Mindestmass für Seeforellen

Hier kommen die Votings / Abstimmungen rein!

Welches Mindestmass würdest du befürworten

35 cm
3
4%
40 cm
13
19%
45 cm
18
26%
5o cm
35
51%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 69

albrecht

Re: Netze und Biotop sind das Problem, nicht cm !

Beitrag von albrecht »

schlegudeck hat geschrieben:Schonmass von 70cm :?: gibt's dann solche Netze für den Berufsfischer :?: das müssten ja ziemliche Hitech-Geräte sein mit Sensoren und allem drum herum.



Also wass ich beim Schleppen und mit Rute anrichten kann, das bedroht doch bei uns keine Fischart von ihrer existenz, wenn man es mit Vernunft macht.



Und egal wie gross die Forelle ist, ist sie einmal gehakt sind die Überlebenschancen für kleinere Exemplare beim schleppen gering, jedoch etwas grösser als wenn eine 20er in Netz schwimmt. Und leider schwimmen gerade die kleinen in der oberen Schicht(See). Eine 65er zurücksetzen, nachdem sie im Fluss gelaicht hat? die hat auch geringe chancen. Klein wenig nützt da ein grosser Haken, grosser Löffel, sodass sie gar nicht ran können.



Also ich wäre eher dafür die Netze im Nov./Dez./Jan. generell aus dem Wasser zu nehmen, als über cm zu diskutieren.



Die Nachfrage nach Seeforelle als Speisefisch ist eh gering und könnte nie mit grossen Mengen gedeckt werden, da landet manche Zuchtforelle alias Lachsforelle in der Pfanne und dem Konsumenten schmeckt es so oder so, da der grösste Teil kaum ein Unterschied feststellen kann.



Ein fünfjähriges Netz-Moratorium, dass wäre doch die Lösung, aber da will der Kanton nichts davon wissen oder? Man müsste dann wohl von den Patent und Pachteinnahmen die wir seit Jahren bezahlen etwas als Lohnausfall an den Berufsfischer abdrücken 8)



Die Einnahmen investieren sie ja lieber in hochstudierte Biologen, welche dann nach x Forschungsprojekten zum Fazit kommen, dass die Weltmeere überfischt sind und das Klima sich erwärmt.



Nicht, dass ich den Berufsfischer angreiffen will, der macht bei uns sehr viel für die Forellen, er lebt ja schliesslich davon und für mich ist es nur Vergnügen, aber dort müsste man meiner Ansicht nach ansetzen, sonst bringt es nichts. Alles andere ist Kampf gegen Windmühlen. Oder habt ihr schon mal eine Kontrolle beim Berufsfischer gesehen? Maschengrösse etc...


Netzfischerei an Binnenseen verbieten... Ich bin dafür.



Gegen diese Brüder sind Kormorane Harmlos.



Sowas



Bild



Gibts einfach nicht mehr...



(Urheberrecht sollte kein Problem sein, das Bild ist von 1938)
pike-hunter

Beitrag von pike-hunter »

Whoa... Big Mama :lol:
Profish

Beitrag von Profish »

Fischereibiologisch wäre mind. 50 cm vernünftig, vorher sind sie an den allermeisten Gewässer nicht einmal geschlechtsreif. Fische mit 70 cm sind an den meisten Gewässern um die 4 Jahre alt, es würde also sehr schnell gehen bis die Gewässer mit solchen Fischen eingedeckt wären.

(Barsche mit 35 cm haben im Vergleich etwa 10-12 Jahre). Aber in der CH ist eine vernünftige Fischerei häufig leider nicht an der Tagesordnung, warum darf man 4-5 Forellen pro Tag entnehmen? Warum ist die Fischerei wie an der Luzerner Reuss erlaubt? Würde etwas mehr mit dem Kopf als mit dem Bauch geangelt werden, würde die Fischerei in der CH noch interessanter werden.
TAZ

Beitrag von TAZ »

Also ein Mindestmass von 50 cm finde ich auf jeden Fall angemessen.

Schließlich sollten den Fischen auch die Möglichkeit der Fortpflanzung gegeben werden.
Gebo

Beitrag von Gebo »

Habe für 50 gestimmt. 60 wäre sicher auch zu verkraften.





So ein Fisch wäre doch toll. Das ist doch eine eine echte Forelle. Eine Fettflosse so gross wie ein Zeh...





Bild



Petri Heil

Gebo
schlegudeck

Beitrag von schlegudeck »

@profish Über die Luzerner Reuss liesse sich ein Buch schreiben und wir kämen auf keinen grünen Zweig.



Fakt ist, früher gingen Sie bis nach Bremgarten, heute haben wir noch 1-2 Laichplätze(Stand Nov.). 20Laichplätze waren keine Seltenheit.

Etliche grosse Forellen überleben das Laichen nicht, Sie sind so abgekämpft, dass sie das Wehr nicht mehr überwinden können, vorallem wenn es zu ist oder schon zu ist, wenn sie runter wollen. Die 65cm, die schaffen es.

Fakt ist auch, dass gar nicht mehr so viele Forellen das Wehr erreichen, ob vom See her oder vom Fluss aufwärts.



Einige laichen sicher im See, der grosse Teil aber landet im Netz! Will man was erreichen muss man nicht bei den 10% was machen, sondern bei den 90% und das ist und bleibt aus meiner Sicht das Netz.



Übringens ob 24mm oder 27mm, tja wenn ein Albeli(klein Felche) drin hängen bleibt was dan sonst alles? Oder täusche ich mich da und die Forellen sind gar nie bei den Albeli :?:



Oder sind wir auch dran Schuld, dass ab der Luzerner Seebrücke keine Albeli mehr gefangen werden? Und wo sind die Luenz? Die sollten doch noch knapp durch die Maschen gehen?



Sind schon ganz dumme Fische die wir haben, können nicht mal ein Albeli Netz von einem Felchennetz unterscheiden :idea:



http://www.fischerei-uri.ch/DesktopModu ... umentID=73
Chrigel

Beitrag von Chrigel »

Hat jemand genauere Angaben über diese Seefo? Ich habe gehört sie wäre heute noch in einem Museum zu bestaunen.. :idea:
petrijünger79

Beitrag von petrijünger79 »

Die Forelle ist einfach der Hammer :shock: :shock:



Wäre zu schön wenn wieder solche kaliber in unseren seen schwimmen würden
Gebo

Beitrag von Gebo »

Genaue Angaben zu diesem Fisch würden mich auch interessieren.



Petri Heil

Gebo
pasurbe

Beitrag von pasurbe »

gonefishing hat geschrieben:Geht bei einem Schonmass von 35cm das Messen schneller als bei 50cm?

Wenn die Forellen mit 35cm entnommen werden, dann gibt entsprechend weniger Grosse. Wäre das Schonmass höher, dann würden auch mehr Grosse gefangen.



Gruss, Mattu


Nein! Weil das Schonmass für Seeforellen nur für die Sportfischerei gilt...
T-Rig

Beitrag von T-Rig »

pasurbe hat geschrieben:
gonefishing hat geschrieben:Geht bei einem Schonmass von 35cm das Messen schneller als bei 50cm?

Wenn die Forellen mit 35cm entnommen werden, dann gibt entsprechend weniger Grosse. Wäre das Schonmass höher, dann würden auch mehr Grosse gefangen.



Gruss, Mattu


Nein! Weil das Schonmass für Seeforellen nur für die Sportfischerei gilt...


Macht keinen sinn , ist aber leider so. Fische die in netzen gefangen werden, sind meist schon tot und können daher sowieso nicht zurückgesetzt werden.

Da die berufsfischerei schon lange nicht mehr lukrativ ist, sollte sie abgeschafft werden.

Am luganersee werden keine neuen berufsfischerpatente vergeben und die restlichen fischer sind meist sehr alt und betreiben die fischerei nur als "hobby".
pius

Beitrag von pius »

das ist ein heikles thema!



es ist auch von gewässer zu gewässer unterschiedlich.



der zugersee zum beispiel hat im mom einen enormen zuwachs an grossen forellen.

zurückzuführen ist das ganz klar dem rückgang der felchen,

und der deshalb kaum noch gesetzten schwebenetze.



fakt ist: kaum das nicht mehr im grossen stiel mit schwebenetzen auf felchen gefischt wurde,

nam auch der forellenbestand drastisch zu!!



ich denke die netzfischerei ist ein nicht zu vernachläsigbarer facktor.



am vierwaldstättersee ist es oft ein suchen nach möglichen pasagen zwischen den netzten, man kan kaum mal so schleppen wie man gerne möchte.

der bestand an laichforellen ist nahezu 0.

leider wird in den flüssen wie der reuss nichts für den bestand gemacht.

kein laichfischfang.........



es werden aber 1000de seefos als sömmerlinge direkt in den see besetzt.

von diesen schnelwüchsigen (heimatlosen) fischen hat es daher recht viele,

aber ich glaube kaum das die solten sie mal gross werden sich auch ervolgreich vermehren.



das wachstum der seeforellen kan sehr schnell sein 2 jahre ca 35-40cm

mit 3 schon 50-58cm



mit 3 oder 4 jahren laichen sie zum ersten mal ab, einzelne vileicht schon mit 2.



in einem gewässer ohne netzfischerei, kan der bestand sicher durch die angelei beeinflust werden,

in einem wasser mit netztfischerei, glaube ich nicht das es was nützt!



trozdem habe ich zb. in der sayson 07 weit über 100masige seeforelen wieder zurückgesetzt. ich geb ihnen noch ne 2te canse gros zu werden :D
Profish

Beitrag von Profish »

Vom Wachstum her gibt es bestimmt Unterschiede, trotzdem ist 50 cm für die Schweiz angemessen. Die Roggenqualität und Milchqualität und auch Anzahl Gameten ist bei kleinen Fischen noch ungenügend. Dass die Berufsfischerei häufig einen grösseren Einfluss auf die Bestände hat als die Sportfischerei zeigt sich ja jedes Jahr in den Fischfangstatistiken. Das die Berufsfischer nicht gleichermassen selektiv fischen können ist ebenfalls klar, trotzdem müsste man vermehrt Netzverbote einführen, um die Schonzeiten der einzelnen Fische zu schützen. War heute auf dem Markt und schlich wiedereinmal bei den Berufsfischerständen(Bodenseefischer) herum, was man dort an toten Laichtieren(Saiblinge en mass mit Laichfärbung, Seeforellen,etc.) sieht, stimmt einem schon bedenklich.

Auf lange Zeit wird die Berufsfischerei verschwinden oder stark reduziert werden, was jedoch mit Garantie nicht stimmt, ist dass sie generell nicht rendiert. Es gibt Gewässer, die zu wenig produzieren, an anderen verdienen die BF schon ganz gut.
Reverend

Beitrag von Reverend »

Die Roggenqualität und Milchqualität


Nanu - bin ich jetzt im Landwirtschaftsforum gelandet? :lol:



btt.: Ich würde euch auch zu einem Schonmaß von 50cm für Seeforellen raten. Hier in Bayern haben wir nicht ohne Grund 60cm als Schonmaß.

An ausgewiesenen Seeforellenseen gilt dieses Schonmaß übrigens für alle Forellen im See (also auch für Bachforellen) mit Ausnahme der Regenbogenforelle.
Schweizer Angler

Beitrag von Schweizer Angler »

@reverend



ja, fischerei ist in der schweiz landwirtschaft, die berufsfischer und fischzüchter haben als obersten herrn auch das "bundesamt für landwirtschaft"



aber auch die sportfischerei ist meistenorts "landwirtschaft" - alles wird mit "ertrag" berechnet. ein alter zopf der nicht aus den köpfen (insbesondere auch in jenen der fischereiverwaltungen) wegzubringen ist, die tägliche entnahme von 4-5, oder wie bei uns im kanton bern 6 salmoniden pro tag ist ein "guter ertrag".



gruss





schweizer angler
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