Pro und Kontra Regenbogenforelle
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henne1
Pro und Kontra Regenbogenforelle
Mich nimmt es wunder wie ihr es mit dem Fischbesatz sieht.Bei uns werden keine Zander und Regenbogenforellen mehr eingesetzt.Argument versteh ich Artfremd etc..Jedoch weiss ich das bei uns Aschen aus Polen eingesetzt werden!ist ja uch irgendwie Artfemd.Und die Bachforellen wären wohl auch verschwunden ohne besatz..komische Regelungen
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T-Rig
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fariofreak
der Bestand von Äschen und Bachforellen wird ja so unterstützt, denn die Äsche/Bachforelle ist ja in unseren Breitengraden heimisch.
Obs jetzt Äschen mit Abstammung aus Polen oder der Schweiz sind, das ist doch Jacke wie Hose. Schliesslich ists ja die selbe Art. Trotzdem hätte ich nichts dagegen, wenn man in manchen Gewässern Refos, Bass, Bachsaibling, Musky usw. einsetzen würde.
Obs jetzt Äschen mit Abstammung aus Polen oder der Schweiz sind, das ist doch Jacke wie Hose. Schliesslich ists ja die selbe Art. Trotzdem hätte ich nichts dagegen, wenn man in manchen Gewässern Refos, Bass, Bachsaibling, Musky usw. einsetzen würde.
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henne1
Ja stimmt da hast du Recht.Jedoch sollten auch Fische eingesetzt werden die überlebensfähig sind mich dünkts es die forellen in Aare sehen einfach nicht fit aus.Bei uns hat es en mass Bütze jedoch sind meisten Forellen dürr.möglich das es in unserem Abschnitt nür so ist.Und fische einsetzen die grössten teils nicht vorpflanzung sind(keine geigneten Laichplätze etc)ist für mich auch fragwürdig.
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harro
Hallo zusammen,
ich würde den Rebo-Besatz in den Mittellandflüssen,vorab der Aare sehr begrüssen.Dies weil die Bächler und Aeschenpopulation in meinen Breitengraden doch langsam aber sicher "den Bach runter"geht.Sei es aus natürlichen oder unnatürlichen Gründen.Ich bin der Meinung das die Rebo heute besser mit den Bedingungen zurecht käme als die Bachforelle und Aesche.Im angrenzenden Ausland ist diese Art Besatz normal und die Erfahrungen damit könnte man noch verbessern mit Sömmerling-Besatz anstatt Massfischen.So könnte eine gesunde Population heranwachsen welche auch uns Sportfischern viel Freude bereiten würde.
Aber anhand der Gespräche mit Verantwortlichen von Kanton und Verbänden wird dieses Scenario wohl nie durchgeführt werden,immer aus "wissenschaftlichen" Gründen und so???
Wenn ich sehe welche Unsummen jährlich als Besatz in Form von Bafo und Aeschen in die Flüsse kommen und was im Endeffekt dann geschlechtsreif wird und nicht als Vogelfutter endet oder den Umweg durch die Turbinen nicht findet??
Rebo wären eine für mich willkommene neue Möglichkeit.
Gruss Thomas
ich würde den Rebo-Besatz in den Mittellandflüssen,vorab der Aare sehr begrüssen.Dies weil die Bächler und Aeschenpopulation in meinen Breitengraden doch langsam aber sicher "den Bach runter"geht.Sei es aus natürlichen oder unnatürlichen Gründen.Ich bin der Meinung das die Rebo heute besser mit den Bedingungen zurecht käme als die Bachforelle und Aesche.Im angrenzenden Ausland ist diese Art Besatz normal und die Erfahrungen damit könnte man noch verbessern mit Sömmerling-Besatz anstatt Massfischen.So könnte eine gesunde Population heranwachsen welche auch uns Sportfischern viel Freude bereiten würde.
Aber anhand der Gespräche mit Verantwortlichen von Kanton und Verbänden wird dieses Scenario wohl nie durchgeführt werden,immer aus "wissenschaftlichen" Gründen und so???
Wenn ich sehe welche Unsummen jährlich als Besatz in Form von Bafo und Aeschen in die Flüsse kommen und was im Endeffekt dann geschlechtsreif wird und nicht als Vogelfutter endet oder den Umweg durch die Turbinen nicht findet??
Rebo wären eine für mich willkommene neue Möglichkeit.
Gruss Thomas
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astacus
ich bin strikt gegen jeden besatz mit nicht einheimischen fischen. darunter fallen natürlich auch rebos und zander.
ich gebe meinem vorredner harro zwar recht, dass die lebensräume für bafos und äschen in der schweiz grösstenteils verschwunden sind. das heisst auch, dass wir diese kaum mehr fischen können. doch nur deswegen fremde arten einzuführen, finde ich falsch. wir müssen halt lernen, auf andere arten zu fischen. es kann doch nicht sein, dass wir die natur im gewässer einfach unseren fischereilichen interessen anpassen. es muss umgekehrt sein, wir haben uns der natur anzupassen!
dass besatz mit fremden arten negative auswirkungen auf ökosysteme haben kann, ist hinlänglich bekannt. daher sollten wir auf einheimische arten setzen. die aare im mittelland ist beispielsweise kein forellengewässer mehr (sie war jedoch auch früher "nur" in der barben- und teilweise ind er äschenregion!), dafür entwickeln sich die hecht und welsbestände gut. das ist doch auch gut!
p.s.:
wenn mir recht ist, gab es mal bei umfragen bereits einen thread zu diesem thema...
ich gebe meinem vorredner harro zwar recht, dass die lebensräume für bafos und äschen in der schweiz grösstenteils verschwunden sind. das heisst auch, dass wir diese kaum mehr fischen können. doch nur deswegen fremde arten einzuführen, finde ich falsch. wir müssen halt lernen, auf andere arten zu fischen. es kann doch nicht sein, dass wir die natur im gewässer einfach unseren fischereilichen interessen anpassen. es muss umgekehrt sein, wir haben uns der natur anzupassen!
dass besatz mit fremden arten negative auswirkungen auf ökosysteme haben kann, ist hinlänglich bekannt. daher sollten wir auf einheimische arten setzen. die aare im mittelland ist beispielsweise kein forellengewässer mehr (sie war jedoch auch früher "nur" in der barben- und teilweise ind er äschenregion!), dafür entwickeln sich die hecht und welsbestände gut. das ist doch auch gut!
p.s.:
wenn mir recht ist, gab es mal bei umfragen bereits einen thread zu diesem thema...
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henne1
Ja schon klar.Doch viel Fischer weichen an den Sempachersee oder den Bielersee aus um anständig Fische zu fangen.Egli,Hechte etc.Ist doch für alle das beste wenn man vor seiner eigenen Haustür angeln kann.Viele kommen an die aalte Aare um Köderfische für die Seen zu fangen dass find ich einfach nicht in ordnung.Man sollte besser auch hier eien anständigen Raubfisch bestand haben.was sicher nicht so ist.denn Weissfisch bestand würd ich als gut bis sehr gut bezeichnen.es konnte sicher nicht Schaden mal ein paar Blackbass oder Regenbogenforellen einzusetzten.dass wäre schon was....
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Stefan
Wenn ich die Zahlen vom Aussatz mit der Fangstatistik vergleiche, hat diese Aussage etwas. Ich kann das nur in meiner Region beurteilen, es dürfte aber anderenorts gleich aussehen.astacus hat geschrieben:die aare im mittelland ist beispielsweise kein forellengewässer mehr (sie war jedoch auch früher "nur" in der barben- und teilweise ind er äschenregion!), dafür entwickeln sich die hecht und welsbestände gut. das ist doch auch gut!
Eine weitere Fischart, der es bei uns immer besser gefällt ist der Karpfen. Der kommt mehr vor als viele glauben
hier, Umfrage zum Thema RBF Besatz:astacus hat geschrieben:p.s.:
wenn mir recht ist, gab es mal bei umfragen bereits einen thread zu diesem thema...
viewtopic.php?t=814&start=0
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gonefishing
Ich bin zwar ein grosser Zander-Fan, aber doch prinzipiell gegen das Aussetzen nicht heimischer Arten.
Auch wenn die Art scheinbar besser als irgendwelche heimischen Arten in das (veränderte) Ökosystem passt, sind die Konsequenzen kaum voraus zu sehen.
Das gesamte Ökosystem hat sich über Jahrmillionen eingependelt. Das kurzfristige Wegfallen einer oder mehrerer Arten ist ein heftiger Einschnitt, wird aber meist kompensiert und andere Arten schliessen die Lücke.
Das plötzliche Auftreten neuer Arten durch Besatz oder durch Einschleppen hat fast immer katastrophale Folgen. Vor allem Arten die in der Nahrungskette weiter unten stehen (Insekten, Amphibien(-larven), Kleinfische...) sind auf diese Fressfeinde nicht eingestellt und haben nicht die Zeit dies zu tun.
Wir Fischer müssen da über den Tellerrand unser fischereilichen Interessen hinausschauen. Das Geschrei wäre riesengross wenn Vogelfreunde nicht heimische fischfressende Arten ansiedeln wollten, weil sie mit den veränderten Umweltbedingungen besser zurecht kommen als heimische Arten.
Man darf nicht vergessen dass es Kleinlebewesen mit noch weniger Lobby als die Fische gibt, und einfach das Radfahrerprinzip ('nach oben buckeln, nach unten treten') anwenden.
Gruss, Mattu
Auch wenn die Art scheinbar besser als irgendwelche heimischen Arten in das (veränderte) Ökosystem passt, sind die Konsequenzen kaum voraus zu sehen.
Das gesamte Ökosystem hat sich über Jahrmillionen eingependelt. Das kurzfristige Wegfallen einer oder mehrerer Arten ist ein heftiger Einschnitt, wird aber meist kompensiert und andere Arten schliessen die Lücke.
Das plötzliche Auftreten neuer Arten durch Besatz oder durch Einschleppen hat fast immer katastrophale Folgen. Vor allem Arten die in der Nahrungskette weiter unten stehen (Insekten, Amphibien(-larven), Kleinfische...) sind auf diese Fressfeinde nicht eingestellt und haben nicht die Zeit dies zu tun.
Wir Fischer müssen da über den Tellerrand unser fischereilichen Interessen hinausschauen. Das Geschrei wäre riesengross wenn Vogelfreunde nicht heimische fischfressende Arten ansiedeln wollten, weil sie mit den veränderten Umweltbedingungen besser zurecht kommen als heimische Arten.
Man darf nicht vergessen dass es Kleinlebewesen mit noch weniger Lobby als die Fische gibt, und einfach das Radfahrerprinzip ('nach oben buckeln, nach unten treten') anwenden.
Gruss, Mattu
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henne1
Ja gebe dir recht.So betrachtet stimmt das schon,aber Fischarten nur am Leben zu halten weil sie Attraktiv zum Fischen - in ein Gewässer gehören denke an Asche und Bforelle find ich auch nicht inordnung.Man sollte die Fische einsetzen die mit den Unwelt bedienungen klar kommen.Ja das ist schwierig zum beurteilen.Denk jetzt grad an die Nasen vor ein paar Jahren noch Zahlreich jetzt fast verschwunden und sie wurden nicht gross mit Besatz künstlich am leben gehalten..
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T-Rig
Gibt es irgenwelche studien die das belegen?astacus hat geschrieben:dass besatz mit fremden arten negative auswirkungen auf ökosysteme haben kann, ist hinlänglich bekannt. daher sollten wir auf einheimische arten setzen.
Ich finde es wird geld aus dem fenster geworfen indem man fische in gewässer aussetzt in denen sie nicht überlebungs-und laichfähig sind.
Natürlich sollte das aussetzten von "fremden arten" (zander und refos sind eigentlich ja schon fast einheimisch) auf kontrollierte art stattfinden, von leuten die sich damit auskennen, denn in der schweiz gibt es einfach zuwenige fachleute auf diesem gebiet.
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Schweizer Angler
auch ich mag die regenbogenforelle (rbf) sehr, sie liefert zumindest einen spektakulären drill an der fliegenrute, dies sofern es nicht ein massfissch aus der zucht ist, sondern ein in der wildnis aufwachsenes tier.
persönlich bin ich aber gegen besatz unserer wildwasser mit rbf, denn es ist zugegeben eine fremde fischart. auch in gewässern wo die bachforelle und äsche nicht hochkommt, würde ich auf den besatz mit rbf verzichten, alet und barben wie in der berner aare, sind auch spannend zu fischen. und wo gar nichts anderes mehr hochkommt, braucht man auch nicht künstlich mit irgend einer fremden fischart nachzuhelfen, dann sollte man das gewässer halt als fischgewässer schlicht ausschliessen, hart aber fair gegenüber der natur der mit renautierungen mehr geholfen wird.
renatuierungen und der kampf um eine gute wasserqualität, bringt mehr als jeder rbf-besatz oder anderer fremdbesatz. klar ist es bequemer eine andere fischart einzusetzen als zu renatuieren, aber es ist nur symptombekämpfung, nie eine langfristige lösung.
das ausland (d und a) ist mit dem rbf besatz kein vorbild für mich, meist geht es dort nur darum die fischereiliche attraktivität des gewässers zu erhöhen und die tageskartenverkäufe aufrecht zu erhalten, in einigen gewässern geht es desweiteren darum angeltouristen anzulocken, und krass wirds, wenn man die tiere dann noch releasen soll, damit sie der nächste zahlende wieder fangen kann.
in der schweiz haben wir eine recht gute regelung, rbf nur in geschlossenen gewässern, wo keine fische abwandern können, und meist sind dies bergseen die eh keine natürliche poulation von fischen aufweisen. es hilft sogar den befischungsdruck durch fleischfischer an fliessgewässern die mühe mit dem natürlichen fischbestand haben etwas zu mildern. zumindest hier goutiere ich "der zweck heiligt die mittel".
rbf besatz, sollte wenn überhaupt wirklich nur mit kleinfischen (sömmerlingen) erfolgen, und mit fischen aus einer kontrollierten zucht. die meisten unserer besetzen rbf sind nichts anderes als die gleichen rbf die wir in forellenpuffs und speisefischzuchten finden, die meisten kommen aus denselben zuchten. genetisch über die jahre der zucht nicht an harte lebensbedingungen wie wir sie in unseren gewässern nun mal haben angepasst, sondern an massenzuchtbedingungen.
nicht repräsentatives beispiel; das hochwasser im diemtigtal vor 2-3 jahren. entlang dem bach waren diverse private rbf zuchten, dies fische wurden in den bach geschwemmt und fanden sich schlussendlich im kanderdelta des thunersees wieder, die fische konnten sich kaumim bach oder der weiter unten fliessenden simme halten (ausser im staubecken). es hatte keine rbfs mehr im ausgeschwemmten bach, aber immer noch bachforellen. lustigerweise wurde von den fängern der rbf im stauwehr dann gleich gefordert. man solle doch mit mehr rbf im fluss besetzen......
die "überzüchtung" der regenbogenforellen sieht man dann meist auch an dem, wie diese rbf auf alles gehen/beissen was da von oben selbst auf schaumgummiwürfel und wienerli, ein angezüchterer effekt.
aber wichtiger; diese fische sind meist träger von viren, und dies in den letzen jahren immer mehr (gerade durch die massenzucht), beispielsweise die importierten rbf aus frankreich tragen zunehmends erreger der ipn in sich (http://de.wikipedia.org/wiki/Fischkrankheiten) , und dies ist nicht ungefährlich für andere salmoniden.
es gibt zugegeben rbf, die einen grösseren "wilden genstamm" in sich führen, diese sind jedoch selten und es laufen erst versuche damit in deutschland. und sie sind massiv teuerer als bachforellenbesatz, passt dann wohl den vereinen auch weniger. die ur-regenbogenforelle gibts wohl nur noch in den usa, und meist sind es rbf die mehr einem "steelhead" ähneln, als dem was wir hier an rbf so haben und besetzen.
zugegeben frage ich mich auch, ob wir mit forderungen nach mehr rbf-besatz in unserer fliessgewässer nicht ein bisschen unglaubwürdig gegenüber der öffentlichkeit sind. der kormoran verschreien wir als standortfremd und fordern die eliminierung desselbigen, gehts aber um den eigenen fischkorb, ist das art und standortfremde kein thema mehr. dies bestätigt wieder einmal meine eigene ansicht dass wir fischer das wort naturbewusst nicht mehr so oft in den mund nehmen sollten, weil wir es scheinbar nicht sind. dieser und andere widersprüche im anglerverhalten werden übrigens auch im buch "der unterschätze Angler" von "r. arlinghaus" ( weitgehend bestätigt. lest es mal, es ist genau so interessant wie ein fangbericht, vielleicht lernt man daraus aber langfristig etwas mehr, ebenso empfehle ich es unseren fischereiverwaltungen, besonders auch der aus bern.
ein vermehrter besatz mit rbf wäre etwa dasselbe, wie wenn jäger fordern würden im stadtwald habe es zuwenig einheimische rehe, man solle diesen doch mit elefanten bevölkern, diese seien interessanter für die jagd.
mit unseren fischen haben wir über die jahre genug unfug getrieben, schon die bachforelle kommt fast nirgends mehr ihrem unsprünglichen stamm vor, in den juraforellen hat es genetische stränge von italienischen forellen (marmoratas), und in den tessiner forellen stränge von bachforellen aus dänemark . dies entstand indem wir früher, zugegeben mit billigung oder sogar auftrag durch die verwaltung, fische eingeführt haben von wo es am billigsten war und eingesetzt haben was das zeug hielt. die berner verwaltung gibt sich heute aber mühe, nur noch fische aus dem jeweiligen einzugsgebiet zu besetzen, im oberland die oberländer forelle, im jura die juraforelle. im emmental die "emme-forelle". allerdings wird es wohl noch jahrzehnte dauern, bis wohl wieder eine reine heimische population besteht. auch der äschenbesatz erfolgt in bern aus in der aare vorkommenden äschen, auf polnische fische konnten wir bisher verzichten (http://www.bafu.admin.ch/php/modules/sh ... CQ5ioS.pdf, zu genetik der forellen ab Seite 87).
persönlich komme ich zugegeben selbst auch immer wieder in konflikt mit obigen aussagen betreffend fremden fischarten - ich liebe den bachsaibling und weiss einige wenige orte im kanton be, wo er sich selbt erhält und vorkommt (nein, ich sage nicht wo). dafür aber kaum etwas anderes, die bachforellen sind dort nur "schläuche". es ist eine superfischerei auf den saibling und man bringt ihn auch nicht mehr aus diesen gewässern weg. aber ich wäre, wenn auch schweren herzens dagegen, ihn bei einem verschwinden nochmals zu besetzen.
gruss
schweizer angler
persönlich bin ich aber gegen besatz unserer wildwasser mit rbf, denn es ist zugegeben eine fremde fischart. auch in gewässern wo die bachforelle und äsche nicht hochkommt, würde ich auf den besatz mit rbf verzichten, alet und barben wie in der berner aare, sind auch spannend zu fischen. und wo gar nichts anderes mehr hochkommt, braucht man auch nicht künstlich mit irgend einer fremden fischart nachzuhelfen, dann sollte man das gewässer halt als fischgewässer schlicht ausschliessen, hart aber fair gegenüber der natur der mit renautierungen mehr geholfen wird.
renatuierungen und der kampf um eine gute wasserqualität, bringt mehr als jeder rbf-besatz oder anderer fremdbesatz. klar ist es bequemer eine andere fischart einzusetzen als zu renatuieren, aber es ist nur symptombekämpfung, nie eine langfristige lösung.
das ausland (d und a) ist mit dem rbf besatz kein vorbild für mich, meist geht es dort nur darum die fischereiliche attraktivität des gewässers zu erhöhen und die tageskartenverkäufe aufrecht zu erhalten, in einigen gewässern geht es desweiteren darum angeltouristen anzulocken, und krass wirds, wenn man die tiere dann noch releasen soll, damit sie der nächste zahlende wieder fangen kann.
in der schweiz haben wir eine recht gute regelung, rbf nur in geschlossenen gewässern, wo keine fische abwandern können, und meist sind dies bergseen die eh keine natürliche poulation von fischen aufweisen. es hilft sogar den befischungsdruck durch fleischfischer an fliessgewässern die mühe mit dem natürlichen fischbestand haben etwas zu mildern. zumindest hier goutiere ich "der zweck heiligt die mittel".
rbf besatz, sollte wenn überhaupt wirklich nur mit kleinfischen (sömmerlingen) erfolgen, und mit fischen aus einer kontrollierten zucht. die meisten unserer besetzen rbf sind nichts anderes als die gleichen rbf die wir in forellenpuffs und speisefischzuchten finden, die meisten kommen aus denselben zuchten. genetisch über die jahre der zucht nicht an harte lebensbedingungen wie wir sie in unseren gewässern nun mal haben angepasst, sondern an massenzuchtbedingungen.
nicht repräsentatives beispiel; das hochwasser im diemtigtal vor 2-3 jahren. entlang dem bach waren diverse private rbf zuchten, dies fische wurden in den bach geschwemmt und fanden sich schlussendlich im kanderdelta des thunersees wieder, die fische konnten sich kaumim bach oder der weiter unten fliessenden simme halten (ausser im staubecken). es hatte keine rbfs mehr im ausgeschwemmten bach, aber immer noch bachforellen. lustigerweise wurde von den fängern der rbf im stauwehr dann gleich gefordert. man solle doch mit mehr rbf im fluss besetzen......
die "überzüchtung" der regenbogenforellen sieht man dann meist auch an dem, wie diese rbf auf alles gehen/beissen was da von oben selbst auf schaumgummiwürfel und wienerli, ein angezüchterer effekt.
aber wichtiger; diese fische sind meist träger von viren, und dies in den letzen jahren immer mehr (gerade durch die massenzucht), beispielsweise die importierten rbf aus frankreich tragen zunehmends erreger der ipn in sich (http://de.wikipedia.org/wiki/Fischkrankheiten) , und dies ist nicht ungefährlich für andere salmoniden.
es gibt zugegeben rbf, die einen grösseren "wilden genstamm" in sich führen, diese sind jedoch selten und es laufen erst versuche damit in deutschland. und sie sind massiv teuerer als bachforellenbesatz, passt dann wohl den vereinen auch weniger. die ur-regenbogenforelle gibts wohl nur noch in den usa, und meist sind es rbf die mehr einem "steelhead" ähneln, als dem was wir hier an rbf so haben und besetzen.
zugegeben frage ich mich auch, ob wir mit forderungen nach mehr rbf-besatz in unserer fliessgewässer nicht ein bisschen unglaubwürdig gegenüber der öffentlichkeit sind. der kormoran verschreien wir als standortfremd und fordern die eliminierung desselbigen, gehts aber um den eigenen fischkorb, ist das art und standortfremde kein thema mehr. dies bestätigt wieder einmal meine eigene ansicht dass wir fischer das wort naturbewusst nicht mehr so oft in den mund nehmen sollten, weil wir es scheinbar nicht sind. dieser und andere widersprüche im anglerverhalten werden übrigens auch im buch "der unterschätze Angler" von "r. arlinghaus" ( weitgehend bestätigt. lest es mal, es ist genau so interessant wie ein fangbericht, vielleicht lernt man daraus aber langfristig etwas mehr, ebenso empfehle ich es unseren fischereiverwaltungen, besonders auch der aus bern.
ein vermehrter besatz mit rbf wäre etwa dasselbe, wie wenn jäger fordern würden im stadtwald habe es zuwenig einheimische rehe, man solle diesen doch mit elefanten bevölkern, diese seien interessanter für die jagd.
mit unseren fischen haben wir über die jahre genug unfug getrieben, schon die bachforelle kommt fast nirgends mehr ihrem unsprünglichen stamm vor, in den juraforellen hat es genetische stränge von italienischen forellen (marmoratas), und in den tessiner forellen stränge von bachforellen aus dänemark . dies entstand indem wir früher, zugegeben mit billigung oder sogar auftrag durch die verwaltung, fische eingeführt haben von wo es am billigsten war und eingesetzt haben was das zeug hielt. die berner verwaltung gibt sich heute aber mühe, nur noch fische aus dem jeweiligen einzugsgebiet zu besetzen, im oberland die oberländer forelle, im jura die juraforelle. im emmental die "emme-forelle". allerdings wird es wohl noch jahrzehnte dauern, bis wohl wieder eine reine heimische population besteht. auch der äschenbesatz erfolgt in bern aus in der aare vorkommenden äschen, auf polnische fische konnten wir bisher verzichten (http://www.bafu.admin.ch/php/modules/sh ... CQ5ioS.pdf, zu genetik der forellen ab Seite 87).
persönlich komme ich zugegeben selbst auch immer wieder in konflikt mit obigen aussagen betreffend fremden fischarten - ich liebe den bachsaibling und weiss einige wenige orte im kanton be, wo er sich selbt erhält und vorkommt (nein, ich sage nicht wo). dafür aber kaum etwas anderes, die bachforellen sind dort nur "schläuche". es ist eine superfischerei auf den saibling und man bringt ihn auch nicht mehr aus diesen gewässern weg. aber ich wäre, wenn auch schweren herzens dagegen, ihn bei einem verschwinden nochmals zu besetzen.
gruss
schweizer angler
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Chinoock
Ich würde es sehr begrüssen wenn in unseren Flüssen ( nicht kleine Bäche) Regenbogner und in den CH Seen Zander ausgesetzt würden.
Nehmen wir uns doch ein beispiel an den Oestereichern. Da klappts ja auch tip top. Mann könnte auch unsere Flüsse wieder atraktiver machen.
Ich bin dafür!!!
Und übrigens, am Rhein werden auf der Austria seite ja auch Regenbögler eingesetzt und es schadet der CH seite ja auch nicht!
Gruss
Nehmen wir uns doch ein beispiel an den Oestereichern. Da klappts ja auch tip top. Mann könnte auch unsere Flüsse wieder atraktiver machen.
Ich bin dafür!!!
Und übrigens, am Rhein werden auf der Austria seite ja auch Regenbögler eingesetzt und es schadet der CH seite ja auch nicht!
Gruss
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rasch
Nun ich denke man kann zu diesem Thema durchaus geteilter Meinung sein.
Eure Inputs und Bedenken stimmen alle ........ oder eben auch wieder nicht, je nach Betrachtungsweise.
Fakt ist, die Refo und der Zander sind Fremdlinge in unseren Gewässern.
Es ist aber auch Fakt, dass der Zander seit "18Hundert hau mich tot" im Bodensee lebt und keine andere Art bedroht oder verdrängt.
Wichtig erscheint mir bei dieser Diskussion die Verhältnissmässigkeit zwischen Gewässer und Besatz sowie der vorkommenden Arten.
Als Beispiel kann man den Alpenrhein nehmen wo durch unsere Austrianischen Kollegen jedes Jahr Refo's eingesetzt werden. Die Bachforelle hat in diesem Gewässer keine Chance zu überleben, die Verschmutzung durch Kläranlagenresistente Chemikalien ist sehr hoch, der Fluss begradigt und Kollege Kormoran schaut auch noch täglich vorbei ................. zuviel für unsere Fario.
In den Seitengewässern und im Alpenrhein hat sich nun in den letzten Jahren ein sich selbst vermehrender Stamm an Refo's gebildet. Es gibt nachweislich eine Naturverleichung und ein Wanderverhalten (Bodensee - Rhein) wie bei den Nordamerikanischen Stealheads. Die Refo hat hier den Platz und die Funktion der Fario übernommen.
Ich glaube, dass wenn die Fario, aus welchen Gründen auch immer, ihren Auftrag als Räuber in einem Gewässer nicht mehr ausüben kann, es besser ist, Refo's zu besetzen und einen natürlichen Räuber im Gewässer zu haben, als nichts zu tun.
Ein "gesundes" Gewässer benötigt einen ausgewogenen Bestand an Fried- und Raubfischen, wenn also die Fario nicht mehr in der Lage ist ihren Bestand zu erhalten sollte meiner Meinung nach mit Refo's Besetzt werden um ein ausgewogenes Verhältniss im Gewässer sicherzustellen.
Keinesfalls würde ich Gewässer welche einen gesunden Stamm an Farios beherbergen mit Refos besetzen.
Ich denke der Besatz mit Zander und Refo kann von Fall zu Fall sinnvoll sein, es muss jedoch immer im Sinne des Gewässers sein und keinesfalls sollten die Patentverkäufe damit angekurbelt werden.
Eure Inputs und Bedenken stimmen alle ........ oder eben auch wieder nicht, je nach Betrachtungsweise.
Fakt ist, die Refo und der Zander sind Fremdlinge in unseren Gewässern.
Es ist aber auch Fakt, dass der Zander seit "18Hundert hau mich tot" im Bodensee lebt und keine andere Art bedroht oder verdrängt.
Wichtig erscheint mir bei dieser Diskussion die Verhältnissmässigkeit zwischen Gewässer und Besatz sowie der vorkommenden Arten.
Als Beispiel kann man den Alpenrhein nehmen wo durch unsere Austrianischen Kollegen jedes Jahr Refo's eingesetzt werden. Die Bachforelle hat in diesem Gewässer keine Chance zu überleben, die Verschmutzung durch Kläranlagenresistente Chemikalien ist sehr hoch, der Fluss begradigt und Kollege Kormoran schaut auch noch täglich vorbei ................. zuviel für unsere Fario.
In den Seitengewässern und im Alpenrhein hat sich nun in den letzten Jahren ein sich selbst vermehrender Stamm an Refo's gebildet. Es gibt nachweislich eine Naturverleichung und ein Wanderverhalten (Bodensee - Rhein) wie bei den Nordamerikanischen Stealheads. Die Refo hat hier den Platz und die Funktion der Fario übernommen.
Ich glaube, dass wenn die Fario, aus welchen Gründen auch immer, ihren Auftrag als Räuber in einem Gewässer nicht mehr ausüben kann, es besser ist, Refo's zu besetzen und einen natürlichen Räuber im Gewässer zu haben, als nichts zu tun.
Ein "gesundes" Gewässer benötigt einen ausgewogenen Bestand an Fried- und Raubfischen, wenn also die Fario nicht mehr in der Lage ist ihren Bestand zu erhalten sollte meiner Meinung nach mit Refo's Besetzt werden um ein ausgewogenes Verhältniss im Gewässer sicherzustellen.
Keinesfalls würde ich Gewässer welche einen gesunden Stamm an Farios beherbergen mit Refos besetzen.
Ich denke der Besatz mit Zander und Refo kann von Fall zu Fall sinnvoll sein, es muss jedoch immer im Sinne des Gewässers sein und keinesfalls sollten die Patentverkäufe damit angekurbelt werden.