Regenbogenforelle

Hier kommen die Votings / Abstimmungen rein!
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Regenbogenforelle

Pro Besatz
47
72%
Kontra Besatz
15
23%
keine Meinung
3
5%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 65

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Rolf
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Regenbogenforelle

Beitrag von Rolf »

Hallo Freunde,





also ich bin dafür, dass die Regenbogenforelle wieder in Schweizer Gewässer eingesetzt werden darf :up:





und ihr :?:







8)
Gruss Rolf

Rettet die Würmer, fischt mit der Nymphe!
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miKe
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Beitrag von miKe »

ich bin auch dafür. schliesslich fragt auch niemand nach "nicht einheimischen vögeln"... :wink:
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Martin
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Beitrag von Martin »

Pro
Gruss Martin

Es ist mir egal wie dein Vater heisst, solange ich hier angle geht niemand übers Wasser
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Alet
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Beitrag von Alet »

Dagegen
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Martin
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Beitrag von Martin »

Ich weiss zwar nicht wieso genau die Mykiss nicht mehr ausgesetzt wird, aber ich nehme an das man Angst hatte, dass sie die Farios verdrängen werden, was sich vermutlich nicht so bewarheitet hat. Ich kenne Fliessgewässer in meiner Gegend wo früher Mykiss und Farios nebeneinader gemächlich gegn den Strom schwammen. Habe auch schon beobachtet das kleinere Farios die grösseren Mykiss atackierten und nicht umgekehrt. Vielleicht kann mich noch jemand etwas mehr zum thema aufklären.
Gruss Martin

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Rolf
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Beitrag von Rolf »

Freunde,





was spricht gegen so was :?: CH Fang 1996 :up:
Gruss Rolf

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Alet
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Beitrag von Alet »

Ich bin Grundsätzlich gegen das Aussetzen fremder Tier- und Pflanzenarten. Es gibt schon genügend Probleme (z. Bsp. Überwuchern von Naturschutzgebieten mit Kanadischer Goldrute und Springkraut) da muss mann nicht noch Absichtlich Tier- oder Pflanzenarten aussetzen. Bis jetzt gab es bei Fischen noch fasst keine "gravierende" Probleme (Bsp. Sonnenbarsch, Katzenwels, Blaubandbärblinge usw...). Im Luganersee ist jedoch das ausgesetzte Rotauge, wahrscheinlich für das beinahe gänzliche verschwinden der Alborella verantwortlich, eine ehemals bedeutende Fischart für die Berufsfischer.

Die Regenbogenforelle ist jedoch ein Spezialfall, da sie in Ausnahmefällen mit der Bachforelle konkurrieren kann. Warum in Ausnahmefällen? Die Ansprüche beider Arten sind nicht ganz deckungsgleich und die Bachforelle ist eigentlich stärker. D.h in einem natürlichen Bach können sehr wohl beide Arten friedlich nebeneinander leben, da die Ansprüche beider Arten befriedigt werden können. In unseren verbauten Bächen, die allzu oft in einem erbärmlichen zustand sind, kann sich die Bachforelle oft knapp halten. In diese für die Bachforelle suboptimalen Gewässerstrukturen, kann die Regenbogenforelle jedoch machmal prächtige gedeihen. Dies kann der Todesstoss für die Bachforelle sein (Bsp. Liechtensteiner Binnenkanal). So bin ich mit der aktuellen Aussetzungspolitik des BAFU einverstanden. Zudem gibt es noch einen politischen Grund: Leere Gewässer erzeugen mehr Druck endlich etwas zu unternehmen. Vielleicht nur eine Utopie von mir :(
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Martin
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Beitrag von Martin »

Ich glaube das wenn das so schadhaft sein sollte, müsste die Bafo bereits verschwunden sein, da die Mykiss schon lange genug in unseren Gewässern verweilte. Der Rückgang der Bafo wird grösstenteils andere Gründe haben die so oder so ischon m Gange sind (Umwelt). Also ich hätte nichts dagegen mal wieder eine rotgestreifte ziehen zu können.

Der Mesch hat schon viele Arten verschleppt aber nicht nur der Mensch. Kartoffelkäfer, Springkraut, Gemeiner Bärenklau, Signalkrebs und und und um nur einige zu nenen. Ich kann das einführen fremder Rassen auch nicht gut heissen, aber die Mykiss hat meiner Meinung nach ihren Platz in unserem Wasser verdient, da sie schon lange darin wohnt.
Gruss Martin

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salvenius

Beitrag von salvenius »

Wartet doch zuerst das Ergebnis der "Initiative - Lebendiges Wasser" ab! Jeder, der sich mit einer Unterschrift am Zustandekommen dieser Initiative beteiligt hat und gleichzeitig den sofortigen Besatz mit RBF fordert, schneidet sich ins eigene Fleisch! NACH dieser Volksabstimmung (je nach Resultat) kann man dann eventuell wieder über den Besatz mit RBF sprechen, vorher aber nicht!



Dann ist es sehr wichtig, die Frage des RBF-Besatzes richtig zu formulieren: Soll der Besatz in allen Gewässern erlaubt werden? Dies würde heissen, dass z.B. im Kanton Bern wieder RBF in der Suze, Birse, Kander usw... ausgesetzt werden dürften. Will das wirklich jeder?



Dann noch ein Gedankenanstoss: Immer wird über die Konkurrenz zwischen den RBF und Bachis gesprochen. Wie sieht es aber mit den anderen, für den Fischer nicht so interessanten Fischarten aus? Wie sehen die Interaktionen mit der Schmerle, Strömer, Schneider, Nase, Gründlich, Alet usw... aus?



Der RBF-Besatz wirft aus meiner Sicht mehr Fragen als Antworten auf. Die einzige Antwort die sofort Geltung hätte, ist die, dass heute jeder einzelne Fischer öfter eine krumme Rute hätte. Wie sieht es aber morgen aus? Ist eine solche Massnahme nachhaltig, oder schieben wir das Problem des Fischrückgangs in die Schuhe der nächsten Generation?



"Alet" hat geschrieben, wie es der Alborella im Lago di Lugano ergangen ist. Es gibt noch viele andere Beispiele, wo im Gewässer heimische Fischarten verdrängt wurden, weil eine im Gewässer nicht vorkommende Art ausgesetzt wurde (egal ob Besatz mit einheimischen oder anderen Fischen)!



Ich habe nichts gegen die Regenbogenforelle. Es kommt immer drauf an, WO man Regenbogenforellen aussetzen möchte.



Symptombekämpfung ist nicht = Problemlösung!



Greez
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Martin
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Beitrag von Martin »

Hier das Statement des Kanton Bern in einer Broschüre:

http://www.vol.be.ch/lanat/fischerei/pd ... orelle.pdf
Gruss Martin

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fishcatcha85

Beitrag von fishcatcha85 »

ich denke dass nicht unbedingt eine fremde fischart eine einheimishe verdrängt... bei der alborelle vom luganer kann ich nicht gross mitreden.



ich angle im rhein bei zurzach... man sagt es sei (besser gesagt war) ein gutes äschen gewässer. doch die äschen sind hier niergens zu sehen.



auch die bafos... der verein strengt sich sehr an und betreibt eine intelligente bewirtschaftung. leider sind auch da nur seltene fänge zu sehen...



aus meiner sicht ist dieses gewässer zu verschlammt wegen den kraftwerke. das habitat dieser empfindliche fische wurde zerstört... sowie auch die laichgründe.



in einem solchem gewässer würde ich es sehr begrüssen einen test durchzuführen, da die regenbögler nicht so empfindlich sind.



fische wie Schmerle, Strömer, Schneider, Nase, Gründlich sind praktisch nie zu sehen. auch alet ist nicht mehr so verbreitet wie schon....



ich verstehe das viele dagegen sind wil es eine fremde fischart ist, aber man sollte sich auch gedanken machen über die gewässer. die meisten sind auch "fremd" geworden.... das alles durch den mensch.
Nicolas

Beitrag von Nicolas »

Hallo Zusammen


in einem solchem gewässer würde ich es sehr begrüssen einen test durchzuführen, da die regenbögler nicht so empfindlich sind.




Ich denke nicht, dass das Sinnvoll ist. Meiner Meinung nach sollte man nicht einfach Fische einsetzen, weil der Lebensraum für den Fisch, der vorher dort gelebt hat nicht mehr stimmt, sondern man sollte alles daran setzen den Lebensraum wieder so herzustellen, dass sich die vertriebenen Fische wieder ansiedeln.



Meist braucht es gar nicht soviel dafür :wink:

Es braucht nur ein paar einsatzwillige Fischer, die sich die Zeit ( 5-10Jahre ), nehmen um ein Gewässer wieder herzustellen.



Ich finde es einfach schade, dass alle einfach immer Fische einsetzen wollen, möglichst schon ausgewachsen, nur um etwas zu fangen ! Wann realisieren, auch diese Leute, dass es so nicht geht :?:



Falls in einem Gewässer zu wenige Fische vorkommen, so ist doch meist der Mensch daran Schuld und der sollte dann auch die Ursachen ( nicht die Symptome ! ) bekämpfen.



Typisches Beispiel:

Ein Gewässer hat wenige Fische und in einiger Entfernug hat es einige Prädatoren

--> Schlussfolgederung Fischer: Prädatoren sind daran Schuld.

Man könnte es aber auch so sehen:

Prädatoren siedeln sich an und vermehren sich stark

--> Mensch ist Schuld, denn die Fische können sich dank Verbauungen nicht mehr verstecken, viel Futter für Prädatoren:

--> Prädatoren viele Junge

Schlussfogerung: Man kann nicht immer alles auf die Prädatoren schieben, denn ein intaktes Gewässer übersteht auch diese.



Als intaktes Gewässer bezeichne ich einen See oder Fluss, wo es kein Zutun vom Mensch mehr braucht

--> Fische vermehren sich selbstständig --> Laichplätze,

es gibt Unterschlüpfe und Verstecke und man findet im Gewässer alle Altersstufen von Fischen in natürlicher Proportion.



Dies war nur ein Beispiel meinerseits.



Deshalb finde ich, bevor man gross mit Besatz kommt, sollte man die Gewässer wieder renaturieren und dann kann man über Besatzmassnahmen sprechen. Doch wenn die Gewässer erst wiedereinmal in Ordnung sind, dann muss man eh nicht mehr besetzen.



Beim Besetzen sollte man zudem auch immer schauen, dass das Erbmaterial stimmt.



Einzige Ausnahme in meinen Augen:



Gewässer ( meist künstlich ) bei denen es nur um den Fischfang geht und bei denen gewährleistet ist, dass die Fische unter keinen Umständen abwandern können. Dort soll man einsetzen dürfen, was man möchte und was einem persöhnlich sinnvoll erscheint :wink:



Mit lieben Grüssen



Nicolas
fishcatcha85

Beitrag von fishcatcha85 »

Nicolas



ich verstehe deine ansicht



aber wie willst du ein gewässer mit jeglichen kraftwerke renaturieren? gewisse abschnitte sind völlig vershlammt... was vor 20 jahre sicher nicht so war.



das revier ist zum grössten teil nicht verbaut. auch setzt sich der verein seit vielen jahren ein untershlüpfe für kleinfishe herzustellen und an einsatzwilligen leuten mangelt es nicht. aber ausser einigen alet, barben und aalen wird so gut wie nichts gefangen.



die einzige massnahme wäre die kraftwerke zu beseitigen... aber das kann ich mir nicht vorstellen...



wir zerstören unsere natur. wir merken es immer zu späht wenn was dumm gelaufen ist. das ist unser problem.
gonefishing

Beitrag von gonefishing »

Ich habe mit 'Contra' gestimmt. Ich bin auch grundsätzlich gegen das Aussetzen nicht heimischer Arten bei Pflanzen und Tieren. Die Erfahrung hat gezeigt, dass der Schaden fast immer grösser als der Nutzen ist. Auch wenn keine sichtbare direkte Konkurrenz besteht und keine Art direkt oder vollkommend verdrängt wird, ist doch die fremde Art fast immer ein Störfaktor im ökologischen Gleichgewicht.

Dies kann sich für uns unsichtbar negativ auf Kleinlebewesen oder die Ausbreitung von Krankheiten oder Parasiten auswirken. Da wir bei weiten noch nicht alle Zusammenhänge, noch nicht einmal alle Lebewesen in unseren Ökosystemen kennen, sollte man es unterlassen bewusst fremde Arten einzuschlepen.

Gruss, Mattu
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zuma
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Beitrag von zuma »

@Nicolas: Sehr gutes Posting! Da gibts eigentlich nichts anzufügen.

@all: Wir sollten nicht den Weg des geringsten Widerstandes gehen und reine Symtombekämpfung machen. Der Wiederaufbau unserer Gewässer muss priorität haben und nicht der kurzfristige Fangerfolg von uns Fischern. Ausserderm heisst es, ein Gewässer "bewirtschaften". Was heisst nun eigentlich bewirtschaften? Ich vergleiche ein Gewässer immer mit einer Unternehmung. Um eine Unternehmung erfolgreich führen zu können sind gewisse Parameter unabdingbar:

1. Das Umfeld muss stimmen (Rahmenbedinungen)

2. Das investierte Kapital muss vorhanden sein

3. Es darf nur eine massvolle Ertragsabschöpfung stattfinden

4. Das Kapital darf nicht angetastet werden, da man sonst von der Substanz lebt.



Uebertragen wir das auf unsere Gewässer:

1. Umfeld = Gesunde, intakte Gewässer

2. Investiertes Kapital = Genetische einwandfreie Elterntiere

3. Ertragsabschöpfung = Geringe Entnahmen

4. Kapital nicht antasten = Laichfischbestand schonen (Zwischenschonmasse)



Diejenigen unter uns, welche sich als Fischer nur über die Beutezahl definieren, wären an unseren Put & Take Gewässern besser aufgehoben.



Ach ja - ich habe contra gestimmt.
Gruss Kurt

(Bambus-&Trockenfliegenpurist)
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