um kurz nach sieben am ausgangspunkt oberhalb der handeck angekommen dann die grosse ernüchterung: da hat wohl einer milch in die aare geschüttet! grau- weiss und sicher nicht füer die trockenfliege. also wieder zurück unterhalb der handeck und siehe da: die aare glasklar wie unsichtbar. also rein in die hosen, alles angehängt, rute montiert ein erster blick ins wasser:
wunderbare forellen, in jedem gumpen.
bergwärts fischend fange ich regelmässig wunderschön gezeichnete bergbachforellen. fast alle muster werden vehement genommen.
ich muss mal kurz austretten und stelle die fliegenrute an einen strauch. kaum die hose wieder oben und mich umgedreht erwische ich die rute noch bevor sie von den gestiegenen fluten der aare weggeräumt wird! die kwo haben die tore geöffnet und vor mir im wasser ists aus mit dem fliegenfischen! und das um halb neun!
was nun? nach hause fahren? nööö!
ich versuchs weiter unten mal mit pilzen. also raus aus der hose und rein in die trekkingschuhe und rein in den wald. siehe da, güldner schimmer überall. der regen hatte doch seine gute seite, die eierschwämme spriessen. das grün auch.
im nu füllt sich der stoffbeutel mit der goldnen pracht.
gegen mittag habe ich das gefühl die wasserfarbe klart ein wenig auf, eine genauere betrachtung des bachbettes lässt mich wieder hoffen. also wieder rein in die hosen. schon bald erreiche ich den ersten schnee im bachbett.
das wasser ist noch immer grün, aber die forellen steigen wieder.die aare wird immer kleiner.
ach ja und gefangen habe ich auch noch was
wieder wunderbar dieser ausflug, bloss schade liegt dieses wasser nicht näher...

