Was ist mit den Berufsfischern?
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fishcatcha85
Was ist mit den Berufsfischern?
Neue Tierschutzverordnung - Was ist mit den Berufsfischern?
hallo Forum
ich hab etwas rumgesucht.. falls ich es dennnoch übersehen habt, danke für die mitteilung..
mich nimmt wunder ob sich in der ganzen tierschutzverordungs-geschichte für die berufsfischer ändert?
müssen sie auch jeden fisch nach dem abknüppeln gleich ausnehmen oder der kiemenschnitt durchgeführt werden?
wie gesagt, falls dies schonmal duskutiert wurde bin ich dankbar wenn ich mich darauf aufmerksam macht und dan den threat löscht...
gruss
hallo Forum
ich hab etwas rumgesucht.. falls ich es dennnoch übersehen habt, danke für die mitteilung..
mich nimmt wunder ob sich in der ganzen tierschutzverordungs-geschichte für die berufsfischer ändert?
müssen sie auch jeden fisch nach dem abknüppeln gleich ausnehmen oder der kiemenschnitt durchgeführt werden?
wie gesagt, falls dies schonmal duskutiert wurde bin ich dankbar wenn ich mich darauf aufmerksam macht und dan den threat löscht...
gruss
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fishcatcha85
und das wird so bleiben?
bei allem respekt.. ich kann nicht verstehen, dass ein hobbyfischer jeden fisch gleich setzieren muss und der fisch mit "weissen handschuhe" berühren muss...
aber der berufsfischer der gleich mehrere 100 fische im netz sterben lässt darf ruig weiter machen
wo bitte ist der sinn der übung? klärt mich bitte auf
bei allem respekt.. ich kann nicht verstehen, dass ein hobbyfischer jeden fisch gleich setzieren muss und der fisch mit "weissen handschuhe" berühren muss...
aber der berufsfischer der gleich mehrere 100 fische im netz sterben lässt darf ruig weiter machen
wo bitte ist der sinn der übung? klärt mich bitte auf
- Rolf
- Fischerforum Administrator
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- Registriert: Mi 30. Aug 2006, 12:34
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um es gleich vorweg zu sagen, die Frage kann ich gut verstehen.
aber .............
Fischer wie wir es sind mit Berufsfischer zu vergleichen, ist wie Aepfel und Birnen vergleichen. Zwar haben wir beide das selbe Ziel, nähmlich Fische zu fangen, aber der Hintergrund ist doch sehr verschieden.
auch ich heisse es nicht gut, wie unsere Weltmeere leergefischt werden, doch wenn ich ehrlich bin, habe auch ich keine Lösung parat.
Was den Umgang mit der Kreatur Fisch, seitens der Berufsfischerei, mit dem neuen Tierschutzgesetz für Aenderunge gebracht hat, ist mir nicht bekannt.
evt. kann uns ja Jemand genaueres darüber berichten
Ich/wir und ich bin sicher, eine Mehrzahl der User vom FF wollen nicht, dass hier eine Berufsgattung verunglimpft wird, vielen Dank
aber .............
Fischer wie wir es sind mit Berufsfischer zu vergleichen, ist wie Aepfel und Birnen vergleichen. Zwar haben wir beide das selbe Ziel, nähmlich Fische zu fangen, aber der Hintergrund ist doch sehr verschieden.
auch ich heisse es nicht gut, wie unsere Weltmeere leergefischt werden, doch wenn ich ehrlich bin, habe auch ich keine Lösung parat.
Was den Umgang mit der Kreatur Fisch, seitens der Berufsfischerei, mit dem neuen Tierschutzgesetz für Aenderunge gebracht hat, ist mir nicht bekannt.
evt. kann uns ja Jemand genaueres darüber berichten
Ich/wir und ich bin sicher, eine Mehrzahl der User vom FF wollen nicht, dass hier eine Berufsgattung verunglimpft wird, vielen Dank
Gruss Rolf
Rettet die Würmer, fischt mit der Nymphe!
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- Loup
- Beiträge: 1634
- Registriert: Fr 12. Okt 2007, 21:40
- Wohnort: Seeland
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Eigentlich ist eine Verordnung eine Verordnung, ob nun Berufs- oder Hobbyfischer.
Wir sprechen aber nur immer von den Problemen die wir Hobbyfischer mit dem neuen Tierschutzgesetz haben.Versucht euch mal in die Lage eines Berufsfischers zu versetzen. Der hat grosse Invstitionen getätigt, seinen Job bereits Jahrzehnte ausgeübt usw.
Wenn er sich an die nue Verordnung halten muss, ist das ein AUS für seine Tätigkeit.
Oder kann mir einer sagen wie ein einzelner Mensch auf dem See hunderte von Eglis oder Felchen aus den Maschen befreien kann, sie dann knüppeln und anschliessend töten (zb an einem warmen Sommeraben).
Da darft du aber laut Lebensmittelgesetz keinen einzigen der Fische mehr in den Verkauf bringen und Essen.
Also, meine Meinung. Unsere (hobbyfischer) Probleme sind ein Nichts mit dem was auf die Berufsfischer zukommt.
Gruss Loup
Wir sprechen aber nur immer von den Problemen die wir Hobbyfischer mit dem neuen Tierschutzgesetz haben.Versucht euch mal in die Lage eines Berufsfischers zu versetzen. Der hat grosse Invstitionen getätigt, seinen Job bereits Jahrzehnte ausgeübt usw.
Wenn er sich an die nue Verordnung halten muss, ist das ein AUS für seine Tätigkeit.
Oder kann mir einer sagen wie ein einzelner Mensch auf dem See hunderte von Eglis oder Felchen aus den Maschen befreien kann, sie dann knüppeln und anschliessend töten (zb an einem warmen Sommeraben).
Da darft du aber laut Lebensmittelgesetz keinen einzigen der Fische mehr in den Verkauf bringen und Essen.
Also, meine Meinung. Unsere (hobbyfischer) Probleme sind ein Nichts mit dem was auf die Berufsfischer zukommt.
Gruss Loup
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astacus
so, ich möchte euch informieren, was denn für die berufsfischer neu ist. gleich vorneweg muss ich sagen, dass ich nur den verordnungstext wiedergebe und die bestimmungen dabei nicht beurteile.
grundsätzlich müssen gefangene fische von den berufsfischern unverzüglich getötet werden. wenn dies wegen schlechter witterung oder massenfang jedoch nicht möglich ist, dürfen die fische gehältert oder auf eis oder eiswasser transportiert werden. sie sind aber sobald als möglich, spätestens jedoch bei der ankunft im betrieb, zu töten.
Fachausweis nach Artikel 42 BBG. normalerweise macht man diese am starnberger see in bayern, da es in der schweiz keinen entsprechenden lehrgang gibt (wohl aber lehrstellen).
die berufsfischerei ausüben können auch personen, welche andernorts eine gleichwertige ausbildung gemacht haben oder zuvor schon mindestens 3 jahre auf dem beruf gearbeitet haben (und nicht einfach seit 3 jahren hobby-fischer sind).
grundsätzlich müssen gefangene fische von den berufsfischern unverzüglich getötet werden. wenn dies wegen schlechter witterung oder massenfang jedoch nicht möglich ist, dürfen die fische gehältert oder auf eis oder eiswasser transportiert werden. sie sind aber sobald als möglich, spätestens jedoch bei der ankunft im betrieb, zu töten.
nicht ganz. berufsfischer brauchen keinen SaNa wie unsereins, sondern eine richtige berufliche ausbildung als berufsfischer mit eidgenössischemStratos hat geschrieben:Die Berufsfischer müssen nun neu auch einen SaNa erbringen!
Fachausweis nach Artikel 42 BBG. normalerweise macht man diese am starnberger see in bayern, da es in der schweiz keinen entsprechenden lehrgang gibt (wohl aber lehrstellen).
die berufsfischerei ausüben können auch personen, welche andernorts eine gleichwertige ausbildung gemacht haben oder zuvor schon mindestens 3 jahre auf dem beruf gearbeitet haben (und nicht einfach seit 3 jahren hobby-fischer sind).
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fishcatcha85
danke für die info astacus
das gesetz sollte meiner meinung nach gleich für alle sein... es wäre ja auch sinnlos wenn private hundehalter brevets machen müssen und hundezüchter die tiere misshandeln dürften... nur als vergleich..
denke es hat auch mit ethik zu tun... etweder alles oder nix...
hab keine zahlen im kopf aber ich denke schwer dass berufsfischer mehr fische fangen als hobbyfischer... warum sollte die masse schlechter als die minderheit behandelt werden?
das gesetz sollte meiner meinung nach gleich für alle sein... es wäre ja auch sinnlos wenn private hundehalter brevets machen müssen und hundezüchter die tiere misshandeln dürften... nur als vergleich..
denke es hat auch mit ethik zu tun... etweder alles oder nix...
hab keine zahlen im kopf aber ich denke schwer dass berufsfischer mehr fische fangen als hobbyfischer... warum sollte die masse schlechter als die minderheit behandelt werden?
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T-Rig
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GsusFreaK
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fishcatcha85
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GsusFreaK
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alpfish
aktuell gibt es offfenbar noch keine tierschutzgerechte Tötungsmethode für einen Massenfang unserer Berufsfischer. - Die Problematik mit der raschen Verarbeitung der Fische wurde erwähnt. Es wird nach einer geeigneten Methode geforscht. Bis auf weiteres dürfen die Berufsfischer im Sinne einer Ausnahmebewilligung deshalb die erwähnte Eismethode anwenden.
Ich erinnere mich an einen Besuch einer Lachszucht in Norwegen, dort wurden die gefangenen Fische in einem Wasserbehälter mit Kohlendioxid begast, was diese bewusstlos macht, dann wurden sie direkt ausgeblutet/ausgenommen. Auf einem kleinen Boot ist das offenbar nicht praktikabel...
Ich erinnere mich an einen Besuch einer Lachszucht in Norwegen, dort wurden die gefangenen Fische in einem Wasserbehälter mit Kohlendioxid begast, was diese bewusstlos macht, dann wurden sie direkt ausgeblutet/ausgenommen. Auf einem kleinen Boot ist das offenbar nicht praktikabel...
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Schweizer Angler
wurde eigentlich schon alles zu den berufsfischern gesagt; das tschg/die tschv geilt auch für sie. es steht dort drin auch (wenn man nachliest) dass es ausnahmegenehmigungen für berufsfischer gibt. diese sind darin begründet;
- dass der berufsfischer nicht zum spass wie wir hobbyfischer angelt, sondern um sein geld zu verdienen. das tierschutzgesetz ist, wie es der direktor des bvet hans wyss in der berner zeitung, und herr schildger, direktor zoo bern im fernsehen erklärte ein kompromiss. die kompromisse gehen weiter als bei privatpersonen, wenn es sich um berufsleute handelt die mit tierenumgehen, z.b, landwirte, fischzüchter und berufsfischer (gelten formal noch als landwirte).
es ist in der tat so, dass es ohne berufsfischer viel weniger felchen gäbe. diese werden hauptsächlich von berufsfischern, in zusammenarbeit mit den kantonalen fischzuchten, erbrütet, gehätschelt und ausgesetzt. in einigen zentralschweizer kantonen sind sie auch für den hechtbestand, seeforellen etc. zuständig. für sehr viel unserer fischarrten im see sind die berufsfischer, und nicht etwa anglervereine die besetzer.
wer also von den hobbyfischern auf die berufsfischer schiesst, schiesst oft verdeckt auf seine "fischgeber".
bei einigen fischarten ist es in der tat der fall, dass die hobbyfischer mehr fangen als die berufsfischer. klar ersichtlich ist dies aus den fangstatistiken des kantons bern, einsehbar unter;
http://www.vol.be.ch/site/home/lanat/fi ... iken-3.htm
bei den felchen, der brotfisch der berner berufsfischer, liegen sie vor den hobbyfischern. ist logisch, im netzt bleibt mehr hängen als an der gambe. auch seesaiblinge werden mehr duch berufsfischer gefangen.
bei egli, hecht und seeforellen sind die lanzen etwa gleich, egli- und trüschenfänge eher mehr durch hobbyfischer.
bei weissfischen liegen die berufsfischer vorne, dies weil weissfische als schwarmfische eher in den netzen als an der angel hängen (ausnahme bielersee), aber vorallem weil viele deutschschweizer fischer die weissfische kulinarisch als minderwertig betrachten und gar nicht viel befischen (oder sie bis jetzt relast haben). anders in der romandie (und erst recht in frankreich), da werden weissfische als willkommene beute gefangen und auch verzehrt. und der berufsfischer verkauft oder empfiehlt sie als fritüre.
ich habe manch ein fischer an messe fischen jagen schiessen 2008 fischfritüre verzehren sehen, und in dieser hatte es sehr viele weissfische drin - geschmeckt hats aber scheinbar trotzdem (auch mir).
gruss
sa
- dass der berufsfischer nicht zum spass wie wir hobbyfischer angelt, sondern um sein geld zu verdienen. das tierschutzgesetz ist, wie es der direktor des bvet hans wyss in der berner zeitung, und herr schildger, direktor zoo bern im fernsehen erklärte ein kompromiss. die kompromisse gehen weiter als bei privatpersonen, wenn es sich um berufsleute handelt die mit tierenumgehen, z.b, landwirte, fischzüchter und berufsfischer (gelten formal noch als landwirte).
es ist in der tat so, dass es ohne berufsfischer viel weniger felchen gäbe. diese werden hauptsächlich von berufsfischern, in zusammenarbeit mit den kantonalen fischzuchten, erbrütet, gehätschelt und ausgesetzt. in einigen zentralschweizer kantonen sind sie auch für den hechtbestand, seeforellen etc. zuständig. für sehr viel unserer fischarrten im see sind die berufsfischer, und nicht etwa anglervereine die besetzer.
wer also von den hobbyfischern auf die berufsfischer schiesst, schiesst oft verdeckt auf seine "fischgeber".
bei einigen fischarten ist es in der tat der fall, dass die hobbyfischer mehr fangen als die berufsfischer. klar ersichtlich ist dies aus den fangstatistiken des kantons bern, einsehbar unter;
http://www.vol.be.ch/site/home/lanat/fi ... iken-3.htm
bei den felchen, der brotfisch der berner berufsfischer, liegen sie vor den hobbyfischern. ist logisch, im netzt bleibt mehr hängen als an der gambe. auch seesaiblinge werden mehr duch berufsfischer gefangen.
bei egli, hecht und seeforellen sind die lanzen etwa gleich, egli- und trüschenfänge eher mehr durch hobbyfischer.
bei weissfischen liegen die berufsfischer vorne, dies weil weissfische als schwarmfische eher in den netzen als an der angel hängen (ausnahme bielersee), aber vorallem weil viele deutschschweizer fischer die weissfische kulinarisch als minderwertig betrachten und gar nicht viel befischen (oder sie bis jetzt relast haben). anders in der romandie (und erst recht in frankreich), da werden weissfische als willkommene beute gefangen und auch verzehrt. und der berufsfischer verkauft oder empfiehlt sie als fritüre.
ich habe manch ein fischer an messe fischen jagen schiessen 2008 fischfritüre verzehren sehen, und in dieser hatte es sehr viele weissfische drin - geschmeckt hats aber scheinbar trotzdem (auch mir).
gruss
sa