Grüne Madenartige .. .

Fragen und Antworten zum Thema: Der Fisch in seiner natürlichen Umgebung Verhalten, Habitat, Nahrung und Besatzmassnahmen/Bewirtschaftung.
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Schweizer Angler

Beitrag von Schweizer Angler »

ich tippe schwer auf eine köcherlose köcherfliegenlarve, solche hat`s auch in der aare (güegi) und in der simme (restwasserstrecke unter erlenbach). sie machen ein klebriges braunes etwas mit der speicheldrüse welches einem kleinen spinnennetz ähnlich sieht. die larve wickelt sich darin ein und haftet in dem gespinst unter steinen fest. raschfliessende wasser werden bevorzugt.



tip; diese köcherfliegenart wird ebenso vom bekannten autor "jules rindlisbacher" in seinem buch "der praktische fliegenfischer" beschrieben. das buch ist alt und vergriffen, aber eines der wenigen von schweizern über das fliegenfischen in der schweiz, insbesondere im kanton bern (gürbe, aare, saane, schwarzwasser) - wer schwein hat kriegst hier und soll es unbedingt antiquarisch kaufen;

http://www.zvab.de





bilder von der köcherfliegenlarve gibts auch im buch "entonomologie für fliegenfischer", ulmer verlag, seite 126, gattung rhyacophila . es gibt rund 500 unterarten davon!



ich fische mit einem entsprechenden muster davon als fliegenfischer das ganze jahr erfolgreich in der simme und der aare von interlaken bis in die engehalde. forellen und alet (döbel) nehmen diese nymphe beim fliegenfischen in der aare eher als die äschen, jedenfalls nach meiner erfahrung.



http://www.troutnut.com/im_regspec/pict ... medium.jpg



http://www.troutnut.com/im_regspec/pict ... medium.jpg



http://www.troutnut.com/im_regspec/pict ... medium.jpg



gruss



schweizer angler
goggy

Beitrag von goggy »

raschfliessende wasser werden bevorzugt.


ist bei mir nicht der fall,

es hat keine beine und die kopfform ist bei den aufgeführten bildern rund und hat quasi einen hals was bei meinen beobachtungen auch nicht der fall war. es kann aber sein das es einer von diesen 500 unterarten ist!
habakuk

Beitrag von habakuk »

ich glaub ich muss em weekend eine sefo fangen gehen :roll:

keine ahnung warum ihrs nicht glauben wollt...!

ich muss wohl bilder bringen :lol:



das vieh hat keine so ausgebildeten mundwerkzeuge, keine beine

und auch keine "klammer" am hinterteil... güegis haben richtige beine,

und erinnern eher an eine libellenlarve als an eine raupe.
Schweizer Angler

Beitrag von Schweizer Angler »

mach das haba - aber unser frager hat eine bafo gefangen, keine sefo, vielleicht hats die grünräupler ja nur im see?



hast du keinen www-link zu der erwähnten gattung raupen? wie ist ihr lateinischer name?



gruss



schweizer angler
habakuk

Beitrag von habakuk »

guckst du weiter vorne im thread, hab alle unterlagen auf meinem webspace hinterlegt...



obwohl ich schöne neue t-rig sefo wobbler habe, kann ich natürlich nichts

versprechen :lol: 8)

meine sefos hatten diese raupen zu dutzenden im magen, und nichts

anderes. keine ahnung ob diese futterangebot auch immer noch aktuell

wäre.



(der biologe war überrascht, er ist spezialisiert auf insekten,

wusste aber nicht das diese raupen im thunersee vorkommen.)
Zuletzt geändert von habakuk am Do 3. Apr 2008, 09:58, insgesamt 1-mal geändert.
goggy

Beitrag von goggy »

bis jetzt passt habakuks beschreibung mit meiner völlig überein.



all die andere vorschläge mit bildern waren weit entfernt in meinen augen.





sobald ich mal zeit zum angeln hab werd ich die nützen um ein foto zu machen, aber ich glaube haba wird schneller als ich sein wenn er shon am weekend geht :lol:
Schweizer Angler

Beitrag von Schweizer Angler »

et voilä:



http://www.whatsthatbug.com/caterpillar_2.html



http://www.dfg.ca.gov/abl/Lab/CA_digita ... alidae.asp



http://linus.socs.uts.edu.au/~don/larva ... ellon.html



kölnnten die sein, aber langsame und stehende gewässer mit laichkraut - ist das seefo und baforevier? zudem ist der thuner und brienzersee i.d.r saukalt, ist da dieser zünsler daheim?



hmmm, klimaerwärmung, hmmm



schweizer angler
goggy

Beitrag von goggy »

es ist ein langsames fliessendes gewässer kurz vor der mündung.

ich würde es mal als äschen-barbenregion bezeichnen :roll:



bei den farios handelt um es mal so zu bezeichnen flussforellen.

silbrig mit schwarzen punkten.
astacus

Beitrag von astacus »

habakuk hat geschrieben:keine ahnung warum ihrs nicht glauben wollt...!


wahrscheinlich weil köcherfliegenlarven in den meisten bafo-mägen zu finden sind, deine raupen aber hier scheinbar niemand kennt :wink:



das soll natürlich nicht heissen, dass deine seefos auch köcherfliegenlarven gefressen haben. es kann schon sein, dass sie im thunersee diese raupen fressen. ich weiss ja wirklich nicht, was die forellen im thunersee fressen.


habakuk hat geschrieben:ich muss wohl bilder bringen :lol:


gerne, bilder sind immer gerne gesehen und würden bestimmt helfen.


goggy hat geschrieben:es ist ein langsames fliessendes gewässer kurz vor der mündung.

ich würde es mal als äschen-barbenregion bezeichnen



bei den farios handelt um es mal so zu bezeichnen flussforellen.

silbrig mit schwarzen punkten.


dieser gewässertyp spricht aus meiner sicht für köcherfliegenlarven. wie gesagt kenne ich die raupen nicht aus eigener erfahrung und weiss daher nicht, wo diese vorkommen. aber in äschenregionen kommen köcherfliegenlarven ziemlich sicher vor.



stutzig macht mich nur, dass du die äschen-barbenregion als langsam fliessendes gewässer klassierst... für mich ist besonders die äschenregion noch sehr schnell fliessend. wirklich langsam finde ich erst die brachsemregion.



hilfreich wäre vielleicht auch ein bild des gewässers oder sogar der gewässername, wenn du den verraten willst.
petrijünger79

Beitrag von petrijünger79 »

Ist ja auch möglich das die Seefos erst gerade aus dem Bach abgestiegen sind und das zeugs im Bach und gar nicht im See gefressen haben.? oder?
Schweizer Angler

Beitrag von Schweizer Angler »

habakuk hat Folgendes geschrieben:

keine ahnung warum ihrs nicht glauben wollt...!




-weil es soviel fischerlatein gibt?

-viele nachplappern was der vereinskollege gerade am stammtisch verklickert hat?





nein im ernst - seii doch froh drum wenn es interessierte und kritische fischer gibt, die nicht mehr "alles" glauben was irgendwo steht oder irgend jemand gerade erlebt hat (...das ist weder gegen dich haba no gegen goggy).



UND ES ZEUGT VON INTERESSE AN FISCHEREIBIOLOGIE UND HABITATEN, FINDE ICH JEDENFALLS. ICH WÜNSCHTE FISCHER WÜRDEN ALLGEMEIN VIEL MEHR FRAGEN, SIE WÜRDEN MEHR LERNEN.



auch google ist nicht der quell der wahrheit allein....



gruss



schweizer angler
bienne0

Beitrag von bienne0 »

habakuk hat geschrieben:güegi heisst auf gut berndeutsch "käferchen" -

darum sagen wir auch "himugüegeli"... (marienkäfer)



ihr könnt ja ruhig noch etwas weiterraten, aber ich glaube der fall

ist bereits geklärt. die raupe die goggy gefunden hat, hat keine beine!

somit unterscheidet sie sich deutlich von den wasserbewohnenden

insenktenlarven wie dem güegi oder "steinbeisser"...

die besagte "raupe" sieht wirklich wie eine landlebende raupe aus,

mit einer wasserabweisenden haut einem zarten unbepanzerten körper.

ich dachte erst auch es müssten raupen sein die aus versehen im wasser

gelandet sind. so sehr unterscheiden sie sich von üblichen larven...



ums noch mit einem foto zu untermalen:

http://www.maurer-ulrich.de/Tiere_im_Ga ... ule_R1.jpg

das ist nicht die richtige, schaut der besagten aber sehr ähnlich,

bis auf die beine die noch weniger augebildet waren.


Shith Haba hast du das nicht für dich behalten können, jetzt ist ein Traum für mich geplatzt denn .......ich dachte immer das sei was besonderes wenn meine Frau zu mir sagte...mein himmelsgügeli, derweilen ist es blos ein gemeiner Marienkäfer :x
goggy

Beitrag von goggy »

astacus hat geschrieben:
stutzig macht mich nur, dass du die äschen-barbenregion als langsam fliessendes gewässer klassierst... für mich ist besonders die äschenregion noch sehr schnell fliessend. wirklich langsam finde ich erst die brachsemregion.


mit äschen-barbenregion meine ich das es ein übergang vom engem schnellfliessendem kiesigem bach in einen breiten langsam fliessenden sandigem laichkraut haltigem bach handelt
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