dauert mindestens ein bis eineinhalb jahre, aber eben, "nicht klagen wird nichts ändern".

eine andere option ist ein beitrag im kassensturz versuchen, z.b. mit einem preisvergleich ch-d, kontakt; kassensturz (at)sf.tv

variante; meldung an konsumentenschutz; komtakt; http://konsumentenschutz.ch/contact/


gruss

sa
habakuk

Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von habakuk »

kein händler wird etwas tun, "seinen arsch lüpfe" auf berndeutsch gesagt, solange wir als kunden dieses spiel mitspielen.

ich finde überigens nicht einmal die preise das schlimmste, die schweiz ist ein hochpreisland - schlimmer finde ich das heillos veraltete und mit billigsten plagiaten durchzogene sortiment.
ich verstehe auch nicht, warum der händler nicht die aktuellsten rollen und ruten in kleinster stückzahl kauft als ausstellungsmodelle und auf anfrage bestellt. ich würde gerne ein/zwei wochen warten wenn ich dafür aktuelle ware erhalten würde, garantie hätte, die ware im laden befingern könnte etc.
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Dural
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Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von Dural »

Das viel mir auch schon auf, in den aktuellen 2011 katalogen sind zb. ruten drin die auf der webseite des herstellers nicht mal mehr gelistet sind... :roll:

wie wäre es die artikel runter zu schreiben um sie los zu werden, ach nein geht ja nicht da man sonst seine 100% + gewinn nicht mehr hat ;)


so was ist bei einem markt mit vernünftigen wettbewerb unvorstellbar!
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JJwizard
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Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von JJwizard »

@Dural: was für 100% Gewinn? Der Verkaufspreis der Händler aber auch jener der grossen Detaillisten muss ein vielfaches von 100% für die meisten Produkte sein, damit die laufenden Kosten (Liegenschaft, Personal etc.) gedeckt werden können!

JJ
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Brachsmen

Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von Brachsmen »

Mensch bin ich froh das ich eingedeckt. Obwohl :roll: zwei Ruten stehen noch aus :D .Aber dann reicht es wirklich und ich schaue in keinen Katalog mehr :book:
MfG Brachsmen
gonefishing

Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von gonefishing »

Die Preise sind doch so hoch und das Angebot so schlecht, weil es der Verbraucher so will.
Was wäre denn wenn man alles überall günstig bekommen würde?
0.0 Exklusivität und die Tackle-Fetischisten würden total verzweifeln. Ein cooler Japan-Wobbler wäre doch total uncool wenn es ihn für 5Fr beim Coop gäbe...
:wink: :lol: :mrgreen:
Brachsmen

Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von Brachsmen »

Mir ist es wirklich egal ob ein Wobbler cool ist oder nicht. Es sieht ihn doch keiner wenn er im Wasser ist. Das Teil soll erfolgreich sein. Und komischerweise haben sich meine coolen Wobbler nicht bewährt. Es sehe natürlich das ein Freddy Catwalk besser läuft als ein No Name Teil und das eine Menge Entwicklungsarbeit dahintersteckt. Aber eine Fang Garantie gibt es auch für diese Köder nicht. Und ich gebe ja nicht eine Menge Geld aus um Wobbler schwimmen zu sehn.
MfG Brachsmen
cityliner

Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von cityliner »

hallo
egal was sie kosten,sie sind nur so gut,wie der der sie führt :mrgreen: .ich möcht euch was sagen,kannte mal einen,der fuhr mit an die ostsee,die anderen kauften teure ruten,pilker usw. als er auspackte lachten alle :lol: ,er(über 50jahre erfahrung als seefischer,konnte nicht mal auswerfen,da er immer nur vom boot grad runter fischte)er fischte mit einem bambusstock,alte große stationärrolle,dicke schnur und abgesägten türgriffen..was soll ich sagen,er fing das dreifache,wie die anderen.....die gesichter hättet ihr sehen sollen :D
gruß jim ps.mit dem kosak am bodensee war dieser mann unschlagbar,jta die führung wars :D
Schweizer Angler

Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von Schweizer Angler »

Es wurde eigentlich schon mehrmals in diesem forum und auch ausführlich diskutiert. Die preise für einen artikel beinhalten wie jj richt schreibt ebenso die unternehmenskosten. Das sind lieferantenpreise, steuern, ladenbetrieb, personal etc. trotzdem ist nicht von der hand zu weisen, dass die margen hoch sind (30-150%, je nach branche, kleider fast immer über 100%), aber dies ist im detailhandel mit ladenbetrieben i.d.r fast immer der fall. Ein webshop ist immer günstiger zu betreiben als ein laden mit personal (dann braucht es noch frei-tag ablösungen etc.). dafür kann man im webshop die ware nicht betatschen, das ausprobieren wird bei ware die in webshops im ausland bestellt wird (sofern manchmal teuer (porto fürs zurücksenden).
Aber eben, die branche ist vermutlich schon nicht an wettbewerb interessiert, alles wird zum gleichen preis angeboten, und dass fast überall genau dieselbe ware angeboten wird spricht auch nicht für wettbewerb, sondern für ein starres grossisten-system. Andererseits ist es wirklich so, dass hohe preise auch durch fabrikanten hoch gehalten werden die peinlich darauf schauen dass ihre ware nicht von händlern parallel importiert werden kann. Und auch die mindestabnahmemengen (wenn du orvis führen willst musst du pro jahr für mindestens franken XX`xxx bestellen und ohne meist rückgaberecht, sonst gibt’s gar nichts. Dann führen einige fabrikanten noch eigene webshops, über die sie dann aber direkt verkaufen (auch ausverkauf), und somit die preise der fachhändler selbst unterwandern.
Richtig ist aus meiner sicht ebenso wie haba es andeutet, dass der fischerkonsument „starr“ ist, und das „spiel“ seit jahren akzeptiert /mitmacht.

Jetzt kommt aber noch eine andere seite des ewigen „günstige/billige preise fordern“;

viele von uns arbeiten als angestellte in irgend einer branche oder in der fabrikation. Es kann durchaus sein, dass nun der ausländischer kunde der in der ch bestellt, ebenso nicht mehr schrauben/maschinenteile in der ch kauft, sondern in china, rumänien, bulgarien, weil diese dort billiger sind (arbeitstunde um die chf 1.30, was verdienen wir?). folglich verkauft eure bude immer weniger maschinenteile, baut arbeitsplätze ab, halbiert den lohn, oder verlegt die fabrikation ganz ins ausland. Ein teufelskreis, der halt nicht wenige male auch durch die „geiz ist geil mentalität“ vorherrscht – in der ch wie im ausland. die binnenwirtschaft (das hier verdienen und hier ausgeben)stützt einen wesentlichen teil der eigenen wirtschaft/kaufkraft. geht diese vor die hunde (z.b. weil jeder nur noch im ausland einkauft, aber hier verdienen will), geht es mit den arbeitsplätzen massiv abwärts.

Und es gibt ebenso das paradoxe, das schweizer artikel in der ch relativ hochpreisig sind, aber im ausland viel günstiger (z.b. ch-käse & milch). Also werden wir manchmal selbst von den eigenen fabrikanten „geschröpft“ (die billigkäse & milchpreise vom bund werden durch die landwirtschaftspolitik subventioniert, was wir wiederum mit den steuern bezahlen)


Gruss

sa
Brachsmen

Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von Brachsmen »

Aber das fischen ist doch kein Golf oder wie früher Tennis. Fischen tut doch in der Regel die breite Masse. Und ich kenne das aus anderen Bereichen. Beispiel, Normal Verdiener, 2 Kiddi`s und die Frau zu Hause . Du siehst was die Teile in deinem Land kosten und was im benachbarten Ausland. Dein Junge möchte aber neue Rapalas oder was auch immer. Wie verhälst du dich dann?
MfG Brachsmen
Schweizer Angler

Re: Kunstköder - die Schmerzgrenze?

Beitrag von Schweizer Angler »

mein sohnemann braucht nicht immer das neuste genauso wenig wie ich, auch nicht von nike, addidas oder rappala, nur um dazuzugehören. rappala ja, von grosi oder grospapi zum geburi oder weihnacht, oder halt 3 mittwochnachmittage jäten in nachbars garten fürs sackgeld. besser noch ein sackmesser, ein stück leichtholz wie kiefer fsc), ein schnitzmesser aus der migi, ein paar farben, und dann die wobbis allenfalls mit schulfreunden selber machen - fördert eh noch die geschickllichkeit & selbstbewusstsein und wenn es fängt noch viel mehr.

gruss

sa
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