Bachforelle im Kt. Bern
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Elritze
Re: Bachforelle im Kt. Bern
Bin auch Deiner Meinung Brown Trout es hat zuviele Vögel.
Das ist sicher ein grosser Grund dass der Bachforellen Bestand zurückgeht aber nicht der einzige.
Gruss Elritze
Das ist sicher ein grosser Grund dass der Bachforellen Bestand zurückgeht aber nicht der einzige.
Gruss Elritze
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Schweizer Angler
Re: Bachforelle im Kt. Bern
vielleicht im kt. zh, aber im kt bern mit seinen vorwiegend sub- und alpinen gewässern definitiv nicht. oder hat schon jemand gänsesäger oder kormorane am lombach beobachtet? am fildrich, der suld, dem reichenbach, der kienä, am gronerern und spiggenbach, am narrenbach, am chirel, der kander, der engstligen der kleinen simme, der emme bei kemmeriboden, der ilfis, der hasli-aare, der lütschinen, am urbach, der saane bei gstaad, dem grischbach der gürbe bei wattenwil? da sind die hautpsächlichen bafo-gewässer des kt. be.Das ist sicher ein grosser Grund dass der Bachforellen Bestand zurückgeht
oder ist der eisvogel nun auch zum abschuss freigegeben? er frisst ja auch fische..... und auch der graureiher hat in diesen gewässern kaum den bestand gefährdet, viele strecken sind für ihn gar nicht zugänglich. aprops hat der vorgänger einer meiner pachten wegen dem graureiher aufgegeben. ich fange darin aber alle alterklassen an bafos und "bitze" wie ich es nie für möglich gehalten habe.... danke graureiher für die super-pacht(en)! allerdings fischen am bach seit der übernahme auch keine "fleischfischer" mehr und es werden auch keine zugelassen (fischen nur in begleitung, tageskarten für die nächsten jahre ausgebucht).
apropos "lachen" viele angler aus benachbarten ländern über unsere entnahmemöglichkeiten, wir fischer gelten dort oft als fleischfischer (nicht wegen dem wenigen relase, aber ab den grossen entnahmenengen, teils auch in irland und canada ist man nicht so gut auf uns zu sprechen - aprops auch nicht immer auf unsere nördlichen nachbarn)
gruss
sa
Zuletzt geändert von Schweizer Angler am Mo 21. Mär 2011, 10:53, insgesamt 4-mal geändert.
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Arts
Re: Bachforelle im Kt. Bern
Hallo,
Sehe ich auch so, und ich kenne kein Verein der an seinen Pachtgewässer so grosszügige Fanglimiten hat wie der Kanton, egal ob nun Bach oder grössere Flussabschnitt.
Ok, Helix hat sicher recht wenn er sagt ein Moratorium ist den eigenen Ast absägen.... aber im Minimum gewässerspezifische Beschränkunen inkl Jahresfangzahlen wären sicher sinnvoll
Ich finde auch das die Fischfressenden vögel kein Grund sind für den Rückgang. Wie SA es schreibt, ich selbst habe z.B kaum Kormoran an der Emme oder an der Aare bei Bern gesehen, nicht mal am Wohlensee... und wenn, dann höchstens vereinzelt.... zu den par Gänsesäger und Familie
Gruss
Thomas
Sehe ich auch so, und ich kenne kein Verein der an seinen Pachtgewässer so grosszügige Fanglimiten hat wie der Kanton, egal ob nun Bach oder grössere Flussabschnitt.
Ok, Helix hat sicher recht wenn er sagt ein Moratorium ist den eigenen Ast absägen.... aber im Minimum gewässerspezifische Beschränkunen inkl Jahresfangzahlen wären sicher sinnvoll
Ich finde auch das die Fischfressenden vögel kein Grund sind für den Rückgang. Wie SA es schreibt, ich selbst habe z.B kaum Kormoran an der Emme oder an der Aare bei Bern gesehen, nicht mal am Wohlensee... und wenn, dann höchstens vereinzelt.... zu den par Gänsesäger und Familie
Gruss
Thomas
- daenu
- Beiträge: 174
- Registriert: Di 8. Apr 2008, 20:01

Re: Bachforelle im Kt. Bern
leider gibt es zum gegenwärtigen problem des fischrückgangs keine sofortmassnahme welche per sofort
irgend eine verbesserung gewähren würde...
einzig kommt mir nur folgendes in den sinn:
-Bestandeshaltung des Fischfressenden Vögel
-Revitalisierung und Renaturierung der Bäche und Flüsse
- Schonmass und Entnahmezahlen korrigieren
-rotierende Schonstrecken
Die mit
gekennzeichneten finde ich persönlich die effektivsten Massnahmen
irgend eine verbesserung gewähren würde...
einzig kommt mir nur folgendes in den sinn:
-Bestandeshaltung des Fischfressenden Vögel
-Revitalisierung und Renaturierung der Bäche und Flüsse
- Schonmass und Entnahmezahlen korrigieren
-rotierende Schonstrecken
Die mit
Re: Bachforelle im Kt. Bern
daenu@
Ist auch meine Meinung, nur wenn schon renaturieren wie z.b. an der Gürbe im untersten Teil warum werden dann noch fast sämtliche Bäume welche den Fischen wenigstens im Sommer noch ein wenig Schatten spendeten auch gefällt? Ich bin kein Renaturierungsexperte aber da macht man doch die ganze Arbeit wieder zunichte?! Das gleiche an der Emme bei Alchenflüh, auf mehreren Kilometer wurde dort die Ufervegetation (Weiden) einfach umgeknickt, kein Mensch begreift warum.
Gruess
Tom66
Ist auch meine Meinung, nur wenn schon renaturieren wie z.b. an der Gürbe im untersten Teil warum werden dann noch fast sämtliche Bäume welche den Fischen wenigstens im Sommer noch ein wenig Schatten spendeten auch gefällt? Ich bin kein Renaturierungsexperte aber da macht man doch die ganze Arbeit wieder zunichte?! Das gleiche an der Emme bei Alchenflüh, auf mehreren Kilometer wurde dort die Ufervegetation (Weiden) einfach umgeknickt, kein Mensch begreift warum.
Gruess
Tom66
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Wasabi
Re: Bachforelle im Kt. Bern
Hi Tom. Da hast du aber nicht sehr genau geschautArts hat geschrieben:Hallo,
Ich finde auch das die Fischfressenden vögel kein Grund sind für den Rückgang. Wie SA es schreibt, ich selbst habe z.B kaum Kormoran an der Emme oder an der Aare bei Bern gesehen, nicht mal am Wohlensee... und wenn, dann höchstens vereinzelt.... zu den par Gänsesäger und Familie
Thomas
Ganz unten an der Staumauer kannst ohne Problem mehrer Kormis beobachten...
Wenn alle Fischer mit Hirn und weniger mit Ar... fischen würden, so braucht es auch keine Fangzahlbeschränkungen. Wieso die Gefriertruhe immer füllen und alles abknüppeln?
Leider ist das aber ein Wunschtraum, der Mensch ist ein sammler und Jäger und nimmt solange bis es den Bach runter geht oder nix mehr da ist.
Ist leider so.
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Köfi24
Re: Bachforelle im Kt. Bern
Meines erachtens so müsste man im Kt Bern einige änder in Bezug Bachforelle!
Meine vorstellung entspricht in etwa so:
Mann sollte in allen gewässern die Fangmasse heraufsetzen, z.b Aare 45cm oder auch 40, und dagegen in den kleinen Gewässer wie im Diemtigtal oder der Emme obelhalb Emmenbrücke und Gürbe und so 32cm
den ich frage mich desöfftern was man mit einem knapp 23cm kleinen fisch machen will, ihn roh essen?
der ist ja noch ein baby! Lasst die Fische Wachsen!
Dann sollte man etwas mehr für die Fische tun also, Kormorane gibt es viel zu viele, wenn wir schauen was wir sonst noch für Vögel haben die auch Fische essen!
Dann sollte man unbedingt die Fangzahl hinabsetzen auf max 2 Pro tag und max 20 weill wenn ich schon nur daran denke wie viel schon eine oder auch mehrere bafos gefangen haben und dan das fangs nur im märz wie sieht es dann ende Jahr aus bei denen in der statistik?! Gibt leider viele Fischer die Fischen immer noch wegen den Fischen und denken wenn sie ans Wasser gehen, so heute eine vollpackung vorher gehe ich nicht nach hause! Fischen ist immer noch ein hobby bei dem man natürlich auch fische fangen will aber bitte in einem angemessenem mass und sonst geht in eine Zucht oder ins ausland dorsch fischen oder so!
Leute Ihr werdet Nie die befriedigung finden die Ihr sucht lasst lieber die kleineren wieder frei und sagt zu euch die war untermässig! Fische gibt es auch im Migros oder coop wenn Ihr ein Familienfest feiert und fisch Kocht!
Meine vorstellung entspricht in etwa so:
Mann sollte in allen gewässern die Fangmasse heraufsetzen, z.b Aare 45cm oder auch 40, und dagegen in den kleinen Gewässer wie im Diemtigtal oder der Emme obelhalb Emmenbrücke und Gürbe und so 32cm
den ich frage mich desöfftern was man mit einem knapp 23cm kleinen fisch machen will, ihn roh essen?
Dann sollte man etwas mehr für die Fische tun also, Kormorane gibt es viel zu viele, wenn wir schauen was wir sonst noch für Vögel haben die auch Fische essen!
Dann sollte man unbedingt die Fangzahl hinabsetzen auf max 2 Pro tag und max 20 weill wenn ich schon nur daran denke wie viel schon eine oder auch mehrere bafos gefangen haben und dan das fangs nur im märz wie sieht es dann ende Jahr aus bei denen in der statistik?! Gibt leider viele Fischer die Fischen immer noch wegen den Fischen und denken wenn sie ans Wasser gehen, so heute eine vollpackung vorher gehe ich nicht nach hause! Fischen ist immer noch ein hobby bei dem man natürlich auch fische fangen will aber bitte in einem angemessenem mass und sonst geht in eine Zucht oder ins ausland dorsch fischen oder so!
Leute Ihr werdet Nie die befriedigung finden die Ihr sucht lasst lieber die kleineren wieder frei und sagt zu euch die war untermässig! Fische gibt es auch im Migros oder coop wenn Ihr ein Familienfest feiert und fisch Kocht!
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astacus
Re: Bachforelle im Kt. Bern
die zahl der überwinternden kormorane in der schweiz ist seit 20 jahren stabil, das gleichgewicht hat sich längst eingependelt. da muss nicht nachgeholfen werden. nur die entwicklung der bruten an einigen grossen seen ist zunehmend, dies ist aber nur sehr punktuell und wirkt sich an fliessgewässern kaum aus. schliesslich geht es ja hauptsächlich um die fliessgewässer, denn es sind ja die fischarten der fliessgewässer gefährdet und nicht die seefischarten.BrownTrout hat geschrieben:Es hat einfach zu viele Kormorane an gewissen stellen der Schweiz oder des Benachbarten Auslandes die halten nicht ander Grenze an! Klar braucht es von diesen Vögeln um das Gleichgewicht gewissermassen beizubehalten aber man muss doch was tun um es im Rahmen zu halten!
exakt. ich habe nicht behauptet, dass die fischfressenden vögel noch nie und nirgends einen einfluss auf den fischbestand gehabt hätten. es ist mehrfach auch mit wissenschaftlichen arbeiten belegt, dass die vögel lokal durchaus einen einfluss haben können. meines wissens bin ausgerechnet ich (vielleicht neben SA) der einzige hier, der genau dies schon mit der nennung von wissenschaftlichen arbeiten belegt hat. denn lustigerweise können die vogelgegner ja meist nicht mal belege für ihre argumente liefern, sogar das muss meine seite übernehmenSchweizer Angler hat geschrieben:auch kollege asti streite ja teils nicht ab, dass fischfressendes gefieder ein problem sein kann,
der springende punkt an der geschichte ist einfach der, dass erwiesenermassen die vögel längst nicht überall den negativen einfluss haben, der ihnen zugeschrieben wird. die ursachen der fischgefährdung sind vielfältig, vögel können manchmal ein faktor unter vielen sein, oft sind sie aber noch nicht mal das. zudem darf ihr einfluss nicht nur negativ betrachtet werden, denn prädation erfüllt einen elemtaren zweck in der natur, nämlich eine konsequente selektion auf die (genetische) fitness. dass es den fischen ohne vögel besser gehen würde, ist damit keineswegs garantiert.
dass die vögel höchstens eine unter vielen ursachen sein können, hat SA ja gut mit seinem beispiel der zahlreichen bäche ohne (starke) vogelpräsenz belegt. der kormoran kommt ohnehin nur an den grösseren mittelland-gewässern vor - genau diejenigen, die ohnehin am stärksten verbaut sind und wo salmoniden oft auch ohne vögel nur noch widrige lebensbedingungen vorfinden. dagegen ist der forellenbestand auch an zahlreichen kleinen (berg-)gewässern, wo - wenns hochkommt - alle 5 jahre mal ein kormi oder ein säger drüber fliegt, rückläufig. der weiter verbreitete reiher fischt als "nicht-taucher" zudem ohnehin nur die uferzonen ab und auch nur diese, die er gut erreichen kann. je natürlich ein gewässer ist, desto schwieriger wirds aber für ihn.
das fazit ist damit klar: der fisch- und v.a. auch forellenrückgang lässt sich mit der präsenz der vögel alleine nicht mal ansatzweise erklären.
die 2/20-regel verstand ich eher als beispiel. es muss ja nicht in allen kantonen gleich aussehen. es gibt durchaus solche, wo auch eine höhere entnahme wohl nicht unbedingt gefährlich wäre. ob daher 2/20, 3/30, etc. sollte daher durchaus kantonal verschieden sein können, das prinzip fände ich aber sehr begrüssenswert.Würmlibader hat geschrieben:solang man sich nicht auf den gesunden menschenverstand verlassen kann, brauchts wohl effektiv verbote und begrenzungen. allerdings finde ich bei bachforellen 2/20 doch ein bisschen gar krass - wie wärs mit 3/50 z.b? fischer, die 200-300 forellen im jahr abschlagen (und die gibt es!), wären auch so schon in die schranken gewiesen und die fische, die so nicht gefangen werden, sorgen auch schon wieder für mehr nachwuchs.
@davidoff:
wie ich annehme, fischst du wohl v.a. in der dünnern und in der aare der region olten. was veranlasst dich dazu, gegen die vögel zu sein (wenn in diesem fall auch nur durch die zustimmung zu browntrout)? du befischst die besten salmonidengewässer im ganzen kanton, ich kenne nicht wenige fischer, die regelmässig zu euch runter kommen. dies obwohl ihr (wie wir bei uns oben auch) viele gänsesäger und kormorane habt. für mich ist dies eigentlich jammern auf höchstem niveau.
@SA und Tom66:
mit euren aussagen...
Schweizer Angler hat geschrieben:aber wenn ich teils unsere kanalisierten gewässer in welchen ja auch kein altholz drinliegen darf (einer der besten und billigste fischunterstände) weil man darin hängen bleiben könnte, und bäume vom ufer weg müssen weil man besser fischen kann (in meinem vereinsee haben angler die seerosen ausgerissen, das würde beim grundangeln stören....)
...habt ihr natürlich absolut recht. dsa grosse problem dabei ist, dass die frage nach dem unterhalt der ufervegetation ein grosser konflikt innerhalb des naturschutzes ist. ich erlebe dies immer wieder. beispielsweise für die förderung sonnenliebender pflanzenarten, vögel der hecken- und strauchzonen, etc. wird die ufervegetation oft stark geschnitten bzw. auf den stock gesetzt. aus sicht der landbotanik und der heckenvögel ist dies natürlich zu begrüssen. aus sicht der fische und der gewässerökologie ist genau dies jedoch absolut verkehrt. denn damit wird verhindert, dass totholz als strukturelement und nahrungsgrundlage im gewässer liegen bleibt.tom66 hat geschrieben:Ist auch meine Meinung, nur wenn schon renaturieren wie z.b. an der Gürbe im untersten Teil warum werden dann noch fast sämtliche Bäume welche den Fischen wenigstens im Sommer noch ein wenig Schatten spendeten auch gefällt? Ich bin kein Renaturierungsexperte aber da macht man doch die ganze Arbeit wieder zunichte?!
die bedeutung von totholz im gewässer kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. es gibt dazu auch viel literatur, z.b. "Totholz in Fliessgewässern" aus der reihe "Empfehlungen zur Gewässerentwicklung. kurz zusammengefasst gibt auch der wikipediaartikel einen guten überblick über den zusammenhang. gerade deshalb finde ich es sehr bedenklich, wenn ausgerechnet renaturierte gewässerabschnitte immer wieder gerodet werden.
dies wäre eigentlich ein punkt, an dem fisch vereine und verbände vermehrt ansetzen müssten. ich weiss nicht, wie es diesbezüglich in anderen kantonen aussieht, bei uns werden wir dies in zukunft aber noch stärker thematisieren (als nächstes z.b. übermorgen bei den zuständigen kantonalen behörden).
- helix
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Re: Bachforelle im Kt. Bern
Äusserst dynamische Entwicklung in diesem Thread, welche fast sämtliche Hauptfragen und Anliegen der Fischerei beinhaltet. Aufgrund dieser Komplexität wird es kaum möglich sein, hier auf ein Lösung zu kommen.
Ich will noch einige Punkte anfügen, die ebenfalls wichtig für die Bachforellenentwicklung sind. Weil man hier nach Gewässern differenzieren muss, denke ich bei bei folgender Schilderung v.a. an zwei meiner Hausgewässer. Hier ist zu beobachten, dass der Befischungsdruck von Seiten der Hobbyangler in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Die Gründe hierfür sind m.E. vielseitig. Mit dem vermehrten Befischen eines Gewässers steigt automatisch auch der prozentuale Anteil der entnommenen Forellen an der Gesamtpopulation. Damit sinkt automatisch der Anteil der natürlichen Fortpflanzung, welcher auch durch Besatzmassnahmen und die bereits erfolgten Renaturierungen und Lebensraumerweiterungen kaum und nicht alleine ausgeglichen werden kann.
Da man den Befischungsdruck auf ein einzelnes Patentgewässer im Gegensatz zu Pachtgewässern kaum gesetzlich regulieren kann, müsste man hier andere Wege finden, um eine dem Gewässer entsprechende Naturverlaichung zu fördern. Dies könnte man, wie mehrfach erwähnt, durch eine Erhöhung des Schonmasses ähnlich wie jüngst bei den Äschen machen. Somit könnte im Idealfall erreicht werden, dass Bachforellen nicht nur einmal sondern sogar mind. zweimal ablaichen können, bevor sie das Schonmass erreichen. Das würde dann im Fluss z.B. heissen, von 30 auf 36cm zu erhöhen oder im Bach von 24 auf 27cm.
Eine rigorosere Fangzahlbeschränkung für Bachforellen wie bei den Äschen (2Stk./Tag und 20Stk./Jahr) würde ich ebenfalls begrüssen, wobei hierbei nur der Gipfel des Eisberges wirklich betroffen wäre, denn die meisten Angler schöpfen dieses Kontigent auch bei den momentan lascheren Bestimmungen kaum aus. Es genügt also keinesfalls, sich nur darauf abzustützen.
Allerdings würden somit zumindest zu Beginn einer solchen Anpassung weniger Forellen in den Statistiken erscheinen, was wiederum Auswirkungen auf den Patentverkauf haben könnte. Evtl. ist dies Mitgrund, dass man gerade im Fluss das Schonmass nicht erhöhte, sondern sogar von 32 auf 30 cm verringerte und die erlaubten Kontingente (über 1000Stk. pro Patent und Jahr)nach wie vor so hoch sind, dass man sie gar nicht ausschöpfen kann.
Was man nicht vergessen darf, Bachforellen haben zurecht eine hohe Beliebtheit und wirtschaftliche Faktoren spielen deshalb in diesen Sachfragen einen besonders wichtige Rolle.
Gruss
helix
Ich will noch einige Punkte anfügen, die ebenfalls wichtig für die Bachforellenentwicklung sind. Weil man hier nach Gewässern differenzieren muss, denke ich bei bei folgender Schilderung v.a. an zwei meiner Hausgewässer. Hier ist zu beobachten, dass der Befischungsdruck von Seiten der Hobbyangler in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Die Gründe hierfür sind m.E. vielseitig. Mit dem vermehrten Befischen eines Gewässers steigt automatisch auch der prozentuale Anteil der entnommenen Forellen an der Gesamtpopulation. Damit sinkt automatisch der Anteil der natürlichen Fortpflanzung, welcher auch durch Besatzmassnahmen und die bereits erfolgten Renaturierungen und Lebensraumerweiterungen kaum und nicht alleine ausgeglichen werden kann.
Da man den Befischungsdruck auf ein einzelnes Patentgewässer im Gegensatz zu Pachtgewässern kaum gesetzlich regulieren kann, müsste man hier andere Wege finden, um eine dem Gewässer entsprechende Naturverlaichung zu fördern. Dies könnte man, wie mehrfach erwähnt, durch eine Erhöhung des Schonmasses ähnlich wie jüngst bei den Äschen machen. Somit könnte im Idealfall erreicht werden, dass Bachforellen nicht nur einmal sondern sogar mind. zweimal ablaichen können, bevor sie das Schonmass erreichen. Das würde dann im Fluss z.B. heissen, von 30 auf 36cm zu erhöhen oder im Bach von 24 auf 27cm.
Eine rigorosere Fangzahlbeschränkung für Bachforellen wie bei den Äschen (2Stk./Tag und 20Stk./Jahr) würde ich ebenfalls begrüssen, wobei hierbei nur der Gipfel des Eisberges wirklich betroffen wäre, denn die meisten Angler schöpfen dieses Kontigent auch bei den momentan lascheren Bestimmungen kaum aus. Es genügt also keinesfalls, sich nur darauf abzustützen.
Allerdings würden somit zumindest zu Beginn einer solchen Anpassung weniger Forellen in den Statistiken erscheinen, was wiederum Auswirkungen auf den Patentverkauf haben könnte. Evtl. ist dies Mitgrund, dass man gerade im Fluss das Schonmass nicht erhöhte, sondern sogar von 32 auf 30 cm verringerte und die erlaubten Kontingente (über 1000Stk. pro Patent und Jahr)nach wie vor so hoch sind, dass man sie gar nicht ausschöpfen kann.
Was man nicht vergessen darf, Bachforellen haben zurecht eine hohe Beliebtheit und wirtschaftliche Faktoren spielen deshalb in diesen Sachfragen einen besonders wichtige Rolle.
Gruss
helix
Gruess helix
Re: Bachforelle im Kt. Bern
Das mit der Heraufsetzung des Schonmasses hat jedoch auch seine Tücken, z.b. in der Gürbe ist das Fangmindestmass 28 cm, wieviel mal wird nun eine Forelle welche zwischen 22 und 28 cm ist gefangen bis sie 28 cm hat? Ich denke einige male, vorallem wenn ich sehe wieviele Forellen ich selber im besagtem Gewässer in obigen Grössen zurücksetzen muss. Dies ist für den Gesundheitszustand der zu kleinen Forelle sicher auch nicht gerade förderlich. Ich wäre für ein Schonmass von 26 cm in der Gürbe.
Gruess
Tom66
Gruess
Tom66
Zuletzt geändert von tom66 am Mo 21. Mär 2011, 14:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Chinoock
Re: Bachforelle im Kt. Bern
Meiner Meinung nach sollten die Bachforellen ein Schonmass von 35cm generell haben! und bei schwachem bestand sollte man die Stückzahl auf 2 Fische pro Tag reduzieren!
Damit sich die Forellenbestände etwas erholen können, da in der Ch ja C&R kein Anklang findet!
Gruss
Damit sich die Forellenbestände etwas erholen können, da in der Ch ja C&R kein Anklang findet!
Gruss
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konsument
Re: Bachforelle im Kt. Bern
Ich finde die Diskussion sehr spannend und es gab meiner Meinung nach einige sehr gute Beiträge mit konstruktiven Ideen. Ich bin erleichtert zu sehen, dass auch wirklich Fischer gibt die in der Öffentlichkeit auch eine gewisse Schuld/Verantwortung eingestehen können und nicht nur dem Kormoran oder anderen Räubern die Schuld zuschieben.
Bei der Idee mit wirklich hohen Schonmassen frage ich mich, ob die dadurch grösser werdenden Forellen nicht den Bestand der Jungfische selber dezimieren. Eine 40er Forelle wäre wohl durchaus daran interessiert, kleiner Forellen zu fressen. Wie seht ihr das, gibt es diesbezüglich Studien oder ähnliches?
Bei der Catch and Release Diskussion wird oft vernachlässigt, dass das Zurücksetzen eines Fisches oftmals dessen Ende bedeuten kann. Das jeder C&R Fischer den Fisch im Kescher (oder noch vorher) abhängt, der Fisch nie aus dem Wasser kommt und/oder berührt wird ist utopisch. Da finde ich es dann auch Schade, wenn die Fische verenden und würde sie lieber auf den Tellern der Fänger sehen. Ich sehe da auch bei mir selber beim Zurücksetzen von untermassigen Fischen Optimierungs-Bedarf, auch ich hab mich hier sicher nicht immer völlig korrekt verhalten, versuche aber aus den Fehlern zu lernen und es in Zukunft besser zu machen.
Persönlich bin ich für eine tiefere Tages- und die EInführung einer Jahresbeschränkung. 3/40 fände ich z.B. sehr sinnvoll.
Eine Idee die ich aber noch zur Diskussion beitragen möchte ist die der erweiterten und vergrösserten Schongebiete. Es wurde hier immer wieder berichtet, dass einige Fischer durch Laichgebiete trampeln. Dies könnte man durch die Erweiterung oder Einführung von Schongebiten verhindern. Ich bin gegen Generelle Moratorien für ganze Gewässer. Ich sehe da mehr potential, wenn man den Fischen in diesen Gewässern grosse Ruhegebiete einräumt.
Bei der Idee mit wirklich hohen Schonmassen frage ich mich, ob die dadurch grösser werdenden Forellen nicht den Bestand der Jungfische selber dezimieren. Eine 40er Forelle wäre wohl durchaus daran interessiert, kleiner Forellen zu fressen. Wie seht ihr das, gibt es diesbezüglich Studien oder ähnliches?
Bei der Catch and Release Diskussion wird oft vernachlässigt, dass das Zurücksetzen eines Fisches oftmals dessen Ende bedeuten kann. Das jeder C&R Fischer den Fisch im Kescher (oder noch vorher) abhängt, der Fisch nie aus dem Wasser kommt und/oder berührt wird ist utopisch. Da finde ich es dann auch Schade, wenn die Fische verenden und würde sie lieber auf den Tellern der Fänger sehen. Ich sehe da auch bei mir selber beim Zurücksetzen von untermassigen Fischen Optimierungs-Bedarf, auch ich hab mich hier sicher nicht immer völlig korrekt verhalten, versuche aber aus den Fehlern zu lernen und es in Zukunft besser zu machen.
Persönlich bin ich für eine tiefere Tages- und die EInführung einer Jahresbeschränkung. 3/40 fände ich z.B. sehr sinnvoll.
Eine Idee die ich aber noch zur Diskussion beitragen möchte ist die der erweiterten und vergrösserten Schongebiete. Es wurde hier immer wieder berichtet, dass einige Fischer durch Laichgebiete trampeln. Dies könnte man durch die Erweiterung oder Einführung von Schongebiten verhindern. Ich bin gegen Generelle Moratorien für ganze Gewässer. Ich sehe da mehr potential, wenn man den Fischen in diesen Gewässern grosse Ruhegebiete einräumt.
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Schweizer Angler
Re: Bachforelle im Kt. Bern
@ tom
@ wasabi
die kormis in der aare beim marzili sind vim tierpark zuhause (sogar beringt), dies seit jahren, und ich fange im marzili (nicht mal im schongebiet
schon lange trotzdem.
gruss
sa
nervt mich auch und "wi nä morä"! abeer das ist scheins hochwasserschutz, ein hochwasser könnte die ufer unterspülen (komisch aber gerade wurzeln halten dies doch fest) und die renatuierung in erster line hochwasserschutz für die alpar.an der Gürbe im untersten Teil warum werden dann noch fast sämtliche Bäume welche den Fischen wenigstens im Sommer noch ein wenig Schatten spendeten auch gefällt
@ wasabi
die kormis in der aare beim marzili sind vim tierpark zuhause (sogar beringt), dies seit jahren, und ich fange im marzili (nicht mal im schongebiet
gruss
sa