Hi wobbler,
hab mir gestern nochmal die Wiederholung angesehen und hätte da noch 'ne Frage zu Eurer Hechtmontage.
Könntest Du diese Mal hier im Forum genauer vorstellen?
Hat sich interesant angehört. Ausserdem hab ich jetzt den Fischer mit dem Schlapphut mal genauer betrachten können
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Gruss Uwe
ja - uwe - um deine geweckte neugier zu befriedigen erkläre ich dir ...und allen anderen, unsere hechtmontage. - und zwischendurch mal ein ergebnis dieser " ART " zu fischen........

diese funktioniert vom boot aus - auch mit hindernissen( nicht immer )
also schau - normalerweise stahlvorfach, 1.. 2..sogar drei drillinge( beim schleppen/schleiken)......... darauf wird komplett verzichtet. hier das benötigte material:
1. 1 felchenrute oder fliegenrute 5 oder 6 ...... mehr brauchs nicht. auf jeden fall parabolisch !,,,,,,, wichtig, da du durch die sehr feine montage alles abfedern musst,,,,,,,,,,
2. monfile oder geflochtene hauptschnur........ das ist wie beim felchenfischen geschmackssache.
3. bei monofiler schnur ca. 0,16 - 0,20mm kann der haken, ein 10er maximal oder besser noch ein 12er nymphenhaken, direkt ans ende der hauptschnur montiert werden.
4. damit sind wir ja schon fast fertig ! ....... jetzt brauchen wir noch eine beschwerung - ein wenig.......... schrotblei von guter qualität - ..weich muss es sein, damit beim klemmen, die schnur nicht geschwächt wird. möglichst weit weg vom köder...so ca. 1meter - es darf auch mehr sein und vom gewicht her von 1 - 5 gramm, je nach tiefe, strömung und eventueller drift.
so, dann werden unsere " heissen " punkte angefahren.
5. der butzen / köderfisch - wo erlaubt lebend.... ansonsten ein totes, möglichst unversehrtes exemplar - die längegröse?! ... so 5-7, max. 10cm. - er wird dann vorne am maul angeködert .
6 die technik...... durch die weiche rute kann ich recht weit auswerfen. da ich aber auf dem boot bin spielt das auch keine grosse rolle, denn ich bin ja schon beim fisch !
also auswerfen, bei tieferem wasser, kurz die schnur laufen lassen. dann bügel zu und in der restlichen phase, die rutenspitze auf c. 10/11 uhr nach oben gehalten, scharf beobachten.
am grund angekommen, langsam kurbeln und immer wieder ein leichtes rucken einfügen. dann mal kurz wieder absinken lassen. und so weiter... bei biss sofort anschlagen und mit sauber eingestellter bremse drillen. ...lasst euch zeit - aber trotzdem immer gleichmässig druck ausüben.... und wenn er wieder schnur zieht - und nach unten in die tiefe zerrt - tja - machen lassen - er hält schon wieder an ! ganz wichtig in dieser phase ist, dass der anker nebenher gelichtet wird !.... oder bei ruhigem wetter - sooderso ohne gefischt wird.
- wenn du alleine auf dem boot bist erfordert es etwas übung - um in einer ruhephase des drills - also, wenn der hecht gerade unten " steht" - mit einer hand, den anker, zu lichten.
ganz wichtig, dass ich das boot per ruder - oder sogar motor ?! - immer direkt über dem fisch halte. dadurch kann er sich in der schlussphase an der oberfläche nich losschütteln, sondern ist dann schon im kescher/feumer.

7. das prinzip........ also , der hecht oder jeder andere fischräuber packt zu - das relativ kleine fischlein verschwindet im rachen - du merkst den biss - schlägst an, und.... zieht den köderfisch wieder nach vornemit, oder nur den kleinen haken. und dieser bleibt - nicht immer - aber sehr oft im maulwinkel hängen - und zwar so, dass die zähne nie rankommen.
im drill forciere ich ja nicht auf teufel komm raus, da ich feine schnur und eine weiche rute - d.h. - der hecht wird nie an der oberfläche wie wild schütteln - da er in der tiefe mürbe gemacht wird.
nach teils 1 bis stündigem drill, kommt der fisch hoch, - wie ein u-boot - und ist dann brav im kescher.
aber ein 70er hecht ist auch oft schon nach 5 minuten ..." platt "
also los gehts und probierts. - bei abriss sind höchstens 20 rappen weg........und der hecht erleidet keinen schaden - oft beisst er beim nächsten köderfisch nochmal - ja, das ist tatsache.

hier 3 hechte - dieses jahr genau so gefangen !
los gehts !
petri heil !

