Äsche - anders als auf Fliege/Nymphe?

Hier kommen die Fragen und Antworten zum Aeschenfischen rein.
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Reverend

Äsche - anders als auf Fliege/Nymphe?

Beitrag von Reverend » Mi 20. Sep 2006, 22:47

Leider sind bei uns in Oberbayern die Äschen selten geworden - in erster Linie wegen des schwarzen Vogels.



Die beiden Exemplare, die ich bislang verhaften konnte, habe ich beide an der Fliegenrute auf Goldkopfnymphe überlistet.

Ich werde auch - meine ich - mit nichts anderem auf die edlen Fahnenträger fischen.



Dennoch würde mich interessieren, mit welchem Gerät man außerdem den Äschen nachstellen kann.

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Mario
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Beitrag von Mario » Fr 22. Sep 2006, 21:27

Hallo Revered



In meiner Region wir die Äsche merheitlich mit einer leichten Zapfenmontage nachgestellt. Als Köder werden Nymphen,Käse oder kleine Würmer angeboten.



Die Zupfer sind derart knapp,dass mancher Anhieb ins leere geht.

Geduld und Reaktion ist gefragt.



Bei breiten und tiefen Flüsse werden Nymphen-Hegenen mit Tirolerholz verwendet.Damit erreicht man grosse Wurfweiten und kann ohne Probleme grössere Wasserstrecken Grundnah fischen.

Ich verwende eine mittlere Spinnrute für diese Methode.

Je nach Laune kann ich die Raubfischen mit Kunstköder bombardieren

und wenn's nicht beisst wird in 2 Minuten die Fahnenträger Montage aufgebaut!



Das Fliegenfischen auf Äschen ist die Königsdisziplin.Diese habe ich noch nie probiert..wird vielleicht noch kommen :)



Gruss



Mario

Reverend

Beitrag von Reverend » Fr 22. Sep 2006, 23:40

Danke für die Info, Mario.

Leider scheiden die von dir genannten Methoden bei uns in Bayern fast überall aus, da an Salmonidenstrecken häufig weder Naturköder noch der Nymphenzug mit dem Tiroler Hölzl gestattet sind.

Aber das macht mir auch nicht viel aus.

Äschen liefern an der Fliegenrute einen Drill vom Feinsten. Die gehen ab wie ein rotes Moped und stellen sich dabei fast immer in die Hauptströmung.

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Beitrag von Mario » Sa 23. Sep 2006, 05:03

Hallo Reverend,



das mit der Fliegenrute glaube ich dir gerne! Bei uns gibt es Flussstrecken wo das Fligenfischen auf Äschen mit Erfolg praktiziert wird.



An der Matchrute macht der Drill einer Fahnenträgerin auch mächtig Spass. Godkopfnymphen haben sich als Köder super bewährt!



Ich glaube ,dass diese Kombination auch in deiner Gegend erlaubt sein könnte :?: und für einen "nicht-Fliegenfischer" einzige Chanche ist, diesen schlauen Kämpfer kennen zu lernen :lol:





Viel Spass und Petri Heil



Mario

Reverend

Beitrag von Reverend » Sa 23. Sep 2006, 09:14

Jo, Nymphentrotting an der Matchrute ist sogar an manchen Fliegenstrecken bei uns erlaubt.

Ich habe mal eine kleine Zeichnung von der Montage gemacht.



Matchrute (oder bei dichtem Uferbewuchs kurze, leichte Spinrute) mit 0,22er bis 0,18er Monoschnur auf der Rolle - Avon-, Stick- oder Bobberpose; der Rest - wie hoffentlich erkennbar - auf dem Bild.

Der Zügel für die Springernymphe sollte allerdings etwas kürzer sein als von mir hingekrakelt.

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Beitrag von Fario » Sa 23. Sep 2006, 14:42

Hallo Reverend



Ich fische auf Äschen vor allem am wunderschönen Doubs im Jura. Am liebsten natürlich mit der Trockenfliege in den Monaten Mai und September. Leider sind die Äschen diese Saison praktisch nie nach Trockenfliegen gestiegen. Deshalb stelle ich zur Zeit am Doubs den Äschen mit ultrafeinem Matchgeschirr nach. Das heisst ich fische mit einer feinen 4.20 m Matchrute und einem 1 Gramm Zapfen. Hautschnur 0.16 Mono, danach kleinster Wirbel und ein sehr kurzes Vorfach, so ca. 30cm der Stärke 0.08. Vor dem Wirbel 2 kleine Bleischrote. Als Köder verwende ich kleinste Goldkopfnymphen oder Naturköder wie Guegi oder Steinbeisser. Die Farben der Nymphen sind weiss, gelb oder braun. Ich fische mit dieser Montage im schnellen, flachen Wasser und konnte diese Saison bereits einige tolle Äschen verhaften.

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Beitrag von Rolf » So 24. Sep 2006, 16:27

ich bevorzuge die Matchrute mit Wendelaufrolle. Mit leichtesten Drennan - Zapfen und Nymphen stelle ich den Aeschen nach.



Ich liebe aber auch das "Hölzeln" mit dem Tirolerhölzel. Diese Fischereitechnik hat ihre eigenen Gesetze, ist aber zum richtigen Zeitpunkt, am rechten Ort eingesetzt, äusserst Erfolgreich.





PS: versuche im Winter einen Bericht über das "Hölzeln" auf Aeschen zu schreiben :wink: wenn es die Zeit erlaubt :!:
Gruss Rolf

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Beitrag von Uwe » Fr 20. Okt 2006, 08:13

Hi Rolf,



da ich morgen wahrscheinlich zum ersten Mal auf Äschenjagt gehe, würde mich die Motage mit dem Tirolerholz interesseieren.

Ein Kollege vom Verein hat mich eingeladen in der Aare bei Bern mit Ihm fischen zu gehen. :P

Ausserdem würde mich interessieren, wie die Goldkopfnymphen resp. die Nymphen allgemein aussehen. Hab keine Ahnung. :?

Hab dieses Jahr von einen alten Fischer, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr seinem Lieblingshobby nachgehen kann, seine ganze Utensillien bekommen, da ist sicher etwas dabei :wink:
Gruss Uwe
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Beitrag von Rolf » Fr 20. Okt 2006, 10:49

zum "Hölzel" verwende ich solche selbstgebundenen Nymphenmuster :wink:



Bild



und hier eine Darstellung der kompletten Montage :wink:



Bild



ich werde das nächste WE auch mit dem "Hölzeln" versuchen die Aeschen zu überlisten :!: Werde dann, wenn es was zu berichten gibt, mehr über das "Hölzeln" schreiben :wink:
Gruss Rolf

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Beitrag von Uwe » Fr 20. Okt 2006, 11:17

Hi Rolf,

merci für die schnelle und sehr informative Antwort mit super Bildern Bild



So wie die ausschauen, sind so ähnliche bei dem Sortiment dabei :D
Gruss Uwe
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Udo

Beitrag von Udo » Fr 20. Okt 2006, 12:27

Reverend hat geschrieben:Jo, Nymphentrotting an der Matchrute ist sogar an manchen Fliegenstrecken bei uns erlaubt.
Reverend bist du dir da sicher, mit zwei anbissstellen? :roll:



@Rolf sehe ich auf deinem Bild richtig, und ihr habt drei Nymphen dran beim Äschenangeln? :shock:

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Beitrag von Rolf » Fr 20. Okt 2006, 13:10

Udo hat geschrieben:
@Rolf sehe ich auf deinem Bild richtig, und ihr habt drei Nymphen dran beim Äschenangeln? :shock:


jo :wink: ich fische mit 3 Nymphen :!: erlaubt wären max. 5 Nymphen. Das kommt aber ganz auf den Kanton, oder den Verein an :!: du weist ja, die Schweiz mit ihren vielen verschiedenen Regeln :roll:



Ich finde 3 Nymphen sind mehr als genug :!: vor allem wenn du mit Risiko an den Hindernissen vorbei fischst, von wegen abreissen und so :wink:



Aber, ich kenne einige, die fischen mit 5 Anbissstellen :?: :roll:
Gruss Rolf

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Beitrag von äschfischer » So 22. Okt 2006, 14:01

Allso mein liebster und bester fisch ist die äsche. ich fische vorwiegend im berner oberland besser gesagt von kiessen bis münsigen auf meine liebsten. war aber auch schon in bern und mühleberg,wobei ich sagen muss das mir in bern und mühleberg die aare zu langsam fliessen.ich bevorzuge schnellere läufe die nicht zu tief sind,genau das finde ich in der aare richtung oberland.ich fische mit der zapfen montage und laufrolle die eine übersetzung hat zum eindrehen.anfangs äschensaison,das heisst anfangs bis mite oktober fische ich meistens mit käse und oder bienenmade.manchmal auch nymphen oder mehlwürmer.gegen ende saison allso dezember sind meiner erfahrung nach mehlwürmer und kleine nymphen der beste köder.auch die zapfenmontage muss man auf die ströhmung anpassen.anfang saison fische ich mit 8 gramm montage.sobald als möglich stelle ich dan auf 4-5 gramm montage runter.in bern oder mühleberg fische ich nur mit 1-2,5 gramm montage.haken nehme ich 6-12 je nach fliessgeschwindigkeit und köder.auch wenn die äschen nich hängen wollen fische ich mit grösseren haken.
Gruss Chrigu

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pius

Beitrag von pius » Mo 30. Okt 2006, 20:04

meine lieblinggsköder wahren die auf dem volgenden bild

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Beitrag von Rolf » Mo 30. Okt 2006, 20:28

pius hat geschrieben:meine lieblinggsköder wahren die auf dem volgenden bild


schöne Farben 8) 8) klasse Arbeit, Respekt :wink: :up:





@Pius,



hast du die selbst gestrickt :?: Bild
Gruss Rolf

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