Bis Zollikofen ist der Fluss zwar relativ stark verbaut, aber es handelt sich hauptsächlich um Längsverbauungen und durch Buhnen und ähnliches finden sich immer wieder interessante Stellen.
Die Strecke von Zollikofen bis zum Wohlensee präsentiert sich dann aber relativ naturnah und beheimatet auch seltene Fische (z.B. Nasen). Ein Teil dieser Strecke ist allerdings Restwasserstrecke, und vor allem bei Niedrigwasser fliesst der Grossteil des Wassers durch das Kraftwerk Felsenau.
Die Aare bildet auf langer Strecke die Stadtgrenze, so dass streng gesehen von der Elfenau bis zum Dählhölzli, und von Worblaufen bis zum Wohlensee nur der halbe Fluss auf Stadtberner Boden liegt.
An Fischarten findet man vor allem Bachforellen, Barben und Äschen. Beim Schloss Bremgarten sind die Laichplätze eines der letzten Nasenvorkommen im Kanton Bern. Vereinzelt werden auch mal Alet gefangen (vor allem Richtung Wohlensee), und hier und da mal ein Hecht. Gerade Richtung Wohlensee tummeln sich bestimmt noch andere Fischarten wie Egli in der Aare, ich kann es aber nicht sicher sagen.
Durch die Grösse des Gewässers und die teilweise unerreichbaren Gumpen und Unterspülungen gibt es bei allen Fischarten auch kapitale Exemplare. Letztes Jahr ist z.B. eine 89er Bachforelle gefangen worden, war allerdings glaube ich oberhalb von Bern.
Bin mir aber ziemlich sicher dass sich auch mitten in der Stadt solche Exemplare tummeln. Bei und unterhalb der Untertorbrücke / Felsenburg hat es gigantische Unterspülungen und sehr tiefe Gumpen, dort versteckt sich bestimmt eine ganz Grosse.
Von den Bestimmungen gelten die üblichen des Kantons Bern für Fliessgewässer mit überwiegendem Edelfischbestand, d.h. eine Rute, keine Wiederhaken, nur eine Anbissstelle, Kunstköder bis 10cm max zwei Anbissstellen...
http://www.vol.be.ch/lanat/fischerei/an ... rschri.htm
Nun ein kleiner Spaziergang die Aare abwärts:
Die Aare in der Elfenau, stark begradigt, aber Buhnen bilden immer wieder ruhige Gumpen. Auch läuft hier ein Renaturierungsprojekt.

Beim Tierpark Dählhölzli bietet die Aare ein ähnliches Bild.

Es folgt die Strecke entlang des Marzilibades, hier fehlen selbst Buhnen und das Gewässerbett ist sehr eintönig. Seite Marzilibad ist ohnehin Schongebiet, die Rute lässt man besser zu Hause, aber ein Besuch im Sommer mit der Badehose ist ein Muss.

Es folgt das Schwellenmätteli, oberhalb der Schwelle werden gute Barben gefangen. Unterhalb der Schwelle ist bei Niedrigwasser ein interessanter Platz auf Äschen und Forellen.

Kurz darauf erreicht die Aare Nydegg- und Untertorbrücke, der Scheitel der Aareschlaufe die die Berner Altstadt umfliesst. Anstatt des hässlichen Bärengrabens soll dort in naher Zukunft der 'Bärenpark' entstehen. Der Abschnitt ist schwer zugänglich, beherbergt aber sicher ein paar Grosse (s.o.)


Von der folgenden Strecke bis Zollikofen / Reichenbach habe ich leider keine Bilder und habe sie auch noch nicht befischt. Sie ist relativ stark begradigt und verbaut. Bietet aber auch immer wieder erfolgsversprechende Stellen, wie z.B. bei der Eisenbahnbrücke Worblaufen.
Ab Reichenbach beginnt dann eine sehr abwechslungsreiche Strecke mit vielfältigen Strukturen im Gewässerbett und Uferbereich.
Schloss Reichenbach

Fähre beim Zehendermätteli

Insel und Steilufer beim Schloss Bremgarten

Schloss Bremgarten

Nähe Felsenau

Nähe Seftau

Neubrück am Beginn des Wohlensees

Gruss & Petri, Mattu

