
Für heute hatten wir uns für die Teilstrecke ab der Gösgerbrücke Flussabwärts entschieden. Logisch, wurden die ersten Würfe mitsamt der Montage Richtung Brückenpfeiler gesetzt, nicht selten, standen dort im Wiederwasser der Brückenpfeiler, oder dem darauf folgenden Lauf die Fische, um von dort aus die vorbei treibende Nahrung ohne grossen Kraftaufwand zu nehmen. Das Wissen, um die Standplätze der Fische die „Mann“ fangen will, ist ein Entscheidender Vorteil zum Erfolg.

Heute schien bei mir der Wurm drin gewesen zu sein. Ausser einer kleinen Bachforelle, mochten meine „Künste“ der Verführung, sowie meine an dem Tirolerhölzel angebotenen Nymphen keinen weiteren Fisch zu überzeugen. Nun, mir soll es auch so recht sein, wenn auch mit einem bedauern im Hinterkopf, denn mein Ziel ist es immer einen Fisch zu fangen. Da ja eigentlich heute Mauro daran wäre seine „Erste“ zu verhaften, konnte ich für einmal beruhigt zur Digi greifen um euch, die schöne Umgebung „Unserer“ Fischenz etwas näher zu bringen. Auf dem Bild unten, sind im Hintergrund die alten Fabrikhallen der ehemaligen Bally - Schuhfabriken zu erkennen. Die Geschichte der Bally dürfte bekannt sein, aus diesem Grund habe ich auch von den „Ehemaligen“ geschrieben.

Am späteren Nachmittag war es dann endlich soweit! Biss rief Mauro, sie hängt! Was für eine Freude den Fischerkameraden im Drill zu sehen, wenn die Augen leuchten und die Vorfreude auf den Fisch den bald müden und lahmen Arm vergessen machen. Die Nymphe hatte gut gefasst und nach kurzem Drill konnte ich Mauro eine schön gezeichnete 38erin feumern. Die braune Stucki Goldkopfnymphe sass ganz vorne im Maulwinkel, typisch bei dieser Fischereiart.

So, und nun zum Schuss fragen sich vielleicht der eine oder andere geneigte Leser, was den dieser reisserische Titel in diesem Bericht zu bedeuten habe? Hier die Erklärung. Wie geschrieben, der Fisch war im trockenen und ich auf dem Weg zum Auto (Ersatzakku holen) und Mauro machte sich daran, die mittlerweile getötete Aesche und seine Hände im Wasser zu reinigen. Gesagt getan, für einen Moment die Balance verloren und ………………….. Richtig Freunde, man könnte schon fast von einer „Kneippkur“ sprechen. Nun waren halt die Füsse auch noch gewaschen, den von der Hüfte an abwärts sass der Mauro im Wasser (das habe ich leider verpasst).

Als ich zurück kam und dieses Bild vor mir sah, da viel mir spontan der Titel zu diesem Bericht ein. „Wenn Fischer alles geben“. Seit mal alle ehrlich, wer von euch hat schon einmal den „Sterbenden Schwan“ in Boxershorts und Fischerstiefel gegeben und das alles auf einem Bein? Doch wie geschrieben, Fischer geben eben immer alles! Es lebe die Digi, dass nächste Mal, muss ich aber die Ersatzakkus auf „Mann“ tragen, dass hätte viel mehr Fotos geben können! Anmerkung: Mauro war mit keinen Worten dazu zu bewegen, den Stunt zu wiederholen, jetzt, wo ich doch wieder volle Akkus hatte. Lieber Mauro, diese Geschichte musste ich bringen, ist sie doch aus dem Fischerleben erzählt und heute Abend, konnten wir bereits wieder darüber lachen. Es ist mir stets eine Freude, mit dir so viele Stunden gemeinsam am Wasser zu verbringen. Auf das, dass es derer noch viele werden!


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