Fällanderbucht ein Lagerfeuer brannte und ich wärmte mich daran auf. Meine Ruten waren seit etwa 16.30 ausgeworfen die erste auf Grund mit Wurm und die Andere mit einer Toni Hegene ausgestattet mit Glitzerkopf in den Farben Lila, Grün, Rot, Orange und Schwarz.
Gegen 18.30 klingelt mein Glöcklein welches ich als Bissanzeiger verwendete, der Anschlag erfolgte an der Hegene und ich zog eine Schwale nach schönem gemütlichen Drill an Land. Gemessene 34cm abgehakt und wieder ab in den See.
Ich freute mich über den Fang und hatte gleich wieder ausgeworfen und noch etwas Brennholz aufs Feuer gelegt. So etwa alle 20-30 Minuten kurbelte ich den Wurm und die Hegene in meine Nähe, nur jeweils 2-5 Umdrehungen.
Ich versuchte mich am Feuer aufzuwärmen und kämpfte dabei gegen dichte Rauchschwaden und hatte von meinem mitgebrachten Käse etwas gegessen und schaute dabei zu wie eine kleine Maus die Käserinde schnappte die ich ihr zugeworfen hatte. Ich war gerade im Begriff etwas Feuerholz nachzulegen da war es soweit.
Mein Glöcklein klingelte erneut, ich rannte zur Rute und hatte angeschlagen und gleich nach etwa 2-3 Umdrehungen spürte ich, da hängt was dran sicher so gross wie die Schwale von vorhin. Da sah ich weit draussen in der Bucht, besser gesagt ich hörte es mehr als das ich es sah einen Fisch springen. Da dachte ich mir der sei sicher noch grösser als die Schwale von vorhin, mein Herz blieb beinah stehen so fest zog der Fisch nun davon ich dachte ich müsse dringend die Bremse lösen sonst reisse er ab. Mein Herz pochte immer fester und ich hörte ihn wieder springen, und drillte weiter. Da sah ich etwas Aufblitzen im Wasser und wieder sprang der Fisch nur noch wenige Meter von der sicheren Landung entfernt, da merkte ich das der Fisch am Rand des Eises hängte und ich Wohl oder Übel keine andere Chance gehabt hätte als ihn aufs Eis hinauf zu wuchten. Mir wurde ganz bange und tausende Gedanken schossen mir durch den Kopf, ob das gut gehen würde. Als ich meinen ganzen Mut zusammen genommen hatte und den Fisch aufs Eis zog riss die Hegene just in dem Moment ab. Ich erschrak und dachte weg ist er, doch was sah ich dort vorne in etwa 3m Entfernung ein Fisch, und gleich trat ich raus auf das Eis nur noch den Fisch im Visier als ich bei ihm war gelang es mir ihm einen Schupf Richtung Land zu geben, ich liess alles andere fallen drehte mich um und da lag er es war eine 57 Zentimeter Seeforelle 2350 Gramm schwer wie eine spätere Messung ergab.
Alls ich sie sicher zu meinen anderen Utensilien gelegt hatte entlockte sich meiner Kehle ein mächtiges Yeeeeeehaaaaaaaa!!!!!!!
So einen riesigen Fisch hatte ich bis zu dem tage noch nie gefangen gehabt, auch war dass meine aller erste Seeforelle überhaupt.

Lieben Gruss
Capt.spaulding
