Vom Steg vertrieben worden (Berufsfischernetz)

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Bad Ass Fisherman
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Re: Vom Steg vertrieben worden (Berufsfischernetz)

Beitrag von Bad Ass Fisherman »

Das mit den Barschen lässt sich einfach erklähren.

Es hat viele, mehr als andere.
Wenn man da noch schont wird der Bestand immer grösser und der Bestand fängt an zu verbuten.

Das heisst so viel wie das es zwar immer viele Barsche geben wird aber sie wachsen nicht mehr richtig da das Futter nicht ausreicht.

Das sind Situatione die in ein paar Bergseeen der Schweiz oder auch in Deutschland in Baggerweihern beobachtet werden und wurden.

Das bringt keinem was.
Viel Barsche können auch einen grossen Einfluss haben auf den Bestand der Weisfische.

Seit der Aufhebung des Mindest\Schonmass habe ich wie meine Fischerkollegen keinen rückgang feststellen können. Wir fangen nach wie vor ausgezeichnet.

Es muss sich einfach mal wieder ein Gleichgewicht bilden... Das wird ohne Berufsfischer sicher eher möglich sein als mit.
Mfg
:lol: Laut einer Studie sind Menschen mit weniger Freunden glücklicher und zufriedener...

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Re: Vom Steg vertrieben worden (Berufsfischernetz)

Beitrag von Bad Ass Fisherman »

Beim Hecht ist es etwas anders...

Studien zeigen, dass wenn der Hecht mal drin ist bringt man ihn nicht mehr raus.
Auch einsetzen bringt nix, die Zahlen der Fänge bleiben gleich und Stabiel.
Die müssten ja ansteigen, tun sie aber nicht da der Hecht sein Platz braucht und denn gegen andere Konkurrenten auch durchsetzt. Auch mit Kanibalismus.

Somit bleibt der Bestand eigentlich fast immer gleich, sofern keine Umweltkatastrophe eintritt.
Mfg
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til
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Re: Vom Steg vertrieben worden (Berufsfischernetz)

Beitrag von til »

Also Barsche verbutten in grossen Gewässern eigentlich nicht: dann fressen einfach die grossen die kleinen und gut ist. Ausserdem gibt's da eben noch die Hechte, die sich um die Barsche kümmern.
Und was die Hechte betrifft: den grössten Einfluss auf den Bestand haben die Fischer. Auch wenn behauptet wird, es habe "zuviele" Hechte im Zürisee: wer mal in Kanada, Schweden, Irland oder Holland gefischt hat, weiss, dass das noch garnichts ist: ein Gewässer kann einen noch viel höheren Bestand an Hechten haben, wenn es wenig befischt wir und/oder die Hechte mehrheitlich zurückgesetzt werden.
Ich glaube auch nicht wirklich, dass die vielen Hechte jetzt den Felchenbestand so dezimiert haben, dass die Berufsfischer kaum noch was fangen.
Man schaue sich mal die Grafik auf Seite 3 an:
https://aln.zh.ch/internet/baudirektion ... t_2016.pdf
Dann sieht man, dass 2016 keineswegs ein aussergewöhnlich schlechtes Felchenjahr war, sondern die Jahre davor waren aussergewöhnlich gut. Man sieht auch, dass die Felchenfänge schon immer stark geschwankt haben und auf eine Serie von guten Jahren ein paar Schlechte folgen. Ob das daran liegt, dass die Fischer in den guten Jahren zuviel abschöpfen? Oder ist das ein natürlicher Rhytmus? Schwer zu sagen.
Bad Ass Fisherman
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Re: Vom Steg vertrieben worden (Berufsfischernetz)

Beitrag von Bad Ass Fisherman »

Til ich gebe dir schon recht wegen dem befischen.
Aber beim Hecht haben wir fast keinen einfluss.
In Deutschland wurde das in sehr viele Gewässern untersucht und sie kamen alle auf die selbe Lösung.
Ist der Hecht mal drin, wird er es auch bleiben.
Das der Hecht an allem Schuld ist will ich so nicht sagen.

Beim Barsch im Züsi hast du sicher auch Recht.
Wir haben aber noch den kleinen Türlersee oder dem Pfäffikersee... Da sieht es etwas anders aus.


Ich war auch schon in Irland, ich kenne die Bestände gut da oben. Aber die haben auch ihre Ruhe und es ist nix verbaut im gegensatz zur Schweiz.
Und da ist das Problem..

Aber es geht ja hier eigentlich um etwas ganz anderes.
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